Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
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- Vivilotta
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Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Hallo ihr Lieben,
vielleicht haben es einige von euch mitbekommen, ich habe vor mittlerweile 5 Tagen abgestillt. Die negativen, teilweise fast schon aggressiven Gefühle beim Stillen waren für mich einfach zu schwerwiegend.
Ich konnte das Nuckeln einfach nicht mehr ertragen, und hatte ganz intensiv das Gefühl, sie von der Brust wegbekommen zu müssen. Obwohl ich immer weiter reduziert habe, wurde das Gefühl immer stärker.
Ich war schon angespannt, wenn meine Tochter nur einmal außerhalb der Reihe stillen wollte, oder länger wie ein paar Minuten. Ich hab sie leider ganz oft ohne Vorwarnung abdocken müssen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten hab.
Den letzten Schritt zum endgültigen Abstillen hab ich ziemlich überstürzt getroffen. Fini hat es ganz gut mitgemacht, und bereits am 3. Tag das neue Ritual mit Rumtragen komplett ohne Protest akzeptiert. Sie fragt auch kaum danach.
Ich habe trotzdem ein total schlechtes Gewissen und bedauere, dass ich mir nicht bei aller Genervtheit mehr Zeit für den Abschied genommen hab. Für mich, für uns. Es tut mir total leid, dass ich meiner Tochter sowas Wichtiges nehmen musste, und die erste große Anpassungsleistung fordern musste.
Ich bin aber mehr als froh, dass an meinen Brüsten nicht mehr genuckelt wird und könnte es mir heute schon kaum noch vorstellen, Fini nochmal anzulegen.
Ich frage mich aber schon, woher und wieso diese starken negativen Gefühle kamen. Ich lese hier auch öfters, dass das Stillen ab Ü1 viele nervt, wenn auch nicht so stark wie mich.
Wieso ist das so? Ist das auch ein Stück weit normal? Ging es anderen hier auch so?
mit Fini 02/15
vielleicht haben es einige von euch mitbekommen, ich habe vor mittlerweile 5 Tagen abgestillt. Die negativen, teilweise fast schon aggressiven Gefühle beim Stillen waren für mich einfach zu schwerwiegend.
Ich konnte das Nuckeln einfach nicht mehr ertragen, und hatte ganz intensiv das Gefühl, sie von der Brust wegbekommen zu müssen. Obwohl ich immer weiter reduziert habe, wurde das Gefühl immer stärker.
Ich war schon angespannt, wenn meine Tochter nur einmal außerhalb der Reihe stillen wollte, oder länger wie ein paar Minuten. Ich hab sie leider ganz oft ohne Vorwarnung abdocken müssen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten hab.
Den letzten Schritt zum endgültigen Abstillen hab ich ziemlich überstürzt getroffen. Fini hat es ganz gut mitgemacht, und bereits am 3. Tag das neue Ritual mit Rumtragen komplett ohne Protest akzeptiert. Sie fragt auch kaum danach.
Ich habe trotzdem ein total schlechtes Gewissen und bedauere, dass ich mir nicht bei aller Genervtheit mehr Zeit für den Abschied genommen hab. Für mich, für uns. Es tut mir total leid, dass ich meiner Tochter sowas Wichtiges nehmen musste, und die erste große Anpassungsleistung fordern musste.
Ich bin aber mehr als froh, dass an meinen Brüsten nicht mehr genuckelt wird und könnte es mir heute schon kaum noch vorstellen, Fini nochmal anzulegen.
Ich frage mich aber schon, woher und wieso diese starken negativen Gefühle kamen. Ich lese hier auch öfters, dass das Stillen ab Ü1 viele nervt, wenn auch nicht so stark wie mich.
Wieso ist das so? Ist das auch ein Stück weit normal? Ging es anderen hier auch so?
mit Fini 02/15
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- Laquiqui
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
mir ging es so. ich schreib später in ruhe
Liebe Grüße von Kirsten
"Es gibt mehrere Arten, etwas richtig zu machen" Mama Muh
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- Violet
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Mir ging es auch so! Als J. Etwa 15 Jahre alt war. Ich konnte dieses rumgenuckel einfach nicht mehr ertragen, es war ein ganz, ganz schlimmes körperliches Gefühl. Dann habe ich abgestillt. J.hat an da Fläschchen bekommen. Zuerst mit Pre, dann nur noch mit Wasser. Die Flasche hatte er als Schnulli Ersatz bis kurz vor seinem dritten Geburtstag. Das nuckeln war ihm.noch total wichtig und ich bin sicher er würde heute noch stillen. Anfangs hatte ich auch eins ehrlich schlechtes Gewissen und war traurig dass ich es einfach nicht mehr konnte. Mittlerweile habe ich meinen Frieden damit. Ich habe keine Ahnung woher diese Gefühle kommen. Ich habe überhaupt kein Problem damit wenn er "an mir klebt", er kuschelt viel und brauchte schon von Anfang an viel körperkontakt. Alles okay. Aber irgendwann ging es einfach an der Brust nicht mehr.
Ich denke größere Kinder müssen nicht unbedingt stillen um Nähe zu tanken, Ernährung geht auch so, alles in allen kein Grund sich Vorwürfe zu machen. Ich denke es wäre für das Kind auch nicht gut wenn man sich zwingt weiter zu stillen und dabei negative Gefühle hat, Kinder merken ja sowas auch.
J. *11/2012
Ich denke größere Kinder müssen nicht unbedingt stillen um Nähe zu tanken, Ernährung geht auch so, alles in allen kein Grund sich Vorwürfe zu machen. Ich denke es wäre für das Kind auch nicht gut wenn man sich zwingt weiter zu stillen und dabei negative Gefühle hat, Kinder merken ja sowas auch.
J. *11/2012
J. (11/2012)
- Violet
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Er war 15 Monate alt, nicht Jahre [emoji15]
J. *11/2012
J. *11/2012
J. (11/2012)
- Linda89
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Mir auch. Aber meine Tochter hat gegen Ende hin auch sehr sehr sehr viel gestillt. Oft die ganze Nacht durch...
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Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
-
Lösche Benutzer 6191
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Ich kenne das scheusliche kribbeln bis in die Zehenspitzen beim nuckeln des drei jährigen. Aber abstillen wäre aktuell zu fies, so mit frischem Bruder baby...und letztes mal habe ich glaub so zwei Jahre tandem gestillt...ich hoffe also, dass das wieder besser, angenehmer, weniger störend und oder nervig wird! -ooooommmm- [emoji85]
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- Vivilotta
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Violet, über die 15 Jahre musste ich schmunzeln [emoji6]
Ich hab sonst auch gar kein Problem mit körperlicher Nähe, im Gegenteil! Ich genieße es total, wenn meine Tochter mit mir kuscheln will. Aber stillen war nie besonders innig oder kuschlig für mich.
Flasche wird hier nicht genommen, aber heute hat sie im Buggy ziemlich lange an einem Schnuller rumgelutscht, der war sonst auch nicht so interessant [emoji6]
mit Fini 02/15
Ich hab sonst auch gar kein Problem mit körperlicher Nähe, im Gegenteil! Ich genieße es total, wenn meine Tochter mit mir kuscheln will. Aber stillen war nie besonders innig oder kuschlig für mich.
Flasche wird hier nicht genommen, aber heute hat sie im Buggy ziemlich lange an einem Schnuller rumgelutscht, der war sonst auch nicht so interessant [emoji6]
mit Fini 02/15
mit Fini 02/15 und Paulini 05/19
- Vivilotta
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Linda, stimmt, bei dir war es von 30 mal auf O mal, wenn ich mich richtig erinnere?
Puh, die ganze Nacht durch ist schon sehr hart! Hier war es lange Zeit stündlich in der Nacht. Und tagsüber alle 2 Stunden bis sie 14 Monate alt war und ich aktiv reduziert hab. Sie war immer eine Vielstillerin.
Manchmal denk ich auch, vielleicht hätte ich es länger ausgehalten, wenn sie nicht so arg oft hätte stillen wollen?
mit Fini 02/15
Puh, die ganze Nacht durch ist schon sehr hart! Hier war es lange Zeit stündlich in der Nacht. Und tagsüber alle 2 Stunden bis sie 14 Monate alt war und ich aktiv reduziert hab. Sie war immer eine Vielstillerin.
Manchmal denk ich auch, vielleicht hätte ich es länger ausgehalten, wenn sie nicht so arg oft hätte stillen wollen?
mit Fini 02/15
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- Vivilotta
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Actiongwerg: genau! Dieses Kribbeln hatte ich auch. Der ganze Körper auf Abwehr und das Kind ist selig.
In deiner Situation ist es bestimmt hart was zu ändern. Respekt, Tandem Stillen stelle ich mir schon anstrengend vor!
mit Fini 02/15
In deiner Situation ist es bestimmt hart was zu ändern. Respekt, Tandem Stillen stelle ich mir schon anstrengend vor!
mit Fini 02/15
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ZuckerZitrone
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Ich kenne dieses genervt sein auch. Und auch das ich richtig wütend auf die kleine Maus werde - gerade auch beim Einschlafstillen, was momentan gerne mal ne gute Stunde dauert. In ganz schlimmen Fällen bin ich raus aus dem Schlafzimmer und mein Mann hat kurz überbrückt und ich konnte einmal durchatmen. Zum Glück ist es hier nur phasenweise und nach ein paar Tagen wieder vorbei, sodass ich zwar schon öfters ans Abstillen gedacht habe, aber es dann immer wieder besser wurde. Ich vermute, dass es mit meinem Zyklus zu tun hat, da es seitdem ich wieder meine Tage habe stärker ist. Außerdem bin ich in den Phasen auch so sehr berührungsempfindlich und schlecht gelaunt.
Liebe Grüße von ZuZi mit Pupsmaus (12/14) und Strahlemann (09/17)