Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

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verena2222
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Nachdem es ein paar Tage ganz gut lief, kommt jetzt das Nächste: neuerdings rutscht er an der linken Seite (die mit einer noch deutlich offenen Wunde) beim Stillen ab. Er verliert das Vakuum, ich kann nicht sagen, ob es an der Ober- oder Unterlippe liegt. Es gibt mitten beim Saugen ein Schmatzgeräusch und seine Kiefer rutschen sofort Richtung BW und knallen regelrecht zusammen mit der Warze dazwischen :-/ Er schluckt dabei sehr viel Luft. Es passiert ca. alle 30 sec. Was kann da los sein, was kann ich tun? Es tut echt wahnsinnig weh und der Lütte ist auch sehr irritiert...

LG Verena

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Mondenkind
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

Hat er Soor im Mund, hast du das mal geguckt? Das könnte ein Grund sein.

Passiert das in allen Stillpositionen? Sonst nochmal andere Positionen ausprobieren. Du kannst auch versuchen, im die Brust etwas zu formen, vielleicht hilft das. Aber auf jeden Fall in den Mund schauen!

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Der Mund sieht für mich aus wie immer. Ich tippe darauf, dass es an Blockaden liegt (letzte Woche vom Osteopathen festgestellt, aber bisher leider eher verschlimmbessert...). Er macht auf der schlechten Seite auch kaum den Mund auf beim Anlegen. Meine Lösung ist erst mal, hauptsächlich im Rückengriff zu stillen auf der Seite. Es passiert in allen Positionen, bei denen er auf seiner rechten Seite liegt.

Kann ein Kind saugverwirrt sein ohne künstliche Sauger zu kennen? ;-/ Manchmal, wenn er hungrig ist, aber die Brust schon sehr leer getrunken ist, wird er richtig sauer, zerrt an der BW, dockt ab, fuchtelt... anstatt ruhig weiter zu saugen, um einen MSR auszulösen. Kann ich da irgendwas machen? Brustkompression mache ich schon, aber es kommen dadurch nur wenige Extraschlucke und ein MSR wird auch nur selten ausgelöst, wahrscheinlich weil er nicht parallel saugt, sondern nur hampelt...

LG Verena

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

Nach osteopathischen Behandlungen sind Kinder manchmal ein paar Tage etwas neben der Spur. Das legt sich sicher.
verena2222 hat geschrieben:Kann ich da irgendwas machen?
Ich würde ihn hochnehmen und anders beruhigen und es später nochmal versuchen.

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von tragekind2015 »

Vielen lieben Dank für diesen Thread. Ich hatte mit meinem Kind auch einen ganz schwierigen Stillstart mit spätem Milcheinschuss (nach etlichen Interventionen und einer traumatischen Geburt). Glücklicherweise hatte ich in der ersten Lebenswoche eine Stillberaterin da, die uns total geholfen und ermutigt hat. Das mit der Kollostrum-Massage wusste ich noch nicht, werde es aber dann in der nächsten Schwangerschaft auf jeden Fall machen.
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

Wie gehts euch?

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Gut geht es uns (abgesehen von einer dicken Erkältung)! Ich hab keine offenen Stellen mehr auf den BW. Die zweite BW ist schnell zugeheilt, nachdem wir ein zweites Mal beim Osteopathen waren und er eine Blockade an der HWS gelöst hat, aufgrund derer er den Mund nicht richtig auf machen konnte.

Abends ist leider weiterhin extreme Hektik, Weinen und Ungeduld beim Trinken angesagt. Wir nehmen ihn dann ins Tragetuch, wo er meistens relativ bald einschläft, und zwei Stunden später trinkt er wieder ganz normal.

Ich möchte dir auf jeden Fall schon mal ein ganz großes Danke sagen für deine Hilfe soweit! Ohne dich säße ich hier noch mit offenen BW und wer weiß, wie lange ich das noch ausgehalten hätte.

LG Verena

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

verena2222 hat geschrieben:Gut geht es uns (abgesehen von einer dicken Erkältung)! Ich hab keine offenen Stellen mehr auf den BW. Die zweite BW ist schnell zugeheilt, nachdem wir ein zweites Mal beim Osteopathen waren und er eine Blockade an der HWS gelöst hat, aufgrund derer er den Mund nicht richtig auf machen konnte.
Toll!
verena2222 hat geschrieben:Abends ist leider weiterhin extreme Hektik, Weinen und Ungeduld beim Trinken angesagt. Wir nehmen ihn dann ins Tragetuch, wo er meistens relativ bald einschläft, und zwei Stunden später trinkt er wieder ganz normal.
Überall auf der Welt haben Babys diese abendlichen Unruhestunden. Tragen hilft, abhalten, Pezziball... Ihr schafft das.

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Kann man auch ohne offene Wunden eine bakterielle Infektion der BW haben? Es brennt seit ein paar Tagen tierisch, auch wenn man äußerlich nichts sieht, außer dass die BW ziemlich rot ist, aber das war auch schon so, als es noch nicht so weh tat... Wie würde man es behandeln, wieder Antibiotikum?

LG Verena



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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Hallo!

Ich habe noch mal eine Frage, weil ich mir Sorgen mache, dass mein Sohn bei seinen abendlichen Schreiattacken eben doch Hunger leidet. Hier seine Gewichtsentwicklung:

28.4. Geburt 4600 g
29.4. 4390 g
30.4. 4270 g
01.5. 4280 g
02.5. 4350 g (ab hier Hebamme)
03.5. 4340 g
04.5. 4400 g
06.5. 4390 g
09.5. 4540 g
11.5. 4590 g
26.5. 5170 g (U3)
01.6. 5360 g (Hebamme)
20.6. 5870 g (Zwischenkontrolle Kinderarzt)

Wenn ich die beiden letzten Gewichte vom Kinderarzt nehme, hat er in 25 Tagen 700 g zugenommen, was 196 g pro Woche entspricht, also nur ganz knapp über der 190g-Grenze der WHO liegt. Damit fällt er auch total aus seiner Geburtsperzentilen. Ist das wirklich in Ordnung? Ich habe so Angst, dass er abends vor Hunger weint.

Er ist allerdings auch angeblich 5 cm gewachsen in den 20 Tagen, das glaube ich nicht ganz, aber vielleicht hat er fürs Längenwachstum seine ganze Energie gebraucht, gibt es so was?

LG Verena
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