Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

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Ariana
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Ariana »

Bei mir saß sogar der Fünfjährige bei der Impfung auf dem Schoß. Ich hätte mich auch geweigert, ihn allein irgendwo sitzen zu lassen, selbst in dem Alter.
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Caitrionagh
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Caitrionagh »

Unser Kinderarzt sagt, wir sollen einen Schritt zurück gehen, damit er "der Böse" ist, und nicht wir. Sobald das Pflaster drauf ist, nehm ich sie hoch und sie beruhigt sich dann immer sofort. Ich hab das nicht weiter hinterfragt, vor allem, da es immer eine Doppelspritze war und der KiA und die Helferin den Platz brauchen. Aber rausgehen würde ich nicht.
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Cucurbita
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Cucurbita »

Hab meine Kinder immer bei mir gehabt beim Impfen, vor allem in dem Alter. Als sie noch kleiner waren war das Impfen eh so schnell gemacht bis sie gemerkt haben dass da ein Schmerz war und darauf reagieren wollten gab es einen Traubenzucker und alles war gut.

Selbst im Krankenhaus mit 13 Monaten durfte ich bis die Narkose gewirkt hat bei meiner Tochter bleiben.


Bei so Aussagen mit lieber raus gehen und blablablubb hab ich immer eher das Gefühl dass die Ärzte das lieber ohne die Eltern machen, weil Eltern schwierig sein können.
Viele Grüße
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MiasMom
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von MiasMom »

Ich danke euch allen!

Komplett ohne Elternteil hätte ich sie auch nie gelassen, sondern bisher immer mit Papa.

Ich fang nämlich selbst immer fast mit an, weil es mir so das Herz zerreißt :(
Sie war ein Frühchen und wir waren zwei Wochen in der Neonatologie und sie musste damals schon immer jeden Tag mehrmals gepiekst werden um den Glukosewert zu bestimmen. Das tat jedes Mal sooo weh, die Kleine so schreien zu sehen.

Aber gut, ich werde dieses Mal stark bleiben und sie auch auf dem Arm haben. Papa mag sie nämlich derzeit überhaupt nicht so gern.

Oh man, gut, dass ihr mir grad die Augen geöffnet habt. Ich würde sie ja auch sonst nie schreien lassen und nun bin ich doch in eine Falle dieser alten Ansichten getappt.

:x
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MiasMom
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von MiasMom »

Sie war auf meinem Arm und hat die Spritzen in die Arme bekommen.
Der KiA war begeistert, dass ich sie danach anlegen wollte. Der ist einfach toll.

Danach war bei ihr auch sofort alles gut.

Aber sie war heute (noch) merkwürdig aufgedreht :shock: :lol:
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RonjaR
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von RonjaR »

[emoji5] schön! Ihr habt es überstanden.

Und wegen des vorherigen Posts: Ärger dich nicht über dich selbst. Ist doch auch schwierig, wenn eine professionelle Autorität einem angebliches überlegenes wissen verkaufen will. Du hattest doch ein Störgefühl und hast dir ganz viel Input eingeholt, um für dein Kind zu entscheiden!


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Pieps *06.2015
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blueberry
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von blueberry »

ElseK hat geschrieben:Ich habe eine Zeit lang in der ambulanten Anästhesie als Assistenz gearbeitet und habe auch etliche Kindernarkosen mit betreut. Meine Erfahrung ist, das die Kinder, die von den Eltern vernünftig betreut und begleitet wurden, meist gut mitgemacht haben und die Narkoseeinleitung (inkl. Zugang legen etc.) auch gut "verkraftet" haben. Bei uns durften die Eltern mit dabei sein, bis das Kind schlief. Von Vertretungsärtzen kenne ich dieses "Eltern raus, die Kinder verbinden das Geschehen mit dem beiwohnenden Elternteil" auch und es gab immer einen riesigen Stress, letztendlich auf beiden Seiten :(
Lange Rede kurzer Sinn: Sei dabei, erkläre deinem Kind was passiert ( ggf. Vorher ruhig nochmal nachfragen, was jetzt ansteht) und fang es auf bzw. tröste.
Meine beiden Kinder gehen total gerne zum KiA ( wir haben aber auch eine super tolle) und schauen interessiert zu, was gemacht wird. Geweint wird fast nie :D
Das mit der Narkoseeinleitung lässt mir keine Ruhe... Wir wurden vor der (geplanten) OP unseres 4,5jährigen Kindes mit dem beruhigungsmitteldämmrigen (und an beiden Händen emla-beklebten) Kind bis zu so einem Übergangsbereich gelassen, in den das Bett fahren durfte, und von dort hat ihn dann der Anästhesist nach kurzer Vorstellung auf seinem Arm/Schulter angelehnt weitergetragen und ich musste dort zurückbleiben. Da ich im Vorfeld nicht gesagt bekam, dass wir uns DORT und JETZT trennen, hatte ich mich nicht richtig verabschiedet, was mein Kind zu kurzem, schlaftrunkenem Protest veranlasste und dann war er schon außer Sicht.

Nach der OP hat er sich aber nichtmal mehr an die vorangegangene Fahrt mit dem Krankentransport erinnert (schon Beruhigungsmittel intus von Station zum OP-Gebäude) obwohl er das total cool gefunden hätte, wenn er mal hätte mitfahren dürfen (Was er ja hat, aber eben nicht erinnerbar). An die Narkoseeinleitung und Zuganglegen konnte er sich auch in keinster Weise erinnern, auch nicht auf Nachfrage, obwohl wir das mit Büchern und Erklären etc. natürlich mehrfach vorbesprochen hatten (wie alles um den KKH-Aufenthalt), er eine leere Spritze ohne Kanüle zum vorher Rollenspielen kannte, wusste, dass es auch pieksen wird (dann aber besser wird) etc.

Ich hatte aber eben keine Ahnung, dass man bis zum Einsetzen der Narkose hätte dabei sein können :( Ist das andernorts so üblich, dass man da Eltern mit reinlässt oder muss man das selbst wissen und darum kämpfen? Bzw: darf einem das dann verweigert werden?

Macht es für das Kind tatsächlich einen Unterschied oder nur für die Eltern? Es gab sooo viel zu bedenken um diese OP herum. Ich mach mir grad Vorwürfe, daran nicht gedacht zu haben. Es wurde uns halt nie als Option dargestellt oder überhaupt erwähnt, obwohl sie sonst sehr auf Elternbegleitung geachtet haben.

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Auch wenn es für MiasMom ja schon überstanden ist:
Beim Impfen, Fersenblutabnehmen etc. waren die Kinder immer auf meinem oder Papas Schoß. Nur einmal hab ich die Kleine nicht fest genug gehalten bekommen (bei einer dringend nötigen Notmaßnahme beim HNO, die Millimeterarbeit war - da hat mich eine Schwester abgelöst und ich habe Blickkontakt gehalten und versucht beruhigend auf sie einzureden. Sobald es vorbei war, war alles gut und Kind zum Plaudern mit dem Arzt aufgelegt. :lol:

LG blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
julimama
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von julimama »

Wir haben zur zeit ja eine ähnliche Situation, wegen unschönem verbandswechsel. Es stand für mich nie zur Debatte mein kind da nicht zu begleiten. Es zerreisst mir das Herz ihn so festzuhalten, verzweifelt schreien zu hören, weil er nicht liegen will, aber noch schlimmer fände ich es, mein Kind würde denken, ich ließe es alleine.
Apropos Stillen, während ich ihn festhalte verrenke ich mich zum stillenüber die liege. Ich hoffe das spendet wenigstens ein bischen Trost.
Mama von Räuber (07/12) und Knopfauge (08/15)
Lösche Benutzer 19296

Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Lösche Benutzer 19296 »

@blueberry
In der Klinik ist es in der Regel nicht möglich als Elternteil mit in den OP bzw. Einleitungsraum mit gehen zu können (Hygiene, Abläufe etc.). In der Klinik ist natürlich der "Vorteil" der Prämedikation (Beruhigungsmittel) gegeben, Sodas sich das Kind nachher an nichts mehr erinnert, allerdings auch nicht unbedingt kooperativer wird.

Im ambulanten Bereich ( ich habe in Praxen bzw. Tageskliniken gearbeitet) sieht die Sache eben anders aus. Dort möchte man eine zeitlich gut steuerbare Narkose machen, deshalb verzichtet man dann auf diePrämedikationund das Kind erinnert sich eben noch bis die eigentliche Narkose startet. In diesem Fall macht es für mich in jedem Fall einen Unterschied, ob ich als Elternteil dabei sein kann oder eben nicht.

Ich denke in eurem Fall musst du dir kein schlechtes Gewissen machen, da sich dein Kind nicht mehr an die Trennung erinnert, sondern ihr vor und nach der Erinnerungslücke da ward und begleitet habt.

In der Klinik wird man es sicherlich auch nicht erzwingen können mit dabei zu sein bis das Kind schläft.

Ich hoffe das hilft dir weiter, ansonsten einfach nochmal fragen :D
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Violet
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Violet »

Eltern bei Narkose.... Es kann sein das es beruhigend auf die Kinder wirkt, es kann aber auch sein das sich die Aufregung der Eltern auf die Kinder überträgt. Bei uns in der klinik bleiben die Eltern draussen, die Kinder kriegen Dormicum und dann klappt das eigentlich ganz gut. In den letzten Monaten hatte ich ca 50 Kindernarkosen und es war wirklich nur einmal dass ein Kind geweint hat. Altersspanne von ein paar Wochen bis Schulkinder. Dormicum ist ein super Medikament, man muss es nur ausreichend dosieren. Bei uns kriegen auch die ambulanten Kinder Dormicum. Das macht ja nicht nur das die Kinder alles vergessen, sondern wirkt auch angstlösend. Entweder sind die Kinder dann müde oder teilweise auch aufgedreht, kichern viel und finden alles spannend.

Ich kanns mir aus der anderen Perspektive nicht vorstellen dass da die Eltern mit dabei sind, das lenkt ab, und im Zweifelsfall muss man sich noch um die Eltern kümmern. Abgesehen davon ist es glaub ich für die Eltern auch nicht immer schön. Kollegen die zb im MRT Narkose machen, also außerhalb des ops meinten dass die Eltern manchmal Schwierigkeiten mit dem Anblick des Kindes haben wenn es da wie tot liegt.

Eine Freundin von mir hat ihren Sohn in einem Krankenhaus operieren lassen wo sie dabei sein konnte. Die fand das ganz gut, ist aber selbst auch Ärztin und kennt die Abläufe.

Ich glaube es gibt keine Patentlösung, alle Eltern und Kinder sind unterschiedlich, man findet Argumente dafür und dagegen. Und ich verstehe auf jeden Fall den Wunsch sein Kind nicht alleine zu lassen. Ich wollte nur.mal gesagt haben dass es für die meisten Kinder kein grosser Stress ist wenn sie gut prämediziert mit Dormicum sind, es ist nicht nur dass sie sich nicht mehr dran erinnern.


J. *11/2012
J. (11/2012)
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