Strahlenbelastung in der Stillzeit
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sunnie
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Nuklearmedizin: Aber die Röntgenassistentin /Ärztin schluckt ja diese Substanzen nicht selber, sondern die Patienten nehmen diese ggf. zu sich...
Wenn die Strahlung aber in der Luft "umherschwirrt", dann wird sie ja vom Körper auf den sie trifft aufgenommen und gespeichert.
Genauso ist es ja bei uns in der Luftfahrt ja auch. Die Strahlung schwirrt in der Luft umher, und da man Flugzeuge wegen des Gewichts nicht mit Blei panzern kann, trifft sie auf den Körper und lagert sich dort ein, bevorzugt wohl eben im Fettgewebe, was ja in der Brust vorhanden ist, soweit ich weiß(?).
Beim Fliegen ist man die ganze Zeit Röntgenstrahlung ausgesetzt, je nach Höhe und Flugroute mehr oder weniger...
Wenn die Strahlung aber in der Luft "umherschwirrt", dann wird sie ja vom Körper auf den sie trifft aufgenommen und gespeichert.
Genauso ist es ja bei uns in der Luftfahrt ja auch. Die Strahlung schwirrt in der Luft umher, und da man Flugzeuge wegen des Gewichts nicht mit Blei panzern kann, trifft sie auf den Körper und lagert sich dort ein, bevorzugt wohl eben im Fettgewebe, was ja in der Brust vorhanden ist, soweit ich weiß(?).
Beim Fliegen ist man die ganze Zeit Röntgenstrahlung ausgesetzt, je nach Höhe und Flugroute mehr oder weniger...
- Schneekugel
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Also mal geschaut was hier steht. Fand nur was zur Schwangerschaft und da darf man fliegen bis zur 26. Woche. Von Strahlen steht hier nichts. (Aber gell, Schweiz ist ja in vielem anderst)
Las nun einbisschen nach, die Strahlen hats ja überall, je nach Flughöhe und Art aber klar viel mehr als auf dem Boden, nur wenn es so gefährlich wäre, wäre in meiner Logik das Fliegen generell untersagt bei einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit. (ja mir ist klar das Piloten viel mehr fliegen als mal in den Urlaub, aber gibt auch Geschäftsleute die 2-3x Woche fliegen)
Aber klar wenn die Gesetzte sind wie sie sind, dann ist das so! Nur würde dir das Beschäftigungsverbot den Lohntechnisch mehr bringen? Und ist die Stillzeit dann begrenzt? (ich gehe mal davon aus, auch wenn man 4 Jahre stillen kann, kann man sich nicht solange auf den Punkt stellen)
Las nun einbisschen nach, die Strahlen hats ja überall, je nach Flughöhe und Art aber klar viel mehr als auf dem Boden, nur wenn es so gefährlich wäre, wäre in meiner Logik das Fliegen generell untersagt bei einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit. (ja mir ist klar das Piloten viel mehr fliegen als mal in den Urlaub, aber gibt auch Geschäftsleute die 2-3x Woche fliegen)
Aber klar wenn die Gesetzte sind wie sie sind, dann ist das so! Nur würde dir das Beschäftigungsverbot den Lohntechnisch mehr bringen? Und ist die Stillzeit dann begrenzt? (ich gehe mal davon aus, auch wenn man 4 Jahre stillen kann, kann man sich nicht solange auf den Punkt stellen)
Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!
N 06/2009
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N 06/2009
- Peppa
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Also ich bin ja eine Physikniete, aber ich glaube, hier gehen etliche Begriffe durcheinander. Es gibt verschiedene Strahlungsarten komplett durcheinander : Röntgenstrahlung ist keine korpuskuläre, sondern eine Wellenstrahlung. Etwas ganz anders ist die Teilchenstrahlung (alpha und beta? Erinnere mich nur dunkel), welche von bestimmten radioaktiven Stoffen ausgeht. Wegen der Verwendung der letzteren im medizinischen Bereich (radioaktives Jod, Itrium etc., Beschleuniger etc.) sollten dort keine Stilllenden arbeiten, weil nur 100%ig sicher gestellt werden kann, dass die Aufnahme dieser Stoffe bei 0 liegt (Patient kotzt/gibt Stoffe über Haut ab, Behälter sind außen verunreinigt etc.)...
Bei Röntgenstrahlung (Wellen) findet ja wenn, dann eine unmittelbare Schädigung auf Zellebene statt (DNA-Schäden etc.), die Muttermilch wird dadurch aber sicher nicht "verstrahlt"...selbst wenn Zellen in der Muttermilch geschädigt werden sollten (ich weiß nicht, ob dazu überhaupt eine "normale " Strahlungsmenge reicht? ) , dann strahlen diese ja nicht selbst und landen in Verdauungstrakt des Kindes, wo sie sich nicht zu Krebszellen entwickeln können...
Deshalb wäre für MEINE laienhafte Meinung ein deutlicher Unterschied im Umgang mit Strahlung und stillenden Müttern im Bereich der Nuklearmedizin und im Flugverkehr gegeben. Aber letztendlich zählt das MuSchG und das müssen dann halt Betriebsarzt und ggf.Anwalt klären. Bezüglich der Gesundheit des Kindes (sofern es nicht mitfliegt) hätte ich jetzt nicht bei einer stillenden Pilotin...eher noch bezüglich der Umsetzung von Stillpausen etc.
(Wenn ich physikalisch jetzt totalen quatsch erzählt habe und sich hier Physiker in schrecklicher Pein deswegen auf dem Boden wälzen : Sorry, Praktikum liegt echt lange zurück und ich habe mit nur einem Punkt über der Grenze bestanden; -) ).
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Bei Röntgenstrahlung (Wellen) findet ja wenn, dann eine unmittelbare Schädigung auf Zellebene statt (DNA-Schäden etc.), die Muttermilch wird dadurch aber sicher nicht "verstrahlt"...selbst wenn Zellen in der Muttermilch geschädigt werden sollten (ich weiß nicht, ob dazu überhaupt eine "normale " Strahlungsmenge reicht? ) , dann strahlen diese ja nicht selbst und landen in Verdauungstrakt des Kindes, wo sie sich nicht zu Krebszellen entwickeln können...
Deshalb wäre für MEINE laienhafte Meinung ein deutlicher Unterschied im Umgang mit Strahlung und stillenden Müttern im Bereich der Nuklearmedizin und im Flugverkehr gegeben. Aber letztendlich zählt das MuSchG und das müssen dann halt Betriebsarzt und ggf.Anwalt klären. Bezüglich der Gesundheit des Kindes (sofern es nicht mitfliegt) hätte ich jetzt nicht bei einer stillenden Pilotin...eher noch bezüglich der Umsetzung von Stillpausen etc.
(Wenn ich physikalisch jetzt totalen quatsch erzählt habe und sich hier Physiker in schrecklicher Pein deswegen auf dem Boden wälzen : Sorry, Praktikum liegt echt lange zurück und ich habe mit nur einem Punkt über der Grenze bestanden; -) ).
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- Peppa
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Bedenken bezüglich des Kindes. ..etc. etc. ...
(Hätte vielleicht doch lieber Physik- statt Deutsch-LK wählen sollen
).
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Elena
- Miss SuTiversum
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Ich als Physikerin schließe mich Peppa an.
Scheint mir alles richtig erklärt zu sein.
Die manchmal sogenannten Höhenstrahlung oder kosmische Strahlung, um die es in diesem Fall geht, besteht im wesentlichen aus Protonen und Alphateilchen, also Teilchen aus zwei Protonen und zwei Neutronen. Diese Teilchen sind ionisiert, d.h. ihnen fehlen Elektronenhüllen, weshalb sie positiv geladen sind und sich Elektronen "klauen", wenn sie welche bekommen können. Beispielweise können sie sich die aus der DNA menschlicher Zellen klauen, dann kann es zu Krebs kommen. Oder beim ungeborenen Kind zu Fehlbildungen. Wenn Elektronen aus der Muttermilch geklaut würden, würden diese wieder ersetzt, eine Schädigung des kindes würde ich hier ganz klar ausschließen (ohne Mediziner zu sein
). Alphateilchen werden es übrigens nicht durch die Flugzeugwand und die Luft bis zur Pilotin schaffen, Protonen und Röntgenstrahlung schon. Diese wird aber gerade nicht nirgendwo im Körper gespeichert. Deshalb macht ein BV absolut Sinn in der Schwangerschaft, in der Stillzeit ist es meines Erachtens aus medizinischer Sicht unnötig.
Die manchmal sogenannten Höhenstrahlung oder kosmische Strahlung, um die es in diesem Fall geht, besteht im wesentlichen aus Protonen und Alphateilchen, also Teilchen aus zwei Protonen und zwei Neutronen. Diese Teilchen sind ionisiert, d.h. ihnen fehlen Elektronenhüllen, weshalb sie positiv geladen sind und sich Elektronen "klauen", wenn sie welche bekommen können. Beispielweise können sie sich die aus der DNA menschlicher Zellen klauen, dann kann es zu Krebs kommen. Oder beim ungeborenen Kind zu Fehlbildungen. Wenn Elektronen aus der Muttermilch geklaut würden, würden diese wieder ersetzt, eine Schädigung des kindes würde ich hier ganz klar ausschließen (ohne Mediziner zu sein
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sunnie
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Okay, musste gerade selber nochmal nachlesen, ist natürlich kosmische Strahlung.
Wikipedia sagt dazu https://de.wikipedia.org/wiki/Kosmische_Strahlung
Aber da sich das ja offensichtlich nicht in der Milch/Brust anlagert,.....
Lohnmäßig macht es einen ziemlichen Unterschied aus, im Beschäftigungsverbot bekomme ich volles Gehalt, in der Elternzeit nur das Elterngeld, das ist auf max 1800€ in Deutschland begrenzt...
Ich habe die nationale Stillkommission mal angeschrieben und warte mal ab, ob die dazu evtl. Erfahrungswerte oder Empfehlungen haben.
Es wird halt immer unterschieden, ob man privat unterwegs ist oder gelegentlich beruflich fliegt, oder wirklich "jeden" Tag unterwegs ist und eben beruflich fliegt.... Dort ist man ja jeden Tag wieder der Strahlung ausgesetzt und kann nicht abhauen....
Wikipedia sagt dazu https://de.wikipedia.org/wiki/Kosmische_Strahlung
Aber da sich das ja offensichtlich nicht in der Milch/Brust anlagert,.....
Lohnmäßig macht es einen ziemlichen Unterschied aus, im Beschäftigungsverbot bekomme ich volles Gehalt, in der Elternzeit nur das Elterngeld, das ist auf max 1800€ in Deutschland begrenzt...
Ich habe die nationale Stillkommission mal angeschrieben und warte mal ab, ob die dazu evtl. Erfahrungswerte oder Empfehlungen haben.
Es wird halt immer unterschieden, ob man privat unterwegs ist oder gelegentlich beruflich fliegt, oder wirklich "jeden" Tag unterwegs ist und eben beruflich fliegt.... Dort ist man ja jeden Tag wieder der Strahlung ausgesetzt und kann nicht abhauen....
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Elena
- Miss SuTiversum
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Okay, so ganz klar war das nicht erklärt. Nochmal systematisch:
Ein Pilot wäre sowohl der Teilchenstrahlung (Protonen und Alpha-Teilchen), als auch der Gamma- bzw- Röntgenstrahlung. Beide Strahlungstypen können durch Ionisierung Schäden verursachen (s. mein Beispiel mit Elektronen aus der DNA), aber keiner von beiden wird im Körper gespeichert.
Sandküste hat Recht, dass bei einem radioaktiven Zerfall Zerfallsprodukte (sie hat Isotope geschrieben) übrigbleiben können, die im Körper eingelagert werden können. Diese könnten dort weiterzerfallen und Schäden anrichten. Wer z.B. Polonium zu sich nimmt, ist schlecht dran, weil es z.B. druch Alpha-Zerfall (also Abgabe eines Alpha-Teilchens) zu Blei zerfallen kann. Mal abgesehen davon, dass Polonium und Blei auch so nicht gesund sind, kann das Alphateilchen im Körper durch Ionisierung Schäden anrichten, also Gewebe zerstören. Allerdings ist so ein Alphateilchen recht groß und kommt nicht sehr weit. Insbesondere kommt es meines Erachtens nicht durchs Flugzeug und auch nicht durch die Haut und schon gar nicht in die Muttermilch. Eingelagert werden radioaktive Stoffe, wenn sie z.B. mit der Nahrung aufgenommen werden. Dann zerfallen sie IM Körper. Wenn jemand also radioaktiven Jod z.B. in der Nuklearmedizin aus Versehen aufnimmt, kann das evtl. in die Muttermilch übergehen und von dort aufs Kind und IM Kind zerfallen und dort Schäden anrichten. Da macht ein Verbot also Sinn. Höhenstrahlung jedoch hat keine Chance, solange im Körper zu überleben, dass sie in die Muttermilch gelangt.
Ich könnte mir aber denken, dass wegen der höheren Belastung der stillenden Mutter möglicherweise trotzdem ein BV ausgesprochen werden kann, wenn auch nicht mit der Strahlungbegründung? Vielleicht kann da die nationale Stilkommission weiterhelfen.
Ich sehe gerade sunnie in der Vorschau: Ja, es macht einen Riesenunterschied, ob man täglich fliegt bzw. fliegen muss. ich habe auch Zweifel, dass eine Schwangere 2-3mal pro Woche von ihrem Arbeitgeber über den Atlantik geschickt werden darf... ind en Urlaub fliegen darf sie aber natürlich, wenn sie will. Oder mal zu einer Konferenz.
Ein Pilot wäre sowohl der Teilchenstrahlung (Protonen und Alpha-Teilchen), als auch der Gamma- bzw- Röntgenstrahlung. Beide Strahlungstypen können durch Ionisierung Schäden verursachen (s. mein Beispiel mit Elektronen aus der DNA), aber keiner von beiden wird im Körper gespeichert.
Sandküste hat Recht, dass bei einem radioaktiven Zerfall Zerfallsprodukte (sie hat Isotope geschrieben) übrigbleiben können, die im Körper eingelagert werden können. Diese könnten dort weiterzerfallen und Schäden anrichten. Wer z.B. Polonium zu sich nimmt, ist schlecht dran, weil es z.B. druch Alpha-Zerfall (also Abgabe eines Alpha-Teilchens) zu Blei zerfallen kann. Mal abgesehen davon, dass Polonium und Blei auch so nicht gesund sind, kann das Alphateilchen im Körper durch Ionisierung Schäden anrichten, also Gewebe zerstören. Allerdings ist so ein Alphateilchen recht groß und kommt nicht sehr weit. Insbesondere kommt es meines Erachtens nicht durchs Flugzeug und auch nicht durch die Haut und schon gar nicht in die Muttermilch. Eingelagert werden radioaktive Stoffe, wenn sie z.B. mit der Nahrung aufgenommen werden. Dann zerfallen sie IM Körper. Wenn jemand also radioaktiven Jod z.B. in der Nuklearmedizin aus Versehen aufnimmt, kann das evtl. in die Muttermilch übergehen und von dort aufs Kind und IM Kind zerfallen und dort Schäden anrichten. Da macht ein Verbot also Sinn. Höhenstrahlung jedoch hat keine Chance, solange im Körper zu überleben, dass sie in die Muttermilch gelangt.
Ich könnte mir aber denken, dass wegen der höheren Belastung der stillenden Mutter möglicherweise trotzdem ein BV ausgesprochen werden kann, wenn auch nicht mit der Strahlungbegründung? Vielleicht kann da die nationale Stilkommission weiterhelfen.
Ich sehe gerade sunnie in der Vorschau: Ja, es macht einen Riesenunterschied, ob man täglich fliegt bzw. fliegen muss. ich habe auch Zweifel, dass eine Schwangere 2-3mal pro Woche von ihrem Arbeitgeber über den Atlantik geschickt werden darf... ind en Urlaub fliegen darf sie aber natürlich, wenn sie will. Oder mal zu einer Konferenz.
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suri
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Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
oh ja, Peppa ... so langsam regen sich ein paar alte Neurone in meinem Gehirn. Mein Physikpraktikum ist glaube ich noch länger her, als deins
(gerade mal nachgerechnet: 22 Jahre
)
Spannendes Thema.
Magst du einstellen, was die nationale Stillkommission sagt?
Spannendes Thema.
Magst du einstellen, was die nationale Stillkommission sagt?
Ritter '07, Drachenbezwinger '09, Prinzessin '13
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nido56
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4493
- Registriert: 07.02.2013, 15:11
Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Ich hatte zwar auch keinen Physik-Leistungskurs, bin also auch keine Autoritaet, aber ich finde, du hast das gut erklaert. Die Hoehenstrahlung ist eine hochenergetische, ionisierende Strahlung. Soviel ich weiss, besteht sie aus Alphastrahlung (energiereiche Heliumkerne), Betastrahlung (energiereiche Elektronen) und Gammastrahlung (nur Energie).
Die Alphastrahlen sind ziemlich harmlos, da sie die Haut nicht durchdringen. Die Betastrahlen koennen in die Haut eindringen. Da koennen sie im Prinzip Verbrennungen und in Folge Hautkrebs ausloesen, also etwa wie die UV-Strahlung beim Sonnenbrand. Um diese beiden Strahlungsarten muss man sich im Flugzeug aber ohnehin keine Sorgen machen, da sie keine Flugzeugwaende durchdringen koennen.
Die unangenehmsten sind die Gammastrahlen. Die dringen in den Koerper ein und koennen prinzipiell dort Schaden anrichten, indem sie die DNA veraendert. Meist repariert der Koerper diese Schaeden sofort und es passiert nichts. Manchmal klappt die Reparatur nicht und die Schaeden an der DNA koennen Folgen haben (=Krebs).
Da schwirren keine kleinen Teilchen durch die Luft, und da wird auch nichts eingelagert. Wenn man der Strahlung nicht mehr ausgesetzt ist, dann wirkt sie auch nicht mehr.
Wenn man schwanger ist, dann wird natuerlich das Baby im Bauch mitbestrahlt. Wieviel Strahlung ein Embryo gefahrlos ueberstehen kann, ist nun nicht so einfach festzustellen. Man kann sich aber ueberlegen, dass die Strahlung dem sich entwickelnden Koerper mit extrem schneller Zellteilung vermutlich mehr zusetzt als einem Erwachsenen. Es ist daher im Bereich des Moeglichen, dass massives Vielfliegen (Stewardessen, Pilotinnen) waehrend der Schwangerschaft ein gewisses Risiko birgt. Wirklich wissen tut man das aber nicht.
Auf das Stillen hat nichts davon eine Auswirkung. Bestrahlung der Brust durch die natuerliche Hoehenstrahlung macht die Muttermilch nicht radioaktiv oder so. Das Baby bekommt nichts davon mit, ob Mama gerade aus dem Flieger gestiegen ist oder nicht.
Was hingegen wirklich ein Problem ist, ist der Umgang mit radioaktiven Stoffen. Das bezieht sich vor allem auf die Behandlung oder die Arbeit in der Radiomedizin. Werden solche Stoffe, die selbst ueber laengere Zeit hinweg radioaktive Strahlen aussenden, aufgenommen, koennen diese sich tatsaechlich (je nachdem, um welche Stoffe es sich handelt) kurz- oder langzeitig im Koerper einlagern und dort weiterhin Strahlung aussenden. Diese Stoffe koennen so natuerlich auch in die Muttermilch geraten, vom Baby aufgenommen werden und Schaden anrichten.
Die Alphastrahlen sind ziemlich harmlos, da sie die Haut nicht durchdringen. Die Betastrahlen koennen in die Haut eindringen. Da koennen sie im Prinzip Verbrennungen und in Folge Hautkrebs ausloesen, also etwa wie die UV-Strahlung beim Sonnenbrand. Um diese beiden Strahlungsarten muss man sich im Flugzeug aber ohnehin keine Sorgen machen, da sie keine Flugzeugwaende durchdringen koennen.
Die unangenehmsten sind die Gammastrahlen. Die dringen in den Koerper ein und koennen prinzipiell dort Schaden anrichten, indem sie die DNA veraendert. Meist repariert der Koerper diese Schaeden sofort und es passiert nichts. Manchmal klappt die Reparatur nicht und die Schaeden an der DNA koennen Folgen haben (=Krebs).
Da schwirren keine kleinen Teilchen durch die Luft, und da wird auch nichts eingelagert. Wenn man der Strahlung nicht mehr ausgesetzt ist, dann wirkt sie auch nicht mehr.
Wenn man schwanger ist, dann wird natuerlich das Baby im Bauch mitbestrahlt. Wieviel Strahlung ein Embryo gefahrlos ueberstehen kann, ist nun nicht so einfach festzustellen. Man kann sich aber ueberlegen, dass die Strahlung dem sich entwickelnden Koerper mit extrem schneller Zellteilung vermutlich mehr zusetzt als einem Erwachsenen. Es ist daher im Bereich des Moeglichen, dass massives Vielfliegen (Stewardessen, Pilotinnen) waehrend der Schwangerschaft ein gewisses Risiko birgt. Wirklich wissen tut man das aber nicht.
Auf das Stillen hat nichts davon eine Auswirkung. Bestrahlung der Brust durch die natuerliche Hoehenstrahlung macht die Muttermilch nicht radioaktiv oder so. Das Baby bekommt nichts davon mit, ob Mama gerade aus dem Flieger gestiegen ist oder nicht.
Was hingegen wirklich ein Problem ist, ist der Umgang mit radioaktiven Stoffen. Das bezieht sich vor allem auf die Behandlung oder die Arbeit in der Radiomedizin. Werden solche Stoffe, die selbst ueber laengere Zeit hinweg radioaktive Strahlen aussenden, aufgenommen, koennen diese sich tatsaechlich (je nachdem, um welche Stoffe es sich handelt) kurz- oder langzeitig im Koerper einlagern und dort weiterhin Strahlung aussenden. Diese Stoffe koennen so natuerlich auch in die Muttermilch geraten, vom Baby aufgenommen werden und Schaden anrichten.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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FrauMahlzahn
- möchten wir nicht mehr missen
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- Registriert: 26.04.2014, 07:21
Re: Strahlenbelastung in der Stillzeit
Frag doch den Strahlenschutzbeauftragten bei Euch im Unternehmen.
Frau Mahlzahn und Herr Mahlzahn mit dem großen Fräulein Mahlzahn *Juni 2013 und dem kleinen Fräulein Mahlzahn *Dezember 2015