schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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EhMibima

Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von EhMibima »

guatemala, du hast ja schon 2x länger gestillt, ich meine Kind 1 und 2. Kannst du dich erinnern wie sie nur noch selten stillten, dann plötzlich krank wurden und NUR noch stillten. Und daran daß du innerhalb kürzester Zeit wieder auf Vollstillniveau warst? So klappt das jetzt auch.
Innerhalb eines oder zwei Tage verhungert oder verdurstet er bestimmt nicht, auch wenn er nur nachts oder im Schlaf trinkt. Das Risiko würde hier niemand von den Beraterinnen hier eingehen.
Guatemala
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von Guatemala »

Danke für eure aufmunternden worte. Ich konnte nun am nachmittag im schlaf stillen obwohl er auch da fast nur auf mein eibwirken getrunken hat und das andere einfach laufen lässt.
Ja er müsste das ruder übernehmen. Aber das dauert wohl länger. Und mich stresst das dann so sehr wenn er stundenlang nichts nimmt, dass danach mein msr nicht kommt.
Nein es kann nicht sein dass ich ihn nicht spüre. Ich spüre jeden enorm stark und deutlich. Und ohne dass es so richtig stark kommt trinkt er gar nicht im schlaf. Wenn er mal abgeschwächt ist lässt ers bleiben. Heute nachmittag nuckelte er noch nach dem schlafen im wachzustabd und da kam dann endlich nach langer zeit milch. Und was macht er: 3 schlücke und ist fertig! Eigentlich hätte er ganz viel zum aufholen gehabt von heute....
ja ich muss mich jetzt erst mal wieder entspannen und dann schauen wie ich weiterfahren will. So wie heute geht das nicht. Das macht much ganz kribbelig.

ich würde halt gerne wieder mal im tragetuch spazieren gehen usw. Wenn er da aber einschläft dann lässt er meist eibe ganzw mahlzeit aus und holt das auch nicht nach später.
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PinkLady123
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von PinkLady123 »

liebe Guatemala,

Es tut mir sehr leid, dass dich das stillen momentan so sehr belastet. Ich möchte mich gerne meinen vorschreiberinnen anschließen: du bist hier bei Teazer in Beratung, sie wird dir mitteilen, wenn es Handlungsbedarf hinsichtlich Zufüttern oder Maßnahmen zur milchsteigerung gäbe. Was mir noch eingefallen ist: bekommt dein Baby Zähne? Meine Tochter hatte mehrere Wochen eine komische Art zu stillen (verweigern, an- und abdocken, nur ein paar schlucke nehmen) und als die ersten beiden Zähne durch waren, hat sie wieder normal gestillt. Könnte es also sein, dass deinem Baby beim stillen der Kiefer/das Zahnfleisch weh tut?

Ich wünsche dir von Herzen, dass sich die Situation bei euch bald wieder entspannt und du wieder Vertrauen zu dir bekommst.
Liebe Grüße PinkLady
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safira
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von safira »

Dann tu doch einfach trotzdem das, was dir gut tut und dann trinkt er entweder doch im Tragetuch, oder später/beim nächsten Schlafen. Und wenn er wirklich GAR NICHT trinken sollte, kannst du immer noch darüber nachdenken, ob vielleicht Abpumpen nötig ist.

Gerade bei Angstproblematik (und die hast du wohl gerade ein bisschen mit deinem MSR :( ) ist Bewegung/Sport und Tageslicht meist sehr hilfreich. Zudem wirst du abgelenkt und auch das ist hilfreich.

Es mag also im ersten Moment anders erscheinen und vielleicht beim ersten Spaziergang auch noch schwer für dich sein, aber langfristig tust du dir und dem Stillen sehr wahrscheinlich etwas Gutes, wenn du trotz Angst wegen dem MSR raus gehst und Dinge tust, die DIR gut tun.

Vielleicht kannst du dir es so sagen: der MSR ist Teil deines körpereigenen Reflexsystems und wird hormonell durch Hormone der Entspannung geregelt und durch Stresshormone gehemmt. Wenn du nun Dinge tust, die dir gut tun und zu deinem Wohlbefinden beitragen, dann tust du ganz viel für dein Hormonsystem, erleichterst dadurch die Bildung von Entspannungshormonen, bringst dadurch dieses Hormonsystem wieder ins Lot und dadurch kann auch der MSR wieder besser funktionieren.

Was mir noch eingefallen ist: du schreibst davon, dass es nun die letzte Chance fürs Stillen ist und sich jetzt etwas tun muss.
So, was aber, wenn sich nichts täte? Wenn er einfach weiter so stillt, wie im Moment? Was könnte dich dann entlasten? Was würde dann sein?
Ich mein, du stillst ja voll. Und er nimmt gut zu. Es ist doch wirklich total unwahrscheinlich, dass es nun direkt nicht mehr klappen sollte und du plötzlich ganz abstillen musst.
Also der Plan wäre ja jetzt, so wie ich Teazer verstehe, ganz ohne Druck zu stillen, im Wachen Brust bei Verdacht auf Hunger anbieten und voller Vertrauen das Stillen abzubrechen, wenn er nicht mag. Und im Schlaf nach Gefühl erst mal trotzdem Stillen.

Ich lese bei dir heraus, dass das nicht klappen kann, weil *mehrere Aspekte* von denen du überzeugt bist. Ich denke es ist sehr wahrscheinlich, dass er im Mittel trotzdem weiter gut zunimmt. Aber um deine Sorgen für dich zu entkräften, könntest du dir ja im Kopf Notfalkstrategien zurecht legen, mit denen auch im Worst Case Stillen weiterhin möglich wäre und du dich nicht mehr vor dem sofortigen Ende der Stillbeziehung fürchten musst. Mir fiele da z.b. ein, im Notfall Milch abzupumpen und mit dem Glas/Becher füttern, oder in Wachphasen ab einem bestimmten Alter auf Brei umzusteigen. Dann müsstest du dich nicht mehr so davor fürchten, es nicht mehr in der Hand zu haben und könntest die Zügel probeweise etwas locker lassen. Parallel lässt du dich hier weiter begleiten, damit nix übersehen wird und man rechtzeitig eingreifen kann.

Und was ich noch sagen wollte: 130ml abpumpen finde ich persönlich echt viel. Ich glaube wenn ich jemals im Leben so eine Menge würde abpumpen können, würde ich es in goldenen Lettern in den Kalender schreiben ;) .
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Guatemala
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von Guatemala »

Danke für eure Beiträge. Das Problem ist folgendes: Wenn er im Schlaf konsequent gut trinken würde, wäre ich ja total happy und hätte überhaupt kein Problem damit. Aber wie ich vorne geschrieben habe, auch da verweigert er es total wenn er es nur ein bisschen merkt dass Milch kommt. Vorhin hab ich ihn zu wenig lange in den Schlaf getragen und dann beim andocken ist er erwacht ganz leicht. Weil die Milch grad gut floss, war er noch nicht ganz tief am schlafen und deshalb hat er die Milch nicht geschluckt. Der MSR wäre im Lauf des einschlafens 4 mal gekommen und NIE wollte er trinken. Das mein ich. Das ist es was mich so stresst. Da sitz ich x mal am Tag mit ihm hin zum schlafen und dass er evt. wenn er dann grad nichts davon mitbekommt, trinkt. Und wenn er nur ein bisschen was davon merkt, schüttelt er den Kopf, presst den Mund zusammen und dreht ihn weg und schläft so. DAS finde ich nicht normal. Denn wenn er erwacht, nimmt er ja dann auch nichts.
Dieses abwarten des hoffentlich geeigneten Moments macht mich so wahnsinnig. Unser Mittlerer hatte auch ne zeitlang wo er nur beim einschlafen getrunken hat. Das war völlig ok für mich. Da kannst du dich einstellen, jetzt schläft er und ich stille. Aber bei ihm jetzt sitze ich hin und warte immer 40 Minuten ob er dann vielleicht grad nichts merkt und trinkt. Versteht ihr?

Und das wegen dem MSR. Wenn man das nie erlebt hat, ist es ganz schwierig zu verstehen. Ich hätte es mir nie gedacht bei den anderen Kindern. Das gings immer und es war easy im Vergleich zu jetzt.

Wenn ich Teazer richtig verstehe, dann müsste es mich nicht stressen wenn er so wie vorhin partout nichts getrunken hat beim einschlafen - er hole sich ja was er brauche. Also würde er sich selber melden wenn er nicht genug habe. Oder? Dann könnte ich ja prinzipiell das ganze abwarten sein lassen, Brustkompression usw. Die Frage ist nur, warum meldet er sich dann an Tagen nie, wo das stillen im Schlaf ganz schlecht geklappt hat? Das macht er nämlich nie, ganz egal ob es über Stunden nicht geklappt hat oder schon. Es war ihm ja auch völlig egal als bei mir der MSR damals über Stunden nie kam. Er hat geschlafen und wieder aufgewacht, wieder geschlafen usw. Kein Ton, nix. Warum ist das denn so? ich versteh das einfach nicht. Habt ihr denn das schon erlebt?

Zähne seh ich noch nichts und er hat dieses Verhalten nun 2 Monate mindestens. Seit Geburt sehr speziell mit trinken und seit er 3 Monate alt ist ganz extrem.
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safira
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von safira »

Zum MSR: doch, ich kenne das persönlich sehr gut. Ich hatte eine Relaktation beim ersten Kind und kenne es daher seeehr gut wie es sich anfühlt, wenn man 60 Minuten das Kind an der Brust hat und wahnsinnig werden könnte, weil es einfach nicht fließt oder wenn der MSR gerade einsetzt und das Kind dann diese Chance "vertut", weil es gerade nicht trinken will. Ich kenne auch das ständige Kreisen um das Thema "bekommt er genug" und "Hilfe, es kommt einfach kein MSR" und ich hatte einige panische Nächte. Daher schreibe ich dir diese ganzen Sachen, weil ich es SEHR gut kenne.
Parallel hatte ich das Glück, ganz viel über Angsttherapie zu lernen und habe es Gott sei Dank ganz gut für mich in den Griff bekommen. Das wünsche ich dir auch!

Zum anderen kann ich gerade nix schreiben.
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von Guatemala »

Safira, deine Idde finde ich toll. Wenn er im Schlaf gerne trinkenwürde, wär ich ja happy. Das hasst er aber auch.
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von safira »

Hab jetzt gerade keinen Überblick. Hast du von heute bereits ein Still - und Pipiprotokoll hier?
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Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von Guatemala »

Safira, danke. Ja dann glaub ich dass du mich verstehen kannst. Weisst du es sagen drum einige manchmal so schnell: Easy, stress dich doch nicht, dann nimmt er halt später. Aber mich macht das wahnsinnig wenn es dann "geht" und er weigert sich dann zu trinken. In der nacht wars schon paarmal ganz schlimm. Dann nuckelt er ne Stunde und eeeendlich kommt Milch und dann dreht er sich ab. Für was zum Kuckuck hab ich ne Stunde gewartet? Ist blöd ausgedrückt, ich weiss. Aber in solchen Nächten schlaf ich dann gar nicht mehr.

Die letzten Nächte waren zum Glück besser. Ich steh nach jedem stillen auf und wäre wieder das Kirschkernkissen und lasse es im Bett bis zum nächsten stillen. Ich hatte das Glück das er dann auch getrunken hat.

Manchmal denk ich wie doof ich eigentlich sei, dass ich mir das antue und nicht auf Schoppen wechsle. Aber ich mochte das stillen bei den anderen so sehr und wäre einfach so glücklich wenn er auf irgendeine Art trinken würde. Im Schlaf, wach oder irgendwie. Hauptsache trinken aus eigener Kraft und nicht nur wenn er nichts davon mitkriegt.
EhMibima

Re: schwierige Stillbeziehung - letzte Chance

Beitrag von EhMibima »

Hm, kann es sen daß ihm schlucken weh tut?
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