Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
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kiki18
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Kurzes Update für die, die es interessiert: Sooo gigantisch funktioniert diese Basisdiät bei uns nun doch nicht. Schon die Nacht nach meinem letzten Post, als ich erzählte, wie toll es der Mausi gerade geht, war wieder unterirdisch und seitdem geht es wieder schlechter. Und wie schon geschrieben, tu ich mir nun sehr schwer, das zu interpretieren. Reagiert sie aufs Fleisch (das ja "erlaubt" ist)? War es Zufall, dass es ihr damals gut ging? Ist es Zufall, dass es ihr jetzt wieder schlechter geht. Oder hat die Kartoffel, die seitdem noch dazukam, noch eine Reaktion ausgelöst? Pupst und jammert sie aus irgendwelchen anderen Gründen so viel? Diese Diät mag zwar bei Erwachsenen gut funktionieren, die ihre eigenen Symptome zu interpretieren vermögen. Für ein Baby klappt das nur bedingt...
Werde jetzt das Tierische nochmal komplett weglassen. Ach ja, mühsam nährt sich das Eichhörnchen....
Mein Kinderarzt, mit dem ich gestern nochmal unsere Problematik durchgesprochen habe, meinte auch, dass man von diesen langwierigen Ausschlussdiäten eher abrückt. Da eine Allergie ein qualitatives Phänomen ist, also ein einziges Molekül schon eine gigantische Reaktion auslösen kann, funktionieren die häufig nicht so wie gewünscht.
Wir eiern halt noch ein bisschen so rum... mafe, wie läufts bei dir?
Werde jetzt das Tierische nochmal komplett weglassen. Ach ja, mühsam nährt sich das Eichhörnchen....
Mein Kinderarzt, mit dem ich gestern nochmal unsere Problematik durchgesprochen habe, meinte auch, dass man von diesen langwierigen Ausschlussdiäten eher abrückt. Da eine Allergie ein qualitatives Phänomen ist, also ein einziges Molekül schon eine gigantische Reaktion auslösen kann, funktionieren die häufig nicht so wie gewünscht.
Wir eiern halt noch ein bisschen so rum... mafe, wie läufts bei dir?
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mafe
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Und was ziehst du für Schlüsse aus dem Gespräch mit deinem KiA? Wie gehst du weiter vor, wenn es sich - trotz dem Weglassen von Fleisch - nicht bessert?
Hier läufts ebenfalls bescheiden, der Zwerg war heute Nacht mehrere Stunden wach. Er hat nicht groß geweint oder so, aber er kam einfach nicht mehr in den Schlaf
Seit 3 Tagen warten wir auch nun wieder auf Stuhlgang, das merkt man ihm an, dass ihn das plagt. Die Zähne kommen gerade auch und ich weiß überhaupt nicht mehr, was los ist
Die Blähungen hat er eigentlich nur nachts, tagsüber ist er zwar auch motzig, aber er ist halt lieber aufm Arm und will bespaßt werden. Da uns ein Allergologe abgesagt hat, weiß ich nun ehrlich gesagt nicht, wies weiter geht. Unser KiA ist ja der Meinung, dass es vom häufigen Stillen kommt usw. Also eine Hilfe ist er nicht. Mal sehen, vielleicht mache ich nochmal Druck und dann soll auch mein Mann mal mit kommen... 
Hier läufts ebenfalls bescheiden, der Zwerg war heute Nacht mehrere Stunden wach. Er hat nicht groß geweint oder so, aber er kam einfach nicht mehr in den Schlaf
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- blueberry
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Es tut mir leid, dass das so ein Auf und Ab ist. Irgendwie lässt mich Dein Thread nicht los und ich schreib Dir jetzt mal alle Gedanken dazu total geballt auf (sorry!
), weil ich bis Ostern Forenfasten werde (sollte irgendwer dringende Fragen ausgerechnet an mich haben, bin ich aber per PN erreichbar).
Falls ich Sachen aufzähle, die Du längst abgehakt oder anderswo im Forum schon diskutiert hast, dann lies über meinen Kommentar an der Stelle bitte einfach drüber.
Also, ich sortier mal:
Du hast es ja auch oben schon geschrieben:
Ich denke, hier sprichst Du ein Kernproblem an, das die Ursachenforschung in so einem Fall so schwierig macht. Babys haben die unterschiedlichsten Gründe, zu weinen, ganz sicher nicht nur Blähungen.
(Und tatsächlich verhalten sich nicht wenige Babys so, wie Ihr das von Euren Babys beschreibt: häufiges (auch nächtliches) Stillen, schwungvoll Getragenwerdenwollen tagsüber, Phasen mit viel Unruhe und teils heftigem Weinen, vor allem auch in den Abendstunden, einen Blähbauch und verstärktes Pupsen, ... . Auch mal richtige Wachphasen nachts - vor allem wenn Zähnchen im Kiefer schieben, ein Entwicklungsschub ansteht, ... Alles meeeega-anstrengend und gerade wenn man allein für das Baby (und vielleicht zusätzlich für Geschwister!) sorgen muss, geht das oft weit über die Grenzen des allein Machbaren. Da hilft im Zweifelsfall nur deutliche Entlastung: jemanden, der mit trägt, draußen spazierengeht mit dem Baby, vielleicht Elternzeit für den Papa oder im Zweifelsfall täglich mehrstündige, verlässliche Kinderbetreuung für das große Geschwisterkind.)
Wenn Babys (heftig) weinen, denken in unserer Kultur aber viele Menschen zuerst und allein an Bauchweh - so sind wir geprägt und Babyweinen sieht auch tatsächlich oft so aus. (Wie gesagt: gerade die zeitliche Verteilung über den Tag (wenn z.B. die Probleme tagsüber auftauchen, aber nachts pupst das Baby, ohne dass es sich dran stört, wie es ja einige Nächte lang war), lassen mich aber eher nicht an ein grundsätzliches Verdauungsproblem denken, wenn ich ehrlich bin. Zumal Dein Baby SEHR gut gedeiht.)
Es besteht auch tatsächlich ein enger Zusammenhang zwischen Weinen und Blähungen, der aber gerade andersherum funktioniert: Weinen selbst macht Pupse und Blähungen, da Babys beim Weinen erhebliche (!) Mengen an Luft schlucken können. Mit der Ernährung hat das dann überhaupt nichts zu tun: Vielleicht weint Dein Baby z.B. mal heftig, weil es mal kränkelt, oder weil der Tag sehr aufregend war und es die Eindrücke nicht verarbeitet bekommt oder weil ihm kalt/warm ist, oder es dauergetragen werden möchte (Du das aber heut nicht kannst) oder weil es dringend Pipi machen muss oder oder oder - es schluckt dabei Luft, bekommt Probleme mit der Luft im Bauch, weint jetzt wegen des Bauchwehs, schluckt wieder Luft - bis z.B. die Aufregung verarbeitet und die Luft draußen ist und alles vorerst wieder gut ist...
Auch eine suboptimale Stilltechnik (manchmal hörbar an Schmatzen, aber nicht zwingend) oder ein heftiger Milchspendereflex können zum regelmäßigen Luftschlucken führen. Oder wenn das Baby beim Stillen nicht so richtig zur Ruhe kommt (z.B. wegen Ablenkungen unterwegs, durch Geschwister) und viel an und abdockt oder nachlässig andockt oder oder oder.
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Bei einem sehr gut gedeihenden Baby wie Deinem käme als Grund für echte Blähungen z.B. auch "sehr reichliche mütterliche Milchproduktion" als Grund infrage, so dass das Baby zwar nicht zu viel Milch, aber im Verhältnis gesehen (an manchen Tagen, je nach Stillverhalten) zu viel Laktose und zu wenig Fett bekommt, was zu Blähungen, schaumigen Stühlen, ... führen kann. Das ließe sich problemlos mit Änderungen am Stillmanagement in den Griff bekommen.
In Deinem ersten Posting schriebst Du:
Außerdem haben manche Babys tatsächlich noch Probleme, das mit dem Verdauen insgesamt auf die Reihe zu bekommen - das ist ja auch alles neu mit der Geburt und muss sich erst einspielen. Oder das Baby hat eine ungünstige Darmflora aufgebaut (z.B. nach Kaiserschnitt oder Antibiotikagabe unter der Geburt). Das ist dann aber beides komplett unabhängig von evtl. Allergenen oder Laktoseüberschuss oder sonstigem - und Muttermilch ist die bestverdauliche Nahrung, die man einem Menschen anbieten kann. Und die sinnvollste Unterstützung zur Verdauung anderer Lebensmittel in der Beikostphase. Und die ideale Grundlage zum Wachsen einer guten Darmflora - gerade auch, wenn man versucht, diese durch Bakteriengabe aufzubauen.
(Entschäumer hattest Du schonmal probiert meine ich, oder? Da kenne ich mich aber auch nicht aus, welche Mittel da mit wenigen Zusatzstoffen/Aromen etc. auskommen. Der Entschäumer selbst wirkt ja rein physikalisch und wird nciht vom Körper aufgenommen.)
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Manche Babys, die sich durch Stillen immer nur mäßig und für kurze Zeit beruhigen lassen (vor allem auch nachts), müssen in Wirklichkeit mal pinkeln und können diesem Bedürfnis in einer Windel nur schwer nachgehen, weil der angeborene Instinkt, die Mutter nicht zu beschmutzen, bei ihnen stärker ausgeprägt ist als bei anderen Kindern, die sich schneller an das bei uns übliche Windeltragen gewöhnen. Solchen Kindern hilft es sehr, wenn man sie (mit nacktem Po) abhält oder mit nacktem Unterkörper auf einem Handtuch strampeln lässt (z.B. auf dem Wickeltisch unterm Heizstrahler). Auch Pupsen geht so viel leichter, vor allem, wenn die Beinchen angehockt sind. Ich kenne nicht alle Deine Postings hier im Forum und weiß darum nicht, ob Du das schonmal ein paar Tage lang versucht hast (sorry, falls ich es überlesen habe). Bei meiner Kleinen hat das z.B. Wunder gewirkt, wenn sie trotz Stillen nicht zur Ruhe kam und weiterweinte (den großen Bruder hat es nur fürs große Geschäft interessiert, die Kleine halt auch für Pipi).
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Die Proteine in der Muttermilch sind in ihrer Zusammensetzung spezifische "Menschenmilchproteine", so wie Ziegenmilch Ziegenmilchproteine enthält und Seehundmilch Seehundmilchproteine. Dein Körper baut die selbst neu zusammen und gibt NICHT einfach die Nahrungsmittelproteine weiter, im Gegenteil:
Bei der Verdauung von Lebensmitteln nimmt Dein Körper die Nahrungsproteine mithilfe von Enzymen auseinander und nimmt sie gespalten über die Darmzellen auf. Wenn Dich die Details interessieren, such im Netz mal nach "Protein Resorption". Ab und an gelangt dabei auch mal ein komplettes Nahrungsmittelprotein in Deinen Blutkreislauf und von da evtl. auch in die Muttermilch. Da reden wir aber von Spuren! Wenn Du ein Käsebrot oder eine Sahnesoße zubereitest und Dein Baby dann an den Händen anfasst und es sich die in den Mund steckt, dürftest Du auf ähnliche Mengen Kuhmilchaufnahme kommen. Ein Baby, das auf solche winzigen Spuren reagiert, wäre in der Tat hochallergisch.
Meines Wissens sind "Blähungen" zudem ein eher untypisches Symptom für Nahrungsmittelallergien, zumal wenn sie isoliert auftauchen und nicht andere Symptome wie z.B. Hautreaktionen, Blut im Stuhl o.ä. hinzukommen. Zumal Blähungen, wenn sie nicht verschluckte Luft sind, ja dadurch entstehen, dass Bakterien Nahrungsbestandteile verstoffwechseln (und mir ehrlich gesagt nicht so ganz einleuchtet, warum einzelne Kuhmilchproteinspuren für diese Bakterien irgendeinen Unterschied machen sollten.*
Und selbst bei regelmäßig auftretendem Blut im Stuhl wird eine Ernährungsumstellung des Babys, die auch unter Eliminationsdiät der Mutter weiterbesteht, erst erwogen, wenn das Kind zusätzlich schlecht gedeiht, die Blutwerte schlecht werden etc. Dazu hat jusl hier mal einen Artikel verlinkt: Abstillen wegen Verdacht auf Kuhmilchallergie?
[* Klammerbemerkung: die typischerweise mit Blähungen einhergehenden NahrungsmittelUNVERTRÄGLICHKEITEN wie Laktoseunverträglichkeit, Zuckermalabsorptionen etc. lösen die Blähungen genau dadurch aus, dass verschiedene Zucker nicht richtig im Dünndarm aufgenommen werden und dadurch unverdaut im Dickdarm landen und dann dort für die Darmbakterien einen Festschmaus liefern. Oder bei einer Dünndarmfehlbesiedelung: dass der Zucker schon im Dünndarm auf Darmbakterien trifft, die ihn verstoffwechseln können. Diese Bakterien sind es, die die Gase in unserem Dam herstellen. Das alles hat mit Nahrungsmittelallergien NICHTS zu tun, es sei denn, der Darm wäre durch die Allergie schon so schwer geschädigt, dass es DADURCH zu Malabsorbtion der Nahrung käme - dann hätte Dein Baby aber auch andere, heftige Symptome!
Für ein Baby kommen viele der Blähungen verursachenden Unverträglichkeiten a) nicht infrage und b) müsste man gerade bei evtl. Dünndarmfehlbesiedlung gut mit einem Gastroenterologen besprechen, ob man sich mit einer auf Glucosesirup aufgebauten Nahrung wie Neocate nicht einen echten Bärendienst erweisen würde.***]
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Da Du nun schonmal dabei bist, Dich mit einer Basisdiät zu ernähren, solltest Du sie m.E. auf jeden Fall dazu nutzen, ein detailliertes Ernährungsprotokoll zu führen, in dem Du ALLE Befindlichkeiten (also ganz wichtig: auch wenn es dem Baby GUT geht! Und z.B. auch, wenn es zwar viel gepupst hat, sich aber nicht dran gestört hat, sondern z.B. unbeeindruckt weiterschlief**), Besonderheiten im Tagesablauf (aufregende Feier im Kindergarten miterlebt? Ein ganztägigier Ausflug mit wenig Zeit fürs ruhige Stillen?) notierst. Dann hast Du zwei Möglichkeiten:
A) Provokationsversuche (z.B. mal zwei Tage bei Kuhmilch richtig reinhauen, dann wieder damit aufhören und schauen, ob sich das in den Symptomen Deines Babys zeigt). Am besten wäre es natürlich, jemand anderes, der NICHT weiß, wann Du wieder was potentiell allergenes gegessen hast, würde die Stimmungen Deines Babys notieren. Wird im häuslichen Umfeld aber wahrscheinlich schwierig. Man macht wohl üblicherweise eine Rotationsdiät, in der man (auf der allergenfreien Basisdiät basierend) immer EIN allergenes Lebensmittel isst, es dann wieder weglässt, das nächste probiert, etc. Bis man die Auslöser gefunden hat. Darum wohl der Start beim wahrscheinlichsten Allergen: bei Babys wären das die Kuhmilchproteine.
B) insgesamt drei bis vier Wochen unter Basisdiät abwarten. Wenn es in diesen drei bis vier Wochen "gute und schlechte" Tage, "Aufs und Abs" gab, obwohl Du wirklich nur Dinge gegessen hast, die erlaubt sind (bei Bananen bin ich mir übrigens nicht ganz sicher, ob die okay sind), dann kannst Du getrost wieder alles essen, weil es dann nichts mit Deiner Ernährung zu tun hat.
Es geht ja nun in absehbarer Zeit auf die Beikostphase zu, in der Dein Kind ja nicht nur SPUREN von Fremdeiweißen aufnehmen soll, die mal zufällig in winzigen Mengen in der Muttermilch gelandet sind, sondern in der Dein Baby SELBST tausendfache Mengen dieser Fremdeiweiße mit einem Bissen aufnehmen soll. Sollte Dein Arzt WIRKLICH annehmen, dass es daran liegt, dass sie hochallergisch auf irgendeins dieser Lebensmittelbestandteile reagiert (wie wahrscheinlich das ist, mag ich nicht beurteilen) - wie sollst Du dann laut Kinderarzt mit der Beikosteinführung verfahren? Denn dann stünden sicher nicht "nur Blähungen" an - schließlich potenziert sich ja die aufgenommene Menge des vermuteten Allergens, wenn Dein Kind sie selbst isst?
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Ich wünsche Dir viel Kraft: für Deinen anstrengenden Alltag, für die vielen Überlegungen, die es anzustellen gilt, und für die Maßnahmen, zu deren Erprobung Du Dich entschließen wirst. Und viel Kraft für die Entscheidungen GEGEN Maßnahmen - z.B. falls Du Dich für ein "Abwarten und Aussitzen" entscheiden solltest oder falls Du Dich nach einer Umstellung auf Flaschenfütterung gegen eine Relaktation entscheiden solltest. Dass Du mit den getroffenen Entscheidungen Deinen Frieden machen kannst und sagen kannst: ich habe getan, was in meiner Macht und meiner Kraft stand und damit ist es jetzt gut.
Und ich wünsche Dir, dass Du die Tage und Momente, an denen es Deinem Baby gut geht, genießen kannst
.
LG blueberry
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(** Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir Menschen sind Meister der Mustererkennung. So haben wir über die Jahrzehntausende der Evolution unser Überleben gesichert! Leider neigen wir dazu, Muster auch dann zu "erkennen", wenn sie gar nicht da sind - ganz besonders dann, wenn das Beobachtete zu unserer Theorie passt. Davor sind nichtmal Wissenschaftler gefeit, deren tägliches Brot das Erproben von Theorien ist, weshalb Beobachter in Studien NICHT wissen dürfen, welche Theorie die Studienentwickler hatten! Wenn ein Baby an einem Tag viel weint und pupst, führen wir das auf "Bauchschmerzen wegen Blähungen" zurück. Pupst es ein andermal viel und stört sich nicht dran, vergessen wir das. Wir lernen nämlich aus negativen Erfahrungen um ein Vielfaches mehr als aus positiven. Drum: WENN Du aufschreibst, dann nicht nur das Negative, sondern auch gute Befindlichkeiten und "pupst viel, weint aber nur normal viel oder kaum" mit aufschreiben, vor allem, wenn Du dann z.B. wieder Kuhmilch isst) Vielleicht kannst du Dir eine Symbolliste anlegen: Wölkchen verschiedener Anzahl/Größe für Pupse, Smileys für die Stimmung oder sowas...
)
[*** Zumal auf Dein Baby andere, neue Gründe für Unruhe und Weinen hinzukämen, da es im Prinzip ja auf ein sehr abruptes Abstillen mitten im Vollstillalterhinausliefe - Dein Baby kann ja nicht wissen, dass Du nach ein, zwei, drei Wochen eine Relaktation in Betracht ziehen würdest. Es lebt im Jetzt.
Mit ein paar Tagen Neocate wäre es also so oder so nicht getan, da die Abstillphase nicht klaglos und von heut auf morgen laufen KANN, was es ja erstmal unmöglich macht, das Weinen einer Ursache zuzuordnen.
Zwei Wochen "Neocate pur" müssten es sein, um eindeutige Ergebnisse zu erzielen, ja? Soviel sollte es ja auch bei der Auslassdiät mindstens sein, richtig? Oder nur eine Woche?
Und davor würdest Du abwarten müssen, bis Dein Baby sich an den Geschmack des Neocate gewöhnt hat, was vermutlich nicht ohne eine (mehrtägige?) Phase des Muttermilchbeimischens geht, was zur "Neocate pur"-Phase noch dazu käme).
Ihr müsstet für zwei (oder mehr) Wochen ohne Stillen auf jeden Fall für Saugmöglichkeiten sorgen, also mindestens Bechern plus Schnuller/Mamafinger (wobei Vollstillmengen dauerhaft zu bechern eine echte Herausforderung werden dürfte). Oder eben doch Flasche.
Bis ihr eine Luftschluckarme Füttertechnik drauf habt, bis es den Sauger plus vielleicht "Haut an Haut mit Mama/Papa kuscheln", Mamafingernuckeln, viel Tragen, Spazierengehen etc. als trostspendenden Brustersatz akzeptiert haben wird, wird es seine Zeit brauchen.
Solltest Du danach zum Muttermilchfüttern zurückkehren wollen - z.B. weil sich auch unter neocate nach ausreichendem Abwarten keine Verbesserung zeigt und Du nun lieber wieder die darmflora- und immunsystemnormalisierende Muttermilch füttern möchtest, ließe sich das z.B. durch Pumpstillen nebst Beikost realisieren.
Solltest Du zum Stillen zurückkehren wollen - z.B. weil Dir Flaschenfütterung umständlich ist oder sich Dein Baby an der Brust deutlich besser beruhigte als mit Mamafingernuckeln/Schnuller plus Tragen, dann ist die Frage, wie gut eine Relaktation nach einer mehrwöchigen Stillpause in diesem Alter gelingen würde. Dazu findest Du hier drei Threads mit Vorüberlegungen zur Relaktation.
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Falls ich Sachen aufzähle, die Du längst abgehakt oder anderswo im Forum schon diskutiert hast, dann lies über meinen Kommentar an der Stelle bitte einfach drüber.
Also, ich sortier mal:
Du hast es ja auch oben schon geschrieben:
kiki18 hat geschrieben:. Bleibt noch die Frage, ob es nicht unmöglich wird, das Verhalten meines Babies da zu deuten. Kann ja auch mal wegen Zähnen oder sonstwas nen schlechten Tag haben oder vermehrt pupsen.
Ich denke, hier sprichst Du ein Kernproblem an, das die Ursachenforschung in so einem Fall so schwierig macht. Babys haben die unterschiedlichsten Gründe, zu weinen, ganz sicher nicht nur Blähungen.
(Und tatsächlich verhalten sich nicht wenige Babys so, wie Ihr das von Euren Babys beschreibt: häufiges (auch nächtliches) Stillen, schwungvoll Getragenwerdenwollen tagsüber, Phasen mit viel Unruhe und teils heftigem Weinen, vor allem auch in den Abendstunden, einen Blähbauch und verstärktes Pupsen, ... . Auch mal richtige Wachphasen nachts - vor allem wenn Zähnchen im Kiefer schieben, ein Entwicklungsschub ansteht, ... Alles meeeega-anstrengend und gerade wenn man allein für das Baby (und vielleicht zusätzlich für Geschwister!) sorgen muss, geht das oft weit über die Grenzen des allein Machbaren. Da hilft im Zweifelsfall nur deutliche Entlastung: jemanden, der mit trägt, draußen spazierengeht mit dem Baby, vielleicht Elternzeit für den Papa oder im Zweifelsfall täglich mehrstündige, verlässliche Kinderbetreuung für das große Geschwisterkind.)
Wenn Babys (heftig) weinen, denken in unserer Kultur aber viele Menschen zuerst und allein an Bauchweh - so sind wir geprägt und Babyweinen sieht auch tatsächlich oft so aus. (Wie gesagt: gerade die zeitliche Verteilung über den Tag (wenn z.B. die Probleme tagsüber auftauchen, aber nachts pupst das Baby, ohne dass es sich dran stört, wie es ja einige Nächte lang war), lassen mich aber eher nicht an ein grundsätzliches Verdauungsproblem denken, wenn ich ehrlich bin. Zumal Dein Baby SEHR gut gedeiht.)
Es besteht auch tatsächlich ein enger Zusammenhang zwischen Weinen und Blähungen, der aber gerade andersherum funktioniert: Weinen selbst macht Pupse und Blähungen, da Babys beim Weinen erhebliche (!) Mengen an Luft schlucken können. Mit der Ernährung hat das dann überhaupt nichts zu tun: Vielleicht weint Dein Baby z.B. mal heftig, weil es mal kränkelt, oder weil der Tag sehr aufregend war und es die Eindrücke nicht verarbeitet bekommt oder weil ihm kalt/warm ist, oder es dauergetragen werden möchte (Du das aber heut nicht kannst) oder weil es dringend Pipi machen muss oder oder oder - es schluckt dabei Luft, bekommt Probleme mit der Luft im Bauch, weint jetzt wegen des Bauchwehs, schluckt wieder Luft - bis z.B. die Aufregung verarbeitet und die Luft draußen ist und alles vorerst wieder gut ist...
Auch eine suboptimale Stilltechnik (manchmal hörbar an Schmatzen, aber nicht zwingend) oder ein heftiger Milchspendereflex können zum regelmäßigen Luftschlucken führen. Oder wenn das Baby beim Stillen nicht so richtig zur Ruhe kommt (z.B. wegen Ablenkungen unterwegs, durch Geschwister) und viel an und abdockt oder nachlässig andockt oder oder oder.
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Bei einem sehr gut gedeihenden Baby wie Deinem käme als Grund für echte Blähungen z.B. auch "sehr reichliche mütterliche Milchproduktion" als Grund infrage, so dass das Baby zwar nicht zu viel Milch, aber im Verhältnis gesehen (an manchen Tagen, je nach Stillverhalten) zu viel Laktose und zu wenig Fett bekommt, was zu Blähungen, schaumigen Stühlen, ... führen kann. Das ließe sich problemlos mit Änderungen am Stillmanagement in den Griff bekommen.
In Deinem ersten Posting schriebst Du:
Bekommt Dein Baby da jedesmal beide Seiten? Nach 30 Minuten nochmal die schon "angefangene" oder dann die andere Seite? Hast Du das Gefühl, (manchmal) viel Milch zu haben? Oder fließt die Milch (manchmal) sehr schnell? Vermutlich kannst Du den Gedanken ganz schnell abhaken, weil Du bisher nie was in die Richtung geschrieben hast, aber hier findest Du Artikel zu "(etwas) zu viel Milch" und "(viel) zu viel Milch".Bisher stillen wir leider wegen der Blähungen und weil da oft Stillen das einzige ist, was hilft, sowohl tagsüber als auch nachts alle 30 Minuten-2 Stunden, wenn auch manchmal nur kurz.
Außerdem haben manche Babys tatsächlich noch Probleme, das mit dem Verdauen insgesamt auf die Reihe zu bekommen - das ist ja auch alles neu mit der Geburt und muss sich erst einspielen. Oder das Baby hat eine ungünstige Darmflora aufgebaut (z.B. nach Kaiserschnitt oder Antibiotikagabe unter der Geburt). Das ist dann aber beides komplett unabhängig von evtl. Allergenen oder Laktoseüberschuss oder sonstigem - und Muttermilch ist die bestverdauliche Nahrung, die man einem Menschen anbieten kann. Und die sinnvollste Unterstützung zur Verdauung anderer Lebensmittel in der Beikostphase. Und die ideale Grundlage zum Wachsen einer guten Darmflora - gerade auch, wenn man versucht, diese durch Bakteriengabe aufzubauen.
(Entschäumer hattest Du schonmal probiert meine ich, oder? Da kenne ich mich aber auch nicht aus, welche Mittel da mit wenigen Zusatzstoffen/Aromen etc. auskommen. Der Entschäumer selbst wirkt ja rein physikalisch und wird nciht vom Körper aufgenommen.)
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Manche Babys, die sich durch Stillen immer nur mäßig und für kurze Zeit beruhigen lassen (vor allem auch nachts), müssen in Wirklichkeit mal pinkeln und können diesem Bedürfnis in einer Windel nur schwer nachgehen, weil der angeborene Instinkt, die Mutter nicht zu beschmutzen, bei ihnen stärker ausgeprägt ist als bei anderen Kindern, die sich schneller an das bei uns übliche Windeltragen gewöhnen. Solchen Kindern hilft es sehr, wenn man sie (mit nacktem Po) abhält oder mit nacktem Unterkörper auf einem Handtuch strampeln lässt (z.B. auf dem Wickeltisch unterm Heizstrahler). Auch Pupsen geht so viel leichter, vor allem, wenn die Beinchen angehockt sind. Ich kenne nicht alle Deine Postings hier im Forum und weiß darum nicht, ob Du das schonmal ein paar Tage lang versucht hast (sorry, falls ich es überlesen habe). Bei meiner Kleinen hat das z.B. Wunder gewirkt, wenn sie trotz Stillen nicht zur Ruhe kam und weiterweinte (den großen Bruder hat es nur fürs große Geschäft interessiert, die Kleine halt auch für Pipi).
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Zum Hintergrund:kiki18 hat geschrieben:Und was geht denn nun genau in die Muttermilch? Wenn wir mal beim Apfel bleiben, wenn ich den esse, gehen dann die Proteine des Apfels in die Muttermilch und können so bei meinem Baby - sollte es darauf allergisch sein und mit dem Darm reagieren - Blähungen auslösen?
Die Proteine in der Muttermilch sind in ihrer Zusammensetzung spezifische "Menschenmilchproteine", so wie Ziegenmilch Ziegenmilchproteine enthält und Seehundmilch Seehundmilchproteine. Dein Körper baut die selbst neu zusammen und gibt NICHT einfach die Nahrungsmittelproteine weiter, im Gegenteil:
Bei der Verdauung von Lebensmitteln nimmt Dein Körper die Nahrungsproteine mithilfe von Enzymen auseinander und nimmt sie gespalten über die Darmzellen auf. Wenn Dich die Details interessieren, such im Netz mal nach "Protein Resorption". Ab und an gelangt dabei auch mal ein komplettes Nahrungsmittelprotein in Deinen Blutkreislauf und von da evtl. auch in die Muttermilch. Da reden wir aber von Spuren! Wenn Du ein Käsebrot oder eine Sahnesoße zubereitest und Dein Baby dann an den Händen anfasst und es sich die in den Mund steckt, dürftest Du auf ähnliche Mengen Kuhmilchaufnahme kommen. Ein Baby, das auf solche winzigen Spuren reagiert, wäre in der Tat hochallergisch.
Meines Wissens sind "Blähungen" zudem ein eher untypisches Symptom für Nahrungsmittelallergien, zumal wenn sie isoliert auftauchen und nicht andere Symptome wie z.B. Hautreaktionen, Blut im Stuhl o.ä. hinzukommen. Zumal Blähungen, wenn sie nicht verschluckte Luft sind, ja dadurch entstehen, dass Bakterien Nahrungsbestandteile verstoffwechseln (und mir ehrlich gesagt nicht so ganz einleuchtet, warum einzelne Kuhmilchproteinspuren für diese Bakterien irgendeinen Unterschied machen sollten.*
Und selbst bei regelmäßig auftretendem Blut im Stuhl wird eine Ernährungsumstellung des Babys, die auch unter Eliminationsdiät der Mutter weiterbesteht, erst erwogen, wenn das Kind zusätzlich schlecht gedeiht, die Blutwerte schlecht werden etc. Dazu hat jusl hier mal einen Artikel verlinkt: Abstillen wegen Verdacht auf Kuhmilchallergie?
[* Klammerbemerkung: die typischerweise mit Blähungen einhergehenden NahrungsmittelUNVERTRÄGLICHKEITEN wie Laktoseunverträglichkeit, Zuckermalabsorptionen etc. lösen die Blähungen genau dadurch aus, dass verschiedene Zucker nicht richtig im Dünndarm aufgenommen werden und dadurch unverdaut im Dickdarm landen und dann dort für die Darmbakterien einen Festschmaus liefern. Oder bei einer Dünndarmfehlbesiedelung: dass der Zucker schon im Dünndarm auf Darmbakterien trifft, die ihn verstoffwechseln können. Diese Bakterien sind es, die die Gase in unserem Dam herstellen. Das alles hat mit Nahrungsmittelallergien NICHTS zu tun, es sei denn, der Darm wäre durch die Allergie schon so schwer geschädigt, dass es DADURCH zu Malabsorbtion der Nahrung käme - dann hätte Dein Baby aber auch andere, heftige Symptome!
Für ein Baby kommen viele der Blähungen verursachenden Unverträglichkeiten a) nicht infrage und b) müsste man gerade bei evtl. Dünndarmfehlbesiedlung gut mit einem Gastroenterologen besprechen, ob man sich mit einer auf Glucosesirup aufgebauten Nahrung wie Neocate nicht einen echten Bärendienst erweisen würde.***]
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Da Du nun schonmal dabei bist, Dich mit einer Basisdiät zu ernähren, solltest Du sie m.E. auf jeden Fall dazu nutzen, ein detailliertes Ernährungsprotokoll zu führen, in dem Du ALLE Befindlichkeiten (also ganz wichtig: auch wenn es dem Baby GUT geht! Und z.B. auch, wenn es zwar viel gepupst hat, sich aber nicht dran gestört hat, sondern z.B. unbeeindruckt weiterschlief**), Besonderheiten im Tagesablauf (aufregende Feier im Kindergarten miterlebt? Ein ganztägigier Ausflug mit wenig Zeit fürs ruhige Stillen?) notierst. Dann hast Du zwei Möglichkeiten:
A) Provokationsversuche (z.B. mal zwei Tage bei Kuhmilch richtig reinhauen, dann wieder damit aufhören und schauen, ob sich das in den Symptomen Deines Babys zeigt). Am besten wäre es natürlich, jemand anderes, der NICHT weiß, wann Du wieder was potentiell allergenes gegessen hast, würde die Stimmungen Deines Babys notieren. Wird im häuslichen Umfeld aber wahrscheinlich schwierig. Man macht wohl üblicherweise eine Rotationsdiät, in der man (auf der allergenfreien Basisdiät basierend) immer EIN allergenes Lebensmittel isst, es dann wieder weglässt, das nächste probiert, etc. Bis man die Auslöser gefunden hat. Darum wohl der Start beim wahrscheinlichsten Allergen: bei Babys wären das die Kuhmilchproteine.
B) insgesamt drei bis vier Wochen unter Basisdiät abwarten. Wenn es in diesen drei bis vier Wochen "gute und schlechte" Tage, "Aufs und Abs" gab, obwohl Du wirklich nur Dinge gegessen hast, die erlaubt sind (bei Bananen bin ich mir übrigens nicht ganz sicher, ob die okay sind), dann kannst Du getrost wieder alles essen, weil es dann nichts mit Deiner Ernährung zu tun hat.
Es geht ja nun in absehbarer Zeit auf die Beikostphase zu, in der Dein Kind ja nicht nur SPUREN von Fremdeiweißen aufnehmen soll, die mal zufällig in winzigen Mengen in der Muttermilch gelandet sind, sondern in der Dein Baby SELBST tausendfache Mengen dieser Fremdeiweiße mit einem Bissen aufnehmen soll. Sollte Dein Arzt WIRKLICH annehmen, dass es daran liegt, dass sie hochallergisch auf irgendeins dieser Lebensmittelbestandteile reagiert (wie wahrscheinlich das ist, mag ich nicht beurteilen) - wie sollst Du dann laut Kinderarzt mit der Beikosteinführung verfahren? Denn dann stünden sicher nicht "nur Blähungen" an - schließlich potenziert sich ja die aufgenommene Menge des vermuteten Allergens, wenn Dein Kind sie selbst isst?
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Ich wünsche Dir viel Kraft: für Deinen anstrengenden Alltag, für die vielen Überlegungen, die es anzustellen gilt, und für die Maßnahmen, zu deren Erprobung Du Dich entschließen wirst. Und viel Kraft für die Entscheidungen GEGEN Maßnahmen - z.B. falls Du Dich für ein "Abwarten und Aussitzen" entscheiden solltest oder falls Du Dich nach einer Umstellung auf Flaschenfütterung gegen eine Relaktation entscheiden solltest. Dass Du mit den getroffenen Entscheidungen Deinen Frieden machen kannst und sagen kannst: ich habe getan, was in meiner Macht und meiner Kraft stand und damit ist es jetzt gut.
Und ich wünsche Dir, dass Du die Tage und Momente, an denen es Deinem Baby gut geht, genießen kannst
LG blueberry
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(** Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir Menschen sind Meister der Mustererkennung. So haben wir über die Jahrzehntausende der Evolution unser Überleben gesichert! Leider neigen wir dazu, Muster auch dann zu "erkennen", wenn sie gar nicht da sind - ganz besonders dann, wenn das Beobachtete zu unserer Theorie passt. Davor sind nichtmal Wissenschaftler gefeit, deren tägliches Brot das Erproben von Theorien ist, weshalb Beobachter in Studien NICHT wissen dürfen, welche Theorie die Studienentwickler hatten! Wenn ein Baby an einem Tag viel weint und pupst, führen wir das auf "Bauchschmerzen wegen Blähungen" zurück. Pupst es ein andermal viel und stört sich nicht dran, vergessen wir das. Wir lernen nämlich aus negativen Erfahrungen um ein Vielfaches mehr als aus positiven. Drum: WENN Du aufschreibst, dann nicht nur das Negative, sondern auch gute Befindlichkeiten und "pupst viel, weint aber nur normal viel oder kaum" mit aufschreiben, vor allem, wenn Du dann z.B. wieder Kuhmilch isst) Vielleicht kannst du Dir eine Symbolliste anlegen: Wölkchen verschiedener Anzahl/Größe für Pupse, Smileys für die Stimmung oder sowas...
[*** Zumal auf Dein Baby andere, neue Gründe für Unruhe und Weinen hinzukämen, da es im Prinzip ja auf ein sehr abruptes Abstillen mitten im Vollstillalterhinausliefe - Dein Baby kann ja nicht wissen, dass Du nach ein, zwei, drei Wochen eine Relaktation in Betracht ziehen würdest. Es lebt im Jetzt.
Mit ein paar Tagen Neocate wäre es also so oder so nicht getan, da die Abstillphase nicht klaglos und von heut auf morgen laufen KANN, was es ja erstmal unmöglich macht, das Weinen einer Ursache zuzuordnen.
Zwei Wochen "Neocate pur" müssten es sein, um eindeutige Ergebnisse zu erzielen, ja? Soviel sollte es ja auch bei der Auslassdiät mindstens sein, richtig? Oder nur eine Woche?
Und davor würdest Du abwarten müssen, bis Dein Baby sich an den Geschmack des Neocate gewöhnt hat, was vermutlich nicht ohne eine (mehrtägige?) Phase des Muttermilchbeimischens geht, was zur "Neocate pur"-Phase noch dazu käme).
Ihr müsstet für zwei (oder mehr) Wochen ohne Stillen auf jeden Fall für Saugmöglichkeiten sorgen, also mindestens Bechern plus Schnuller/Mamafinger (wobei Vollstillmengen dauerhaft zu bechern eine echte Herausforderung werden dürfte). Oder eben doch Flasche.
Bis ihr eine Luftschluckarme Füttertechnik drauf habt, bis es den Sauger plus vielleicht "Haut an Haut mit Mama/Papa kuscheln", Mamafingernuckeln, viel Tragen, Spazierengehen etc. als trostspendenden Brustersatz akzeptiert haben wird, wird es seine Zeit brauchen.
Solltest Du danach zum Muttermilchfüttern zurückkehren wollen - z.B. weil sich auch unter neocate nach ausreichendem Abwarten keine Verbesserung zeigt und Du nun lieber wieder die darmflora- und immunsystemnormalisierende Muttermilch füttern möchtest, ließe sich das z.B. durch Pumpstillen nebst Beikost realisieren.
Solltest Du zum Stillen zurückkehren wollen - z.B. weil Dir Flaschenfütterung umständlich ist oder sich Dein Baby an der Brust deutlich besser beruhigte als mit Mamafingernuckeln/Schnuller plus Tragen, dann ist die Frage, wie gut eine Relaktation nach einer mehrwöchigen Stillpause in diesem Alter gelingen würde. Dazu findest Du hier drei Threads mit Vorüberlegungen zur Relaktation.
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blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Achso, eins noch vergessen: Ich vermute, es liegt nahe, zwischen den Geschwistern zu vergleichen und die Beschwerden und Erlebnisse gemeinsam zu deuten und somit alles in einen Topf zu werfen: z.B. "Bigaia und Mutaflor hatten wir bei der Großen schon probiert, das hat da auch schon nichts gebracht, lass uns diesmal gleich was anderes versuchen."
Blähungen sind aber so unspezifisch und häufig und die möglichen Ursachen so komplex, dass ein solches Vorgehen nicht zielführend ist. Beide Kinder können völlig unterschiedliche Ursachen für ihre Blähungen haben. Um im Beispiel zu bleiben: Bigaia und Mutaflor könnten bei der Kleinen DIE Lösung sein, selbst wenn der Versuch bei der Großen nichts gebracht haben sollte.
Es ist also wichtig, die Geschichten beider Kinder nicht zu vermengen, und jedes mit seinen Beschwerden gesondert zu betrachten.
LG blueberry
Blähungen sind aber so unspezifisch und häufig und die möglichen Ursachen so komplex, dass ein solches Vorgehen nicht zielführend ist. Beide Kinder können völlig unterschiedliche Ursachen für ihre Blähungen haben. Um im Beispiel zu bleiben: Bigaia und Mutaflor könnten bei der Kleinen DIE Lösung sein, selbst wenn der Versuch bei der Großen nichts gebracht haben sollte.
Es ist also wichtig, die Geschichten beider Kinder nicht zu vermengen, und jedes mit seinen Beschwerden gesondert zu betrachten.
LG blueberry
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kiki18
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Liebe blueberry,
Ich bin ganz gerührt, dass du dir so viel Zeit genommen hast, um unsere Problematik zu durchdenken und deine Gedanken aufzuschreiben. Du bist echt ein Schatz!
Hier wiederum meine Gedanken dazu.
) Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Beschwerden nicht zusammenhängen. Mutaflor hat die Beschwerden bei der Großen gefühlt verschlechtert. Fragt mich nicht warum. Die Ärztin hatte nur die leise Vermutung, dass es vielleicht daran liegt, dass mein Mann kein Europäer ist, die im Mutaflor enthaltenen Darmbakterien aber für den "europäischen Darm" zusammengestellt werden. Evtl. haben unsere Kinder einfach eine andere Darmflora, die eine andere Behandlung benötigen würde. Bigaia haben wir ja bei der Kleinen auch durch, aber ohne Wirkung.
Und um ehrlich zu sein, war die ganze Ärzte- und Untersuchungsodysee mit der Großen für alle sehr belastend und ich möchte das meiner Kleinen nicht wieder zumuten. Insbesondere, weil nie eine Ursache gefunden wurde. Das entmutigt.
Du schreibst, dass das Weinen eventuell gar nichts mit Blähungen zu tun hat und sie "normales" Babyverhalten zeigt. Wenn du sie mal eine Nacht hindurch pupsen gehört hättest, wüsstest du, dass DAS nicht normal ist. Und sie pupst nachts leider nicht einfach mal so nebenbei. Man hört es im Bauch rumoren (wenn ich zufällig wach bin), sie wird unruhig, windet sich, wenn ich viel Glück habe, rumst es von alleine, aber meistens muss ich sie entweder stillen oder kurz in "Abhaltestellung" halten und die Monsterpupse, die da rauskommen.... das ist echt nicht normal. Gut so Tage wie heute, an denen sie einfach den ganzen Tag schlecht drauf ist... da hast du natürlich recht, dass ich das vielleicht zu oft mit Bauchschmerzen in Verbindung bringe. Aber irgendwas stimmt einfach nicht mit ihr. Sie ist auf dem Arm und eh schon ziemlich unruhig und plötzlich fängt sie von 0 auf 100 an zu kreischen, als gäbe es kein Morgen. Das hat sie immer mal und in diesen Momenten krieg ich sie gar nicht an die Brust, sie brüllt einfach weiter. Wenn dann nach einem Tag wie diesem am Abend der Bauch ganz hart wird, sie drückt und drückt und plötzlich einige große Rumser zu hören sind, liegt für mich der Zusammenhang nahe, dass die es waren, die ihre Laune so beeinträchtigt haben. Kann mich aber natürlich auch täuschen.
Ja, klar habe ich auch schon daran gedacht, dass es vielleicht "nur" am Stillen liegen könnte. Ich selbst spüre meinen Milchspendereflex kaum, sie verschluckt sich allerdings schon hin und wieder mal. Tagsüber muss ich auch immer ein ordentliches Bäuerchen aus ihr rausholen und nachts klappt das eben nicht. Die Luft bleibt also drin im Babybauch und das könnte das vermehrte Pupsen in den frühen Morgenstunden zumindest mit erklären. Insbesondere weil die erste Schlafphase wesentlich länger ist, als ihre normalen Stillabstände (3-4 Stunden, meist ist sie gegen Mitternacht das erste Mal wach) und sie dann also Milch aus einer ordentlich vollen Brust trinkt. Tagsüber habe ich nie den Eindruck, ich hätte zu viel Milch, die Brüste sind eher weich. Die beiden Artikel, die du verlinkt hast, sind aber echt interessant! Und ich werde alle Ratschläge in den nächsten Tagen mal versuchen, umzusetzen. Grünliche/schleimige Stühle hat sie nämlich (allerdings auch irgendwie nicht "homogen", d.h. manchmal mit "Bröckchen" drin, ganz seltsam eben...)
Hast du/habt ihr vielleicht noch Tips für unser nächtliches Stillmanagement? Bäuerchen klappt wie geschrieben nicht, weil sie immer gleich wieder einschläft und im Schlaf nichts aus ihr rauszubekommen ist. Sollte ich vielleicht, bevor ich ins Bett gehe, die Brüste nochmal leerpumpen, damit sie dann nicht so ganz voll sind? Oder habt ihr noch andere Tips?
Kaiserschnitt/Antibiotika gabs bei uns nicht. Eine Fehlbesiedlung kann aber natürlich trotzdem die Ursache sein, wie auch immer sie sich die geholt haben sollte, und dann ist es natürlich so, wie du schreibst, dass Neocate & Co dies wohl eher verschlimmern würden.
Entschäumer haben wir auch schon probiert. Abhalten/windelfrei habe ich nicht praktiziert, allerdings bekommt sie bei jedem Windelwechsel eine Bauchmassage und ich hocke dabei auch die Beine an. Oft kommt dabei auch ne ordentliche Ladung raus, manchmal nur Luft, manchmal mehr. Pupsen kann sie tatsächlich am besten, wenn ich sie abhalte, geht aber auch mit Windel.
Unser KiA sagt ja selber, dass er eine "Allergie" gar nicht so sehr vermutet. Eben weil sie so gut gedeiht, keine Hautprobleme hat, etc. Auf Blut im Stuhl wird noch getestet, hatte die Große ja versteckt im Stuhl.
Das mit der Basisdiät... nachdem selbst unter absoluter Basisdiät die Beschwerden weiterbestanden, werde ich es wohl lassen. 3-4 Wochen mit nur 5 Lebensmitteln packe ich nicht. Unser Kinderarzt hat mich eh schon ganz schief angeschaut und gemeint, ich solle doch lieber drauf achten, dass ich wieder zu Kräften komme. Grade wenn ich stille. Sein Argument mit Aufwand/Nutzen-Verhältnis fand ich einleuchtend. Wenn sie unter dem ganzen Aufwand nicht wesentlich besser drauf ist, lasse ich es wohl. Wenn ich dann merke, dass es ihr wieder richtig richtig schlecht geht, kann ich immer noch wieder zurück zur Basisdiät. Jetzt hatte ich eigentlich vor, wieder ganz ganz langsam mit den verschiedenen Sachen anzufangen. Momentan meide ich ja noch alles Allergene und trotzdem pupst sie wie blöd. Banane steht übrigens als eine der Handvoll erlaubten Lebensmitteln dabei...
Puh, soweit mal, jetzt gehe ich ins Bett und schau, dass ich noch bisschen was von ihrer Anfangsphase mitnehme.
Ich bin ganz gerührt, dass du dir so viel Zeit genommen hast, um unsere Problematik zu durchdenken und deine Gedanken aufzuschreiben. Du bist echt ein Schatz!
Hier wiederum meine Gedanken dazu.
DAS schaffe ich leider nicht. Welcher Prozentsatz der Babies hat wohl mit fünf Monaten noch Blähungen dieser Stärke?Geschätzt 2%? Dann läge die Wahrscheinlichkeit, dass beide Kinder unabhängig voneinander diese Symptome zeigen bei 0,04 % (du merkst, im real life bin ich Mathelehrerinblueberry hat geschrieben:Es ist also wichtig, die Geschichten beider Kinder nicht zu vermengen, und jedes mit seinen Beschwerden gesondert zu betrachten.
Und um ehrlich zu sein, war die ganze Ärzte- und Untersuchungsodysee mit der Großen für alle sehr belastend und ich möchte das meiner Kleinen nicht wieder zumuten. Insbesondere, weil nie eine Ursache gefunden wurde. Das entmutigt.
Du schreibst, dass das Weinen eventuell gar nichts mit Blähungen zu tun hat und sie "normales" Babyverhalten zeigt. Wenn du sie mal eine Nacht hindurch pupsen gehört hättest, wüsstest du, dass DAS nicht normal ist. Und sie pupst nachts leider nicht einfach mal so nebenbei. Man hört es im Bauch rumoren (wenn ich zufällig wach bin), sie wird unruhig, windet sich, wenn ich viel Glück habe, rumst es von alleine, aber meistens muss ich sie entweder stillen oder kurz in "Abhaltestellung" halten und die Monsterpupse, die da rauskommen.... das ist echt nicht normal. Gut so Tage wie heute, an denen sie einfach den ganzen Tag schlecht drauf ist... da hast du natürlich recht, dass ich das vielleicht zu oft mit Bauchschmerzen in Verbindung bringe. Aber irgendwas stimmt einfach nicht mit ihr. Sie ist auf dem Arm und eh schon ziemlich unruhig und plötzlich fängt sie von 0 auf 100 an zu kreischen, als gäbe es kein Morgen. Das hat sie immer mal und in diesen Momenten krieg ich sie gar nicht an die Brust, sie brüllt einfach weiter. Wenn dann nach einem Tag wie diesem am Abend der Bauch ganz hart wird, sie drückt und drückt und plötzlich einige große Rumser zu hören sind, liegt für mich der Zusammenhang nahe, dass die es waren, die ihre Laune so beeinträchtigt haben. Kann mich aber natürlich auch täuschen.
Ja, klar habe ich auch schon daran gedacht, dass es vielleicht "nur" am Stillen liegen könnte. Ich selbst spüre meinen Milchspendereflex kaum, sie verschluckt sich allerdings schon hin und wieder mal. Tagsüber muss ich auch immer ein ordentliches Bäuerchen aus ihr rausholen und nachts klappt das eben nicht. Die Luft bleibt also drin im Babybauch und das könnte das vermehrte Pupsen in den frühen Morgenstunden zumindest mit erklären. Insbesondere weil die erste Schlafphase wesentlich länger ist, als ihre normalen Stillabstände (3-4 Stunden, meist ist sie gegen Mitternacht das erste Mal wach) und sie dann also Milch aus einer ordentlich vollen Brust trinkt. Tagsüber habe ich nie den Eindruck, ich hätte zu viel Milch, die Brüste sind eher weich. Die beiden Artikel, die du verlinkt hast, sind aber echt interessant! Und ich werde alle Ratschläge in den nächsten Tagen mal versuchen, umzusetzen. Grünliche/schleimige Stühle hat sie nämlich (allerdings auch irgendwie nicht "homogen", d.h. manchmal mit "Bröckchen" drin, ganz seltsam eben...)
Hast du/habt ihr vielleicht noch Tips für unser nächtliches Stillmanagement? Bäuerchen klappt wie geschrieben nicht, weil sie immer gleich wieder einschläft und im Schlaf nichts aus ihr rauszubekommen ist. Sollte ich vielleicht, bevor ich ins Bett gehe, die Brüste nochmal leerpumpen, damit sie dann nicht so ganz voll sind? Oder habt ihr noch andere Tips?
Kaiserschnitt/Antibiotika gabs bei uns nicht. Eine Fehlbesiedlung kann aber natürlich trotzdem die Ursache sein, wie auch immer sie sich die geholt haben sollte, und dann ist es natürlich so, wie du schreibst, dass Neocate & Co dies wohl eher verschlimmern würden.
Entschäumer haben wir auch schon probiert. Abhalten/windelfrei habe ich nicht praktiziert, allerdings bekommt sie bei jedem Windelwechsel eine Bauchmassage und ich hocke dabei auch die Beine an. Oft kommt dabei auch ne ordentliche Ladung raus, manchmal nur Luft, manchmal mehr. Pupsen kann sie tatsächlich am besten, wenn ich sie abhalte, geht aber auch mit Windel.
Unser KiA sagt ja selber, dass er eine "Allergie" gar nicht so sehr vermutet. Eben weil sie so gut gedeiht, keine Hautprobleme hat, etc. Auf Blut im Stuhl wird noch getestet, hatte die Große ja versteckt im Stuhl.
Das mit der Basisdiät... nachdem selbst unter absoluter Basisdiät die Beschwerden weiterbestanden, werde ich es wohl lassen. 3-4 Wochen mit nur 5 Lebensmitteln packe ich nicht. Unser Kinderarzt hat mich eh schon ganz schief angeschaut und gemeint, ich solle doch lieber drauf achten, dass ich wieder zu Kräften komme. Grade wenn ich stille. Sein Argument mit Aufwand/Nutzen-Verhältnis fand ich einleuchtend. Wenn sie unter dem ganzen Aufwand nicht wesentlich besser drauf ist, lasse ich es wohl. Wenn ich dann merke, dass es ihr wieder richtig richtig schlecht geht, kann ich immer noch wieder zurück zur Basisdiät. Jetzt hatte ich eigentlich vor, wieder ganz ganz langsam mit den verschiedenen Sachen anzufangen. Momentan meide ich ja noch alles Allergene und trotzdem pupst sie wie blöd. Banane steht übrigens als eine der Handvoll erlaubten Lebensmitteln dabei...
Puh, soweit mal, jetzt gehe ich ins Bett und schau, dass ich noch bisschen was von ihrer Anfangsphase mitnehme.
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kiki18
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
mafe, also mein weiteres Vorgehen habe ich ja oben beschrieben. Vielleicht nochmal 2-3 Tage ohne Fleisch, Milch, Ei und dann fange ich langsam wieder an und gucke mal. Neocate steht nach wie vor in der Ecke und der KiA meinte, ich könne ihr ruhig auch mal zum Test eine normale Comfort-Flasche geben. (Comfort, weil es sich für ihn eher so anhört, als käme mein Baby mit der Laktose nicht so gut klar, da sie ja "nur" viel Luft im Bauch hat, aber keine anderen Allergieanzeichen) Da könne nix passieren, selbst wenn sie allergisch drauf wäre, außer eben Bauchschmerzen und Hautausschlag. Einfach mal früh ne Flasche und schauen was passiert... das finden die meisten hier im SuT wahrscheinlich nicht gut, aber vielleicht probier ichs mal aus, wenn in 2-3 Wochen immer noch nichts einschneidendes passiert ist.
Wie machst du weiter? Inwiefern möchtest du Druck beim KiA machen? meiner hat übrigens nochmal gesagt, dass die IgE Werte keinen Sinn machen. Erst so mit 7 Monaten. Aber das wäre ja bei euch schon der Fall, oder?
Ansonsten mal verändertes Stillmanagement, wie in den beiden von blueberry verlinkten Artikeln. Da ich schon oft hin und her wechsle. Hast du das schon versucht?
Wie machst du weiter? Inwiefern möchtest du Druck beim KiA machen? meiner hat übrigens nochmal gesagt, dass die IgE Werte keinen Sinn machen. Erst so mit 7 Monaten. Aber das wäre ja bei euch schon der Fall, oder?
Ansonsten mal verändertes Stillmanagement, wie in den beiden von blueberry verlinkten Artikeln. Da ich schon oft hin und her wechsle. Hast du das schon versucht?
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ixcacienfuegos
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Also das ist definitiv totaler Quatsch! Wenn sie hochallergisch ist, kann viel schlimmeres passieren! Z.B. Atemnot, allergischer Schock... Kurzum, Allergien können immer lebensbedrohlich sein. Wenn du eine Allergie vermutest, würde ich an deiner Stelle ganz sicher die Finger davon lassen.kiki18 hat geschrieben: Da könne nix passieren, selbst wenn sie allergisch drauf wäre, außer eben Bauchschmerzen und Hautausschlag.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
- NataschaZ
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Hallo Kiki,
das klingt alles sehr anstrengend. Hast Du Hilfe und auch mal Zeit zum Luftholen?
Zu Stillen und Neocate kann ich dir nicht helfen, möchte Dir aber viel Kraft wünschen und hätte 2 kleine Tipps.
Ich wünsche Dir, dass das Blockstillen oder andere einfache Änderung des Stillmanagements die Nächte verbessert und es insgesamt bei deinem Baby nicht so schlimm wird wie bei deiner Großen.
das klingt alles sehr anstrengend. Hast Du Hilfe und auch mal Zeit zum Luftholen?
Zu Stillen und Neocate kann ich dir nicht helfen, möchte Dir aber viel Kraft wünschen und hätte 2 kleine Tipps.
Hast Du davon mal richtig viel gegeben, also wirklich Milliliter statt Tropfen? Natürlich musst du dazu deinen Kia fragen, aber da es physikalisch wirkt, kann man es nicht überdosieren. Der Tochter einer Freundin hat es in hohen Dosen geholfen.blueberry hat geschrieben:(Entschäumer hattest Du schonmal probiert meine ich, oder? Da kenne ich mich aber auch nicht aus, welche Mittel da mit wenigen Zusatzstoffen/Aromen etc. auskommen. Der Entschäumer selbst wirkt ja rein physikalisch und wird nciht vom Körper aufgenommen.)
Mein Sohn ist gegen Bananen allergisch und reagiert mit Durchfall. Bananen gehören zu den Kreuzallergien von Latex.blueberry hat geschrieben: (bei Bananen bin ich mir übrigens nicht ganz sicher, ob die okay sind)
Ich wünsche Dir, dass das Blockstillen oder andere einfache Änderung des Stillmanagements die Nächte verbessert und es insgesamt bei deinem Baby nicht so schlimm wird wie bei deiner Großen.
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kiki18
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Danke Natascha, das mit den Bananen wusste ich nicht. Ich vermute, diese Basisdiät besteht wohl aus Nahrungsmitteln, die mit geringster Wahrscheinlichkeit Allergien auslösen. Dass es wohl trotzdem Menschen gibt, die drauf reagieren, zeigt ja dein Beispiel.
Entschäumer hab ich jetzt gar keinen mehr da. Werde ich vielleicht ausprobieren, aber das löst unser Grundproblem nicht, also die Frage, warum sie so viel Luft im Bauch hat und ob Allergien dahinterstecken oder nicht.
ixcacienfuegos, ja, das hat mich auch etwas gewundert... Keine Ahnung, bin kein Experte, was Allergien angeht. Aber mal angenommen, eine "normale" Mutti mit Blähbaby möchte mit drei Monaten abstillen. Die macht sich doch jetzt auch keine Gedanken über eine eventuelle Spezialnahrung, da mit 3 Monaten Blähungen noch normal sind. Da müsste man dann ja ständig von allergischen Schocks hören, ich lese immer nur davon, dass die Kinder halt die Milch dann ausspucken oder Hautausschläge kriegen und dann irgendwann der Kinderarzt sagt, dass umgestellt werden muss.
Ich weiß auch nicht, was das richtige ist, ich will doch nur, dass es meinem Baby gut geht
Entschäumer hab ich jetzt gar keinen mehr da. Werde ich vielleicht ausprobieren, aber das löst unser Grundproblem nicht, also die Frage, warum sie so viel Luft im Bauch hat und ob Allergien dahinterstecken oder nicht.
ixcacienfuegos, ja, das hat mich auch etwas gewundert... Keine Ahnung, bin kein Experte, was Allergien angeht. Aber mal angenommen, eine "normale" Mutti mit Blähbaby möchte mit drei Monaten abstillen. Die macht sich doch jetzt auch keine Gedanken über eine eventuelle Spezialnahrung, da mit 3 Monaten Blähungen noch normal sind. Da müsste man dann ja ständig von allergischen Schocks hören, ich lese immer nur davon, dass die Kinder halt die Milch dann ausspucken oder Hautausschläge kriegen und dann irgendwann der Kinderarzt sagt, dass umgestellt werden muss.
Ich weiß auch nicht, was das richtige ist, ich will doch nur, dass es meinem Baby gut geht
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chipmunk
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Hallo Kiki,
Mensch, das klingt ja alles ganz schoen kompliziert und anstrengend.
Ich bin da so ganz und gar keine Expertin, wollte aber kurz dalassen, dass bei es bei uns auch gerade zwischen 4 und 6 Monaten eine Phase mit verstaerkten Blaehungen/Pupsen/Verdauungsrumoren in den fruehen Morgenstunden gab. Definitiv nicht in dem Ausmass wie bei euch, aber ich meine zu erinnern, dass du auch was von dem Zeitfenster geschrieben hast.
Wir haben uns da nie Gedanken drum gemacht, da es meinem Sohn nicht besonders schlecht dabei zu gehen schien. Ich erinnere aber noch gut, dass es ueber einige Wochen sehr anstrengend war, weil es sich so ab 4-5 Uhr morgens nur noch im Bett rumgewaelzt hat, viel an die Brust wollte und viel gepupst hat. Ich hatte mich damals gefragt, ob das mit bestimmten Verdauungsprozessen zu tun haben koennte, die gegen morgen wieder hochfahren. Schlafen ging da jedenfalls kaum noch.
Mit der Zeit hat sich das dann wieder gegeben - warum???
Ich drueck euch die Daumen, dass ihr der Sache auf die Spur kommt und/oder es ganz bald besser geht!
Mensch, das klingt ja alles ganz schoen kompliziert und anstrengend.
Ich bin da so ganz und gar keine Expertin, wollte aber kurz dalassen, dass bei es bei uns auch gerade zwischen 4 und 6 Monaten eine Phase mit verstaerkten Blaehungen/Pupsen/Verdauungsrumoren in den fruehen Morgenstunden gab. Definitiv nicht in dem Ausmass wie bei euch, aber ich meine zu erinnern, dass du auch was von dem Zeitfenster geschrieben hast.
Wir haben uns da nie Gedanken drum gemacht, da es meinem Sohn nicht besonders schlecht dabei zu gehen schien. Ich erinnere aber noch gut, dass es ueber einige Wochen sehr anstrengend war, weil es sich so ab 4-5 Uhr morgens nur noch im Bett rumgewaelzt hat, viel an die Brust wollte und viel gepupst hat. Ich hatte mich damals gefragt, ob das mit bestimmten Verdauungsprozessen zu tun haben koennte, die gegen morgen wieder hochfahren. Schlafen ging da jedenfalls kaum noch.
Mit der Zeit hat sich das dann wieder gegeben - warum???
Ich drueck euch die Daumen, dass ihr der Sache auf die Spur kommt und/oder es ganz bald besser geht!
mit zwei Jungs (8/2013 und 6/2020)