Stillen macht zur "Löwenmama"?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Baumfrau
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Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von Baumfrau »

Hallo liebe Mamis,

meine Tochter ist nun fast ein Jahr alt und ich stille sie noch nahezu voll. Seit ihrer Geburt, bin ich deutlich "aggressiver" geworden, was ich mittlerweile nicht nur darauf zurückführe, dass ich durch nächtliches Schlafen unausgeruhter/ unausgeglichener sein könnte. Mit aggressiv meine ich, dass ich mehr "meckere" als vorher und mich weniger zurückhalte, wenn mir etwas nicht passt. Ich bin verbal auch angriffslustiger geworden.

Nun frage ich mich, ob ihr dieses Verhalten auch bei euch beobachten könnt...?

Durch oberflächliche Recherchen im Internet, die meine Vermutungen untermauert haben, glaube ich mittlerweile, dass eine gewisse gesteigerte Aggressivität eine natürliche (hormonelle) Reaktion sein könnte, die durch das stillen verursacht wird. Somit stellt die Natur sicher, dass die Mutter ihre Brut verteidigt, ohne groß zu zögern. Es gab da wohl auch eine Studie, die belegt hat, dass stillende Mütter aggressiver sind als solche, die Fläschchen geben oder Frauen ohne Kinder.
Habt ihr dazu noch weitere Infos oder vertretet ihr da einen anderen Standpunkt?

Liebe Grüße von der Löwenmama :)
Baumfrau
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Sikafi
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von Sikafi »

Hmm, ich dachte Stillhormone machen einen eher gelassener und dämpfen ein wenig?

Zumindest habe ich das so bei den ersten beiden empfunden, diesmal ist es nicht ganz so stark.
Aber vielleicht hängt das auch vom Grundtypus ab? Ich bin bei Streß sehr aggressionsanfällig und bin schnell motzig. Wenn ich jetzt mit Stillbaby, wenig Schlaf und normalem Alltag kein zusätzliches Prolaktin hätte, würde ich im Dreieck hüpfen. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass jemand mit anderer Grundkostitutionn anders reagiert.
Grüße von Sikafi
mit größtem (09/06), großem (11/08), kleinem großen Bruder (09/15) und kleiner Schwester (08/18) und den Sternengeschwistern 10/14 und 05/17
Neuhier
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von Neuhier »

Ich war auch beim Flaschenkind ziemlich kompromisslos *hust*. Ich schieb es auf den Schlafmangel....
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mamoto
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von mamoto »

Ich gehe auch davon aus, dass es schnurz ist ob gestillt wird oder nicht. Wir haben unsere Babies ein dreiviertel Jahr im Bauch gehabt, sie sind ein Teil von uns und da sie noch so klein sind erst recht beschützenswert. Tiere sind doch da genauso. Näher dich mal nem Frischling ;-)
Am Schlafmangel liegt es bei mir zumindest nicht, ich reagierte auch wie eine Löwenmama bei meinem großen Kind als ich wirklich immer gut schlief. Nicht anders als jetzt (jetzt bin ich nur zu oft zum diskutieren zu müde und gehe einfach ;-))
Theolino
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von Theolino »

Ich habe bei mir eher dem Eindruck Stillen macht mich super- empfindlich.Kann keine Nachrichten mehr sehen. Alles macht mich furchtbar betroffen...
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
mamoto
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von mamoto »

Das fing bei mir schon in der Schwangerschaft an....
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Glöckchen
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von Glöckchen »

Bei mir ist es genau andersherum, seit der Schwangerschaft hab ich so ziemlich die Ruhe weg :D
Statt mich zu ärgern oder jemanden anzublaffen stell ich die Ohren auf Durchzug oder geh weg und überleg mir später, wie ich demjenigen dann sachlich und in Ruhe erkläre, warum ich das, was er gesagt habe nicht gut fand oder lass es einfach und hake es ab.
Wenn ich starken Schlafmangel habe, dann werde ich schnell grantig. Das war schon immer so und ist nun nichts ungewöhnliches, ist doch bei fast jedem Menschen so, nur kommt Schlafmangel mit Baby/Kleinkind eben häufiger vor.
Hat zwei Töchterlein von 09/14 und 03/17 und einen Schützling von 08/18
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klimaforscherin
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von klimaforscherin »

Theolino hat geschrieben:Ich habe bei mir eher dem Eindruck Stillen macht mich super- empfindlich.Kann keine Nachrichten mehr sehen. Alles macht mich furchtbar betroffen...
Auch da vermute ich, dass es mit der vorherigen Schwangerschaft zusammenhängt. Ich könnte mir vorstellen, dass dies bei Nicht-stillenden Müttern genauso ist.
Ebenso der Haarausfall nach etwa 4 Monaten. :lol:
Grüße
klimaforscherin
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Baumfrau
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von Baumfrau »

Danke für eure Antworten!
Sikafi hat geschrieben:Hmm, ich dachte Stillhormone machen einen eher gelassener und dämpfen ein wenig?

Zumindest habe ich das so bei den ersten beiden empfunden, diesmal ist es nicht ganz so stark.
Aber vielleicht hängt das auch vom Grundtypus ab? Ich bin bei Streß sehr aggressionsanfällig und bin schnell motzig. Wenn ich jetzt mit Stillbaby, wenig Schlaf und normalem Alltag kein zusätzliches Prolaktin hätte, würde ich im Dreieck hüpfen. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass jemand mit anderer Grundkostitutionn anders reagiert.
Das mit den beglückenden und teilweise beruhigenden "Stillauswirkungen" stimmt bei mir auch und läuft interessanterweise parallel zur Gereiztheit. So habe ich mit meinem Mädchen unglaublich viel Geduld, auch nachts, obwohl sie weiterhin etwa alle zwei Stunden stillt. Ich kann sie dann meist trotz Müdigkeit zum Stillen mit Liebe im Herzen in den Arm nehmen und bin sehr selten von ihr genervt.
Da hast du Recht, dass sicherlich auch ausschlaggebend ist, was man grundsätzlich für ein Typ ist. Wobei ich gerade da bei mir das Gefühl habe, dass ich seit meine Tochter da ist, gegenüber anderen eher zum motzigen Typus übergelaufen bin... ;)
Neuhier hat geschrieben:Ich war auch beim Flaschenkind ziemlich kompromisslos *hust*. Ich schieb es auf den Schlafmangel....
Ich wollte mit meinen Ausführungen nicht behaupten, dass Gleiches nich AUCH für Fläschchen-Mamis gelten kann. Mich interessiert eher, ob Stillmamis da einen Zusammenhang beobachten können
mamoto hat geschrieben:Ich gehe auch davon aus, dass es schnurz ist ob gestillt wird oder nicht. Wir haben unsere Babies ein dreiviertel Jahr im Bauch gehabt, sie sind ein Teil von uns und da sie noch so klein sind erst recht beschützenswert. Tiere sind doch da genauso. Näher dich mal nem Frischling ;-)
Am Schlafmangel liegt es bei mir zumindest nicht, ich reagierte auch wie eine Löwenmama bei meinem großen Kind als ich wirklich immer gut schlief. Nicht anders als jetzt (jetzt bin ich nur zu oft zum diskutieren zu müde und gehe einfach ;-))
Da hast du natürlich Recht, dass Mütter in jedem Fall Mütter sind (wenn sie seelisch gesund sind) und schon allein deshalb der Nachwuchs entsprechend beschützt wird. Du konntest also nach dem Abstillen deines großen Kindes keine Veränderung deines, ich sag mal "Gemütszustandes" beobachten?
Sternenkind 01/2015
mamoto
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Re: Stillen macht zur "Löwenmama"?

Beitrag von mamoto »

Nöö, außer dass ich tatsächlich irgendwann wieder ausgeschlafen war ;-)
Ich merke es aber jetzt in der Schwangerschaft wieder extrem, wie sehr mir Nachrichten nach gehen. Und dennoch immer, auch lautstark, für die Kinder einstehe.
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