Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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tania
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von tania »

@mafe: es ist kein problem, wenn dein kind fuer eine weile nur an einer brust trinkt. es gibt auch frauen, die die ganze stillzeit nur eine brust stillen (weil das kind die andere verweigert, weil sie in einer brust staendige schmerzen haben, verschiedenste gruende). also kannst du ganz in ruhe sehen, wie es sich entwickelt. die besten chancen, dass er wieder an die weniger beliebte brust geht, hast du nachts, im halbschlaf. hast du darueber hinaus den eindruck, er koennte grundsaetzlich etwas "schief" sein, also vielleicht blockaden haben, bzw physiologische ursachen, warum ihm die position an der linken brust weniger lieb ist als an der anderen, kannst du dich dazu hier im forum etwas belesen und dann geeignete aerztInnen finden.

dass babys trotz oder wegen grossen hungers weinen, wenn sie angelegt werden, ist auch nicht ungewoehnlich. einigen babys hilft es, wenn du sie im gehen oder stehend anlegst. sobald das kind ordentlich angedockt ist, kannst du dich meist wieder hinsetzen.

nicht jedes weinen ist schmerzen oder hunger. ich sage das, weil es meist viel leichter faellt das kind zu beruhigen, wenn das weinen erst einmal "nur" als weinen genommen wird und nicht gleich als "hunger, er muss aber doch hunger haben!". mit sorge oder stress gelingt das anlegen nicht leichter und auch die milch fliesst besser, wenn du dir sicher bist, dass alles schon in ordnung ist.

grundsaetzlich kommen einfach immer wieder phasen, in denen babys sehr unruhig und "schlecht" stillen. das ist wirklich anstrengend, fuer das gedeihen des babys aber unproblematisch.

wenn es sich nicht bald veraendert und du weiterhin besorgt bist, mach am besten einen eigenen thread auf.

liebe gruesse, tania
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Anandamidic
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Anandamidic »

Hallo,

Ich lese hier schon eine Weile mit und habe jetzt auch mal eine Frage. Und zwar beginnt im Januar mein Rückbildungskurs, abends ohne Kind. Ich hätte dafür gern Milch als Backup und habe gestern probeweise mal gepumpt. Das lief auch gut (60 ml), war aber unangenehm bis leicht schmerzhaft und die Brustwarze wurde lila. Ich befürchte, die Brusthaube passt nicht. Nun bin ich irgendwie unsicher, ob sie zu groß oder zu klein ist. An sich würde ich sagen, zu klein. Aber wenn ich mir die Bilder und Beschreibungen ansehe, könnte auch zutreffen, dass zuviel Gewebe in den Tunnel gezogen wird, sie also zu groß ist.

Die Brustwarze liegt im Tunnel an den Wänden richtig an, bewegt sich zwar, aber das ist eben sehr unangenehm und soll sicher auch nicht so sein. Ist der Tunnel bei der größeren Haube auch größer oder nur der Trichter? Wäre über einen Tipp dankbar, damit ich mir im besten Fall gleich die richtige Haube nachbestellen kann. Zurückgeben ist vermutlich nicht drin ;-)

Vielen Dank und beste Grüße!
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zwillingsmama2014
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von zwillingsmama2014 »

Ich habe heute auch mal eine Frage:

Leider liege ich seit gestern 16 Monate nach der Geburt mit einer Brustentzündung flach. Inklusive Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsgefühl, das volle Programm.
Ich wärme vor dem Stillen und Kühle danach. Wir stillen allerdings nur noch so 4-5 Mal in 24 Stunden. Einen Knubbel kann ich in der Brust garnicht fühlen, es ist nur im äußeren unteren Quadranten gerötet. Ich stille dann schon mit dem Kinn dahin. Gegen die Schmerzen, die Entzündungn und das Fieber nehme ich Ibuprofen und Paracetamol. Ich versuche mich viel auszuruhen, was mit drei Kindern leider nicht so einfach ist.
Vorhin unter der Dusche beim Ausstreichen leerte sich einiges an Eiter aus einem Milchgang an der Brustwarze. Kann ich meine Kinder trotzdem ohne schlechtes Gewissen aus diesr Brust trinken lassen? Mit nur einer Brust wird das nämlich wirklich schwierig, die Beiden zufrieden ins Bett zubrinen.
Kann ich sonst noch was gegen die Entzündung tun? Ab wann brauche ich Antibiotikum und wenn ja welches?

Viele Dank für eure Hilfe
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blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von blueberry »

zwillingsmama2014 hat geschrieben:Ich habe heute auch mal eine Frage:

Leider liege ich seit gestern 16 Monate nach der Geburt mit einer Brustentzündung flach. Inklusive Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsgefühl, das volle Programm.
Ich wärme vor dem Stillen und Kühle danach. Wir stillen allerdings nur noch so 4-5 Mal in 24 Stunden. Einen Knubbel kann ich in der Brust garnicht fühlen, es ist nur im äußeren unteren Quadranten gerötet. Ich stille dann schon mit dem Kinn dahin. Gegen die Schmerzen, die Entzündungn und das Fieber nehme ich Ibuprofen und Paracetamol. Ich versuche mich viel auszuruhen, was mit drei Kindern leider nicht so einfach ist.
Vorhin unter der Dusche beim Ausstreichen leerte sich einiges an Eiter aus einem Milchgang an der Brustwarze. Kann ich meine Kinder trotzdem ohne schlechtes Gewissen aus diesr Brust trinken lassen? Mit nur einer Brust wird das nämlich wirklich schwierig, die Beiden zufrieden ins Bett zubrinen.
Kann ich sonst noch was gegen die Entzündung tun? Ab wann brauche ich Antibiotikum und wenn ja welches?

Viele Dank für eure Hilfe
Oje, da hat es Dich ja echt erwischt.

Hier schnell die nötigen Infos: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 9#p1937119

Und: Ja, Du darfst und sollst Deine Kinder an der betroffenen Brust Stillen!
Wenn Du beides verträgst, ist Ibuprofen dem Paracetamol vorzuziehen, da Ibu zusätzlich antiendzündlich wirkt.

Gute Besserung! LG, blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von zwillingsmama2014 »

Danke für die Besserungswünsche und die vielen Tipps.
Wenn das Fieber morgen nicht besser ist, welches Antibiotikum sollte ich mir denn dann holen?
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Teazer
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Teazer »

Das, das Dir Dein Arzt verschreibt. Es gibt stillverträgliche. Gute Besserung!

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von zwillingsmama2014 »

Hallo Teazer, ich bin selbst Ärztin, allerdings nicht für Gynäkologie und würde mir das Antibiotikum dann selbst aus der Apotheke holen. Hast du einen Tipp? Hab von Cefuroxim, Clindamycin und Flucloxacillin gelesen.
Zwillingsmama mit Großem Bruder 5/12 und Zwillingspärchen 8/14 sowie unerwartetem Wunder 10/21
delfinstern
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von delfinstern »

Medikamentenempfehlungen wirst du hier vermutlich nicht kriegen ;)
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)

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delfinstern
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von delfinstern »

vergessen: Gute Besserung natürlich!
Liebe Grüße
Delfin*
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deidamaus
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von deidamaus »

zwillingsmama2014 hat geschrieben:Hallo Teazer, ich bin selbst Ärztin, allerdings nicht für Gynäkologie und würde mir das Antibiotikum dann selbst aus der Apotheke holen. Hast du einen Tipp? Hab von Cefuroxim, Clindamycin und Flucloxacillin gelesen.
Cefuroxim und Flucloxacillin gehört zu den Mitteln der Wahl in der Stillzeit, Clindamycin kann auch gegeben werden, wenn es unbedingt nötig sein sollte (http://www.embryotox.de). Bespreche die Notwendigkeit einer Antibiotikaeinnahme doch auf jeden Fall noch mit deinem Gynäkologen und denke dabei an den Inhalt der Leitlinien:
Klinischer Konsensuspunkt
Vor Beginn einer kalkulierten Antibiotikatherapie soll Material zur
mikrobiologischen Untersuchung gewonnen werden (KKP).
starker
Konsens
(11/11)
Wenngleich eine kalkulierte Antibiotikatherapie bereits vor Vorliegen des mikrobiologischen
Befundes begonnen werden muss, wird empfohlen, Materialien für die mikrobiologische
Diagnostik zu gewinnen. Nachträglich unter einer Antibiotikatherapie durchgeführte
mikrobiologische Untersuchungen zum kulturellen Erregernachweis besitzen eine erheblich
geringere Sensitivität und Spezifität. Kulturelle Erregernachweise erlauben nach Bestimmung
des Antibiogrammes eine Anpassung der Therapie spezifisch auf den nachgewiesenen
Erreger. Dadurch können unnötig breite Antibiotikagaben vermieden werden und ggfs.
resistente Erreger (z.B. MRSA) erkannt und adäquat therapiert werden. Insbesondere im
Zeitalter zunehmender Resistenzen wird so eine Fehltherapie verhindert. Weiterhin können
hierdurch Erkenntnisse über die epidemiologische Erregersituation in der Einrichtung und
daraus abzuleitende Konsequenzen für die kalkulierte Antibiotikatherapie gewonnen werden
S3 Leitlinie
Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit
Langfassung vom 18.03.2013, S. 13

Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)

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