ich bin mir nicht sicher ob mein Thema hier richtig ist, aber ich versuche es jetzt einfach mal:
Mein Sohn ist jetzt 10 Monate alt, wurde bis zum 6. Monat voll gestillt, bekommt seit dem eine Mischung aus Brei und BLW.
Alle Milchmahlzeiten stille ich weiterhin.
Über die weitestgehende Breiverweigerung tröste ich mich im wesentlichen damit hinweg das er sehr gut "richtiges" Essen ist. Alles was ich esse, möchte er zumindest probieren.
Außerdem ist "Food under one is just for fun" (habe ich hier irgendwo gelesen) zu meinem Mantra geworden
Seit ich mein Baby bei mir im Bett schlafen lasse sind unsere Nächte angenehmer und ich bin nicht mehr so ausgelaugt. Nun robbt der Lütte seit einigen Tagen sehr erfolgreich und ich habe morgens schwer damit zu kämpfen ihn an Ort und Stelle zu halten. Nun zweifle ich daran ob nicht alle anderen Recht haben und diese Familienbett Idee nicht mehr geht, oder ob mein Mutterherz mit dem besseren Nachtschlaf und der Nähe zum Baby recht hat. Und wie lässt sich das ganze besser umsetzen, damit ich nicht ab 5:30 Uhr dabei bin das im Halbschlaf umherobbende Kind einzufangen?
Ein weiteres Problem ist gelegentliches Weggehen für mich. Ich habe hier wenig bis gar keine Unterstützung durch meinen Mann, daher ist es extrem wichtig für mich auch mal wieder vor die Tür zu kommen. Bisher war es so das ich nach dem ins Bett bringen weg gehen konnte, Mini dann vielleicht aufwachte, sich aber wieder beruhigen ließ und ich Milch für die nächste Mahlzeit entweder abgepumpt oder Pre vorbereitet hatte. Die Milch aus der Flasche, egal welche, wollte er meist aber nicht, war dann wach bzw. im Bett am kuscheln mit meinem Mann bis ich wieder da war. Er kennt die Flasche vom Trinken tagsüber, er bekommt dann verdünnten Tee und trinkt sonst auch gut aus dem Becher, die Flasche ist nur für "wenns schnell gehen soll" und der Becher gerade unpraktisch ist. Technisch sollte das also kein Problem sein. SChnuller hat er bis auf ganz am Anfang keinen akzeptiert.
Wir stillen tagsüber noch ca. 3 mal, meistens zum einschlafen jeweils zu einem Vormittags- und Mittagsschläfchen sowie abends zum einschlafen. Da nun wieder der nächste Angriffspunkt für Außenstehende: Einschlafstillen macht es unmöglich das andere Personen das Kind zu Bett bringen, das Einschlafritual übernehmen.
Für mich ist, an Abenden wo ich sowieso zu Hause bin, unser Einschlafen so am einfachsten und es entlastet mich das es so gut klappt. Die ersten 6 Monate schlief er nur auf meinem Arm ein während ich runde um runde durchs Haus wanderte. Da ist Einschlafstillen ein gewaltiger Schritt nach vorne, finde ich.
Nun sagt mein Haupt-Babysitter (meine Schwester, selbst drei Kinder) das ich das Einschlafritual ändern sollte, so das z.B. nicht im Bett zum einschlafen gestillt wird sondern z.B. in einem Sessel vor dem Einschlafen, andere Dinge wie Spieluhr und Kuscheltier das nach mir riecht usw. sollen dabei sein und am besten schläft er in seinem Bett ein. Ich möchte es ja gerne für alle anderen leistbar gestalten, aber mir fehlt auch die Kraft hier Abende mit einem verärgerten, weinenden Kind zuzubringen. Was kann ich tun? Habt ihr noch eine Idee?
Ich habe in den letzten Tagen immer wieder darüber nachgedacht ob abstillen eine Alternative wäre, jedoch weiß ich das z.B. mein Mann mich nicht beim Flasche füttern unterstützen wird. Der ist einfach zu wenig interessiert an allem was arbeit mit dem Kind bedeutet. Deswegen habe ich mich bisher eigentlich immer gegen abstillen gewehrt, das war für mich eben einfacher und unkomplizierter.
Ich bin irgendwie total verwirrt und unsicher was ich tun kann und will und hoffe auf Unterstützung von Euch.