Beraterin werden mit Baby?

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posy
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von posy »

Du hast absolut Recht. Es ist eine Gratwanderung.

Ich mache das seit 2009, habe mich die ganze Zeit fortgebildet und finde mich mit 30€/h auch eigentich zu billig. Bei mir ist es eine bewusste Entscheidung: ich mache das nur nebenberuflich und will erschwinglich bleiben auch für Familien mit geringerem Einkommen. Deswegen erhöhe ich nicht weiter trotz besserer Qualifikationen als viele Kolleginnen mit gleichem Stundensatz.
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
klecksauge
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von klecksauge »

Posy, du bist zu günstig!

Aber ich finde es auch echt schwierig.


PS: als PKA und PTA (5,5 Jahre Ausbildung) und 8 Jahre Berufserfahrung verdiebmne ich um die 13€/h Brutto......
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von bluebaer13 »

Ivy ich denke das ist auch davon abhängig wo man lebt.
Ich zahle hier auch 35€/Stunde zzgl Fahrtkosten und das gern... allerdings seltener als ich möchte. Ich habe mir auch schon anhören dürfen das das ganz schön viel wäre und die Hebamme (!!) einem das ja auch zeigen kann. Von jemandem der selbst nicht wenig Geld für seine Arbeit nimmt... Also so einfach ist das mit dem selbst abwerten dann auch nicht
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Yvi19
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von Yvi19 »

Was ist PKA? Ich kann verstehen dass man nicht nur für reiche Kinder da sein will. Das ist beim fotografieren, als reines luxusgut, was anderes.
Aber wer sich 100 Euro nicht leisten kann, will sie sich das in 95% der Fälle einfacg nicht leisten.
klecksauge
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von klecksauge »

Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte, die Apothekenkraft, die der Kunde nicht sieht. ;-)
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Altraia
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von Altraia »

Yvi19 hat geschrieben:Aber wer sich 100 Euro nicht leisten kann, will sie sich das in 95% der Fälle einfacg nicht leisten.
Diese Aussage halte ich für ziemlich vermessen. 100 EUR sind für die meisten jungen Familien eine Menge Geld. Und wenn man dann noch nicht einmal weiß, ob das Tragen wirklich etwas für einen ist, investiert man das nicht mal eben so. Dann kommt noch hinzu, dass einem ja vermeintlich auch die Hebamme das Binden zeigen kann, eine Freundin, es Anleitungen bei youtube gibt usw. Aber, wie gesagt, selbst, wenn der Wert klar ist, sind 100 EUR viel Geld.

Ich bin bzw. war Trageberaterin zu Zeiten, in denen 30 EUR für die komplette Beratung Standard waren (in der Großstadt/Randbereich vor 4-9 Jahren). Man machte das aus Idealismus und um sich ein bisschen was dazu zu verdienen, mal was anderes, sinnvolles zu machen. Richtig Geld verdienen war da kaum drin, dazu war das Tragen auch noch zu wenig verbreitet. Es freut mich, dass das Interesse und die Preise mittlerweile gestiegen sind. Die Akzeptanz hoher Preise ist sicherlich auch regional unterschiedlich. Hier im eher ländlichen Bereich wird teils immer noch über 30 EUR gestöhnt, 100 EUR würden höchstens schallendes Gelächter hervorrufen.
Liebe Grüße,
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Linda89
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von Linda89 »

klecksauge hat geschrieben:Posy, du bist zu günstig!

Aber ich finde es auch echt schwierig.


PS: als PKA und PTA (5,5 Jahre Ausbildung) und 8 Jahre Berufserfahrung verdiebmne ich um die 13€/h Brutto......
Ein Angestellten Stundenlohn ist nicht zu vergleichen mit einem Stundenlohn eines selbstständigen!!! Anfahrt, Material, Risiko, Steuern (ja, die hast du auch, aber es gibt als selbstständige eventuell noch Mehrwertsteuer oder so...), Versicherungen (Kranken, Haftpflicht,...), kein bezahlter Urlaub, keine bezahlte Krankheit, Rente (Arbeitgeber zahlt ja auch ein) usw usf...

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klecksauge
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von klecksauge »

Linda, das ist mir schon klar.
Aber vielen meiner Kundinnen (oder potentiellen) eben nicht. Und das höre ich auch immer wieder von Kolleginnen.

Hier kann ich auch nicht mehr als 25€ nehmen, wenn ich die nächste Stufe gemacht habe + Fortbildungen werde ich dann auch auf 30€ gehen, aber da ist hier dann echt Schluß.
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von Yvi19 »

Altraia hat geschrieben:
Yvi19 hat geschrieben:Aber wer sich 100 Euro nicht leisten kann, will sie sich das in 95% der Fälle einfacg nicht leisten.
Diese Aussage halte ich für ziemlich vermessen. 100 EUR sind für die meisten jungen Familien eine Menge Geld. Und wenn man dann noch nicht einmal weiß, ob das Tragen wirklich etwas für einen ist, investiert man das nicht mal eben so. Dann kommt noch hinzu, dass einem ja vermeintlich auch die Hebamme das Binden zeigen kann, eine Freundin, es Anleitungen bei youtube gibt usw. Aber, wie gesagt, selbst, wenn der Wert klar ist, sind 100 EUR viel Geld.

Ich bin bzw. war Trageberaterin zu Zeiten, in denen 30 EUR für die komplette Beratung Standard waren (in der Großstadt/Randbereich vor 4-9 Jahren). Man machte das aus Idealismus und um sich ein bisschen was dazu zu verdienen, mal was anderes, sinnvolles zu machen. Richtig Geld verdienen war da kaum drin, dazu war das Tragen auch noch zu wenig verbreitet. Es freut mich, dass das Interesse und die Preise mittlerweile gestiegen sind. Die Akzeptanz hoher Preise ist sicherlich auch regional unterschiedlich. Hier im eher ländlichen Bereich wird teils immer noch über 30 EUR gestöhnt, 100 EUR würden höchstens schallendes Gelächter hervorrufen.
Du hast natürlich recht. Ich kann die finanzielle Situation von Eltern nicht bewerten.
Natürlich gibt es auch in Deutschland viele, die mit ihrem Gehalt irgendwo an der unteren Grenze schrabben.
Aber ich sehe hier den Zulauf zu Kiss Ärzten, selbsternannten Osteopaten und sonstigem. Und auch ansonsten boomt der Markt doch mit teuren tragetüchern und neuen Errungenschaften.
Wenn man durch eine Beratung das Geld für die falsche tragehilfe spart, hat sich das doch schon gelohnt. Und oft reicht dann auch ein ganz einfacher KiWa.
Wenn "aufn dörpen" alle das zu teuer finden, bestätigt mich das eher darin. Es werden ja nicht alle so knapp bei Kasse sein. Ist wohl doch eher die Wertschätzung die da fehlt.

Mich würde eher der Schritt des anrufens hindern als der Preis. Man holt sich ja noch eine fremde Person ins Haus und ich hätte sorge dass die komisch ist. Immerhin kommt die mir in einer sensiblen Phase nah.
Ich denke, wenn das im Rahmen einer Frauenarztpraxis / Geburts- und Babyhaus / Pekip Gruppe etc angeboten werden würde, wäre die Hemmschwelle geringer.
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Mel82
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Re: Beraterin werden mit Baby?

Beitrag von Mel82 »

Hier ist es so:
Ich nehme 40€ für eine 2 stündige Beratung (angefangen bin ich 2012 mit 30€). Ich bin also eher eine von den billigeren TB. Allerdings springen mir dafür auch viele ab, sobald sie vom Preis hören. Die informieren sich dann anderweitig. Die, die "trotz" dieses Betrages eine Trageberatung bei mir buchen, sind dafür hoch motiviert und begeistert. Denen liegt es wirklich sehr am Herzen, ihr Baby zu tragen und es wirklich gut zu machen. Da sind dann auch manchmal welche dabei. Bei den anderen denke ich mir dann, dass es dann auch nicht so wichtig gewesen sein kann. Natürlich ist das nicht bei allen so.
Vergangene Woche habe ich eine Beratung über die Tragepaten gemacht. Da hab ich gar nichts materiell verdient, eher Verlust gemacht. Aber dafür eine wunderbare Alleinerziehende und ihrer Maus geholfen.
Wenn mich die Leute fragen, warum ich das mache und ob das mein Hauptjob ist, antworte ich immer: Das ist mein Herzensjob.
Ich verdiene damit nicht viel, aber mein Herz hüpft jedes Mal, wenn ich von einer schönen Beratung komme :-)


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