Diskussionsthema vegan
Moderator: britje
- Lotti
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Re: Diskussionsthema vegan
Ich hab gestern zufällig eine sehr schöne Reportage gesehen, die hier thematisch gut reinpasst: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... bc=svp;sv1
S. mit Töchtern (März 2012 und Dezember 2015)
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novembersonne
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Re: Diskussionsthema vegan
Ohne Auto klingt gut 
Ich glaube, ich seh das in Haufen, und trenne eben nicht (was wohl utopisch ist, da wohl kein Menschenmais oder Menschensoja auf den Futterfeldern angebaut werden kann, jedenfalls nicht mit der Ausbeute?):
Da ist die Kuh und steht vor ihrem Futtersojahaufen.
Hinter der Kuh steh ich und bekomm (wieviel? Ich glaub wir essen kocker eine Kuh pro Jahr) Fleisch, und viiiel Abfall.
Hinter dem anderen Sojahaufen stehen viel mehr Menschen, weil sie es ohne Umweg über die Kuh essen.
Ich glaube, ich seh das in Haufen, und trenne eben nicht (was wohl utopisch ist, da wohl kein Menschenmais oder Menschensoja auf den Futterfeldern angebaut werden kann, jedenfalls nicht mit der Ausbeute?):
Da ist die Kuh und steht vor ihrem Futtersojahaufen.
Hinter der Kuh steh ich und bekomm (wieviel? Ich glaub wir essen kocker eine Kuh pro Jahr) Fleisch, und viiiel Abfall.
Hinter dem anderen Sojahaufen stehen viel mehr Menschen, weil sie es ohne Umweg über die Kuh essen.
Liebe Grüße
kado
Bub 07/2005; Bub 01/2008; lütte Deern 2/2012
kado
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- Altraia
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Re: Diskussionsthema vegan
@EllenRipley, so ein Geschäft haben wir hier auch, fußläufig. Ich liebe es! Nicht zufälligerweise auch tegut?
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Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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feuerdrache
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Re: Diskussionsthema vegan
Na ja, aber die Kuh braucht ja nicht zwangsläufig Soja. Geht ja auch ohne.novembersonne hat geschrieben:Ohne Auto klingt gut
Ich glaube, ich seh das in Haufen, und trenne eben nicht (was wohl utopisch ist, da wohl kein Menschenmais oder Menschensoja auf den Futterfeldern angebaut werden kann, jedenfalls nicht mit der Ausbeute?):
Da ist die Kuh und steht vor ihrem Futtersojahaufen.
Hinter der Kuh steh ich und bekomm (wieviel? Ich glaub wir essen kocker eine Kuh pro Jahr) Fleisch, und viiiel Abfall.
Hinter dem anderen Sojahaufen stehen viel mehr Menschen, weil sie es ohne Umweg über die Kuh essen.
Dann steht die Kuh vor einem großen Haufen Gras und Heu. Und etwas Schrot.
Gras und Heu kann ich nicht essen als Mensch.
Bedeutet aber, weniger Fleisch für alle.
Halt den Sonntagsbraten und nicht täglich 3 mal Fleisch. Was ja eh gesünder wäre.
Ich weiß ja nicht wieviel Fleisch ihr esst, aber ich koche mit 500g Faschiertem (Hack) Mittagessen für 6 Esser und da bleibt noch was für die Jause oder fürs Abendessen über.
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EhMibima
Re: Diskussionsthema vegan
Ich schreib heute abend wieder, die Kleine wacht nämlich bestimmt bald auf.
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Lösche Benutzer 17612
Re: Diskussionsthema vegan
Altraia hat geschrieben:@EllenRipley, so ein Geschäft haben wir hier auch, fußläufig. Ich liebe es! Nicht zufälligerweise auch tegut?
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DOCH!! Tegut heisst der Markt!
- sabbelschnuut
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Re: Diskussionsthema vegan
Hach... Seit ich nicht mehr in Darmstadt wohne, vermisse ich nen tegut Markt... Hier in NRW gibts wohl keine. Der nächste von uns aus gesehen ist in Nordhessen.
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Yvi19
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Re: Diskussionsthema vegan
Sehr interessanter Bericht.LottiBerlin hat geschrieben:Ich hab gestern zufällig eine sehr schöne Reportage gesehen, die hier thematisch gut reinpasst: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... bc=svp;sv1
Ich persönlich fände es auch schade, wenn die nutztierrassen alle aussterben. Wie stehen Veganer dazu?
Was hier, finde ich, wenig Betrachtet wird ist Wildfleisch. Wir haben Jäger im Freundeskreis und bekommen hin und wieder Fleisch.
Ich kenne die Argumentation gegen Jäger. Die ist aber meist sehr unreflektiert (machen das ja nur aus Lust am töten und knallen alles ab was sie kriegen können).
Tatsächlich ist die Jagd aber nötig. Überflüssig werden würde sie, wenn wir eine Renaturierung der Wälder erreichen würden. Das klingt ja ganz idyllisch aber das bedeutet auch, dass Zivilisation zwischen Wäldern weichen muss und es bedeutet eine zwingende wieder Ansiedlung von frassfeinden wie Wölfen. Ich finde die grundsätzliche wiederansiedlung von Wölfen soweit positiv aber sehe sie nicht mit unserer Zivilisation vereinbar.
Grundsätzlich möchte ich nochmal sagen, dass ich die Diskussion hier toll finde. Ich finde auch Veganer toll. Sich einzuschränken um Tiere und Natur zu schützen finde ich großartig. Ich würde mich freuen, wenn kein Veganer sich scheut hier zu schreiben. Es geht ja im Moment um das grosse ganze. Das finde ich sehr spannend und sehe es eben mit Tieren.
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Bright Berry
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Re: Diskussionsthema vegan
Ich lebe seit mittlerweile über 20 Jahren vegan aus ethischen Gründen.
Ich finde die Einstellung schlimm, dass „wir Menschen“ über „den Tieren“ stünden. Biologisch gesehen gibt es diese Abgrenzung nicht. Unsere Spezies ist mit anderen Säugetieren wie Hund, Schwein, Kuh oder Katze wesentlich näher verwandt als der Hund und das Schwein mit der Biene z.B.
Wir sind gleich in Bezug auf die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden, denn es fließen dieselben Hormone. Hunde, Schweine, Kühe und Katzen empfinden ebenso Freude, Verzweiflung, Angst und Schmerz und haben eine innige Mutter-Kind-Beziehung.
Was sollte also diese Trennung zwischen „dem Menschen“ und „den Tieren“ begründen? Was sollte uns wichtiger oder wertvoller machen?
Tiere sehen anders aus und haben andere Formen der Intelligenz und der Kommunikation als wir. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass sie empfinden und leiden können wie wir.
Männer und Frauen, Schwarze und Weiße, Kinder und Erwachsene sind auch nicht in allen Details gleich, doch unsere Fähigkeit zu empfinden und zu leiden ist gleich und daher hat niemand das Recht, jemanden aufgrund seines Geschlechts, seiner Hautfarbe oder seines Alters zu diskriminieren und auszubeuten. Oder eben aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Spezies.
Gegen veganes Leben wird gern argumentiert, dass es unnatürlich sei, doch WAS ist an der sog. „Tierproduktion“ auch nur annähernd natürlich?
Die Zustände darin sind eine unfassbare Perversion. Tiere sind lediglich eine Ware, „Produktionseinheiten“ und müssen wie Maschinen Gewinn abwerfend funktionieren. Das geht jedoch nur, indem ihre eigenen Bedürfnisse komplett untergeordnet werden.
Es fängt damit an, dass die sog „Nutztiere“ heutzutage nur noch aus reinen Qualzuchten bestehen. Immer weiter „optimiert“ auf genau das Ergebnis, was der Mensch haben will.
Z. B. wächst einer Pute eine dermaßen große Brust, dass ihre eigenen Beine sie nicht tragen können.
Kühe bekommen krankhaft riesige Euter als würden Menschen wie Dolly Buster herumlaufen. Sie sind auf eine dermaßen unnatürlich große Milchmenge gezüchtet, dass sie körperlich daran zugrunde gehen.
Eine „Hochleistungskuh“ kann als Grasfresserin nicht mehr von Gras leben! Sie würde damit verhungern. Sie ist angewiesen auf „Kraftfutter“, obwohl ihre Muttermilch von ihr nur dazu geschaffen wird, ihr Kälbchen zu ernähren. Genauso wie ihre empfindlichen Euterzitzen nur dazu geschaffen sind, um von den Mündern ihrer Säuglinge berührt zu werden.
Doch ihr Baby wird ihr nach der Geburt entrissen, der Milchfluss jedoch durch die Melkmaschine solange wie möglich künstlich angeregt.
Ganz ehrlich, ich kann nicht begreifen, wie eine stillende Mutter einer anderen Mutter und ihrem Kind so etwas antun kann. Die Bindungshormone wie Oxytocin sind gleich! Das und auch das natürliche Verhalten einer Mutterkuh zu ihrem Kälbchen lässt darauf schließen, dass sie genauso Mutterliebe fühlt wie wir. Kühe und Kälber rufen oft noch lange nacheinander, doch sie werden sich außer direkt bei der Geburt nie wiedersehen.
Das Kalb kommt in die Mast, es ist letztendlich nur ein „Nebenprodukt“ der Milchindustrie.
Hühner sind ebenfalls auf „Hochlegeleistung“ gezüchtet, sodass sie permanent rund ums Jahr Eier legen, anstatt wie natürlicherweise nur zu einer bestimmten Jahreszeit, der Brutzeit, wie jeder andere Vogel auch. Das verbraucht soviel Kalk, dass sie bereits nach wenigen Jahren an schmerzhafter Osteoporose erkranken.
Bei Hühnern ist die Aufzucht der Küken dermaßen aus ihrer Natürlichkeit gerissen, dass die Henne weder die Möglichkeit hat, ihre Eier zu bebrüten noch ihre Küken jemals kennenzulernen. Ihr Drang, Eier zu legen, hat nicht den Sinn, andere damit mit Nahrung zu versorgen! Es ist ihr Mutterinstinkt, der sie dazu antreibt, wie wir es auch bei jeder Amsel oder Meise im Frühjahr beobachten können. Der Henne wird alles genommen, das Brüten, das Schlüpfen und das Aufziehen ihrer Kinder. Die wiederum schlüpfen nicht unter den warmen Federn ihrer Mutter, sondern in Fabriken, in denen sie direkt nach der Geburt in "brauchbar" und "unnütz" sortiert werden. Unnütz sind bei "Legerassen" grundsätzlich alle männlichen Küken, die sofort danach lebendig vergast oder zerschreddert werden.
Wo laufen denn in der Biohaltung neben den "glücklichen" Hennen all ihre "glücklichen" Brüder?
Solche widernatürlichen „Frankenstein-Rassen“ haben mit den ursprünglichen Arten nichts mehr zu tun und sie werden häufig auch in der Biohaltung eingesetzt.
Sicher gibt es einige wenige Höfe, auf denen sog. "alte Rassen" gehalten werden, doch das Grundproblem, dass die Bedürfnisse der Tiere grundsätzlich der Wirtschaftlichkeit untergeordnet werden, bleibt.
Dazu kommen Zwangsbesamungen von Menschenhand, was für mich einer Vergewaltigung gleichkommt. Welche Sau oder Kuh würde das freiwillig mit sich machen lassen, wäre sie nicht angebunden, festgehalten oder eingepfercht? Immer wieder Kinder verlieren und immer wieder zwangsgeschwängert. Bis sie komplett ausgelaugt sind, werden die weiblichen Tiere dauerhaft als Gebärmaschinen missbraucht.
Durch Züchtung sind die Ferkelzahlen heutzutage so hoch, dass manche von ihnen schon vor der Geburt zu schwach auf die Welt kommen. Es reichen auch die Zitzen der Mutter nicht mehr aus, um alle zu ernähren.
Die „Lösung“ in der „modernen Tierindustrie“ ist, die kümmerlichen Ferkel an der Wand zu erschlagen. Vor den Augen ihrer eingesperrten Mutter.
Egal in welcher Haltung, kein Tier erreicht in der „Produktion“ auch nur annähernd seine natürliche Lebenserwartung. In der Biohaltung leben sie zwar etwas länger, doch die wenigen Monate sind unbedeutend, wenn man bedenkt, dass sowohl ein Schwein als auch ein Huhn ca. 15-20 Jahre alt werden kann, eine Kuh etwa 30 und eine Gans sogar 40 Jahre.
All das Fleisch, egal ob konventionell, regional oder bio, stammt von zu Krüppeln gemästeten Tierkindern! Selbst die glücklichsten Weiderinder stehen dort wohl kaum 20 Jahre.
Kein Tier in irgendeiner Haltung, mit der Menschen mit den Tieren Geld verdienen wollen, hat nur den Hauch einer Chance, ein einigermaßen artgerechtes und erfülltes Leben zu führen. Dazu gehört, frei von menschlichen Eingriffen, Gewalt und Grausamkeiten zu leben. Keine Zwangsvermehrung, keine Trennung von Müttern und Kindern. Keine "Leistung" erbringen zu müssen sprich keine Wegnahme der Milch oder der Eier, denn sie sind für etwas anderes gedacht, nicht für Menschen. Großzügiger Auslauf, mit ganzjährigem Freigang zu Weiden sowie zu Schutzräumen. Kein gewaltsamer Tod durch Menschenhand, außer bei schwerer Krankheit als Erlösung. All das, was wir für unsere Haustiere wie Hunde und Katzen als selbstverständlich ansehen.
Möglich ist ihnen das lediglich auf sog. Gnadenhöfen, wo jedes Tier mit seinen Bedürfnissen und seiner individuellen Persönlichkeit einfach es selbst sein und einfach leben kann.
Ich finde die Einstellung schlimm, dass „wir Menschen“ über „den Tieren“ stünden. Biologisch gesehen gibt es diese Abgrenzung nicht. Unsere Spezies ist mit anderen Säugetieren wie Hund, Schwein, Kuh oder Katze wesentlich näher verwandt als der Hund und das Schwein mit der Biene z.B.
Wir sind gleich in Bezug auf die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden, denn es fließen dieselben Hormone. Hunde, Schweine, Kühe und Katzen empfinden ebenso Freude, Verzweiflung, Angst und Schmerz und haben eine innige Mutter-Kind-Beziehung.
Was sollte also diese Trennung zwischen „dem Menschen“ und „den Tieren“ begründen? Was sollte uns wichtiger oder wertvoller machen?
Tiere sehen anders aus und haben andere Formen der Intelligenz und der Kommunikation als wir. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass sie empfinden und leiden können wie wir.
Männer und Frauen, Schwarze und Weiße, Kinder und Erwachsene sind auch nicht in allen Details gleich, doch unsere Fähigkeit zu empfinden und zu leiden ist gleich und daher hat niemand das Recht, jemanden aufgrund seines Geschlechts, seiner Hautfarbe oder seines Alters zu diskriminieren und auszubeuten. Oder eben aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Spezies.
Gegen veganes Leben wird gern argumentiert, dass es unnatürlich sei, doch WAS ist an der sog. „Tierproduktion“ auch nur annähernd natürlich?
Die Zustände darin sind eine unfassbare Perversion. Tiere sind lediglich eine Ware, „Produktionseinheiten“ und müssen wie Maschinen Gewinn abwerfend funktionieren. Das geht jedoch nur, indem ihre eigenen Bedürfnisse komplett untergeordnet werden.
Es fängt damit an, dass die sog „Nutztiere“ heutzutage nur noch aus reinen Qualzuchten bestehen. Immer weiter „optimiert“ auf genau das Ergebnis, was der Mensch haben will.
Z. B. wächst einer Pute eine dermaßen große Brust, dass ihre eigenen Beine sie nicht tragen können.
Kühe bekommen krankhaft riesige Euter als würden Menschen wie Dolly Buster herumlaufen. Sie sind auf eine dermaßen unnatürlich große Milchmenge gezüchtet, dass sie körperlich daran zugrunde gehen.
Eine „Hochleistungskuh“ kann als Grasfresserin nicht mehr von Gras leben! Sie würde damit verhungern. Sie ist angewiesen auf „Kraftfutter“, obwohl ihre Muttermilch von ihr nur dazu geschaffen wird, ihr Kälbchen zu ernähren. Genauso wie ihre empfindlichen Euterzitzen nur dazu geschaffen sind, um von den Mündern ihrer Säuglinge berührt zu werden.
Doch ihr Baby wird ihr nach der Geburt entrissen, der Milchfluss jedoch durch die Melkmaschine solange wie möglich künstlich angeregt.
Ganz ehrlich, ich kann nicht begreifen, wie eine stillende Mutter einer anderen Mutter und ihrem Kind so etwas antun kann. Die Bindungshormone wie Oxytocin sind gleich! Das und auch das natürliche Verhalten einer Mutterkuh zu ihrem Kälbchen lässt darauf schließen, dass sie genauso Mutterliebe fühlt wie wir. Kühe und Kälber rufen oft noch lange nacheinander, doch sie werden sich außer direkt bei der Geburt nie wiedersehen.
Das Kalb kommt in die Mast, es ist letztendlich nur ein „Nebenprodukt“ der Milchindustrie.
Hühner sind ebenfalls auf „Hochlegeleistung“ gezüchtet, sodass sie permanent rund ums Jahr Eier legen, anstatt wie natürlicherweise nur zu einer bestimmten Jahreszeit, der Brutzeit, wie jeder andere Vogel auch. Das verbraucht soviel Kalk, dass sie bereits nach wenigen Jahren an schmerzhafter Osteoporose erkranken.
Bei Hühnern ist die Aufzucht der Küken dermaßen aus ihrer Natürlichkeit gerissen, dass die Henne weder die Möglichkeit hat, ihre Eier zu bebrüten noch ihre Küken jemals kennenzulernen. Ihr Drang, Eier zu legen, hat nicht den Sinn, andere damit mit Nahrung zu versorgen! Es ist ihr Mutterinstinkt, der sie dazu antreibt, wie wir es auch bei jeder Amsel oder Meise im Frühjahr beobachten können. Der Henne wird alles genommen, das Brüten, das Schlüpfen und das Aufziehen ihrer Kinder. Die wiederum schlüpfen nicht unter den warmen Federn ihrer Mutter, sondern in Fabriken, in denen sie direkt nach der Geburt in "brauchbar" und "unnütz" sortiert werden. Unnütz sind bei "Legerassen" grundsätzlich alle männlichen Küken, die sofort danach lebendig vergast oder zerschreddert werden.
Wo laufen denn in der Biohaltung neben den "glücklichen" Hennen all ihre "glücklichen" Brüder?
Solche widernatürlichen „Frankenstein-Rassen“ haben mit den ursprünglichen Arten nichts mehr zu tun und sie werden häufig auch in der Biohaltung eingesetzt.
Sicher gibt es einige wenige Höfe, auf denen sog. "alte Rassen" gehalten werden, doch das Grundproblem, dass die Bedürfnisse der Tiere grundsätzlich der Wirtschaftlichkeit untergeordnet werden, bleibt.
Dazu kommen Zwangsbesamungen von Menschenhand, was für mich einer Vergewaltigung gleichkommt. Welche Sau oder Kuh würde das freiwillig mit sich machen lassen, wäre sie nicht angebunden, festgehalten oder eingepfercht? Immer wieder Kinder verlieren und immer wieder zwangsgeschwängert. Bis sie komplett ausgelaugt sind, werden die weiblichen Tiere dauerhaft als Gebärmaschinen missbraucht.
Durch Züchtung sind die Ferkelzahlen heutzutage so hoch, dass manche von ihnen schon vor der Geburt zu schwach auf die Welt kommen. Es reichen auch die Zitzen der Mutter nicht mehr aus, um alle zu ernähren.
Die „Lösung“ in der „modernen Tierindustrie“ ist, die kümmerlichen Ferkel an der Wand zu erschlagen. Vor den Augen ihrer eingesperrten Mutter.
Egal in welcher Haltung, kein Tier erreicht in der „Produktion“ auch nur annähernd seine natürliche Lebenserwartung. In der Biohaltung leben sie zwar etwas länger, doch die wenigen Monate sind unbedeutend, wenn man bedenkt, dass sowohl ein Schwein als auch ein Huhn ca. 15-20 Jahre alt werden kann, eine Kuh etwa 30 und eine Gans sogar 40 Jahre.
All das Fleisch, egal ob konventionell, regional oder bio, stammt von zu Krüppeln gemästeten Tierkindern! Selbst die glücklichsten Weiderinder stehen dort wohl kaum 20 Jahre.
Kein Tier in irgendeiner Haltung, mit der Menschen mit den Tieren Geld verdienen wollen, hat nur den Hauch einer Chance, ein einigermaßen artgerechtes und erfülltes Leben zu führen. Dazu gehört, frei von menschlichen Eingriffen, Gewalt und Grausamkeiten zu leben. Keine Zwangsvermehrung, keine Trennung von Müttern und Kindern. Keine "Leistung" erbringen zu müssen sprich keine Wegnahme der Milch oder der Eier, denn sie sind für etwas anderes gedacht, nicht für Menschen. Großzügiger Auslauf, mit ganzjährigem Freigang zu Weiden sowie zu Schutzräumen. Kein gewaltsamer Tod durch Menschenhand, außer bei schwerer Krankheit als Erlösung. All das, was wir für unsere Haustiere wie Hunde und Katzen als selbstverständlich ansehen.
Möglich ist ihnen das lediglich auf sog. Gnadenhöfen, wo jedes Tier mit seinen Bedürfnissen und seiner individuellen Persönlichkeit einfach es selbst sein und einfach leben kann.
Unser Überraschungspaket ist nach 5 Jahren endlich da!
Unser Junge - geboren August 2017 - unendlich geliebt!
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Yvi19
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Re: Diskussionsthema vegan
Bright Berry. Ich finde das ein super schönes Statement. Ich kann deine Beweggründe vollständig verstehen und teile sie in einigen Punkten.