Diskussionsthema vegan

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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EhMibima

Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von EhMibima »

kuhweiden sind auch eher weniger als vorzeige"ökosysthem" geeignet. außer wenn man sie mit einem parkhaus oder einer autobahn vergleicht.
feuerdrache
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Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von feuerdrache »

Klugscheiss- Modus ein: Kamille mohn und Kornblumen wachsen nicht auf Weiden. Sondern in ungespritzten Getreide Feldern. Klugscheiss Modus aus.


Getreide hat den Vorteil einer hohen Energiedichte bei gleichzeitig guter Lagerfähigkeit. Es kann billig gelagert werden da es keine Kühlung oder Klimatisierung braucht. Leicht zu transportieren ist. Das alles kannst du nicht mit Karotten oder Salat. Welche beide zumindest hier bei uns Bewässerung brauchen.
EhMibima

Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von EhMibima »

feuerdrache hat geschrieben:Klugscheiss- Modus ein: Kamille mohn und Kornblumen wachsen nicht auf Weiden. Sondern in ungespritzten Getreide Feldern. Klugscheiss Modus aus.
.
mohn und kamille gibt es aber nicht erst oder ausschließlich wegen dem getreideanbau.
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revolte
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Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von revolte »

feuerdrache hat geschrieben:Klugscheiss- Modus ein: Kamille mohn und Kornblumen wachsen nicht auf Weiden. Sondern in ungespritzten Getreide Feldern. Klugscheiss Modus aus.


Getreide hat den Vorteil einer hohen Energiedichte bei gleichzeitig guter Lagerfähigkeit. Es kann billig gelagert werden da es keine Kühlung oder Klimatisierung braucht. Leicht zu transportieren ist. Das alles kannst du nicht mit Karotten oder Salat. Welche beide zumindest hier bei uns Bewässerung brauchen.
Also bei uns im Garten gibt es.kein Getreide, aber Kamille und Kornblumen. Wild, nicht von uns gesät

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feuerdrache
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Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von feuerdrache »

Mohn und Kamille können sich in wiesen kaum durchsetzen weil sie das gras bereits am Anfang uberwächst. Das Getreide ist länger lichter und bietet damit eher die Lebensbedingungen die sie brauchen.
Als Kultur pflanze ist mohn recht heikel und Unkraut muss händisch entfernt werden weil es wuchsstärker ist und den mohn über wachsen würde.
Wenn du im Garten diese Pflanzen im gras hast- schön. Oder hast du sie im Blumen Beet
EhMibima

Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von EhMibima »

revolte, ich nehme an, daß ihr den garten an den stellen nicht düngt und er dort auch recht trocken/sonnig ist, also magerer, nicht überfütterter boden vorhanden ist. da wächt gras auch nicht so schnell.
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Lotti
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Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von Lotti »

Uaa, Bienesmama, diese Antworten im Zitat machen es mir aber echt schwer, Dir zu antworten :shock: Ich hab versucht es leserlich hinzukriegen :D


bienesmama hat geschrieben: Kühe auf der Weide haben fast immer ein Trinkfass stehen(außer sie haben durch Zufall einen Bach auf der Weide).
Klar haben die ein Trinkfass. Wieviel trinkt denn so eine Kuh? Es schwirrt immer diese Zahl von 16.000 Litern Wasser für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch rum. So ein Bulle bringt ca. 400 Kilo Fleisch. Der wird ja wohl kaum 400 mal 16.000, also 6,4 Millionen Liter Wasser saufen...also, wo läuft das ganze Wasser hin bei Weiderindern?
bienesmama hat geschrieben: Veganer ersetzen nicht zwingend Fleisch 1:1 durch Soja. Vegan-"ethisch" wäre wahrscheinlich besser als rein vegan(mit fleischersatz).
Na ja, irgendwas muss auch ein Veganer essen. Ob nun Mais, Reis, Hülsenfrüchte oderoder. Und für die Produktion dieses Irgendwas wird halt sehr wahrscheinlich auch mal ein Traktor gebraucht...von daher fand ich das Argument einfach schräg.
bienesmama hat geschrieben:Kühe brauchen keine Betreuung beim Grasen und widerkäuen, klar. Aber: Wer treibt die Kühe rein und raus, wer kümmert sich um Erkrankungen(zb Euterentzündungen-nicht wunderlich, bei 2xsmelken/stillen am tag(und dann gleich solche Mengen) würden wir Mütter wohl alle eine Mastitis bekommen)-also Tierarzt, Klinik, Pharmafirmen, Forschung-AB-resistenzen...) Medikmente geben, kalbende Kühe betreuen, Zäune instand setzen, ausgebrochene Tiere einfangen, Klauenpflege, Stall säubern im Winter, Füttern im Winter.....
Okay.Was ist daran eigentlich so schlimm wenn Leute ihr Brot (oder Steak, haha) mit Tiermast verdienen? Mal abgesehen natürlich von der Pharmalobby etc. Und mir ging es tatsächlich um Fleisch, daher habe ich das Melken nicht bedacht.
bienesmama hat geschrieben:Gib mir mal ein Beispiel.Wo genau? (Beispiel: Permakultur ist eine Bebauungsmethode die in Kreisläufen arbeitet, damit kann man-zb wie ein Sepp Holzer- in über 1000m Höhenlage durch gechickten Landschaftsbau Land gewinnen und mehr als nur "Almwiese" ernten.
Undnoch eine Frage: warum muss überall Getreide angebaut werden? Es gibt wesentlich mehr pflanz. Lebensmittel als Getreide.
Schwarzwald, Allgäu. Allein schon, weil es so bergig ist. Auch hier in Ostbrandenburg sind die Böden extrem mager und sandig. Hier wird auch Hauptsächlich Biosprit angebaut. Als Hobbygärtnerin weiß ich, dass man hier vielfür den Boden tun muss (Kuhmist, Gründüngung etc.) um halbwegs vernünftig Gemüse anbauen zu können. Bestimmte Gemüse gehen auch einfach nicht, weil der Boden zu mager ist.
Es gibt weltweit jede Menge, trockene, kalte und gebirgige Regionen, in denen definitiv kein Anbau von Feldfrüchten möglich ist. Frag mal die Nomaden in der Mongolei, ob sie nicht lieber Weizen anbauen wollen statt Rinder zu züchten. In Deutschland ist soweit ich weiß das Verhältnis der Anbauflächen Lebensmittel:Futtermittel:Energiepflanzen 40:40:20. Ein sehr großer Teil der heimischen Getreideernte ist für den Menschen nicht zum Verzehr geeignet (Wintergerste, Triticale, Futermais). Und klar gibt es haufenweise andere pflanzliche Lebensmittel neben Weizen. Für die gilt aber doch des Gleiche. Beziehungsweise der Anbau von Gemüse erfordert mehr Wasser und liefert weit weniger Kalorien pro Hektar Ertrag.

Danke für den Hinweis auf Sepp Holzer. Liest sich ganz toll! Seine Seite hat ja nicht soo viele Infos, aber interessant finde ich, dass er Tierhaltung eindeutig als Teil seines Konzeptes sieht. Ich vermute mal stark, dass z.B. der Mist von Kühen als Dünger verwendet wird.
S. mit Töchtern (März 2012 und Dezember 2015)
EhMibima

Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von EhMibima »

ich antworte dir darauf wirklich mal heute abend, alles andere wird zu ausladend.
(ich wohne im allgäu und man kann hier sehr wohl mehr als nur rinder halten. ;)
EhMibima

Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von EhMibima »

[quote="LottiBerlin"]
Klar haben die ein Trinkfass. Wieviel trinkt denn so eine Kuh? Es schwirrt immer diese Zahl von 16.000 Litern Wasser für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch rum. So ein Bulle bringt ca. 400 Kilo Fleisch. Der wird ja wohl kaum 400 mal 16.000, also 6,4 Millionen Liter Wasser saufen...also, wo läuft das ganze Wasser hin bei Weiderindern?
Ich denke, der Wasserverbrauch bezieht ich auf Kühe mit Kraftfutterzufütterung(Futterproduktion!). Nicht auf "reine" Weiderinder(also welche die nur grasen bzw im Winter Heu bekommen).

Na ja, irgendwas muss auch ein Veganer essen. Ob nun Mais, Reis, Hülsenfrüchte oderoder. Und für die Produktion dieses Irgendwas wird halt sehr wahrscheinlich auch mal ein Traktor gebraucht...von daher fand ich das Argument einfach schräg.

Sicher geht es heute nicht mehr zu 100%ohne Traktor. Aber es könnten(müssten) mehr Menschen Traktorarbeit durch Körperarbeit ersetzen. Menschen, die "die neue Handygeneration" erfinden die keiner wirklich braucht usw. Wir ind heute viel zu bequem um nur irgendein unnützes Ding aus unserem Leben zu entfernen. Nein, es muss immer alles weiter wachsen, mehr werden...nur daß für unsere Kinder dann nichts mehr bleibt.
Es gibt Menschen die sich mit alternativen Lebensformen beschäftigen. Es gibt zb in Russland Menschen die einen Hektar pro Familie bewirtschaften.(Anastasiasiedlungen). Es gibt zb die Permakultur(zB der erwähnte Sepp Holzer, der auf über 1000m anbaut, Fukuoka(ein Japaner) als ein Vorreiter der Permakultur zB), es gibt Transitionsstädte (https://de.wikipedia.org/wiki/Transition_Towns).

Okay.Was ist daran eigentlich so schlimm wenn Leute ihr Brot (oder Steak, haha) mit Tiermast verdienen? Mal abgesehen natürlich von der Pharmalobby etc. Und mir ging es tatsächlich um Fleisch, daher habe ich das Melken nicht bedacht.
Was ist gut daran? Muss ich die Frage beantworten? Ich empfinde es als eine Frage der persönlichen Ethik.


Schwarzwald, Allgäu. Allein schon, weil es so bergig ist.
Bergig ist nur bedingt ein Argument. Man kann mit Terassenbau arbeiten. Wasser, Wärme lassen sich "einfangen" -siehe Permakultur, dort arbeitet man mit zb Wärmefallen.

Auch hier in Ostbrandenburg sind die Böden extrem mager und sandig. Hier wird auch Hauptsächlich Biosprit angebaut. Als Hobbygärtnerin weiß ich, dass man hier vielfür den Boden tun muss (Kuhmist, Gründüngung etc.) um halbwegs vernünftig Gemüse anbauen zu können. Bestimmte Gemüse gehen auch einfach nicht, weil der Boden zu mager ist.

Kennst du effektive Mikroorganismen? Wenn man eine möglichst schonende Anbauweise hat, zb nicht mehr umgräbt(frag, wenn´s dich interessiert) , dann kann sich das Bodenleben entfalten und die Pflanzen werden widerstandsfähiger, die Erträge sollen angeblich sogar steigen.

Es gibt weltweit jede Menge, trockene, kalte und gebirgige Regionen, in denen definitiv kein Anbau von Feldfrüchten möglich ist. Frag mal die Nomaden in der Mongolei, ob sie nicht lieber Weizen anbauen wollen statt Rinder zu züchten. In Deutschland ist soweit ich weiß das Verhältnis der Anbauflächen Lebensmittel:Futtermittel:Energiepflanzen 40:40:20. Ein sehr großer Teil der heimischen Getreideernte ist für den Menschen nicht zum Verzehr geeignet (Wintergerste, Triticale, Futermais). Und klar gibt es haufenweise andere pflanzliche Lebensmittel neben Weizen. Für die gilt aber doch des Gleiche. Beziehungsweise der Anbau von Gemüse erfordert mehr Wasser und liefert weit weniger Kalorien pro Hektar Ertrag..
Heutzutage wird viel Humus abgebaut. Mit Methoden des Humusaufbaus könnte man auch ausgelaugte/magere Regionen fruchtbar machen. Der S.Holzer hat da wohl ein paar Projekte gehabt wo er half, unfruchtbaren Boden zu bepflanzen.(Ich glaub bei Youtube gibt´dazu was.)

Ich vermute mal stark, dass z.B. der Mist von Kühen als Dünger verwendet wird. Jein, er bringt keinen Mist extra raus. Die Tiere verlieren überall mal was. Das machen aber auch Tiere in der Natur, daher ist nichts unatürliches dabei solange da Verhältnis Tier/Fläche stimmt.

Was ich sagen will, es gibt viele Menschen die daran arbeiten, ohne Gentechnologie, Kunstdünger, Ressourcenverschwendung Pflanzen anzubauen. Und was ich bisher gelesen habe, braucht man damit keine -statistisch gesehen- 10 Erden um den Bedarf an Nahrung zu decken.
EhMibima

Re: Diskussionsthema vegan

Beitrag von EhMibima »

[quote="bienesmama"][quote="LottiBerlin"]
Klar haben die ein Trinkfass. Wieviel trinkt denn so eine Kuh? Es schwirrt immer diese Zahl von 16.000 Litern Wasser für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch rum. So ein Bulle bringt ca. 400 Kilo Fleisch. Der wird ja wohl kaum 400 mal 16.000, also 6,4 Millionen Liter Wasser saufen...also, wo läuft das ganze Wasser hin bei Weiderindern?
Ich denke, der Wasserverbrauch bezieht ich auf Kühe mit Kraftfutterzufütterung(Futterproduktion!). Nicht auf "reine" Weiderinder(also welche die nur grasen bzw im Winter Heu bekommen).
Mein Denkfehler: Man kann doch heutzutage so ziemlich alles mit der Wasserbilanz belegen. Kann es sein daß da der Bauer, also der Halter und der Trecker für die Wege usw mit drin ist? Den darf man auch bei Weiderindern nicht rauslassen, nur bei wirklich frei rumalufenden Rehen! ;)
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