Das Stillen wird für mich langsam zu einer Leidensgeschichte, vielleicht kann mir jemand helfen.
Mein Sohn ist jetzt 6 Wochen alt. Er wird vollgestillt. Seit 4 Wochen habe ich aber immer wiederkehrende Milchstaus, denen ich nicht Herr werden kann. Es beginnt immer relativ rasch, die Brust verhärtet sich innerhalb 1-2 Stunden und fängt an, furchtbar zu schmerzen. Die Schmerzen sind nur unter Ibuprofen auszuhalten. Beim Versuch Abzupumpen (mit Medela) kommt nichts raus, Ausstreichen oder Massage geht nur unter Tränen, da Brust auch unter Schmerzmittel zu sehr wehtut und löst aber das Problem auch nicht. Mein Kleiner schafft es nicht, wenigstens eine Brust während einer Stillmahlzeit zu leeren. Meine Hebamme und ich vermuten, dass ich viel zu viel Milch habe. Sie sagt, ich hätte Milch für drei.
Was ich bereits ohne Erfolg ausprobiert habe:
- Phytolacca D1, jede Stunde 2 Kügelchen
- Pfefferminz- und Salbeitee, bis zu 4 Tassen am Tag
- Salbe Mercurialis perennis in die verhärteten Stellen einreiben
- Wärmen vor dem Stillen
- Kühlen nach dem Stillen
- unterschiedliche Stillpositionen mit dem Kinn zu verhärteter Stelle
- Brust Massage zum Auflösen von Knoten und Verhärtungen (zu schmerzhaft )
- Abpumpen bzw. Ausstreichen (kommt nichts raus)
- Blockstillen (funktioniert nicht, da ich nicht weiß, wie ich die Brust vorher vollständig leere)
- Stilltage, da Kind einfach nicht genug trinkt, um diesen Monsterbusen zu entlasten, ist meist vorher satt. Er nimmt gut zu, nimmt aber die Brust nicht, wenn er kein Hunger hat, da hilft auch kein Wickeln.
Das einzige, was hilft, ist, wenn der Kleine mal richtig Hunger hat, es kommt aber zu selten vor.
Meine Hebamme ist am Ende mit ihrem Latein und sagt, dass jetzt nur Tabletten fürs Abstillen in niedriger Dosierung helfen würden, um Milchproduktion etwas zu reduzieren. Ich selbst bin nach 4 Wochen Milchstau auch am Ende und möchte endlich Ruhe von diesem Dauerschmerz, würde zwar sehr gerne weiterhin vollstillen, bin aber nicht mehr bereit, es unter Dauerschmerz zu machen.
Meine Fragen:
1. Gibt es viele etwas, was ich noch ausprobieren kann?
2. Wie hoch ist die Gefahr, dass Medikamente zu stark wirken und ich am Ende zu wenig Milch habe?
Danke,
Alessia