Ich bin grad richtig verzweifelt. Mitte August habe ich mit meiner Kleinen (jetzt 14 Monate) mit der Kita-Eingewöhnung angefangen. Anders als beim Großen damals läuft es gar nicht gut. Sie ist generell sehr anhänglich und hat Schwierigkeiten eine Bindung zu anderen herzustellen. Bei meinen Eltern geht es gut (allerdings sieht sie meine Mutter auch ein mal in der Woche und meinen Papa alle 2-3 Wochen), bei allen anderen braucht sie immer eine gewisse Zeit bis sie sich der Person nähert oder abseits unseres Armes mal anfassen lässt. (Am Samstag waren wir bei meiner Oma und da ist sie nach ca. 2 Stunden plötzlich zu ihr gekrabbelt und hat sich auf den Arm nehmen lassen.) Wir, der Papa und ich, können dafür kaum einen Schritt ohne sie machen. Überall kommt sie uns schimpfend und weinend hinterher gekrabbelt, selbst wenn wir nur kurz in die Küche oder zur Toilette gehen. Manchmal spielt sie auch allein, aber eigentlich am liebsten auf unserem Schoß oder zumindest dicht neben uns sitzend, aber sobald man sich entfernt lässt sie alles stehen und liegen und krabbelt hinterher und weint. Schlafen geht schon immer nur beim Tragen (das inzwischen weniger), im Kinderwagen, beim Auto fahren oder beim Stillen.
Das sind alles Dinge, die uns (oder zumindest mich) normalerweise gar nicht stören, uns jetzt aber große Probleme bereiten.
Bei der Eingewöhnung (leider von der Stadt nur 10 Tage vorgesehen) hat sie sich erst am 8. Tag überhaupt mal ohne zu weinen von der Erzieherin anfassen lassen und das auch nur auf meinem Arm. Seit dem haben wir die Trennungsversuche gestartet und das auch ganz langsam angehen lassen, aber es wird und wird einfach nicht besser. Letzten Mittwoch sollte sie das erste mal 1,5 Stunden zum spielen und danach noch zum Mittagessen da bleiben. Sie hat sich geweigert zu essen und zu trinken, war aber wohl zumindest wenn sie auf dem Arm oder in der Schaukel saß zufrieden (geht aber nun mal nicht den ganzen Tag). Seit Donnerstag muss ich wieder arbeiten und der Papa macht die Eingewöhnung weiter. Weil sie aber immer nur schimpft und weint, sollte er sie heute vor dem Essen wieder abholen - sie weigert sich ja sowieso zu essen und zu trinken (zu Hause klappt das dann mit Papa aber ohne Probleme) - und das soll auch so bleiben die nächsten Tage.
Heute Nachmittag gibt es eine Teamsitzung in der Kita, in der auch u. a. das Problem mit meiner Kleinen besprochen werden soll. Der stellvertretende Leiter hat das heute alles mitbekommen und sagt, dass das nicht einfach nur ein bisschen weinen und traurig sein ist, weil Mama und Papa nicht da sind, sondern wir (Eltern und Kita) uns wirklich überlegen müssen wie es weiter gehen soll und notfalls ein Plan B her muss. Wir haben jetzt erst mal den Vorschlag gemacht, dass der Papa, statt sie allein die 1,5 Stunden dort zu lassen, mit ihr zusammen da bleibt damit sie sich an die neue Umgebung und die Leute gewöhnt. Das Problem ist eben unter anderem auch, dass die Erzieher momentan gar nicht die Zeit haben sich so intensiv um sie zu kümmern wie sie es vielleicht bräuchte, weil sie jetzt im August insgesamt 12 neue Kinder bekommen haben, zusätzlich zu den 6 oder 8, die nicht die Gruppe gewechselt haben und das alles auf 4 Erzieher verteilt, von denen eine zwischendurch im Urlaub war/ist.
Im Moment haben wir noch die Möglichkeit, dass der Papa das alles mitmachen kann, aber eigentlich müsste er sich in der Zeit, in der die Kinder in der Kita sind, um seinen Studienabschluss und die Jobsuche kümmern. Er hat sein Studium schon so weit überzogen, dass jeder Monat mehr seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt noch weiter verschlechtert. Außerdem brauchen wir das Geld. Aus dem Grund kommt es auch nicht in Frage, dass ich noch mal für ein paar Monate Elternzeit nehme.
Nun der Zusammenhang zum Stillen: Meine Mutter (die es sowieso kritisch sieht, dass ich mit über einem Jahr noch stille) hat mit der Stillschwester in dem Krankenhaus, in dem sie arbeitet, gesprochen. Die sind jetzt beide (also meine Mutter und die Stillschwester) der Meinung, das Problem liegt beim Stillen. Wenn ich zu Hause bin wird noch viel gestillt. So etwa 7-11 mal täglich. Davon aber auch viel in der Nacht. Die Kleine isst gern, aber immer noch mehr zum Spaß als zum satt werden (was meine Mutter auch auf das Stillen schiebt, aber es macht keinen Unterschied ob ich vor dem Essen noch mal gestillt habe oder nicht, sie isst trotzdem oft nur wenig, manchmal aber auch viel). Die Stillschwester meint nun ich soll keinesfalls mehr stillen zum trösten (was ich aber sowieso nur mache, wenn sie sich doll weh getan hat und anders gar nicht beruhigt und das kam keine 10 mal vor, seit sie auf der Welt ist) und auch zum einschlafen soll ich nicht mehr stillen. Auch nachts nicht. Dann bekomme ich aber keinen Schlaf mehr. So lege ich sie an, wenn sie nachts wach oder unruhig wird und dann schlafen wir beide weiter. Auch tagsüber schläft sie zwar jetzt beim Papa zu Hause, aber nur weil sie irgendwann einfach nicht mehr kann. Am Freitag ist sie plötzlich einfach umgekippt, weil sie sich nicht mehr wach halten konnte. Als der Papa kurz vorher versucht hatte, dass sie auf seinem Schoß einschläft, hat das gar nicht geklappt. Sie hat schon immer grade tagsüber viel gegen den Schlaf angekämpft. Alles ist spannender. Dafür schläft sie nachts aber super. Sie wird alle paar Stunden mal unruhig und wenn ich sie dann anlege nuckelt/trinkt sie und schläft weiter. Lege ich sie nicht an wird sie wach (ist ja nicht so als wenn ich nicht schon versucht hätte, ob sie auch ohne stillen weiter schläft).
Kann es wirklich am Stillen liegen? Aber warum geht es ihr dann beim Papa gut? Der kann sie nicht stillen also müsste sie doch bei ihm auch so mies drauf sein wie in der Kita. Ist sie aber nicht. Die beiden spielen zusammen und toben und bei ihm isst sie richtig gut Mittag - viel besser als wenn ich dabei bin (klar, Milchbar
Entschuldigt bitte, wenn alles etwas wirr ist. Ich bin so verzweifelt und aufgeregt. Am liebsten würde ich wieder zurück in die Elternzeit gehen und das alles ganz in Ruhe mit ihr machen und dem Papa damit Zeit geben sein Zeug zu machen. Er kommt zu nix. Er müsste eigentlich auch mal schlafen, weil er nachts arbeitet, aber alles bleibt jetzt auf der Strecke. Aber ich will sie auch nicht zwingen. Einige sagen schon zu mir, dass sie da jetzt eben durch muss, aber selbst die Kita sagt so geht es nicht. Der stellvertretende Leiter sprach vorhin von einem Bindungsproblem. Ich denke ja mit Zeit würde es besser werden, aber wir haben eben nicht ewig Zeit und wissen ja nicht mal genau wo das Problem liegt.
In der Kita ist sie eigentlich ganz gern. Wenn wir nachmittags den Großen abholen dann krabbelt sie auf dem Spielplatz rum und freut sich und entfernt sich sogar weit von uns. Als ich morgens noch mit ihr zusammen da war hat sie immer auf meinem Schoß gesessen oder wollte an der Hand laufen (nur an meiner, nicht von der Erzieherin). Vielleicht liegt es auch an der Tageszeit. Zu Hause wird sie auch oft so 1-2 Stunden nach dem Aufstehen noch mal quenglig und wenn ich mich dann mit ihr hinlege, schläft sie noch mal ein. Zu der Zeit ist sie jetzt dann aber immer in der Kita. Umgeben von 20 Kindern, Erziehern und teilweise Eltern. Alles ist laut und durcheinander und dann hauen auch noch Mama und Papa ab.
Ich weiß nicht was ich machen soll. Bin ich schuld? Hab ich sie zu stark an mich gebunden? Ist das Stillen wirklich Teil des Problems?

