Hallo Ihr Lieben,
mein Baby isst seit ca. 5 Wochen Beikost. Starten wollte ich mittags mit dem klassischen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Beim pürierten Fleisch angekommen fand ichs dann aber so eklig, dass ich es dem Baby nicht wirklich geben wollte und Baby schien es zu ahnen und mochte den Brei auch nicht mehr so wirklich essen. Er sitzt ja eh schon zu allen Mahlzeiten von Anfang an am Tisch und nach dem Lesen hier im Beikost-Forum haben wir ihm dann einfach mal von unserem Essen abgegeben und er ist/isst begeistert und hat überhaupt keine Probleme mit Stückchen kauen und schlucken (die ersten 2 Zähnchen gucken unten grad schon etwas raus). Nachdem jetzt also mein Plan mit dem Gemüsebrei mittags gescheitert ist und Baby abends mit uns Gemüse etc normal mitisst, dachte ich mir, ok, dann versuchen wir mal nen Getreide-Obst-Brei. Ist ja quasi wie Müsli und find ich auch nicht so eklig wie den anderen Brei. Den mag er scheinbar auch lieber essen (er isst ja eh noch nicht soviel).
Wäre es denn ok meinem Baby morgens mit von meinem Frühstück Brot/Toast/Aufstrich (immer babygeeignet natürlich - im Moment verschläft er das sowieso noch meistens), MIttags einen Getreide-Obst-Brei, Nachmittags Obstsnack und Abends mit uns am Familientisch anzubieten? Paralell stillen wir natürlich weiter und ich habe eigentlich nicht vor, Mahlzeiten bewusst zu ersetzen, hätte halt nur gerne eine Breimahlzeit, falls ich doch mal länger unterwegs bin und Kind dann von der Betreuungsperson gefüttert werden kann. Flasche und auch Becher mit abgepumpter Mumi hat er immer verweigert in meiner Abwesenheit (daher war ich auch nicht so oft abwesend).
Muss ich bei meinem Plan irgendetwas in Bezug auf fehlende Nährstoffe beachten? Sollte ich dann vielleicht einen besonders eisenhaltigen Getreidebrei füttern? Übersehe ich sonst noch etwas?
Vielen lieben Dank!
Beikostfragen
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Shezerade
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Beikostfragen
Shezerade mit Froschbaby (01/15)
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Re: Beikostfragen
Stillbabys, die Tag und Nacht nach Bedarf stillen dürfen, sind optimal durch Muttermilch versorgt, da musst Du Dir um Pläne keinen Kopf machen.
Ich persönlich fand es nie verkehrt, bei Babynahrung (und auch bei Erwachsenen) etwas aufs Eisen zu achten. ich habe zb gern Hirse verwendet, weil die sehr eisenreich ist. Im klassischen Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei ist auch nicht soviel Eisen aus Fleisch drin, dass Dein Baby starken Mangel leidet, weil er den nicht kriegt. Und das Eisen aus der Karotte kann es ja auch so essen. Im Fingerfood-BLW-Austauschthread sind auch ganz viele Ideen, wie man Fleisch babygeeignet kochen kann, ohne es im Brei zu pürieren.
Ich persönlich fand es nie verkehrt, bei Babynahrung (und auch bei Erwachsenen) etwas aufs Eisen zu achten. ich habe zb gern Hirse verwendet, weil die sehr eisenreich ist. Im klassischen Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei ist auch nicht soviel Eisen aus Fleisch drin, dass Dein Baby starken Mangel leidet, weil er den nicht kriegt. Und das Eisen aus der Karotte kann es ja auch so essen. Im Fingerfood-BLW-Austauschthread sind auch ganz viele Ideen, wie man Fleisch babygeeignet kochen kann, ohne es im Brei zu pürieren.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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Shezerade
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Re: Beikostfragen
Ach, da fällt mir npch ein: es heißt ja überall, dass Babys zum Beikoststart nicht so viel trinken müssen. Ich hab jedoch ein Exemplar, dass Wasser trinken aus dem Becher total klasse findet und immer mehr und mehr will. Gibt es auch eine Obergrenze,,wieviel ein Baby trinken sollte? Ich gebe im Moment nicht soviel, weil ich mir da sehr unsicher bin ...
Shezerade mit Froschbaby (01/15)
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Re: Beikostfragen
Ich weiß nicht, ob es eine Obergrenze gibt. Meine Kleine trinkt literweise, schon immer, findet sie klasse.
Ich lasse sie einfach.
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Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
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jusl
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Re: Beikostfragen
Ja, absolut.Wäre es denn ok meinem Baby morgens mit von meinem Frühstück Brot/Toast/Aufstrich (immer babygeeignet natürlich - im Moment verschläft er das sowieso noch meistens), MIttags einen Getreide-Obst-Brei, Nachmittags Obstsnack und Abends mit uns am Familientisch anzubieten?
Beachte lediglich, dass vier Mahlzeiten schon ganz schön viel Beikost darstellt. Falls Du gerne länger stillen möchtest, achte darauf, dass die Beikost das Stillen nicht verdrängt und das Stillen im ersten Lebensjahr Hauptnahrungsmittel bleibt.
Das brauchst Du nicht speziell zu trainieren. Dein Kind isst wunderbar mit - wenn Du mal länger wegbist, wird Dein Baby problemlos bei der Betreuungsperson mitessen, ganz sicher.hätte halt nur gerne eine Breimahlzeit, falls ich doch mal länger unterwegs bin und Kind dann von der Betreuungsperson gefüttert werden kann.
Nein. Abwechslungsreiche, gesunde, frische Mischkost ist ideal.Muss ich bei meinem Plan irgendetwas in Bezug auf fehlende Nährstoffe beachten?
Meinst Du damit Brei auf Hirsebasis? "Besonders eisenhaltige Getreidebreie" gibt's eigentlich nichtSollte ich dann vielleicht einen besonders eisenhaltigen Getreidebrei füttern?
Ja. Diese Obergrenzen variieren zwar von Quelle zu Quelle etwas, aber ganz grob brauchen ältere Babys ca 1-1,5 liter Flüssigkeit pro Tag. Wenn noch viel gestillt wird, sind etwa 0,5 - 1 Liter über Muttermilch gedeckt, und dann kommt auch noch einiges über Beikost dazu (Gemüse, Obst und Breikost ist sehr wasserhaltig). Sprich: Mehr als UNGEFÄHR einen halben Liter zusätzliches Wasser braucht ein Beikost-Stillbaby normalerweise nicht (sondern häufig deutlich weniger!..), und wesentlich mehr sollte dann auch nicht zugeführt werden (v.a. wegen unnötiger Belastung des Körpers mit zu viel Flüssigkeit und erhöhtem Risiko von Zahnschäden).Gibt es auch eine Obergrenze,,wieviel ein Baby trinken sollte?
Hilft Dir das weiter?
LG
Julia
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Shezerade
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Re: Beikostfragen
Danke für eure Antworten
Helfen mir sehr viel weiter!
Bin sehr beruhigt nochmal zu hören, dass solange ich stille mein Baby optimal versorgt wird. Wenn man diesen ganzen Beikostplänen glaubt, dann hört sich das ja schon so an, dass Muttermilch irgendwann nicht mehr alle Nährstoffe liefert.
Gibt es eigentlich irgendwo einen richtig guten Artikel zu Fingerfood bei Babys? (für mein Schwiegermonster
zum lesen - die hat immer Angst, ich lasse den heißgeliebten Enkel mutwillig ersticken)
Ok, ich dachte, Essen so oft anzubieten wäre in Ordnung. Anbieten heißt in unserem Fall, dass Baby manchmal auch nichts essen mag, manchmal umso mehr. Oder sollte ich da wirklich drauf achten, dass es anfangs zB nicht mehr wie 2 Mahlzeiten sind an denen er teilnimmt?jusl hat geschrieben:Beachte lediglich, dass vier Mahlzeiten schon ganz schön viel Beikost darstellt. Falls Du gerne länger stillen möchtest, achte darauf, dass die Beikost das Stillen nicht verdrängt und das Stillen im ersten Lebensjahr Hauptnahrungsmittel bleibt.
Bin sehr beruhigt nochmal zu hören, dass solange ich stille mein Baby optimal versorgt wird. Wenn man diesen ganzen Beikostplänen glaubt, dann hört sich das ja schon so an, dass Muttermilch irgendwann nicht mehr alle Nährstoffe liefert.
Gibt es eigentlich irgendwo einen richtig guten Artikel zu Fingerfood bei Babys? (für mein Schwiegermonster
Shezerade mit Froschbaby (01/15)