Ein frisch beikostreifes Kind schafft nie und nimmer einen Teller voll Nudeln mit Hackfleischsoße oder eine halbe Salamipizza aufzuessen. Und von bisschen Pizzarand oder Nudeln mit Soße oder Käsebrot wird es keinen Schaden davon tragen. Am Anfang sind sie doch meist noch 'naiv' genug (im wahrsten Wortsinn), dass man ihnen verschiedene Lebensmittel vorsetzen kann und sie sind zufrieden, wenn sie die bearbeiten können. Und man kann gerade in der warmen Jahreszeit auch ohne viel Mühe zu jeder Mahlzeit weiches Obst anbieten.
Wenn sie dann mal so groß sind, dass sie von ihrem Essen sattwerden sollen, dann muss man sich auch mal entscheiden: entweder sie essen dann 'ganz normal' wie der Rest der Familie am Tisch, oder man kann nicht gemeinsam essen. Aber wann macht es dann "klick"? Wann ist das Kind alt genug für Pfannkuchen mit Marmelade, Snickers, Rippchen und Ketchup?
Ich muss mir immer wieder überlegen, ob das, was ich selbst esse, auch tauglich für meine Kinder ist. Bigotterie funktioniert in einer Familie seltenst.
Da ich für einfache Lösungen bin, ist das meine Meinung zur Ernährung.
Aber babygerechte Kost gab es hier auch oft: frisches Obst, kleinen Schluck Wasser drauf und kurz in die Mikrowelle, pürieren, mit Getreideflocken anrühren, Nuss-/Mandelmus oder Butter dazu - fertig. Hat sie sehr, sehr gern gemocht. Meine Tochter wollte oft kein Fingerfood bzw kam damit nicht gut zurecht und wurde stattdessen/ergänzend gern gefüttert.