Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Sakura
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Sakura »

Nelly, was würde passieren, wenn Du aufhörst, dein Kind abends stundenlang in den Schlaf zu begleiten? Würde sie viiiieeel später einschlafen? Dafür am nächsten Tag mittags eine Stunde, die Du für Dich hättest?

Können sich Dein Mann und Du abends abwechseln? Einer passt aufs Kind auf, und einer geht schwimmen/joggen/zu Freunden/im Park ein Buch lesen....

Könnt ihr Euch vorstellen, dem Kind abends ab einer bestimmten Uhrzeit ein Hörspiel (im Kinderzimmer) anzumachen? Ab einer bestimmten Uhrzeit ein Kindergeeignetes Video bei Youtube? Abends nochmal auf den Spielplatz, Kind sandelt, du SuTest mit dem Handy?

Ich kenne auch viele Kinder, die tatsächlich deutlich mehr schlafen als meine. Da darf ich einfach nicht drüber nachdenken, sonst werde ich neidisch [emoji15] .

Ich kenne aber auch viele Kinder, die ähnlich viel Schlafen wie meine Große. Die werden abends ins Zimmer gesperrt, dürfen noch lesen oder auch nicht, aber dürfen definitiv nicht mehr raus kommen. "Mein Kind geht 19.30 Uhr ins Bett." sagen die betreffenden Mütter. Auf Nachfrage sagen sie aber, dass das Kind bis 22 Uhr oder länger wach ist. Aber eben im eigenen Zimmer. Ich glaube, es gibt viel mehr wenig schlafende Kinder, als öffentlich wahrgenommen wird. Die Frage ist, wie die Kinder die wache Zeit abends verbringen. Dauerstillend und fummelnd, allein im Zimmer, vor dem Fernseher, spielend mit müden Eltern....


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Katha
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Katha »

Auch hier arbeitet die Zeit f. einen: Hase beschäftigt sich gelegentlich abends auch alleine.
Sakura, Du hattest irgendwann mal geschrieben, Ihr ruft "Elternzeit" aus, klappt das so auf Dauer gesehen?

Ansonsten solidarische Drücker. Miittwoch war er mal wieder 23 Uhr im Bett.
Mich schockt gerade die Vorstellung, dass das nicht nur am Mittagsschlaf liegt, den er im KiGa definitiv noch braucht.
Und am WE meist weglässt, da schlief er auch schon mal auf Rückweg von Ausflug 17 Uhr in der StraBa ein, sonst aber 21 bis kein Unterschieg zur Woche - schäft aber meist länger
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Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
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Amygdala
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Amygdala »

Ganz ehrlich? Bei uns ist 22 Uhr eine absolut akzeptable Zeit. Für unsere Verhältnisse...
Ganz, ganz selten kann man sich mit der kleinen Maus früher hinlegen - aber ob dann geschlafen wird oder noch ewig gespielt - das steht auf einem anderen Blatt. :|

Feierabend alleine kenne ich seit Jahren nicht wirklich, bzw. nur im Wechsel mit meinem Mann - aber einen gemeinsamen Feierabend gibt es hier schon länger, im Prinzip seit dem 2. Kind nicht mehr. Während unser Großer bereits als Baby extrem pflegeleicht war, sich sowohl mittags, als auch abends problemlos ins Bett bringen ließ (sein Kinderbettchen stand in unserem Schlafzimmer), war das bei unseren "beiden Kleinen" ganz anders.

Beide haben nur mit Körperkontakt geschlafen. Beide haben die ersten beiden Lebensjahre quasi auf mir gewohnt. Der "große Kleine" (inzwischen 10) hat immer noch oft Probleme, abends einzuschlafen - unabhängig von allen probierten Tipps und Tricks und Ritualen, er schläft schlecht und ist dementsprechend morgens unausgeschlafen und morgenmuffelig... was sich erst am späten Vormittag legt. Aber es wird besser und ist längst nicht mehr so schlimm, wie noch vor einigen Jahren. Nur von "gut" sind wir noch weit entfernt...

Die kleine Maus (wird im November 3) ist genauso. Schlafen ist Luxus und Luxus können wir uns nicht leisten. Mittags- und Nachtschlaf wird eindeutig überbewertet und es wird sich tapfer dagegen gewehrt. Auch, wenn die Maus müde ist, werden die Äuglein aufgehalten, so lange es eben geht - und wenn sie noch so knurrig und k.o. ist. Allein einschlafen bzw. Einschlafbegleitung und dann wieder aufstehen meinerseits geht beides nicht. Sie geht mit mir oder meinem Mann ins Bett - und wird sofort wach, sobald sich der Betreffende aus dem Zimmer mogeln will. Geht nicht wegen ist nicht - und fällt somit flach.

"Feierabend" haben wir somit im Wechsel. Und das lässt sich bei uns auch nicht durch Mittagsschlaf oder weglassen desselben beeinflussen. Das Kind schläft, wenn es müde ist - und wenn es nicht müde ist, dann nicht. Und wenn es übermüdet ist, schon gleich gar nicht mehr.

Insofern - einen guten Tipp habe ich nicht, sondern ich reihe mich einfach mal bei den "Feierabendlosen" ein. :lol:

Ich muss allerdings gestehen, wenn sich das abendliche (Ein-)Schlafverhalten durch weglassen eines ansonsten stattfindenden Mittagsschlafes positiv beeinflussen ließe, würde ich das vermutlich in Erwägung ziehen. Bei uns hat es nur leider definitiv keinen Einfluss auf den Nachtschlaf, ob die Maus Mittagsschlaf hatte oder nicht, sondern wir haben hier wirklich die Variante "Kind holt sich Schlaf, wann es meint, ihn zu brauchen" - und wenn sie übermüdet und überdreht ist, wird es eher schlechter, als besser.
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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Sakura darüber denke ich gerade nach.
Mein Mann hat sie die ganze letzte Woche ins Bett gebracht, weil mir der Kragen geplatzt ist.
Versuchen jetzt mal die Hörspielvariante einzuführen. Vielleicht schaffen wirs ja wirklich, dass sie sich vor dem Einschlafen alleine in ihrem Zimmer beschäftigt.


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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Amygdala, danke für deinen Bericht.
Ja, ich muss gestehen, ich bin da mittlerweile recht ungeduldig und gereizt. Das Thema nervt ungemein. Und es ist auch definitiv so, dass ein zufrieden schlafendes Kind ganz allgemein zum gesellschaftlich tradierten Bild einer guten Mutter gehört. Natürlich WEISS ich, dass man sich davon lösen muss, dass man die Gegebenheiten so annehmen muss, wie sie sind und das haben wir die letzten 2,75 Jahre auch meist getan. Und ja, nicht darüber reden, ich weiß...


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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von jali »

Wann steht ihr denn morgens auf? Ich habe hier ein kleines Frühaufsteher-Baby, wodurch auch die Grosse oft um 6 wach ist. Seitdem schläft die Große abends meist kurz nach 8.
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Amygdala
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Amygdala »

Hier klingelt morgens um 5:45 der Wecker. Das wird zwar nicht unbedingt für toll befunden - aber wat mutt, dat mutt.^^
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Sakura
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Sakura »

Die Kleine schläft abends Ca 21 Uhr ein, und wacht morgens meist gegen 6 Uhr auf, spätestens 7 Uhr.

Die Große geht gern bewusst spät ins Bett, meist erst mit mir, schläft dafür morgens lange. Die muss ich wecken. Aber morgendliches Ausgeschlafensein ist kein Argument, mit dem ich ihr abends das Bett schmackhaft machen könnte... :roll:


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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Wir stehen meist so zwischen 6.30 und 7.30 Uhr auf.


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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von muggel »

Also dir zuerst mal einen Drücker Nelly((()))
Bei uns war es nach dem Mittagsschlaf weg lassen auch am Anfang Traumhaft, da war er 2 Jahre und 2 Monate. Da schlief er ca. 1 Woche extrem schnell ein. Und dann begann das gleiche wie immer. Es dauerte und dauerte. Nicht so lange wie bei dir aber sicher auch eine halbe Stunde und auch mit reden, fummeln, rumwälzen, Blödsinn machen etc. Am morgen stand er auf wie immer. Ich dachte echt, das darf doch nicht wahr sein, kein Mittagsschlaf und alles gleich wie immer. Keine Minute Pause für mich und 1h weniger Schlaf für das Kind. Es dauerte ca. 1 Monat bis 6 Wochen und er hat dann die Stunde angehängt am Morgen oder ging dann früher ins Bett. Während der Woche hat er oft zu wenig Schlaf, da er aufstehen muss für die KITA weil wir beide arbeiten. Aber er holt sich die fehlenden Stundne nun am Wochenende. Darüber bin ich natürlich sehr dankbar. Da schläft er manchmal 13h.
Aber ich habe immer noch ein Kind, dass nicht einfach so einschläft. Er kann noch so müde sein, er braucht einfach seine Zeit zum runterkommen mit uns im Bett. Die meiste Zeit ist es für mich ok(Papa macht auch 90% der Einschlafbegleitung, der nervt das nicht wie mich) aber auch ich denke manchmal auch, was ist denn so schwierig mein Kind, du bist müde mach die Augen zu und schlaf endlich.
Und ich schaue immer ganz ungläubig wenn ich sehe, dass Kinder einfach so auf dem Arm oder im sitzen einschlafen.
Und ich weiss akzeptieren, dass das Kind so ist, ist das beste und trotzdem bin ich oft ungalublich genervt über die Situation.
Finde das darf man auch sein
Mit Oktober 2011 muggelchen an der Hand und November 15 muggelbaby
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