Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
Linda81
alter SuT-Hase
Beiträge: 2305
Registriert: 06.12.2014, 18:06

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von Linda81 »

Wo ich grad lese, an der Brust trinken sei strenger (das bedeutet anstrengender, oder?) - das ist ja nicht immer so, wenn der MSR ausgelöst wird, spritzt die Milch in den Mund. Einfacher gehts nicht mehr. Und mit dem BES läßt man die Milch doch auch nur noch reinlaufen. Das Stillen mit BES spart Zeit (kein Pumpen mehr nötig, die Stimulation der Brust geschieht direkt beim Stillen, das Zufüttern ebenso), es spart Kraft, und es spart deine Nerven (weil Du weder mit Becher noch mit Flasche Kämpfe ausfechten mußt).
Ich glaube, eine Unklarheit war noch bei Dir: die Zufütterung per Calma macht es Dir nicht leichter, das weißt Du ja, sie vergrößert Deine Sorgen aber massiv. Der übliche Weg mit dem BES ist hier (Mondenkind, korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege)
Zufüttermenge für den Tag bestimmen: bei euch 350ml.
Gesamtentwicklung gedanklich in Portionen aufteilen. Zuviel auf einmal ist problematisch, zu wenig wird evtl umständlicher, weil Du das BES dann sehr oft einsetzen mußt. Das könnte man sich ja auch leichter machen. Also sagen wir 6 Mal am Tag zufüttern. Macht bei 350ml knapp 60ml.
Bei sechs von allen 10-12 Stillmahlzeiten am Tag bereitest Du also das BES mit 60ml vor. Diese 60ml bietest Du ihr nach dem Stillen an. Wenn sie trinkt, ok, wenn nicht, hat sie für dieses Mal genug. Ja, es wird vorkommen, daß Du Milch ins Badewasser kippen mußt. Das ist ein kleiner Preis, denke ich, oder?
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
vivi
alter SuT-Hase
Beiträge: 2092
Registriert: 05.05.2007, 19:17

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von vivi »

jaloca hat geschrieben:Sich 1-2 Wochen an den Anweisungen von Mondenkind halten? Habe ich doch IMMER gemacht, schon seit 2 Monaten. Ich verstehe es echt nicht, warum ich da als beratungsresistent rüberkomme oder dargestellt werde. Was habe ich denn je nicht befolgt oder umgesetzt?
Du vertraust nicht, du kontrollierst ,ich lese immer nur Milliliterangaben und Zahlen und Daten. Du sagtest selbst, was für ein tolles perfektes Baby sie ist. Ich glaube, du solltest sie öfter einfach anschauen und genießen. Deine Angst sitzt so tief, du kannst sie nur mit deinen Kontrollen in den Griff bekommen. Ich bin sicher, dass sich dein Druck auf deine Kleine überträgt.
Lass los! Lass los! Lass los!
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
Benutzeravatar
feniliro
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 965
Registriert: 14.11.2013, 10:32
Wohnort: Berlin

Re: AW: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von feniliro »

Liebe Jaloca,

es tut mir wirklich leid, dass es dir augenscheinlich so schlecht geht ((()))
Ja, mein Niko hat bis zu seinem ersten Geburtstag nicht gegessen oder getrunken. Getrunken hat er sogar tatsächlich erst mit 2! Zwischen 1 und 2 gab es Brei mit viel Flüssigkeit. Er ist aber echt ein Extrembeispiel.

Schau, entweder Dein Kind ist wirklich so krank dass es sich seinen Bedarf nicht holen KANN (was ich bei Dir nicht glaube): Dann muss das Kind zur Beurteilung des Gesundheitsstandes (nicht der Gewichtzunahme!) dem Kinderarzt vorgestellt werden. Mit der Gewichtszunahme betone ich, da Mondenkind hier Spezialistin ist und ziemlich sicher mehr Ahnung vom Gedeihen bei Stillkindern hat

Oder dein Kind ist gesund: Und dann wird es sich zu 100% holen was es braucht (bei entsprechendem Angebot)

Bitte, bitte nimm Druck raus.

Mein Sohn ist übrigens nach wie vor untergewichtig und auch zu klein für sein Alter. Klar, hätte ich lieber, dass er mehr wiegt: Kann ich aber nun mal nicht ändern. ;)
Er wurde auf verschiedenes getestet (ohne pathologisches Ergebnis) und sein Gesundheitszustand ist prima. So what? So sehen das mittlerweile übrigens auch alle Ärzte.

Und zu den moppeligen Babys im Vergleich zu deinem zarten Schatz: Bedenke, dass die durchschnittliche Zunahme eines gesunden Vollstillkindes am Anfang zu mehr als 150g pro Woche variieren kann. Das macht in einem Monat 600g. Und dann noch die teils völlig unterschiedlichen Geburtsgewichte.
Ist doch klar, dass es dünnere und dickere Exemplare gibt :)

Versuche bitte einfach die Verantwortung abzugeben und vertraue Mondenkind auch insoweit, dass du ihr die Gewichtsinterpretation überlässt.

Ich drück dich noch mal und wünsche Dir vom ganzen Herzen, dass du innerlich zur Ruhe kommen kannst

(Sorry für etwaige Fehler - tippe vom Handy)

Gesendet von meinem GT-I8190 mit Tapatalk
Bild
Bild
Mondenkind
Forumsleitung
Beiträge: 30237
Registriert: 25.09.2008, 17:33

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von Mondenkind »

Jaloca, nicht weinen. :piepmatz:

Ich melde mich später, ich muss erst Abendessen machen.

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
jaloca
schreibt ganz schön oft
Beiträge: 145
Registriert: 03.06.2015, 10:28

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von jaloca »

@Feniliro
Weisst Du, durch Deine Postings ist mir auch ein kleines (oder ev. grosses) persönliches Problem bewusst geworden.
feniliro hat geschrieben:Schau, entweder Dein Kind ist wirklich so krank dass es sich seinen Bedarf nicht holen KANN (was ich bei Dir nicht glaube): Dann muss das Kind zur Beurteilung des Gesundheitsstandes (nicht der Gewichtzunahme!) dem Kinderarzt vorgestellt werden. Mit der Gewichtszunahme betone ich, da Mondenkind hier Spezialistin ist und ziemlich sicher mehr Ahnung vom Gedeihen bei Stillkindern hat
Oder dein Kind ist gesund: Und dann wird es sich zu 100% holen was es braucht (bei entsprechendem Angebot)
Ich hatte ja erwähnt, dass wir seit ca. 2 Wochen wissen, dass sie ein ganz winziges Loch im Herzen zwischen den beiden Vorhöfen hat. Wir waren extra bei einer super Kinderkardiologin und sie gab grosse Entwarnung: das Löchli sei 1 mm gross, sicher nie im Leben operationsbedürftig, kein Chirurg würde das sehen und es würde sich entweder bis 2 schliessen oder wenn es bleibt, dann würde es sie, wie auch heute Null beeinträchtigen: sie könne tauchen, fliegen, Bungee Juming machen, Leistungssport, alles. Es gäbe aber auch grössere Löcher, welche grosse Beeinträchtigungen mit sich bringen würden. Weisst Du, im ersten Moment waren wir sehr erleichtert, dies zu hören. Auch habe ich mich daran erinnert, dass die Tochter des Bruders meines Mannes auch ein Loch hatte als Baby und genau mit 2 alles vorbei war, also es scheint etwas in der Familie meines Mannes zu sein. Alles schön und gut, aber Du kannst Dir wahrscheinlich vorstellen, dass das Wort "Herzfehler" an einen nicht ganz spurlos vorbei geht. Auch wenn es harmlos sei soll, auch wenn es bloss ein "Schönheitsfehler des Herzens" sein soll (so hat sich die Kardiologin ausgedrückt), es ist und bleibt ein Herzfehler. Und das hat mich einfach immer noch nicht losgelassen: der Zweifel daran, ob sie vielleicht doch wegen dem manchmal so schwach ist und wenig Ausdauer hat. Jetzt gerade beim Stillen z.B. war sie gerade auch so ausser Atem, richtig schwer geatmet und ich denke dabei natürlich nicht als erstes an Hitze oder an Umstände oder was weiss ich was, sondern dachte gleich wieder "Oh, mein Gott, ist es vielleicht doch das Herz"? Alle diese Fragen, die uns gestellt wurden: ob sie schwitzt beim Trinken (mein Gott, machen doch gesunde Kinder auch manchmal), ob sie blaue Lippen bekommt bein Trinken, ob sie komisch atmet. Dies alles ist so verunsichernd und Du fängst an, Sachen zu sehen, die Du vorher nicht beachtet hättest. Lange Rede - kurzer Sinn: ein sehr wichtiger Punkt, den Du ansprichst. Irgendwie fehlt mir komplett das Vertrauen in ihr: dass sie ein gesundes, sich prächtig entwickelndes Kind ist, welches seine Bedürfnisse kennt und ausüben kann und sich wirklich das holen kann, was es braucht. Ich glaube, es geht im Grunde genommen um dieses Urvertrauen, an dem ich arbeiten muss. Danke, Du weisst nicht, wieviel Du mir geholfen hast :knutsch
jaloca
schreibt ganz schön oft
Beiträge: 145
Registriert: 03.06.2015, 10:28

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von jaloca »

Ach ja, und ganz vergessen habe ich zu erwähnen, dass wir immer wieder mal mit Reflus zu kämpfen haben. Heute war auch wieder so ein Tag: manchmal hört man es regelrecht, wie es hochgeht und sie Schmerzen dabei hat. Da da entsprechende Medi ziemlich stark ist, wollte unsere Kinderärztin nicht sofort geben, sondern erst mal abwarten und schauen, wie es weitergeht. Ich hatte auch das Gefühl, dass es besser geworden ist. Sie meinte auch extra, dass es zwischen den Mahlzeiten genügend Abstände haben soll, damit sie gut verdauen kann. Aber mit diesem Stillen 10 Mal am Tag, also jede 1.5-2 Stunden wird es irgendwie immer schlimmer, habe ich das Gefühl. Sie hat uns extra dazu geraten, mal 3-4 Stunden Pausen zu machen. Weisst Du, das sind auch so Probleme, die mir im Wege stehen...
Linda81
alter SuT-Hase
Beiträge: 2305
Registriert: 06.12.2014, 18:06

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von Linda81 »

Daß Du jetzt wirklich schlimme Befürchtungen hast, was das Herz angeht, das glaube ich Dir aufs Wort. (Ich gucke jetzt hin und wieder nich panisch nach, ob er noch atmet, dabei war und ist er immer problemlos durch jeden TÜV gekommen.) dieses Reflux-Gluckern ist uns auch vertraut. Soweit ich weiß, lautet aber auch hier die Empfehlung: nach Bedarf stillen, bloß nicht künstlich die Abstände vergrößern! Streß führt zu mehr Magensäure, die dann weiter die Röhre raufkriecht. Aus meiner Schwangerschaft kann ich mich noch gut erinnern, daß ich ständig irgendwas geknabbert oder am liebsten Milch getrunken habe, weil das das Brennen linderte. Erwachsenen Reflux-Patienten gibt man den Rat, viele kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten zu essen, warum sollte das bei Babys anders sein?
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
Benutzeravatar
Brianna
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7073
Registriert: 13.11.2013, 12:33

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von Brianna »

Ich denke, du hast gerade etwas geschrieben, was sehr wichtig ist. Du hast verständlicherweise Angst, dass deine Tochter wegen des Herzens oder des Refluxes nicht genug trinken kann.
Diese Angst können dir aber wohl nur die behandelnden Ärzte nehmen. Erwachsenen mit Sodbrennen empfiehlt man eher mehrere kleine Mahlzeiten. Warum sollte dies bei einem Baby, das mit der am leichtesten verdaulichen Nahrung ernährt wird, nämlich mit deiner Milch, anders sein.
Ich wünsche dir, dass du hier Klarheit erhältst, deine Kleine gesund ist und du dann auf euch Vertrauen kannst.
Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
koalina
SuT-Legende
Beiträge: 8860
Registriert: 17.11.2014, 16:00
Wohnort: im schönen Norden

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von koalina »

Liebe Jaloca!
Falls du magst fühle dich umarmt ((( ))) :piepmatz:

Ihr schafft das! Du hast wunderbare Kinder und weißt nun, das sie gesundheitlich ok ist. Wir habe eine schwere Zeit hinter uns, weil ein KiA unberechtigterweise das Gedeihen unseres Kleinen angezweifelt hat. Es stellte sich als Quatsch heraus. Wir haben einen schlanken fitten Krümel, der viel trinken kann - wenn er denn will. Er bekommt inzwischen Beikost angeboten und er nimmt sie - wenn er denn will.

Ich wünsche euch, das ihr zur Ruhe kommen könnt. Auch deinem Sohn wünsche ich gute Besserung!

Keiner hier mag dir irgendwie etwas böses oder verurteilt dich. Es ist ein Versuch dich zu spiegeln, dir zu helfen. Ich selbst habe als Kind kein Urvertrauen gehabt und konnte es durch miserable Umstände auch gar nicht haben. Daher fiel mir das schwer, sehr schwer meinem Kind gegenüber so zu vertrauen. Umso schlimmer war es - nachdem ich es nun endlich geschafft habe - das dies von fremder Seite (unberechtigterweise) angezweifelt wurde. Aber: man kann es lernen und ich lernte dann dafür zu kämpfen. Das weiß ich nun! Und daher kann ich dir voller Überzeugung sagen, das man es schaffen kann.

Ich hoffe, mein Text ist nicht zu wirr und du verstehst es. Ganz viele liebe Grüße aus dem Norden!
Alles Gute euch und eine Nacht mit möglichst viel Ruhe und Schlaf ((( )))
koalina :piepmatz:
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
vivi
alter SuT-Hase
Beiträge: 2092
Registriert: 05.05.2007, 19:17

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Beitrag von vivi »

vivi hat geschrieben:
jaloca hat geschrieben:Sich 1-2 Wochen an den Anweisungen von Mondenkind halten? Habe ich doch IMMER gemacht, schon seit 2 Monaten. Ich verstehe es echt nicht, warum ich da als beratungsresistent rüberkomme oder dargestellt werde. Was habe ich denn je nicht befolgt oder umgesetzt?
Du vertraust nicht, du kontrollierst ,ich lese immer nur Milliliterangaben und Zahlen und Daten. Du sagtest selbst, was für ein tolles perfektes Baby sie ist. Ich glaube, du solltest sie öfter einfach anschauen und genießen. Deine Angst sitzt so tief, du kannst sie nur mit deinen Kontrollen in den Griff bekommen. Ich bin sicher, dass sich dein Druck auf deine Kleine überträgt.
Lass los! Lass los! Lass los!
Liebe Jaloca, ich möchte mich bei dir für meinen Post von vorhin entschuldigen. Er klingt im Nachhinein so hart für mich. Ich weiß , du tust dein Bestes und möchtest nur, dass es deinem Baby gut geht. Ich wünsche dir von Herzen, dass du es schaffst, eine vertrauensvolle Stillbeziehung aufzubauen.
Kannst du noch Unterstützung bekommen? Hast du die Möglichkeit, mal durchzuatmen?
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
Antworten

Zurück zu „Stillforum“