Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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banänsche
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Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von banänsche »

Hallo zusammen,
nachdem das Stillen mit eurer Hilfe schmerzfrei und entspannt worden ist, haben wir jetzt leider Probleme mit der Gewichtszunahme. Bis letzten Mittwoch war alles gut, Hebamme und Kinderärztin waren mit dem Gewicht des Kleinen immer zufrieden, weshalb mir alles aus dem Gesicht gefallen ist, als diesen Mittwoch die Kinderärztin meinte, er hätte viel zu wenig zugenommen und das wir auf jeden Fall zufüttern sollen. Ihr Ratschlag: Soviel Pre wie er will, egal welches Fläschchen, nach der letzten Mahlzeit.
Ich muss leider sagen, dass ich sehr skeptisch bin, was ihre Ratschläge angeht. Sie meinte auch, dass ich "definitiv weniger Milch hätte, da meine Brüste weicher seien als noch vor einigen Wochen". Seit Mittwoch haben wir also die künstliche Milch hier rumliegen und hadern täglich mit uns, ob wir sie verwenden sollen.
Aber von vorn (ich weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll...). Vor besagtem Mittwoch haben wir wohl zu selten gestillt (Abstand zwischen 2 und 3 Stunden tagsüber, nachts schläft der Kleine seit Geburt zuverlässig mindestens vier Stunden, eher sechs). Wir haben seitdem tagsüber konsequent alle zwei Stunden angelegt, mit Wechselstillen. Nachts hab ich ihn nach wie vor schlafen lassen, schätze allerdings, dass das nicht vorteilhaft ist :/
Außerdem sind wir am Freitag und Samstag in der Apotheke zum Wiegen gewesen, werde Montag auf jeden Fall nochmal hin.
Nun zum eigentlichen Problem: Ich will den Kleinen auf gar keinen Fall hungern lassen. ABER: Ich bin mir eigentlich total sicher, dass ich genug Milch habe und eine "Mehrproduktion" nur entsprechend angeregt werden muss. Allerdings kann ich überhaupt nicht einschätzen, wie lange das dauert und wie lange wir ihm das zumuten können bzw ob wir lieber direkt zufüttern sollen und dann lieber versuchen sollen, davon wieder wegzukommen.

Zum Fragenkatalog:

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Bisher nicht. Wir haben das Equipment allerdings bereit liegen - sprich, Pre Milch, Fläschchen und auch eine Milchpumpe.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Ich kopiere mal von oben:
Vor besagtem Mittwoch haben wir wohl zu selten gestillt (Abstand zwischen 2 und 3 Stunden tagsüber, nachts schläft der Kleine seit Geburt zuverlässig mindestens vier Stunden, eher sechs). Seit Mittwoch wird er alle zwei Stunden angelegt, nachts lasse ich ihn nach wie vor schlafen. Zum Trösten hab ich ihn auch davor immer angelegt, allerdings nur kurz. Er lässt sich auch gut durch Wiegen oder Tragen beruhigen, und da Gewichtszunahme am Anfang nie ein Thema war, hatte ich auch nie den Verdacht, dass er Hunger haben könnte :/

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?

Er hat immer reichlich volle Windeln produziert, allerdings hab ich vor Mittwoch keinen genauen Zahlen. Seit Mittwoch siehts so aus:

08.07. 9 x gestillt, 4 nasse Windeln, 5 volle Windeln
09.07. 7 x gestillt, 3 nasse Windeln, 4 volle Windeln
10.07. 10 x gestillt, 3 nasse Windeln, 6 volle
11.07. 12 x gestillt, 6 nasse, 5 volle

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

Stillen klappte von Anfang an sehr gut. Er saugt sehr stark und konzentriert, keine Andockprobleme. Später Probleme mit Brustsoor und direkt danach eine Brustentzündung, inzwischen beides vollständig weg.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Flasche bisher nein, Hütchen wurden kurzfristig verwendet (ca 3 Tage), Schnuller wurde ca 10 Mal probiert, nahm er am Anfang noch ganz gerne, inzwischen gar nicht mehr.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Hebamme kommt nicht mehr, wir gehen regelmäßig zum Kinderarzt.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Nein.

- Gebt uns genaue Daten!

Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:

12.05. 2995 g Geburt KH
20.05. 2900 Hebamme (Federwaage)
22.05. 2970 (KiA, Standwaage)
26.05. 3100 (KiA)
29.05. 3165 (Hebamme)
01.06. 3300 (KiA)
03.06. 3410 (Hebamme)
08.06. 3600 (KiA)
15.06. 3610 (Hebamme)
22.06. 3740 (Hebamme)
29.06. 3880 (Hebamme)
08.07. 3935 (KiA)
10.07. 4000 (Apotheke, Standwaage)
11.07. 3980 (Apotheke)

Soweit. Bitte versteht mich nicht falsch, ich will auf gar keinen Fall, dass unser Kind zu wenig Essen bekommt. Ich will aber auch nicht UNNÖTIG zufüttern und damit evtl einen Schritt in Richtung Abstillen machen. Für Hilfe wäre ich wirklich unendlich dankbar - inzwischen hab ich bei jedem Weinen Angst, dass er Hunger hat - ein absolut fürchterliches Gefühl...

Ich hoffe, ich hab nichts vergessen. Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend wünscht Euch
das Banänsche
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koalina
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von koalina »

Hallo Banänsche,
ich reiche dir mal eine Tasse Tee und Schoki rüber ((( )))
Das, was du erlebst, hatten wir vor kurzem auch. Es zerriss mich als der KiA uns die Gedeihstörung diagnostizierte, welche sich im Nachhinein als Unfug heraus stellte. Die PRE liegt hier immer noch ungeöffnet :lol: dank SuT!!!!
Es meldet sich sicher bald ein StillMod.
Euch alles Gute!
koalina :piepmatz:
--.-'-;@

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Brianna
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von Brianna »

Ob dein Kind zugefüttert werden muss, kann ich als Laie nicht beurteilen. Wenn zufüttern nötig ist, ist die Flasche aber bestimmt die schlechteste Alternative. Schau in der Linksammlung Stillwissen mal nach stillfreundlichen Zufüttermethoden.

Wenn die Gewichtsentwicklung nicht normal sein sollte, ist tägliches wiegen wahrscheinlich notwendig. Wenn ihr morgen eh zur Apotheke geht, fragt mal nach, ob sie auch geeichte digitale Babywaagen verleihen.

Ich drück die Daumen, dass dir deine Sorgen schnell genommen werden können und wenn doch Anlass zur Sorge besteht, dass die Änderung eures Stillverhaltens ausreicht.

Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
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banänsche
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von banänsche »

Danke ihr zwei, Waagen verleiht die Apotheke auf jeden Fall, das weiß ich. Bin mal gespannt, was das Wiegen gleich ergibt :)
Wünsch euch einen schönen Tag!
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Teazer
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von Teazer »

Guten Morgen Banäsche,

ich melde mich später ausführlich bei Dir.
12.05. 2995 g Geburt KH
20.05. 2900 Hebamme (Federwaage)
Wurde in der ersten Woche nicht gewogen? Was steht denn bei der U2 für ein Gewicht im U-Heft?

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von Caitrionagh »

Hallo,

bei uns war es ganz ähnlich wie bei euch: guter Stillstart, gut zugenommen, aber nur ca. 6 Mahlzeiten am Tag und lange Nachtschlafzeiten. Bei Schüben hat meine Maus nur 1-2 Mahlzeiten mehr verlangt, sodass ich vermutlich dann nicht genug Milch hatte. Nach drei Monaten sollten wir zufüttern... ich hab sie dann alle zwei Stunden oder öfter mit Wechselstillen gestillt. Es hat ungefähr 5 Tage gedauert, bis ich "Resultate" gesehen habe, sie hat schön zugenommen :) Ich hab meine auch schlafen lassen, aber angelegt, wenn ich merkte, dass sie wach war.

Ich drücke euch die Daumen, dass alles klappt!
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banänsche
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von banänsche »

Hallo Caitrionagh, ja, so machen wir das auch im Moment, und ich hoffe sehr, dass es hilft. Freut mich zu lesen, dass es bei euch geholfen hat :)

Hallo Teazer, danke für deine Antwort. Ich hab nochmal ins U-Heft geschaut, Gewicht am 15.05. war 2.720 g (das niedrigste gemessene Gewicht). Heute in der Apotheke waren es 4.060 g.

Liebe Grüße vom banänsche
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von koalina »

Ich hab s mal zusammenkopiert...
banänsche hat geschrieben: 12.05. 2995 Geburt KH
15.05. 2720 (U2) niedrigstes gemessenes Gewicht
20.05. 2900 Hebamme (Federwaage)
22.05. 2970 (KiA, Standwaage)
26.05. 3100 (KiA)
29.05. 3165 (Hebamme)
01.06. 3300 (KiA)
03.06. 3410 (Hebamme)
08.06. 3600 (KiA)
15.06. 3610 (Hebamme)
22.06. 3740 (Hebamme)
29.06. 3880 (Hebamme)
08.07. 3935 (KiA)
10.07. 4000 (Apotheke, Standwaage)
11.07. 3980 (Apotheke)
13.07. 4060 (Apotheke)
Sind denn die Messungen in der Apotheke überhaupt vergleichbar? Das müssten dann ja dieselbe Uhrzeit etc sein...
Evtl macht es Sinn zuhause unter denselben Bedingungen zu wiegen, aber dazu wird Teazer bestimmt später noch was schreiben.

Viele Grüße
koalina
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Teazer
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von Teazer »

Hallo!
banänsche hat geschrieben:Bis letzten Mittwoch war alles gut, Hebamme und Kinderärztin waren mit dem Gewicht des Kleinen immer zufrieden, weshalb mir alles aus dem Gesicht gefallen ist, als diesen Mittwoch die Kinderärztin meinte, er hätte viel zu wenig zugenommen und das wir auf jeden Fall zufüttern sollen.
Oje, was für ein Schreck. ((())) Dann schauen wir uns gleich mal die Gewichtsentwicklung an. Danke, koalina, fürs Zusammentragen.
12.05. 2995 Geburt KH
15.05. 2720 (U2) niedrigstes gemessenes Gewicht
20.05. 2900 Hebamme (Federwaage)
22.05. 2970 (KiA, Standwaage)
26.05. 3100 (KiA)
29.05. 3165 (Hebamme)
01.06. 3300 (KiA)
03.06. 3410 (Hebamme)
08.06. 3600 (KiA)
15.06. 3610 (Hebamme)
22.06. 3740 (Hebamme)
29.06. 3880 (Hebamme)
08.07. 3935 (KiA)
10.07. 4000 (Apotheke, Standwaage)
11.07. 3980 (Apotheke)
13.07. 4060 (Apotheke)
Die Zunahme der ersten zwei Monate liegt mit 1340 g minimal unter den von der WHO als Mindestzunahme empfohlenen 1360 g. Während die Zunahme anfangs bei durchschnittlich 220 g pro Woche im Normalbereich lag, ist sie in den letzten vier Wochen allerdings auf 110 g durchschnittlich pro Woche gesunken. Es war also richtig, dass Eure KiÄ Euch auf die geringe Zunahme hingewiesen hat.
Ihr Ratschlag: Soviel Pre wie er will, egal welches Fläschchen, nach der letzten Mahlzeit.
Diese Empfehlung ist aus stillberaterischer Sicht nicht sinnvoll. Erst einmal arbeiten wir am Stillmanagement. Wenn das keine verbesserte Zunahme bringt, können wir stillfreundlich, stillunterstützende Mengen abgepumpter Muttermilch oder PRE füttern.
Ich muss leider sagen, dass ich sehr skeptisch bin, was ihre Ratschläge angeht. Sie meinte auch, dass ich "definitiv weniger Milch hätte, da meine Brüste weicher seien als noch vor einigen Wochen".
Das ist tatsächlich eine völlig normale Veränderung, sonst würden wir ja während der gesamten Stillzeit mit Betonbrüsten herum laufen. [emoji38]
Seit Mittwoch haben wir also die künstliche Milch hier rumliegen und hadern täglich mit uns, ob wir sie verwenden sollen.
Aber von vorn (ich weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll...). Vor besagtem Mittwoch haben wir wohl zu selten gestillt (Abstand zwischen 2 und 3 Stunden tagsüber, nachts schläft der Kleine seit Geburt zuverlässig mindestens vier Stunden, eher sechs). Wir haben seitdem tagsüber konsequent alle zwei Stunden angelegt, mit Wechselstillen. Nachts hab ich ihn nach wie vor schlafen lassen, schätze allerdings, dass das nicht vorteilhaft ist :/
Nein, ist es leider nicht. Manche Babys melden sich nachts zu selten. Du solltest ihn tagsüber nach 2h und nachts nach 3h (jeweils von Stillbeginn zu Stillbeginn gerechnet) stillen. Längere Pausen dürfen sich nur gut gedeihende Babys leisten.
Außerdem sind wir am Freitag und Samstag in der Apotheke zum Wiegen gewesen, werde Montag auf jeden Fall nochmal hin.
Du wirst eine eigene Waage benötigen und damit täglich unter gleichen Bedingungen wiegen. Wichtige Infos zum korrekten Wiegen findest Du hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=119734
Nun zum eigentlichen Problem: Ich will den Kleinen auf gar keinen Fall hungern lassen.
Hungern soll Dein Liebling keinesfalls. Durch tägliches Wiegen wissen wir sehr schnell, ob die Maßnahmen greifen.
Ich bin mir eigentlich total sicher, dass ich genug Milch habe und eine "Mehrproduktion" nur entsprechend angeregt werden muss.
Das denke ich auch, zumal die Zunahme anfangs gut war. Vermutlich reicht häufigeres und längeres Stillen bereits aus.
Allerdings kann ich überhaupt nicht einschätzen, wie lange das dauert und wie lange wir ihm das zumuten können bzw ob wir lieber direkt zufüttern sollen und dann lieber versuchen sollen, davon wieder wegzukommen.
Gerne begleite ich Dich dabei.
08.07. 9 x gestillt, 4 nasse Windeln, 5 volle Windeln
09.07. 7 x gestillt, 3 nasse Windeln, 4 volle Windeln
10.07. 10 x gestillt, 3 nasse Windeln, 6 volle
11.07. 12 x gestillt, 6 nasse, 5 volle
Das sieht gut aus.
Stillen klappte von Anfang an sehr gut. Er saugt sehr stark und konzentriert, keine Andockprobleme. Später Probleme mit Brustsoor und direkt danach eine Brustentzündung, inzwischen beides vollständig weg.
Super. Wann war die Soorinfektion? Hatte Dein Baby Symptome, nur Du oder Ihr beiden?
Flasche bisher nein, Hütchen wurden kurzfristig verwendet (ca 3 Tage), Schnuller wurde ca 10 Mal probiert, nahm er am Anfang noch ganz gerne, inzwischen gar nicht mehr.
Gut. Künstliche Sauger wären auch kontraproduktiv.
Bitte versteht mich nicht falsch, ich will auf gar keinen Fall, dass unser Kind zu wenig Essen bekommt. Ich will aber auch nicht UNNÖTIG zufüttern und damit evtl einen Schritt in Richtung Abstillen machen. Für Hilfe wäre ich wirklich unendlich dankbar - inzwischen hab ich bei jedem Weinen Angst, dass er Hunger hat - ein absolut fürchterliches Gefühl...
Das kann ich alles gut verstehen. Wir arbeiten daran, dass sich die Zunahme wieder normalisiert.

Meine Empfehlungen auf einen Blick:

- mindestens 10-12x stillen in 24h
- tagsüber alle 2h, nachts alle 3h spätestens stillen
- effektives Stillen über 20-30 min pro Stilleinheit
- Wechselstillen und Brustkompression nutzen
- täglich Gewicht, Stillfrequenz und Windeln (nur nass: Urin / alle schmutzigen: Stuhl) dokumentieren

Wir können das Ruder sicher noch herum reißen. Was meinst Du dazu?

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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Re: Ein Problem gelöst, das nächste steht vor der Tür :/

Beitrag von banänsche »

Hallo Teazer,

lieben Dank für Deine Antwort. Das klingt in meinen Ohren alles gut und machbar. Ich besorge mir so schnell es geht eine Waage und dann kanns losgehen!

Nachts alle drei Stunden stillen wird auf jeden Fall hart - gottseidank bin ich nicht mehr so verkrampft wie am Anfang, was Schlafen neben dem Kleinen angeht. Hab allerdings immer noch Angst, ihn zu ersticken :/
Die Infos zum Wiegen werd ich mir durchlesen, das sollten wir hinbekommen!
Vermutlich reicht häufigeres und längeres Stillen bereits aus.
Ich lege ihn im Moment immer höchstens eine Stunde an (davon trinkt er nur die erste Zeit (max ne halbe Stunde) effektiv, danach nuckelt er gerne noch rum. Ich dachte allerdings, dass das die Milchproduktion vielleicht anregen kann...Nach einer Stunde max ist Schluss bisher. Das reicht auch, oder? Ganz selten ist er bereits nach 20 min zufrieden - das kam bisher erst zweimal vor. Er hat m.E. ein großes Saugbedürfnis - das war von Anfang an so.
Allerdings kann ich überhaupt nicht einschätzen, wie lange das dauert und wie lange wir ihm das zumuten können bzw ob wir lieber direkt zufüttern sollen und dann lieber versuchen sollen, davon wieder wegzukommen.
Gerne begleite ich Dich dabei.
Vielen lieben Dank, das ist soooo viel wert!!!
Wann war die Soorinfektion? Hatte Dein Baby Symptome, nur Du oder Ihr beiden?
Der Kleine hatte zuerst Mundsoor, leider wusste ich nicht, dass das bei mir mitbehandelt werden muss. Bei mir wurde das am 10.06. diagnostiziert, war nach etwa einer Woche dann wieder weg.
Hier ist der entsprechende Thread dazu:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=194205
Meine Empfehlungen auf einen Blick:

- mindestens 10-12x stillen in 24h
- tagsüber alle 2h, nachts alle 3h spätestens stillen
- effektives Stillen über 20-30 min pro Stilleinheit
- Wechselstillen und Brustkompression nutzen
- täglich Gewicht, Stillfrequenz und Windeln (nur nass: Urin / alle schmutzigen: Stuhl) dokumentieren
Alles klar, wird gemacht! :)
Wir können das Ruder sicher noch herum reißen.
Das wäre so schön! Nachdem ich nach Soor und Brustentzündung eigentlich nur noch abstillen wollte, bin ich inzwischen Riesenstillfan und würde wirklich gerne dabei bleiben. Vllt hat mein Körper das mit dem Abstillen direkt in die Tat umgesetzt und weniger Milch produziert...zeitlich würde es genau hinkommen...der Soor war wirklich ziemlich schmerzhaft, und mit zusammengebissenen Zähnen zu stillen hat den Milchfluss wahrscheinlich nicht unbedingt gestärkt :(
Seitdem das weg ist, ist allerdings alles superentspannt und schön. Hoffe, es bleibt so :)

Liebe Grüße und einen schönen Abend
(ajo, und auch von mir danke, koalina, fürs Zusammenfügen) :)
seit Mai 2015 Mama vom Pfläumchen
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