Erstmal: ENTSCHULDIGT den Roman
Ich bin neu hier, weil ich ENDLICH, nach 4 Wochen, meinen schwer herzkranken Sohn stillen darf und befürchte, dass er eine Saugverwirrung entwickelt hat bzw. am entwickeln ist. Da der kleine Mann von Beginn an mit abgepumpter MuMi aus der Flasche oder per Sonde gefüttert wurde, weil er zu schwach zum Trinken war, durfte ich ihn erstmal nicht stillen. Letzten Sonntag durfte ich ihn dann ENDLICH anlegen, da er mittlerweile ganz normal trinkt. Alle waren sehr erstaunt, wie gut und selbstverständlich er an der Brust trank. Er hat auch richtig zugelangt, sodass ich sogar ein bisschen "Ärger" von den Schwestern bekommen habe, da er nicht so viel auf einmal darf. Bis gestern hat das Stillen auch wirklich gut geklappt, doch gestern fing er plötzlich an zu treten, zappeln, sich zu räkeln und den Kopf MIT BRUSTWARZE IM MUND durch die Gegend zu werfen oder in die Brust zu drücken. Außerdem dockt er zwischendurch ab und quengelt dann teilweise. Da ich ihn vor und nach jedem stillen wiegen muss weiß ich, dass er nicht mehr so viel trinkt wie die letzten Tage, außerdem dauert eine Sitzung statt 20 Minuten nun locker eine Stunde (was den Schwestern hier nicht sehr schmeckt!). Er schläft (aus Frust?) immer wieder ein, sodass ich ihn wachstreicheln muss, damit er wenigstens ein bisschen nuckelt um die Milch zum Laufen zu bekommen. Ich bin schrecklich verzweifelt, das Stillen das einzige ist, was NUR ICH ihn geben kann und nicht irgend eine Schwester oder sonst wer. Ich weiß, dass ich alle künstlichen Sauger weg lassen müsste, um einer Saugverwirrung entgegen zu wirken. Leider kann ich das hier auf Station nicht, denn er bekommt hier Schnulli (ob ich nun will oder nicht) da er sich nicht aufregen soll und die Schwestern ihn mit Schnuller getränkt mit SAB schnell beruhigen können und er wird, wenn ich nicht hier bin, mit der Flasche gefüttert. Noch darf ich mit ihm nicht ins Mutter-Kind-Zimmer, sodass ich auch das nicht verhindern kann. Außerdem darf er EIGENTLICH nur alle 3 Stunden was essen (ist hier einfacher für die Schwestern, damit sie den Überblick über die Essenszeiten nicht verlieren). Nun hab ich angesprochen, dass ich ihn zumindest heute bei jedem meckern anlegen darf, damit er nich immer gleich eine Flasche bekommt, wenn er eine Stunde nach dem Stillen schon wieder Hunger hat. Diese Ausnhmegenemigung gab es nur unter Protest und ich vermute, dass ich das nicht lang so durchziehen darf.
Was kann ich unter den Gegebenheiten hier tun, um einer Saugverwirrung entgegenzuwirken?
Drei Stillberaterinnen habe ich bereits konsultiert, 2 davon sind im Urlaub, die dritte hat noch nicht geantwortet.
LG, Doglove