Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

carolina hat geschrieben:Ja, soll denn die Tagesoma zuhause bleiben, nur damit das Kind nicht im Wagen einschläft? Sie scheint ja nicht extra rumzulaufen, damit das Kind seinen Schlaf bekommt, sondern der Rückweg von den Aktivitäten ist halt die Schlaffalle?
Könnten die beiden den Rückweg denn anders machen, also ohne Wagen? Also Bus fahren / zu Fuss gehen, Roller, Laufrad, Bobbycar mit Schiebestange, so etwas?
Das hat Pale glaube ich noch nicht gelesen, dass die TaMU das nicht darauf anlegt (danke für dein Mitgefühl, Pale, ja, unsere Vorgeschichte verstärkt das Ganze dann doch auch etwas).

Carolina, ja, das könnte sie. War ja auch genau meine Intention, als ich sie bat, die Maus nicht mehr schlafen zu lassen. Das macht sie auch, wenn ich vehement darauf bestehe. Aber sie schaut dann immer ganz missbilligend und lässt mehr oder weniger direkt durchblicken, dass ich das arme Kind leidtut. Was ich, wie ich nicht müde werde zu betonen, wirklich, wirklich verstehen kann. Sie ist ja abends nicht dabei.
Und ich möchte mein Kind nicht anschreien. Ich will nicht so sein. Ich will nicht der Zombie sein, der "SCHLAF JETZT!!!!!!!!!!!!!!" brüllt, total hirnrissig, ich weiß. Aber wie gesagt, mein Leben besteht ja jetzt nach zweieinhalb Jahren nicht mehr nur noch aus Kind in den Schlaf begleiten. Ich habe tausend andere Baustellen im Kopf. Und mein Mann auch. Oft versucht erst er es, dann übernehme ich wieder, dann wieder er... Eigentlich geht es derzeit wieder nur mit mir.
Oft muss ich sie richtig festhalten, sie brüllt und wehrt sich dann, ganz furchtbar, ich weiß, aber sie kommt einfach nicht runter...
Liebe Grüße,

Nelly mit ihren drei Mädels (2012, 2016 und 9/2019)
Lösche Benutzer 17612

Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Ach so, das war mir nicht klar. Es geht quasi um eine Stunde, die die Oma ja auch mal nach hinten rausziehen kann. Ich hatte eher das Bild im Kopf dass das Kind bis 16 oder 17 Uhr zur Tagesmutter geht und die Oma es dann von 12 bis 16 Uhr knatschig beschäftigen soll. In dem Fall finde ich es aber für die Oma ja durchaus human. Allerdings finde ich es eben sowohl für Euch als auch für das Kind nicht optimal, wenn das Kind dann 3 Stunden lang so übermüdet ist. Für mich selbst ist es die totalw Quälerei wenn ich irgendwo bin, und meinen Tiefpunkt überwinden muss. Und meider dauert meist nur eine halbe Stunde bis Stunde.
Dass Du Dich zusammenrreißen sollst habe ich nicht geschrieben, ich verstehe das sehr gut weil ich genau das durch hatte, nur dass ich von daheim aus gearbeitet habe und das Kind immer um mich hatte und deshalb Meinungsverschiedenheiten mit der Oma flach fallen. Und auch dass man sich dann ausgekotzt und gereizt fühlt. Insbesondere wenn man ein so körperliches Kind hat. Mein Sohn hat lange so an mir geknibbelt, dass es echt weh tat. Beim Einschlafen an mir herumgepopelt, und selbst wenn er seinen Kopf auf mir abgelegt hat hat er ihn irgendwie so aufgedrückt, dass es richtig unangenehm war.
Ich finde Du darfst aber halt ruhig auch für Dich Freiraum fordern, insbesondere weil ihr ja die Chance dazu habt, es zu tun. Wenn Du nachmittags eine Stunde für Dich hast, dann hast Du auch abends wieder mehr Nerven für das Einschlafen. Und bei diesem Maltraitieren meines Körpers hab ich irgendwann die Konsequenz gezogen und gesagt er muss alleine einschlafen, wenn er nicht aufhört mir weh zu tun. Ich bin dann ein paar Mal rausgegangen , und dann hat es geklappt. Und natürlich darfst Du auch mal laut werden, wenn Dein Kind Dir zu sehr zusetzt. Wir sind alle nur Menschen, ich frag mich warum Mütter immer von sich erwarten, Übermenschliches leisten zu wollen.
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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Missy hat geschrieben:Könntest du nicht du nicht die Stunden bei der Tagesmutter erhöhen und DEINE Zeit auf mittags/nachmittags verlagern?
Missy, das geht leider bei dieser Tagesmutter nicht. Sie ist wie gesagt über 70 und nur von Idealismus getrieben und will natürlich sich nicht die ganze Woche verplanen lassen.
Das habe ich vor einem Jahr, als ich mich für sie entschieden habe, unterschätzt. Ich wollte mich nicht so lange von meinem Kind denken und dachte, die 15 Stunden reichen dicke. Jetzt haben wir einen Kindergartenplatz ab Dezember und vorher möchte ich nicht wechseln. Wie gesagt, ich bin ganz, ganz happy mit der Tagesoma ansonsten. Auch weil sie so toll zu meiner Tochter ist. Wir sehen die Großeltern recht selten und da ist sie wirklich eine Art Ersatz.
Liebe Grüße,

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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

denken=trennen
Liebe Grüße,

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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

EllenRipley hat geschrieben: Ich finde Du darfst aber halt ruhig auch für Dich Freiraum fordern, insbesondere weil ihr ja die Chance dazu habt, es zu tun.
Wir sind alle nur Menschen, ich frag mich warum Mütter immer von sich erwarten, Übermenschliches leisten zu wollen.
Genau darum geht es gerade. Um die eigene Belastbarkeit. Natürlich könnte mein Mann auch noch ein bisschen mehr über seine Grenzen gehen. Ich mache schon mehr (wie wahrscheinlich viele von euch). Aber ich bin auch diejenige, die das mit DIESER Tagesmutter unbedingt wollte. Es hätte auch andere mit einem größerem Betreuungsumfang gegeben. Oder eben die Kita. Wollte ich alles nicht. Weil ICH für mein Kind da sein wollte. Und er trägt das alles mit. Er muss ja auch irgendwann seinen Kram machen. Er hat ja nicht "nur" 10 Stunden (plus eigentlich Homeoffice).
Meine Lösung war (ist es an den Tagen an denen ich dafür zuständig bin), den Mittagsschlaf wegzulassen. Eben um mich nicht mehr zu überfordern. Leicht mache ich es mir dadurch auch nicht, denn dann habe ich halt tagsüber nonstop Action. Und es ist wirklich, wirklich heavy. Teilweise konzipiere ich parallel zur Bespaßung eine Klassenarbeit. Wenn ich gerade mal kurz herumhaushalte, zerstört sie unser Inventar. Aber ihr kennt das ja.
Das hebt meine Stimmung den ganzen Tag: "Heute Abend geht es schnell." Lieblos, aber wahr.
In diesem Moment stelle ich mein Bedürfnis nach Ruhe über ihres nach Mittagsschlaf. Sie hat davon, dass ich sie abends nicht mehr anschreie. Festhalten muss ich sie meist trotzdem, damit sie ruhig wird. Finde ich auch ganz schlimm, aber sie ist sooo rastlos....
Liebe Grüße,

Nelly mit ihren drei Mädels (2012, 2016 und 9/2019)
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PaleFire
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von PaleFire »

carolina hat geschrieben:Ja, soll denn die Tagesoma zuhause bleiben, nur damit das Kind nicht im Wagen einschläft? Sie scheint ja nicht extra rumzulaufen, damit das Kind seinen Schlaf bekommt, sondern der Rückweg von den Aktivitäten ist halt die Schlaffalle?
Könnten die beiden den Rückweg denn anders machen, also ohne Wagen? Also Bus fahren / zu Fuss gehen, Roller, Laufrad, Bobbycar mit Schiebestange, so etwas?
Ich hatte das erst nach Absenden meines Beitrags gelesen, dass sich der Mittagsschlaf quasi auf dem Heinweg "ergibt". Das ist natürlich noch mal was anderes. Aber auch dafür gibt es, wie Du ja auch schreibst, sicher Lösungen, die ein Nicht-Einschlafen des Kindes beinhalten. :wink:
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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

PaleFire hat geschrieben:
carolina hat geschrieben:Ja, soll denn die Tagesoma zuhause bleiben, nur damit das Kind nicht im Wagen einschläft? Sie scheint ja nicht extra rumzulaufen, damit das Kind seinen Schlaf bekommt, sondern der Rückweg von den Aktivitäten ist halt die Schlaffalle?
Könnten die beiden den Rückweg denn anders machen, also ohne Wagen? Also Bus fahren / zu Fuss gehen, Roller, Laufrad, Bobbycar mit Schiebestange, so etwas?
Ich hatte das erst nach Absenden meines Beitrags gelesen, dass sich der Mittagsschlaf quasi auf dem Heinweg "ergibt". Das ist natürlich noch mal was anderes. Aber auch dafür gibt es, wie Du ja auch schreibst, sicher Lösungen, die ein Nicht-Einschlafen des Kindes beinhalten. :wink:

Ja, genau, die gibt es, die wurden auch schon praktiziert. Aber die Tagesoma ist ihrer Linie wie gesagt sehr treu, zum Wohl des Kindes, das schätze ich auch sehr. Ich könnte es jetzt darauf anlegen und mich durchsetzen. Aber ich hadere ja selbst mit mir in diesem Punkt. Ich weiß, dass sie es wirklich aus den integersten Motiven so macht, wie sie es macht. Weil sie eben von ihrem Standpunkt überzeugt ist.
Vielleicht akzeptiere ich es einfach, wie vorhin bereits jemand schrieb, dass ich das Zepter an vier Tagen in der Hand habe und ziehe daraus meine ganze Kraft :wink: und lasse sie an den verbleibenden drei Tagen in ihrem Sinne wirken.... Muss ich mich abends nur besser in den Griff bekommen.
Liebe Grüße,

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PaleFire
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von PaleFire »

Nelly2012 hat geschrieben:
EllenRipley hat geschrieben: Das hebt meine Stimmung den ganzen Tag: "Heute Abend geht es schnell." Lieblos, aber wahr.
In diesem Moment stelle ich mein Bedürfnis nach Ruhe über ihres nach Mittagsschlaf.
Das ist nicht lieblos, das ist total verständlich! Das denke ich (innerlich frohlockend) regelmäßig! Mach Dich nicht auch noch zusätzlich fertig, indem Du Dich als schlechte Mutter darstellst. Das bist du sicher nicht.

Ansonsten, falls der Mittagsschlaf bei der TaO nicht zu kippen ist, würde mir noch total unpädagogisch (und das schreibe ich als Hochschulpädagogin :oops: ) einfallen, dass Du ihr abends einfach mal ne halbe Stunde (oder kürzer, je nachdem) das Ipad/Handy in die Hand drückst und sie irgendwas wie Peppa Wutz (die neue Favoritin unserer Kleinen :lol: ) gucken lässt. Ganz ehrlich, ich habe mich da von hehren Idealen à la "kein Medienkonsum vor dem dritten Geburtstag" inzwischen verabschiedet. Mein Kind ist ähnlich "interaktiv" und fordernd wie Deins, und ich bin mir sicher, ich würde auch komplett durchdrehen, wenn sie abends bis 22/23 Uhr wach wäre. Allein der Gedanke macht mir Schnappatmung. :lol: Also, wenn's nicht anders geht und vielleicht wenigstens kurzfristig hilft, die Gemüter zu entspannen und eine kleine Auszeit zu verschaffen - warum nicht mal so was probieren?
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PaleFire
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von PaleFire »

Ups, falsch zitiert... :oops:
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jali
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von jali »

Wir hatten hier das gleiche Problem. Meine Tochter schlief immer wenig und lange Zeit sehr schlecht. Mit 2 Jahren wurden dann die Nächte besser und ich bekam sie Mittags nicht mehr zum schlafen. Sie hielt einfach durch bis zum Abend. Bei der Tagesmutter gab es ein Ritual, bei dem sich die Kinder zusammen ins Bett kuschelten und meine Tochter war zwar wohl öfter ein ganzes Weilchen wach, schlief aber irgendwann ein und war dann zu Hause bis in die Puppen wach. Der Tagesmutter war ihre Pause wichtig und wollte so lange nicht darauf verzichten, wie sie das Gefühl hatte, dass meine Tochter sich freut sich mit den anderen Kindern ins Bett zu kuscheln. Ich habe dann nicht auf das Streichen des Mittagsschlafes gedrängt, sondern die Zähne zusammen gebissen. Ich meine irgendwann hat die Tagesmutter dann auch angefangen meine Tochter nach einer halben Stunde sanft zu wecken, was ein bisschen Besserung brachte. Meine Tochter lässt sich allerdings recht gut wecken und war immer gleich voll da und gut gelaunt. Richtig gut wurde es erst mit dem Wechsel in den Kinderladen. Vielleicht könnt ihr mit der Tagesmutter mal ein bis zwei Probewoche ohne Mittagsschlaf vereinbaren, in der sie zur typischen Schlafenszeit zu Hause sind und dann mal schauen, ob sich die Quengeligkeit deiner Tochter nach ein paar Tagen bessert und ob es für die Tagesmutter von der Belastung so tragbar ist. Das Einknicken zu den gewohnten Schlafenszeit gibt sich nämlich meiner Erfahrung nach oft, wenn man mal ein paar Tage auf den Schlaf verzichtet hat, dann passt sich nämlich auch der Nachtschlaf an und wird entsprechend länger.
Mit zwei Töchtern (2011 und 2014)
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