Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Nelly2012
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Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Bräuchte mal wieder eure geschätzte weil so differenzierte Meinung. Sagt mir ruhig, wenn ihr findet, dass mein Verhalten "gemein" o.ä. meinem Kind gegenüber ist. Ich weiß durchaus, Schlafentzug ist eine Foltermethode, habe ich in den ersten 18 Monaten auch echt (wie so viele hier) leidvoll erfahren.
Mein Kind ist (meinem Empfinden nach, es ist mein einziges Kind und ich mag ihr Verhalten nicht pathologisieren, um meines zu beschönigen bzw. rumzujammern :D ) sehr, sehr aufgeweckt, hat unglaublich viel Energie und braucht wenig Schlaf. Im Schnitt kommt sie wohl auf ca. 10 Stunden insgesamt, der Mittagsschlaf, sollte es einen geben, ist da mit drin.
Und da kommen wir zum Kernproblem. Mein Kind geht an drei Tagen die Woche zur Tagesoma. Sie ist ein Segen, ich bin so froh, sie zu haben, schätze die persönliche Beziehung und ihr Umgehen mit meinem Kind sehr. Die Tagesoma (sie ist über 70) hat an zwei Tagen noch einen kleinen Jungen bis 12 Uhr.
Nun wird meine Tochter, wenn sie einen Mittagsschlaf hat, abends nicht müde. Wir sprechen dann davon, dass hier bis halb elf, elf Halligalli ist. Nichts mit ruhig Buch anschauen (alleine...). Fernsehen ginge wohl, das möchte ich aber nicht, sie ist zweieinhalb. Sie will bespaßt werden, wie auch vorher den ganzen Tag. Das ist auch tagsüber echt ok, das mache ich auch echt gerne, aber abends möchte ich gerne eine Stunde für mich. Muss ich das zurückstellen, wenn es um die Bedürfnisse (?) meines Kindes geht? Mein Mann kann sie auch bespaßen, ja, aber meistens findet das ja im Wohnzimmer statt und da kann ich auch nicht in Ruhe liegen, irgendwas Ungesundes essen (von dem ich nicht möchte, dass es ihre Hauptnahrung wird) und fernsehen (wenn ich nicht möchte, dass sie abends fernsieht). Und von meinem Mann möchte ich auch nicht verlangen, dass er hier abends den Entertainer spielt, wenn ich da keine Lust mehr zu habe. Er arbeitet viel von zuhause aus und ist auch tagsüber recht präsent. Apropos arbeiten. Ich bin auch berufstätig und bräuchte die Stunde abends Ruhe wirklich sehr. Das zeigt sich mir daran, dass ich beim abendlichen Zubettgehen (mit Mittagsschlaf) echt richtig aggressiv werde. Gestern zum Beispiel. Ich war wirklich sehr, sehr entspannt, sagte mir, dass es egal sei, ob ich nochmal runter käme, dass ich jetzt ruhig bliebe und ganz geduldig. Ha. Nach einer Stunde (und ich wollte nicht mehr runtergehen mit ihr zusammen und mir da das Rumgerenne und Sachen-durch-die-Gegend-Schmeißen geben. Ich wollte, dass sie schläft. Um zehn. Mann. Der Mann hat es zwischenzeitlich auch versucht, da hat sie nach mir geweint. Obwohl ich sie vorher derbe angeschrien habe. Weil sie einfach nicht müde war, ich aber schon. Sie mir aber im Gesicht ect. rumgefummelt und da herumgemurmelt hat. Ich komme zum Punkt. Wegen meines abendlichen Ausrastens habe ich beschlossen, dass es für alle Beteiligten besser ist, sie macht keinen Mittagsschlaf mehr. Dann schläft sie viel schneller ein. Dann dauert es nur ca. eine halbe Stunde und um spätestens halb 10 habe ich frei.
So. Als ich die Tagesoma darum gebeten habe, sie mittags nicht mehr schlafen zu lassen, war sie nicht einverstanden. Zur Erklärung: Sie schläft mittags nicht "von selbst", sondern wird im Wagen herumgefahren. Im Auto würde sie auch schlafen, aber man kann sich mittags nicht mit ihr hinlegen und sie schläft. Sooo nötig kann sie dann aber doch den Mittagsschlaf nicht haben oder? Es stimmt und da verstehe ich die Tagesmutter, dass sie wirklich mittags sehr knatschig wird, nur noch kuscheln (und fummeln) will und einem wirklich leidtun kann. Aber gegen Abend dreht sie verlässlich wieder auf. Mit und ohne Mittagsschlaf. Und das im Kopf habend, fällt es mir nicht wirklich schwer, sie mittags "leiden" zu lassen. Allerdings habe ich bei der Tagesoma das Gefühl, gegen die Bedürfnisse meines Kindes zu argumentieren und es mir leicht machen zu wollen.
Ich muss aufhören, aber vielleicht kann ja schon die ein oder andere mir ihre Meinung zu unserer Situation sagen.
Liebe Grüße,

Nelly mit ihren drei Mädels (2012, 2016 und 9/2019)
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Sabina
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Sabina »

Ich weiss einfach von unseren Omas, dass sie die Auszeit am Mittag ganz dringend brauchen, wenn sie regelmässig die Kids hüten. Sie (beide U70, respektive sogar U60 und noch sehr fit und mitten im Berufsleben aber eben nicht mehr 30) können kräftemässig einfach nicht mehr den ganzen Tag ein Kleinkind bespassen und das regelmässig an drei (!) Tagen pro Woche. Sie brauchen eine Pause. Sei das nun eine halbe oder eine ganze Stunde oder 'nur' eine ruhige Spielstunde im Zimmer alleine. Ich verstehe DICH sehr gut, habe ich doch auch gerade so ein Kind (Jan. '13) zuhause. Auch sie schläft abends bis 22 Uhr oder später nicht ein wenn sie am Mittag schläft. Aber ich denke, dass du nicht viel daran ändern kannst ausser abzuwarten. In einem halben Jahr wird deine Tochter schon viel verständiger sein. Dann ist vielleicht auch die Oma einverstanden sie mal eine halbe Stunde (mit Raum nach oben) spielen zu lassen und das als 'Zimmerstunde' zu deklarieren. Das kann man einem dreijährigen Kind schon gut erklären. Kann man sich am Anfang nicht vorstellen, klappt aber wirklich gut. Bis dahin wünsche ich dir viel Durchhaltevermögen und ruhige Abende an den verbleibenden Abenden.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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Franziska
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Franziska »

Hallo.
Also erstmal solidarische Grüße! Ich hab auch 2 Wenig Schläfer. Und ich weiss wie zermürbend es sein kann wenn Abends keine Ruhe einkehrt und man gern mal Zeit nur für sich hätte.
Jetzt kommt mein ABER. ;)

Ich finde du verlangst zu viel von deinem Kind. Zum einen ist sie erst 2 1/2. Genauso alt wie mein Kleiner.
Ein Buch allein anzuschauen, sich allein zu beschäftigen und dich "in Ruhe lassen", das kann sie in dem Alter schlicht noch nicht. Socher geht das mal ein paar Minuten, aber nicht in dem Rahmen den du gern hättest.
Versuche dir doch mal vor Augen zu führen WIE klein sie noch ist...
Wenn ich Tage habe an denen ich mal wieder 4.30h im Wohnzimmer sitze mit putzmunterem Kind nach 5h Schlaf für mich, dann halte ich mir selber immer wieder vor Augen das mein Kind das sicher nicht absichtlich macht um mich zu ärgern. Und ich denke mir immer, wie lang ist denn die Zeit in der ich so sehr gebraucht werde? Es geht so schnell und sie sind groß. Es ist ein Wimpernschlag... auch wenn es dir jetzt ewig vorkommt. ;)

Ich finde auch, und korrigier mich bitte, das es etwas lieblos klingt wie du über sie schreibst und auch wie du reagierst.
Du sagst du bist wütend, schimpfst, schreist sie an. Warum? Weil sie nicht müde ist... du schimpfst sie aus, für etwas für das sie nichts kann... denn sie ist ja nicht absichtlich nicht müde.

Den Mittagschlaf komplett streichen halte ich für keine gute Idee. Sie ist schon noch sehr klein dafür. Evtl besteht die möglichkeit es etwas zu reduzieren?
Ab wann ist sie denn bei dir Nachmittags? Besteht die Möglichkeit das Abendprogramm etwas zu ändern? Zusammen abendbrot zu essen, waschen, ausgiebig kuscheln im Bett?
Vielleicht will sie einfach nur noch mehr Zeit mit dir?
Liebe Grüße Franziska mit Janne & Emil an der Hand

Unsere Jungs werden geliebt, getragen, lange gestillt, eigenhändig bekocht, nicht wegorganisiert, nicht schlaf- und saubertrainiert und schlafen - so oft sie wollen - im Familienbett.
Carlotta
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Carlotta »

Ich kann dich sehr gut verstehen und plädiere für weglassen. Bei uns ist es dadurch so viel besser geworden. Ich denke auch dass die Anfangszeit etwas schwierig wird, sich nach zwei Wochen oder so aber auch sas richtig knatschig sein wegfällt. Habt ihr eventuell eh bald Urlaub und könnt es da machen?
Ansonsten wirklich nochmal mit der Oma reden und eventuell Hörbuch anbieten, da hätte die Oma auch Pause. Leo Lausemaus hat hier gut funktioniert. Ist zwar nervig aber heiß geliebt.
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

Nelly, hier ist es auch so, nur ist mein Sohn noch jünger. Ist ein Dilemma, und ich versteh auch die Oma, die wahrscheinlich die Pause braucht und auf ein knatschiges Kind verzichten kann. Wie lange schläft Dein Kind denn mittags? Bei uns reicht auch eine halbe Stunde irgendwann tagsüber und es wird spät. Und nein, mit anderem Abendablauf, baden und kuscheln erreicht man da rein gar nichts und ja, ich kann dich ganz hervorragend verstehen, dass Du irgendwann dein Kind anraunzt. Ist niemand stolz drauf, nützt natürlich gar nix, das wissen wir alle, aber ich zumindest bin halt auch nur ein (übermüdeter und genervter) Mensch.
Mittagsschlaf eine Zeitlang konsequent weglassen bringt hier übrigens auch nichts ;)
Ich kann nur raten, Geduld Geduld. Im Fernsehen kommt eh nur Mist, iss Deinen ungesunden Kram und lies ein Buch, leg Dich in die Wanne. Wechselt euch ab mit Abendbespassung, bringt ja nix, wenn beide nichts vom Abend haben. Und nach elf habt ihr dann noch 5 Minuten Paarzeit beim gemeinsamen Zähneputzen :)
Auch diese Phase geht vorbei ... irgendwann.
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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »


Ich finde auch, und korrigier mich bitte, das es etwas lieblos klingt wie du über sie schreibst und auch wie du reagierst.
Du sagst du bist wütend, schimpfst, schreist sie an. Warum? Weil sie nicht müde ist... du schimpfst sie aus, für etwas für das sie nichts kann... denn sie ist ja nicht absichtlich nicht müde.

Den Mittagschlaf komplett streichen halte ich für keine gute Idee. Sie ist schon noch sehr klein dafür. Evtl besteht die möglichkeit es etwas zu reduzieren?
Ab wann ist sie denn bei dir Nachmittags? Besteht die Möglichkeit das Abendprogramm etwas zu ändern? Zusammen abendbrot zu essen, waschen, ausgiebig kuscheln im Bett?
Vielleicht will sie einfach nur noch mehr Zeit mit dir?
Das ist ein Punkt, über den ich gerne reden möchte. Denke, keine Mutter lässt sich gerne lieblos nennen. Kann dich aber verstehen und habe selbst schon Ähnliches geschrieben.
Ja, ich bin an solchen Abenden lieblos. Total. Und ich hasse es. Gestern zum Beispiel habe ich mir ganz, ganz eindrücklich das verinnerlicht, was du hier auch schreibst. Dass sie klein ist, dass ich sie liebe usw... Ging einige Zeit gut, dann bin ich ausgeflippt. Weil mich unsere Abendsituation belastet und weil sie meine Belastungsgrenze überschreitet. Zeit mit mit hat mein Kind übrigens ganz viel.


12/2012 [emoji177]
Liebe Grüße,

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Franziska
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Franziska »

Nelly2012 hat geschrieben:

Ich finde auch, und korrigier mich bitte, das es etwas lieblos klingt wie du über sie schreibst und auch wie du reagierst.
Du sagst du bist wütend, schimpfst, schreist sie an. Warum? Weil sie nicht müde ist... du schimpfst sie aus, für etwas für das sie nichts kann... denn sie ist ja nicht absichtlich nicht müde.

Den Mittagschlaf komplett streichen halte ich für keine gute Idee. Sie ist schon noch sehr klein dafür. Evtl besteht die möglichkeit es etwas zu reduzieren?
Ab wann ist sie denn bei dir Nachmittags? Besteht die Möglichkeit das Abendprogramm etwas zu ändern? Zusammen abendbrot zu essen, waschen, ausgiebig kuscheln im Bett?
Vielleicht will sie einfach nur noch mehr Zeit mit dir?
Das ist ein Punkt, über den ich gerne reden möchte. Denke, keine Mutter lässt sich gerne lieblos nennen. Kann dich aber verstehen und habe selbst schon Ähnliches geschrieben.
Ja, ich bin an solchen Abenden lieblos. Total. Und ich hasse es. Gestern zum Beispiel habe ich mir ganz, ganz eindrücklich das verinnerlicht, was du hier auch schreibst. Dass sie klein ist, dass ich sie liebe usw... Ging einige Zeit gut, dann bin ich ausgeflippt. Weil mich unsere Abendsituation belastet und weil sie meine Belastungsgrenze überschreitet. Zeit mit mit hat mein Kind übrigens ganz viel.


12/2012 [emoji177]
Ich freu mich das du es nicjt falsch verstanden hast. Als ich es nochmal gelesen habe fand ich selber es klang sehr hart!
Wie gesagt, ich kann deine Gefühle verstehen, hab selber 2 Kinder die (für mich) viel zu wenig schlafen.

Mein Großer war 3 als wir den Mittagschlaf weggelassen haben. Es war ein halbes Jahr lang katastrophal. Er war ab 16h zu nichts mehr zu gebrauchen und nur am weinen, motzen, toben. Eben absolut übermüdet. Die Frage ist, ob dir das erwas nützen würde?
Liebe Grüße Franziska mit Janne & Emil an der Hand

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elanor
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von elanor »

Ja, man wird "lieblos". Meine Tochter schläft nicht mehr mittags seit sie 1,5 ist. Mit Mittagsschlaf hatte sie nachts einen geringeren Schlafbedarf als ich, und das geht einfach nicht, vor allem nicht, wenn der Schlaf nachts dauernd unterbrochen wird.
Schläft sie denn zuhause mittags? Am Wochenende? Wie läuft es dann?
Ich würde das mit der Tagesoma wirklich nochmal ansprechen. Und auch ihre Bedürfnisse erfragen (s.o., Pause).

Ich glaube, niemandem ist geholfen, wenn es dir schlecht geht. Und auch du darfst deine Bedürfnisse haben, und dann muss eine Lösung gefunden werden. Und die kann ja nicht sein "reiß dich zusammen und halt es aus". Was spricht denn dagegen, mal eine Woche ohne Mittagsschlaf zu probieren? Sollte es nicht klappen, könnt ihr doch immer noch zurückrudern.
G. 10/12 + J. 06/16
* 07/15
Lösche Benutzer 17612

Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Wenn das Kind mittags extrem knatschig wird ist es für mich ein klares Zeichen dafür, dass sie müde ist. Mir persönlich tut die Tagesoma mit dieser Aufgabe leid, weil es bedeutet sie muss ein knatschiges Kind mit 70!!!!! Jahren über Stunden irgendwie beschäftigen und "aushalten" , damit Du abends eine Stunde früher ins Bett kommst. Vor Allem weil sie komplett gegen ihr Bauchgefühl handeln muss das ihr sagt, dieses Kind braucht JETZT Schlaf. Ich finde die Verlagerung von "Knatschzeiten" von Euch zu der Oma nicht wirklich fair, weder der Oma noch dem Kind gegenüber.
Eines meiner Kinder war auch ein Wenigschläfer. So ab 3 hat es ganz gut geklappt, dass er abends dann einfach seine "Ruhezeit" im Kinderzimmer bekommen hat. Auch heute noch ist es so, dass wir ihn ins Bett bringen und er dann oft nochmal aufsteht und 1-2 Stunden spielt. Auch am Wochenende ist er morgens wach und spielt dann leise vor sich hin, bis wir wach werden. Ich stehe unter der Woche um 5 auf und fahre zur Arbeit, manchmal sitzt er da schon bei mir im Bad dabei ;) während man den großen Bruder quasi aus dem Bett tragen muss.
Wann holst Du die Kleine denn bei der Oma ab? Ich denke es wäre hilfreich den Abend etwas anders zu organisieren, d.h. der Papa bekommt eine Stunde komplette Auszeit und Du auch.
suri
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Registriert: 25.06.2010, 22:09

Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von suri »

Ich kann das auch nicht. Abends muss hier Ruhe sein. Wir haben dem Kindergarten damals untersagt, unseren mittleren Sohn mit zwei Jahren mittags hinzulegen, weil das hier das gleiche Theater war. Er war dann knatschig um die Mittagszeit, das stimmt. Im Kindergarten verteilt sich das auf mehrere Schultern. Bei einer älteren Tagesoma stelle ich mir das auch schwieriger vor, weil die wahrscheinlich auch einmal durchatmen muss. Aber dann würde ich lieber irgendwie versuchen das Kind früher abzuholen, wenn das möglich ist ... bei unserem Sohn gab es mittags immer einen Knick in der Laune, weil er eigentlich müde war, aber nur kurz. Wenn er durch sein kurzes Mittagstief von ca 30min durch war (er hat dann immer irgendwas ruhiges gemacht), dann ging es volle Pulle weiter.
Abends halligalli macht mich auch aggressiv und lieblos. Ich kann das soooo gut nachempfinden. Auch nächtliche Unterbrechungen kann ich gar nicht mehr.
Wenn die Tagesoma schon großes Geschuckel machen muss, damit das Kind überhaupt einschläft, braucht sie es möglicherweise wirklich nicht mehr.

Ich würde mit der Tagesoma nochmal sprechen. Vielleicht gibt es ja eine Zwischenlösung. Wie lange schläft sie bei ihr überhaupt?

Übrigens finde ich grundsätzlich, dass das Alter der Betreuungsperson nicht das Hauptargument sein sollte. Das weiß die schliesslich und bietet die Betreuung an...
Ritter '07, Drachenbezwinger '09, Prinzessin '13
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