Hallo ihr alle,
Hallo Frau Mahlzahn und Hallo ixcacienfuegos,
FrauMahlzahn hat geschrieben:Ich erinnere mich an eine Phase von Fräulein Mahlzahn, in der sie nur brüllte, schlief oder stillte. Ich hab mich damals gefragt wer zum Teufel sich die Sache mit den subtilen Hungerzeichen ausgedacht hat. Sie wurde wach, schlug die Augen auf und ... brüllte ... Durch nichts außer Brust zu beruhigen. Geschlafen hat sie auch nur unruhig und kurz. Nicht mal zum Essen hat es für mich gereicht.
Fräulein Mahlzahn war übrigens problemlos vollgestillt und kam schon als Stillprofi auf die Welt. Kurz vorm Verhungern war sie sicher nicht.
Was ich damit sagen will, solche Dinge kommen und gehen.
ixcacienfuegos hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber das mit dem hektisch und unruhig sein hat mein von Anfang an voll gestillter Sohn auch phasenweise. Manchmal ist er so frustriert, dass er einfach neben der Brustwarze andockt. Das hat mir schon den ein oder anderen Knutschfleck beschert

.
Ja, hilft mir
sehr!

Ich tendiere ja dazu sein Unruhig-Sein auf Hunger und L.s möglicherweise negativen Erfahrungen damit zurück zu führen. Solche Feedbacks von Euch rücken das etwas zurecht.

Vielen Dank! Ich finde es in der Tat hilfreich sowas mal zu hören, wenn ich mit Scheuklappen durch den Alltag gehe.
Das Unruhig-Sein gehört halt wohl
auch zur normalen Entwicklung mancher Kinder dazu. Und bedeutet bei L. sicher nicht immer
nur 'Hunger(trauma)'.
L. könnte übrigens, glaube ich, keine Knutschflecken machen.

Nur mal so um eine Idee von seiner Saugkraft zu bekommen.
Hey Teazer,
Teazer hat geschrieben:
Um beim Baby Blähungen zu verursachen, müssten die Blähstoffe ins mütterliche Blut übergehen. Das passiert aber nicht, sonst hätten wir Frauen ziemliche Probleme. Nein, das ist ein sehr hartnäckiges Ammenmärchen.
Dann werd ich damit einfach mal experimentieren.

Das gilt dann auch für Zitrusfrüchte? ...Aber Alkohol und Koffein finden sich wiederum doch in der Muttermilch wieder, oder? Hatte dazu eigentlich (hier) schon öfter mal was gelesen. Im Moment vergesse ich so vieles wieder. Stilldemenz gibts wirklich, oder?

Ich merk das zur Zeit andauernd.
Teazer hat geschrieben:Er war definitiv ein Ausreißer. Und selbst, wenn das Gewicht jetzt etwas stehen bleiben würde: Babys nehmen schubweise zu. Und phasenweise überfütterte Kinder haben oft ein Plateau, wenn die Zufütterung zurück gefahren wird. Da muss der Körper sich erst wieder neu kalibrieren. So lange die Durchschnittszunahme stimmt (das tut sie), ist eine Woche Gewichtsstillstand eher die Norm als die Regel.
Das ist gut, dass du das schreibst. Dann kann ich das etwas anders bewerten als bisher!
Ich denke nicht, dass das der Grund ist. So kleine Babys haben noch ein recht kurzes Langzeitgedächtnis. Viel wahrscheinlicher ist, dass er jetzt mehr "arbeiten" muss. Dass ihm das nicht gefällt, kann ich mir vorstellen. Jetzt ist die Phase erreicht, wo es keine Überfütterung mehr gibt und er aktiv die Milchbildung anregen muss. Auch klemmt Ihr ja immer wieder ab. Die Milch fließt also nicht mehr in Strömen, wenn er nicht aktiv mit macht. Das ist eine Moment, der oft bei der Zufütterreduktion auftritt. Mit Hunger hat das bei guter Zunahme nicht zu tun, sondern eher mit - verständlicher - Ungeduld.
Ok, Ungeduld! Genau so wirkt es auch. Die Ungeduld ist natürlich nachvollziehbar. Er kennt es ja noch nicht, dass er mehr 'arbeiten' muss.
Wie sehen denn die Stillmahlzeiten ohne BES aus?
Als ich stillwunschs Beschreibung der aktuellen Situation mit L. gelesen hab, dachte ich: Soo extrem würd ich es jetzt nicht beschreiben.

Aber tendeziell halt schon. Es ist aus meiner Sicht mal schlechter, aber auch mal besser, was L.s Befinden betrifft.
Ich beschreib mal die Stillmahlzeiten ohne BES aus meiner Sicht:
Die Stillmahlzeiten ohne BES sind tatsächlich unterschiedlich. Manchmal ist es ok für L ohne BES, manchmal muss ich es dazuholen.
Oft ist es im Moment halt so, dass er von der Brustwarze ablässt und unzufrieden scheint. Es ist sicher manchmal die Ablenkung, aber gerade wenn er so unzufrieden scheint, habe ich den Eindruck, dass es ihm zu wenig Milch ist und/oder sie zu langsam fließt. Manchmal nimmt er auch ein paar Schlucke und lässt danach ab, als wäre nichts mehr da.

Manchmal, v.a. im Halbschlaf ist es ok, wenn kein BES zur Verfügung steht. Er nuckelt dann und schluckt hin und wieder. Aber das ist alles nicht so effektiv.
Nachts haben wir meist die längste Phase ohne BES. Und meist dann pro Session oft nur eine Brust. Mir gehts wie stillwunsch, dass ich den Eindruck habe, dass L. manchmal nicht so tief schläft. Er dockt dann immer wieder an. Nachts nehme ich das oft nicht so genau wahr.
Die Stillmahlzeiten sind manchmal kurz, v.a. bei Terminen auswärts, wie stillwunsch schon beschrieben hat. Aber gerade die letzten Tage war es auch so (zu Hause), dass L. häufig lange an der Brust war, sodass ich mir eher Gedanken mache, dass er evtl. zu viel Zeit an der Brust verbringt. Er hat dann immer mal 1-2 Std. genuckelt oder so. Das ist wahrscheinlich nicht so gut um an der Effektivität des Stillens zu arbeiten, oder? Die Mahlzeiten sollen ja eigentlich eher nur max. 30 Min dauern, oder?
Nochmal zu 'mit BES':
Auch da ist es unterschiedlich. Generell sucht L. nach dem Schlauch. Heute war es einmal so, dass er eine Zeit lang mit geöffnetem Schlauch getrunken hat. Dann habe ich ihn abgeklemmt und er ist ohne Probleme an der Brust geblieben (allerdings nicht effektiv). Sonst ist es im Moment allerdings meist so, dass er ohne Schlauch oder auch mit abgeklemmtem Schlauch schnell wieder von der Brust ablässt. Fließt durch den Schlauch Pre, bleibt er an der Brust dran.
Wie lange und wie oft sollten wir den Schlauch abklemmen? Oft mache ich das auch nur ganz kurz und dann wieder ganz kurz.
Teazer hat geschrieben:Das kommt sicher auf die Perspektive an, welche Erwartungen man stellt. Geht es ausschließlich ums satt Werden und Wachsen ist Flasche mit Pre natürlich eine Option. Aber Stillen ist mehr als Kalorienzufuhr, schützt Mutter und Kind vor vermeidbaren Erkrankungen, hilft beim Aufbau der Immunsystems, gibt Babys die Möglichkeit sich selbst zu regulieren, gibt Hautkontakt, kräftigt die Bindung, kurz: ist das, was ein Baby von Natur aus braucht und ist durch nichts als Gesamtpaket ersetzbar.
Ja, bisher überwiegen für mich auch klar die Vorteile. Aber es kommen immer mal Zweifel auf.
Teazer hat geschrieben: Mich interessiert, ob der Schlauch am Mundwinkel oder einer anderen Stelle eingeführt wird. Manche Babys kitzelt der Schlauch, wenn er übersteht. Das ist natürlich unangenehm. Spielt ein bisschen mit der Position.
Meist an der Oberlippe oder zwischen Oberlippe und Mundwinkel. Wie macht es sich denn bei den meisten Babys bemerkbar, dass es kitzelt? Wir hatten es - ganz selten mal -, dass L. den Schlauch irgendwie tief in den Mund reingesogen hat und ihn wieder ausspuckte, als hätte er sich verschluckt.

Aber Kitzeln ist mir so noch nicht aufgefallen. Ich achte mal drauf.
Tagsüber sollte huetchen beim Stillen ohne BES
Brustkompression anwenden. Damit kann der Milchfluss unterstützt werden.
Das hatte ich im März mal ausprobiert. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich das richtig mache. Ich schau es mir den Link nochmal an und werde es wieder probieren.
Wie sieht es eigentlich mit dem Bocks aus? Wieviel nimmst Du, huetchen? Duftest Du nach Ahorn oder Curry?
3x2 Kapseln (immer noch Pandalis). Das ist ja recht wenig. Aber ich bilde mir ein, dass es nach Curry riecht.
Sollte ich es wieder erhöhen?
Sollte ich auch über Domperidon nachdenken?
Teazer hat geschrieben:
Was die leichte Erregbarkeit angeht, kann ich mich FrauMahlzahl nur anschließen. Unruhige Phasen, auch über Tage kenne ich von allen meinen Kindern. Das ist so anstrengend und in Eurer Situation noch zusätzlich mit Sorge besetzt. ((())) Aber es wird sicher bald besser werden.
Wenn das ganz 'normal' ist, wär das für mich auch ok. Wenn es aber auf mein /unser Fehlverhalten/ Fehlentscheidungen zurückzuführen ist, fände ich das halt schade.