entschuldigt die späte Antwort. Ich hatte ganz schön Denkarbeit zu leisten hier. Nachdenken, was mich so fertigmacht. Nachdenken, ob es echt das Stillen oder was anderes ist. Nachdenken, wo ich mir selbst im Weg stehe. Puh. Grübel-Apokalypse.
Vorausgeschickt: wir stillen noch. Nächtliche Nicht-Still-Phasen-Verlängerungsversuche endeten in scheußlichem Geschrei, bis wir aufgaben. Wie lief das denn bei Euch ab, @ Klecksauge?
Komischerweise klappt es aber immer mal wieder, dass die Kleine abends ohne Stillen oder Flasche einschläft. Gestern wurde sie wach, wollte aber nicht stillen, hat geweint. Mann und ich haben uns neben sie gelegt und uns leise unterhalten. Irgendwann griff sie meine Hand und schlief ein. Das heißt, es geht ja – nur halt irgendwie total zufällig und selten. Neulich zum Mittagsschlaf ist sie einfach auf meinem Schoß eingepennt, ich musste sie nur etwas wiegen. Nachts ist sie blöderweise direkt außer sich, bevor sie richtig wach ist...wenn ich sie dann streicheln oder wiegen will, schlägt sie wütend um sich.
Immerhin haben wir das rabiate Nuckeln besser im Griff, indem ich sie konsequent bei Schmerzen abgedockt habe, wie @Hyndia empfahl. Ich habe dann auch immer in authentisch genervtem Tonfall dazu gesagt, dass ich nicht will dass sie beißt
Tja. So richtig happy bin ich nicht. Es geht derzeit, ich kann's aushalten. Aber wenn mir andere Frauen erzählen, dass ihre Kinder regelmäßig 4-5 Stunden oder mehr am Stück schlafen, möcht ich manchmal losheulen. Die anderen gestillten Kinder aus unserer Gruppe schlafen trotz Stillen deutlich länger. Also würde nächtliches Abstillen vielleicht gar nichts bringen...werden wir wohl im Voraus nicht wissen können.
Herausgefunden habe ich, dass ich wahnsinnige Schwierigkeiten habe, meinen Mann um Hilfe zu bitten in der Nacht. Ich hab echt Angst, den nachts oder frühmorgens zu wecken und zu sagen "Nimm das Kind, ich muss schlafen". Der erwacht auch so schwer, dass ich erstmal ewig an dem herumzerren muss. Dabei ist der Mann ja kein Unmensch – an dem Punkt steh ich mir voll selbst im Weg. Irgendwie ist es eine ganz blöde Vorstellung, dass ich ihm was "schuldig" sein könnte, oder dass er sich die Nächte mit mir teilt und dann genervt hier rumwurschelt (habe den Eindruck, ich kann da viel mehr Belastung einstecken als er).
An dem Punkt muss ich wohl wirklich an mir arbeiten. FuFu, Du hast in Deinem Beitrag wichtige Dinge angesprochen, danke dafür. Wie es scheint, bin ich schlecht darin, auf mich zu achten. Das muss sich ändern, oder ich geh bald total am Stock.
So. Ende des Romans. Ich weiß, es ist ein Stillforum, das gehört hier eigentlich nicht hin.
Trotzdem danke, und liebe Grüße.