Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

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Lösche Benutzer 7240

Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

Das scheint so eine Schweizer Marotte zu sein, dass es keine Saugverwirrung gäbe. Ich lebe ja auch in der Schweiz, habe dann aber zum Glück bald zum SuT gefunden. Aber im GH hier und bei meiner (ansonsten extremst kompetenten) Hebamme wird mit Flaschen und Saugern auch sorglos umsichgeworfen. Immerhin wollten sie in meinem GH keinen Tee geben :shock:
Zum Softcup: wir hatten ihn auch hier, mein Mann kam letztendlich mit dem Becher besser klar - ausprobieren. Am Anfang gibt es halt eine ziemliche Sauerei, das wird aber schnell!
Lösche Benutzer 7240

Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

Ach ja, vergessen: zumindest meine Kinder wollten nach einigen Monaten exzessivem Nuckeln an unseren kleinen Fingern plötzlich nichts mehr von Fingern wissen, egal ob unsere oder die eigenen. Von einem Tag auf den anderen. Da musste man gar nix abgewöhnen ;)
ElliBelli
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von ElliBelli »

carolina hat geschrieben:Das scheint so eine Schweizer Marotte zu sein, dass es keine Saugverwirrung gäbe. Ich lebe ja auch in der Schweiz, habe dann aber zum Glück bald zum SuT gefunden. Aber im GH hier und bei meiner (ansonsten extremst kompetenten) Hebamme wird mit Flaschen und Saugern auch sorglos umsichgeworfen. Immerhin wollten sie in meinem GH keinen Tee geben :shock:
Zum Softcup: wir hatten ihn auch hier, mein Mann kam letztendlich mit dem Becher besser klar - ausprobieren. Am Anfang gibt es halt eine ziemliche Sauerei, das wird aber schnell!
Stimmt, so erlebe ich es auch! Die Stillberaterin bei der ich war ist IBCLC und hat mir auf Nachfrage vom Bechern AUSDRUECKLICH abgeraten: es sei nur als Kurzzeit-Zufüttermethode bei ganz jungen Neugeborenen gedacht und eigne sich nicht für Nicos Trinkmengen und auf lange Zeit.
Und die Geburtshaus-Hebammen waren ansonsten mega toll!!! Dass sie mir am Ende noch zu einer wunderschönen natürlichen Geburt verholfen haben, hatte ich nach 3 Tagen Dauerwehen ohne Vorwärtskommen eh schon für ein Wunder gehalten und darum auch ihren stillbezogenen Aussagen vertraut. Und was die nicht existente Saugverwirrung angeht, waren im GH ALLE einer Meinung. Ich glaube, dass ist hier echt Konsens, sogar in den "alternativen" Kreisen :o

Ja mit dem Schnuller muss ich mir was einfallen lassen...probiere ihn schon langsam zu reduzieren. Aber vorhin waren wir z.Bsp unsere 1stündige Wald-Runde laufen und der Kleine wurde nach 3/4 Weg immer unruhiger, trotz strammen Schrittes, Tätscheln, Summen, Händchen halten, zureden. Den kleinen Finger nimmt er nicht, da fängt er an zu würgen :roll: und ich schiebe ihn ihm wirklich nicht irgendwie rein.
Zuhause trage ich neuerdings auch oft auf dem Rücken, juhuu :tt_ruecken_2: da ginge kleiner Finger ja sowieso gar nicht, was macht man denn da? Viel mehr als schon tragen und schunkeln und singen kann ich ja auch nicht..aber vielleicht kann ich ihm das "Noscheli" angewöhnen?! Das ist so eine Art Stoff-Püppchen mit Stoffstreifen als Arme und Beine, an deren Ende ein Knoten ist, da saugen viele Kinder dran die keinen Schnuller haben..alles natürlich bio und schadstoff-frei;) wäre das besser? Oder das selbe wie Schnuller?
Siduri hat geschrieben:ElliBelli, ich freue mich sooo, dass du es doch versuchst. Ich war richtig geknickt, als du meintest, du willst doch nicht.
Alles, allles Gute! Ihr schafft das!
ich freue mich auch Siduri! Danke Dir für die lieben Worte! Tut mir leid, dass Du deswegen geknickt warst. hatte vorher in ein paar wirklich "heftigen" Threads gelesen und habe anschliessend einfach gezweifelt, ob so ein ernsthafter "Still-Kampf" das richtige für UNS als Familie ist und ob es mir das wirklich wert wäre, eventuell wochenlang wieder fix und fertig und nur noch motzig und zickig zu sein und meinen Mann wieder so mitleiden zu sehen...aber die ganze momentane Pumperei ist ja auch nicht ohne (manchmal könnte ich die Pumpe an die Wand knallen;)), und ein bisschen anstrengend darf es auch sein, dann kann man hinterher umso mehr stolz sein. Zur "Absicherung" habe ich/wir ja trotzdem entschieden, dass ich es nur so lange versuche wie es mir dabei noch einigermassen gut geht. Und momentan geht es mir blendend!!! :D bin ganz beflügelt von Euren Prognosen und unserem heutigen Erfolgserlebnis und verliere langsam meine Angst vor einem 2. Still-Drama..ach was ist das schön gerade!

Der Kleine hat übrigens eben sogar schon die 1/2 seiner Flasche mit dem Clama getrunken, obwohl er müde und etwas ningelig war. Er ist wirklich ganz super drauf seit ein paar Wochen und ich habe echt den Eindruck, er geniesst unsere Momente an der Brust sehr und macht auch bei den ganzen "Neuerungen" gerne mit :5:

Schlaft gut ihr Lieben!
Ellibelli mit Babymann (Januar 2015) und der 3-köpfigen Katzen-Rasselbande
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Teazer
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Teazer »

Das Püppchen ist okay. Das ist nicht auf den Saugreflexpunkt optimiert. Fürs vorne Tragen wäre auch stillen im Tragetuch eine Option.

Gute Nacht! :)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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ElliBelli
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von ElliBelli »

Guten Morgen!

Habe mit dem KiA telefoniert, hier die kompletten Daten:

07.01. 2700 g, GH
11.01. 2460 g, GH, niedrigstes Gewicht
21.02. 4000 g, KA
21.03. 4910 g, KA

Kann heute hoffentlich die Waage abholen und ab morgen wiegen.

Mit dem Saugerwechsel ging es heute weniger gut. Einmal hat er aus dem neuen Sauger einfach nicht getrunken, war aber noch ganz entspannt. Bei der nächsten Mahlzeit konnte er mit dem neuen Sauger wieder nicht trinken und hat sich sehr aufgeregt. Wahrscheinlich habe ich es zu lange probiert - er war dann ganz in Rage und lief knallrot an vor Schreien und konnte anschliessend vor Aufregung auch nicht von seinem gewohnten Sauger trinken. Konnte ihn erst mit dem Schnuller wieder beruhigen und auch nur liegend auf dem Wickeltisch weiterfüttern (sein Lieblingsplatz).
Ich werde demnächst wohl früher abbrechen, wenn ich merke dass es am neuen Sauger nicht klappt - wenn er sich erst richtig aufregt, steigert er sich nur noch rein und das wäre ja blöd, wenn er eine Abneigung gegen die neuen Sauger oder generell neue Mundgefühle entwickelt.

So war es übrigens bei unserem letzten Stillversuchs-Projekt: da war ich wohl zu forsch, so dass er irgendwann direkt anfing zu brüllen, kaum hatte ich ihn in Stillhaltung genommen. Werde dieses mal behutsamer vorgehen, es soll von mir aus lieber länger dauern aber klappen und den Kleinen nicht unnötig stressen.

Deswegen frage ich mich auch, wie schnell/langsam ich beim Schnuller-Abgewöhnen vorgehen soll? Er fordert den Schnuller schon ziemlich ein, klar, ist ihn ja auch gewohnt. Habe nun gedacht, ich mache es ähnlich wie beim Sauger: versuche ihn an unterschiedliche "Schnuller-Mundgefühle" zu gewöhnen indem ich ihm zuerst auch die anderen Schnuller anbiete die wir haben (wenn Tragen und so nicht funktioniert oder wegen Abpumpen nicht möglich ist). Die nimmt er recht ungern und spuckt sie schnell wieder aus, ist schon sehr auf seinen Lieblingsschnuller von Mam aus dem Geburtshaus eingestellt. Hoffentlich ist er dann bald auch mit stillfreundlichen Schnuller-Alternativen wie kleiner Finger oder Stoffpüppchen zufrieden. Am kleinen Finger hat er heute zum ersten Mal seit langem ein paar Minuten gesaugt! Ich hab das Gefühl, bei uns ist wirklich das richtige Tempo entscheidend: nicht zu schnell zu viel neues dazu und gewohntes weg auf`s Mal. Daran ist es mmn letztes Mal gescheitert.

Wünsche Euch einen schönen Tag!
Ellibelli mit Babymann (Januar 2015) und der 3-köpfigen Katzen-Rasselbande
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Teazer
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Teazer »

Genau, lasst Euch Zeit! Auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es nicht an. Verschiedene Schnuller sind eine gute Idee. Wir gucken dann wie gut der Wechsel zum Stillhütchen klappt (Schritt 3). Spätestens dann sollte der Schnuller verschwinden.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von ElliBelli »

Hast Du da vielleicht Erfahrungswerte mit ähnlichen Fällen was die Dauer der Umgewöhnungsphasen angeht ? Oder ist es individuell zu verschieden und jeder Vergleich wäre unangebracht? Ich habe ja keine Eile bei unserer Umgewöhnung, wir haben keinen akuten Notstand und ich kann es theoretisch ganz entspannt angehen. Das fällt mir aber generell schwer, etwas nicht über`s Knie brechen zu wollen und nichts zu überstürzen. Darum wäre ein grober zeitlicher Richtwert für die einzelnen Phasen vielleicht hilfreich für uns?

BES habe ich bestellt und die Broschüre ausgedruckt. Wahnsinn, dass die Frau 3 Adoptivkinder stillen konnte!!! Da relativieren sich unsere Probleme sofort auf Mini-Grösse;)

Waage konnte ich noch keine auftreiben, die Apothekenwaage ist schon verliehen. Wie eilig wäre das mit dem wiegen? Sonst würde ich vielleicht eine bestellen, käme auf längere Sicht wahrscheinlich nicht viel teuerer oder gar günstiger (haben schon einiges bezahlt an Mietgebühren für Milchpumpen und Waagen) aber würde halt dauern bis es geliefert ist. Oder müsste es ein ganz professionelle, eher teueres Modell sein?
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von koalina »

Es sollte eine auf 10g genaue digitale (geeichte) Babywaage sein. Alle anderen sind zu ungenau.

Kennst du dies? Weiter unten steht was zu dem korrekten Wiegen.
Bei vielen Fragen hilft die Linksammlung Stillwissen

Es wird nicht von heute auf morgen gehen... ich wünsche euch die nötige Geduld und Kraft! Lies mal ein wenig im Forum (z.B. beim Pumpen). Es gibt wirklich Hoffnung für euch noch zum Stillen zu kommen.

Alles Gute euch!
Sonnige Grüße aus dem Norden
koalina
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von Teazer »

Hallo Elli,

das ist wirklich sehr individuell. Einige Tage solltest Du Dir für jede einzelne Phase geben. Wie lange die Umgewöhnung aufs BES und das Abgewöhnen des Stillhütchens dauert kann ich wirklich nicht sagen. Wenn Dein Baby gut aus der Brust trinkt, stillt Ihr ganz bald voll, denn Deine Milchbildung passt ja. :)

Wichtig ist, dass die Gesamtmenge gut verteilt über den Tag gegeben wird. Ein Stillkind trinkt ca. 8-12x in 24h. Das entspricht etwa alle 2h tagsüber und alle 3h nachts. Das sind jetzt erst einmal nur Anhaltspunkte, beim Stillen nach Bedarf ist die Uhr natürlich Nebensache, wenn das Baby gut gedeiht.

Bei Beginn des BES-Stillens brauchen wir die Waage um sicherzustellen, dass die zugefütterte Menge passt. Wir wissen ja nicht, wieviel Dein Schatz aus der Brust trinkt. Vollstillend werden wir noch zwei Wochen weiter wiegen, zur Absicherung.

Hilft Dir das weiter?
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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?

Beitrag von ElliBelli »

koalina hat geschrieben:Es sollte eine auf 10g genaue digitale (geeichte) Babywaage sein. Alle anderen sind zu ungenau.

Kennst du dies? Weiter unten steht was zu dem korrekten Wiegen.
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Danke Kaolina. Hatte mir damals vor 3 Monaten vieles von dem durchgelesen, muss noch mal auffrischen. Ja, SuT lesen ist meine liebste Pump-Beschäftigung;). Bin auch ganz zuversichtlich dass wir es dieses Mal mit Eurer tollen Unterstützung schaffen werden!
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