Hallo Yumi!
Yumi hat geschrieben:Und entschuldige bitte, wenn du vielleicht Sachen öfter schreibst und ich das irgendwie nicht realisiere. Gerade ist alles merkwürdig... :'(
Das kann ich gut verstehen.
wegen der Waage, besorgt mein Mann gerade eine in der Notfallapo. Leider nicht digital, aber ich denke das geht auch, oder?
Bei nicht digitalen Waagen, schlagen Bewegungen eher zu Buche. Lass uns sehen, wie praktikabel sie für Euch ist. Eine digitale wäre mir lieber.
Was mich noch beschäftigt: Selbst wenn die Zunahme medizinisch stimmt, was hilft es, wenn sie trotzdem vor Hunger weint, einfach, weil sie mehr will aber nichts mehr kommt?
Natürlich geht es nicht nur um das Gewicht, sondern auch um das Drum herum.
Ich bin gerade wieder kurz vorm Aufgeben. Eben hat sie geweint, obwohl sie lange getrunken hat und vor lauter Verzweiflung, weil ich nicht wusste ob noch vor Hunger oder sonst was, hab ich sie rechts angelegt. (...) Aber dass sie danach glücklich, also ruhiger, war, macht mich sehr unsicher. Also hatte sie zuvor doch noch Hunger gehabt, obwohl sie eine Stunde lang links gesaugt hatte... Sie hat auch lang keinen Stuhl mehr gehabt (ok, das muss sie theoretisch gar nicht), oder hat Milch gekotzt oder ist ihr aus dem Mundwinkel gelaufen. Das alles war bis vor kurzem normal. Manchmal hat sie einfach den Mund aufgemacht beim Trinken, weil sie mit dem Schlucken nicht nachkam und hat die Milch rauslaufen lassen. Das hab ich jetzt auch schon lange nicht mehr gesehen. Seit heute verliert sie die linke Brust auch ständig. Teilweise hab ich das Gefühl, dass sie eher nur zur Beruhigung nuckelt (nicht richtig zieht), aber nicht satt wird. Sie hatte zwar heute schon einige nasse Windeln, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie Hunger hat...
Es ist klar, dass das Stillen mit einer Brust einige Tücken haben kann. Dazu gehört auch, dass die Reizleitungen schneller überlasten können, insbesondere jetzt am Anfang, da es neu ist. Das bedeutet nicht unbedingt, dass es zu wenig Milch ist, sondern, dass sie nicht so schnell fließt bzw. etwas auf sich warten lässt.
Es könnte bei Dir Sinn machen einige Stillmahlzeiten bewusst durch
Brustkompression zu intensivieren und wenn nach 20-30 min nur noch genuckelt wird mit dem Stillen aufzuhören und eine Pause zu machen. Damit meine ich keine feste Zeitspanne, sondern lediglich, eine Chance für Deinen Körper zu schaffen. Bei Hunger legst Du dann wieder an.
Der Schmerz ging sogar, sie hat viel ruhiger getrunken als links, wo sie fast tobte, aber seit dem tut die rechte Brust wieder weh und hat auch wieder gekrampft... Heilungsprozess sozusagen unterbrochen.....
Nein, definitiv nicht. Mit Stillen heilt eine Brustentzündung i.d.R. besser als nur mit leichtem Entleeren. Von daher ist das Krampfen natürlich unschön, mit dem Heilungsprozess hat das aber nichts zu tun.
Wenn meine linke Brust normal wäre, würde ich mir gar nicht so viele Gedanken machen, aber im unteren Teil fehlt etwas Drüsengewebe (hab ich das schon mal geschrieben, ich weiß es gar nicht mehr...). Vielleicht reicht die Milch da nie.
Nein, diese Info hatte ich nicht. Ob das eine Einfluss auf Deine Milchproduktion hat, weiß ich nicht. Wer hat das wenige Drüsengewebe denn diagnostiziert?
Die Sache ist (und ich hoffe wirklich, dass du das nicht falsch verstehst), ich weiß nicht, wie lange ich das alles überhaupt noch aushalte.
Ich verstehe Dich sehr gut. Ich hatte eine wochenlange Milchstau-Mastitis-Abszess-Geschichte bei meiner Großen. Viele haben mir prophezeit, ich würde abstillen. Und ich hatte auch Tiefs, in denen es mir total mies ging: vor Schmerzen, aus Wut, aus Traurigkeit, ...
Ich sage
nicht: "Ich gab's geschafft, dann schaffst Du es auch." Das wäre sehr anmaßend. Ich kann Dir nur berichten, dass mein Kampf sich gelohnt hat und ich nie wieder solche Probleme hatte.
Hör ganz tief in Dich rein. Nur Du weißt, was Du aushalten, was Du stemmen kannst.
Ich möchte so gern einfach mein Baby genießen und mich endlich richtig kümmern können. Gerade ist der Umstieg aufs Fläschchen so verführerisch wie nie, obwohl ich das niemals(!) gedacht hätte. Die abgepumpte Mumi von gestern habe ich ihr gerade gegeben, denn ich ertrag es nicht, sie vor Hunger weinen zu sehen (dass es nichts anderes ist, da bin ich gerade sicher).
Ich sitze hier und weine, weil sie das nicht von der Brust bekommen hat, aber ich kann sie nicht weinen lassen... Dabei geht es mir gar nicht unbedingt darum, ob sie jetzt aus der Flasche trinkt (Becher hat nicht funktioniert

) oder von der Brust, sondern die Angst, dass sie dann irgendwann nicht mehr an die Brust geht und ich irgendwann keine Milch mehr habe.
Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn Du weiterhin stillen möchtest (egal ob ein- oder beidseitig / voll oder teil), solltest Du
stillfreundlich zufüttern. Das braucht zwar etwas Übung, lohnt such aber auf lange Sicht.
Das Pulverzeug ist einfach nicht so gut
Ja, das ist leider Fakt.
Jedenfalls ist sie jetzt glücklich, was mich zwar freut, aber auch gleichzeitig traurig macht. Sie hatte wirklich Hunger (70ml getrunken).
Wenn Du mit Flasche gefüttert hast, muss das nicht die Menge sein, die sie aus der Brust getrunken hätte. Der Sauger stimuliert den Saugreflexpunkt. Da saugt ein Baby automatisch.
Momentan will ich einfach nur, dass das alles ein Ende hat und wir endlich glücklich sein können.
Und ich frag mich dauernd, ob ich einfach nicht genug aushalte, ob ich sie nicht einfach rechts hätte anlegen sollen und hoffen, dass das alles trotzdem irgendwie heilt und die Zähne zusammenbeißen... Aber dann wäre ich wieder an dem Punkt, dass ich Panik bekomme, wenn sie Hunger bekommt und...
Ich kenne diese Angst nur zu gut, weiß auch noch 5 Jahre danach wie es sich angefühlt hat. ((()))
Mir hat folgende Strategie geholfen: Vor dem Anlegen bewusst durchatmen, eine wohlige Atmosphäre schaffen, in den Stillpausen das Baby ganz bewusst genießen und mir selbst etwas gutes tun.
Mit meinem heutigen Wissen hätte ich Schmerzmittel nach Bedarf und auch gegen das Schmerzgedächtnis genommen. Diese Schmerzen sollte niemand "drogenfrei" aushalten. Tue Dir das bitte nicht an. Da Ibuprofen stillfreundlich und entzündungshemmend ist, wäre das meine erste Wahl.
Ich will das Beste für mein Baby, aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe ihr das zu geben. Das macht mich fertig.
Das kann ich absolut nachvollziehen.
Ich ärgere mich gerade, dass ich mich so von der Situation verunsichern lasse. Würde ich mit beiden Seiten stillen, würde ich nicht im Traum daran denken, dass es zu wenig sein könnte
Von Anfang an haben wir das einfach total intuitiv gemacht und Elly hat gut zugenommen... Wieso lass ich mich jetzt so verunsichern von der Situation?? (nicht mal von meinem Umfeld. Meine Hebamme und mein Mann gehen davon aus, dass das klappen wird)..
Weil Du eine tolle, sich sorgende Mama bist.
Daten bisher: Heute hatte sie 4120g, 5-8 nasse Windeln (mein Mann ist nicht sicher ob er alle gezählt hat), mindestens 8 mal gestillt, wobei einige Male echt lang waren.
70ml (ca) hat sie Mumi zusätzlich bekommen
Das klingt alles gut.
Hast du eigentlich noch Tipps für mich, wie die rechte Seite schneller kapiert, dass sie zu machen soll?
Da Du nach wie vor stillst, wird auch Deine rechte Seite stimuliert. Gänzlich "zu" kann sie also nicht sein. Durch Kühlen kannst Du die Produktion dort aber gut eindämmen.