Saugverwirrung "beheben"
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anjuta
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Saugverwirrung "beheben"
Hallo,
ich bin ganz neu hier und kenne mich noch nicht so aus, aber ich suche einfach Hilfe in Form von Tipps und evtl auch Ermutigung...
Erst mal zu unserer Geschichte:
Meine Tochter wurde am 2.12. geboren hat in den ersten Lebenswochen nicht so gut zugenommen. Als sie 18 Tage alt war, haben wir durch Wiegen vor und nach jedem Stillen festgestellt, dass die Maus fast gar nichts aus der Brust trinkt.
(Zu dem Zeitpunkt hatte sie bereits seit 5 Tagen den Nuckel bekommen. Laut Hebamme würde da keine Gefahr der Saugverwirrung bestehen, da sie ja bereits an der Brust trinkt. Der Nuckel sollte uns helfen, sie von einem 20 Minuten Still-Rhythmus zu einem 2 Stunden Still-Rhythmus zu bekommen, damit sie sich beim Stillen auch richtig satt trinkt und somit besser zunimmt.)
Jedenfalls haben wir dann an Tag 18 angefangen mit Pre-Nahrung zuzufüttern, weil wir einfach Angst hatten, dass sie mir an der Brust verhungert... Ich habe dann auch angefangen abzupumpen, damit mir die Milch nicht wegbleibt. Über die nächsten Tage und Wochen hat die Maus immer mehr geschrien wenn sie an die Brust sollte. Ein stressfreies Füttern war nur noch mit der Flasche möglich. In den seltenen Situationen, wo sie die Brust nicht angeschrien hat, habe ich dann festgestellt, dass sie gar nicht mehr richtig an der Brust gesaugt hat, sondern nur noch genuckelt. Da wir über Weihnachten Besuch da hatten und es alles einfach nur noch stressig war, habe ich an Tag 23 das letzte Mal die Brust gegeben. Danach nur noch mit der Flasche gefüttert. (abgepumpte Mumi und Pre-Nahrung)
Ich war eigentlich gedanklich schon dabei abzustillen, weil das Pumpen auch einfach nur ätzend ist und ich glaube, dass ich es nicht schaffe, regelmäßig zu pumpen, wenn ich ab morgen wieder alleine zu Hause bin. Aber ich habe einfach gemerkt, dass mich allein schon der Gedanke ans abstillen psychisch sehr belastet, weil ich jedes Mal anfange zu weinen, wenn ich jemandem davon erzähle.
Daher habe ich Kontakt zu einer Stillberaterin aufgenommen. Sie war gestern hier und meinte nach zwei Stunden Beratung, sie wäre optimistisch, dass ich unsere Kleine wieder an die Brust bekäme. Sie hat mir ein Brusternährungsset da gelassen und mit mir versucht, die Kleine an die Brust anzulegen. Es hat erstmal noch nicht geklappt, aber sie meinte wir sollten nicht aufgeben und wir würden die nächsten Wochen weiter in Kontakt bleiben.
Ich habe dann gestern Abend auch noch mal versucht, meine Tochter an die Brust anzulegen, aber leider immer noch ohne Erfolg. Sie war zwar sehr interessiert an der Brust, hat daran geschleckt und wollte sie auch in den Mund nehmen, aber leider immer nur die Spitze. Das Problem ist gerade, dass sie den Mund nicht weit genug aufmacht um die gesamte Brustwarze aufzunehmen und somit auch der Saugreflex nicht ausgelöst wird. Laut Stillberaterin soll ich daher erst mal ohne das BES versuchen, dass sie die gesamte Brust in den Mund aufnimmt. Der Schlauch aus dem BES würde sie wahrscheinlich im Moment noch mehr stören, wenn sie versucht die Brustwarze zu erfassen.
Hat hier jemand evtl. noch irgendwelche Tipps und Tricks, wie meine Tochter den Mund weiter aufmachen kann? Ich habe ihr schon den ganzen Abend "vorgemacht" wie sie es machen soll: immer wieder saß ich mit weit offenem Mund und rausgestreckter Zunge vor ihr ("aaaaaahhh"). Zu meiner Überraschung hat sie gestern vor dem Einschlafen auch ansatzweise versucht, das nachzuahmen. Allerdings hat sie den Mund immer noch nicht weit aufgemacht, also den Kiefer sozusagen nicht auseinander bekommen, sondern nur ihr niedliches Spitzmündchen versucht weiter zu öffnen... Was kann ich noch tun, um ihr beizubringen, dass sie den Mund weiter öffnen soll?
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob abends wirklich die beste Zeit ist, um ihr die Brust anzubieten. Abends ist sie eher quengelig und anstrengend. Morgens nach dem Aufstehen ist sie meist am entspanntesten. Sollte dann nicht besser die Brust angeboten werden?
Und dann ist da noch die Situation mit Flasche und Nuckel: Wir füttern weiter mit der Flasche (abgepumpte Mumi und Pre) und der Nuckel ist im Moment die einzige Möglichkeit, wie sie abends einigermaßen stressfrei einschläft. Sollten wir hier andere Möglichkeiten suchen, sie also komplett von Flasche und Nuckel fern halten?
ich bin ganz neu hier und kenne mich noch nicht so aus, aber ich suche einfach Hilfe in Form von Tipps und evtl auch Ermutigung...
Erst mal zu unserer Geschichte:
Meine Tochter wurde am 2.12. geboren hat in den ersten Lebenswochen nicht so gut zugenommen. Als sie 18 Tage alt war, haben wir durch Wiegen vor und nach jedem Stillen festgestellt, dass die Maus fast gar nichts aus der Brust trinkt.
(Zu dem Zeitpunkt hatte sie bereits seit 5 Tagen den Nuckel bekommen. Laut Hebamme würde da keine Gefahr der Saugverwirrung bestehen, da sie ja bereits an der Brust trinkt. Der Nuckel sollte uns helfen, sie von einem 20 Minuten Still-Rhythmus zu einem 2 Stunden Still-Rhythmus zu bekommen, damit sie sich beim Stillen auch richtig satt trinkt und somit besser zunimmt.)
Jedenfalls haben wir dann an Tag 18 angefangen mit Pre-Nahrung zuzufüttern, weil wir einfach Angst hatten, dass sie mir an der Brust verhungert... Ich habe dann auch angefangen abzupumpen, damit mir die Milch nicht wegbleibt. Über die nächsten Tage und Wochen hat die Maus immer mehr geschrien wenn sie an die Brust sollte. Ein stressfreies Füttern war nur noch mit der Flasche möglich. In den seltenen Situationen, wo sie die Brust nicht angeschrien hat, habe ich dann festgestellt, dass sie gar nicht mehr richtig an der Brust gesaugt hat, sondern nur noch genuckelt. Da wir über Weihnachten Besuch da hatten und es alles einfach nur noch stressig war, habe ich an Tag 23 das letzte Mal die Brust gegeben. Danach nur noch mit der Flasche gefüttert. (abgepumpte Mumi und Pre-Nahrung)
Ich war eigentlich gedanklich schon dabei abzustillen, weil das Pumpen auch einfach nur ätzend ist und ich glaube, dass ich es nicht schaffe, regelmäßig zu pumpen, wenn ich ab morgen wieder alleine zu Hause bin. Aber ich habe einfach gemerkt, dass mich allein schon der Gedanke ans abstillen psychisch sehr belastet, weil ich jedes Mal anfange zu weinen, wenn ich jemandem davon erzähle.
Daher habe ich Kontakt zu einer Stillberaterin aufgenommen. Sie war gestern hier und meinte nach zwei Stunden Beratung, sie wäre optimistisch, dass ich unsere Kleine wieder an die Brust bekäme. Sie hat mir ein Brusternährungsset da gelassen und mit mir versucht, die Kleine an die Brust anzulegen. Es hat erstmal noch nicht geklappt, aber sie meinte wir sollten nicht aufgeben und wir würden die nächsten Wochen weiter in Kontakt bleiben.
Ich habe dann gestern Abend auch noch mal versucht, meine Tochter an die Brust anzulegen, aber leider immer noch ohne Erfolg. Sie war zwar sehr interessiert an der Brust, hat daran geschleckt und wollte sie auch in den Mund nehmen, aber leider immer nur die Spitze. Das Problem ist gerade, dass sie den Mund nicht weit genug aufmacht um die gesamte Brustwarze aufzunehmen und somit auch der Saugreflex nicht ausgelöst wird. Laut Stillberaterin soll ich daher erst mal ohne das BES versuchen, dass sie die gesamte Brust in den Mund aufnimmt. Der Schlauch aus dem BES würde sie wahrscheinlich im Moment noch mehr stören, wenn sie versucht die Brustwarze zu erfassen.
Hat hier jemand evtl. noch irgendwelche Tipps und Tricks, wie meine Tochter den Mund weiter aufmachen kann? Ich habe ihr schon den ganzen Abend "vorgemacht" wie sie es machen soll: immer wieder saß ich mit weit offenem Mund und rausgestreckter Zunge vor ihr ("aaaaaahhh"). Zu meiner Überraschung hat sie gestern vor dem Einschlafen auch ansatzweise versucht, das nachzuahmen. Allerdings hat sie den Mund immer noch nicht weit aufgemacht, also den Kiefer sozusagen nicht auseinander bekommen, sondern nur ihr niedliches Spitzmündchen versucht weiter zu öffnen... Was kann ich noch tun, um ihr beizubringen, dass sie den Mund weiter öffnen soll?
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob abends wirklich die beste Zeit ist, um ihr die Brust anzubieten. Abends ist sie eher quengelig und anstrengend. Morgens nach dem Aufstehen ist sie meist am entspanntesten. Sollte dann nicht besser die Brust angeboten werden?
Und dann ist da noch die Situation mit Flasche und Nuckel: Wir füttern weiter mit der Flasche (abgepumpte Mumi und Pre) und der Nuckel ist im Moment die einzige Möglichkeit, wie sie abends einigermaßen stressfrei einschläft. Sollten wir hier andere Möglichkeiten suchen, sie also komplett von Flasche und Nuckel fern halten?
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Dorja
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 239
- Registriert: 19.11.2013, 16:55
Re: Saugverwirrung "beheben"
Liebe Anjuta!
Herzlich willkommen im Forum und vor allem herzlichen Glückwunsch zum Baby! Sicher meldet sich sehr bald eine der Moderatorinnen bei Dir und dann gehts los mit fachkundiger Hilfe! Ich schick Dir mal Kraft und Geduld rüber, das wird alles! LG
Herzlich willkommen im Forum und vor allem herzlichen Glückwunsch zum Baby! Sicher meldet sich sehr bald eine der Moderatorinnen bei Dir und dann gehts los mit fachkundiger Hilfe! Ich schick Dir mal Kraft und Geduld rüber, das wird alles! LG
Dorja mit Vollmondjungen 08/13 und Frühlingsmurmel 04/18
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AnnaKatharina
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 8295
- Registriert: 17.05.2012, 21:26
Re: Saugverwirrung "beheben"
Hallo Anjuta,
lies doch mal Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT? und beantworte noch die Fragen, die da stehen.
Ausserdem gibt es hier im Forum viele Berichte zur erfolgreichen Rückgewohnung von Flasche zur Brust in mehreren Schritten
(Saugerwechsel, Flasche in Stillposition, Flaschasauegr auf Brust mit BES, usw.)
Vielleicht magst du da mal etwas lesen und dich ermutigen lassen.
Grüße,
Anna-Katharina
lies doch mal Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT? und beantworte noch die Fragen, die da stehen.
Ausserdem gibt es hier im Forum viele Berichte zur erfolgreichen Rückgewohnung von Flasche zur Brust in mehreren Schritten
(Saugerwechsel, Flasche in Stillposition, Flaschasauegr auf Brust mit BES, usw.)
Vielleicht magst du da mal etwas lesen und dich ermutigen lassen.
Grüße,
Anna-Katharina
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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anjuta
- gut eingelebt
- Beiträge: 33
- Registriert: 07.01.2015, 06:46
- Wohnort: Berlin
Re: Saugverwirrung "beheben"
Hallo Anna-Katharina,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich versuche erst mal, alle Fragen zu beantworten:
Erst mal zu den Gewichtsdaten:
2.12. 3310g Geburt KH
Geburtsstillstand in der Austreibungsphase (3 Stunden in den Presswehen), Saugglocke kam zum Einsatz um den Kopf meiner Tochter an meinem Steiß vorbei zu führen.
Das Anlegen hatte dann im Kreißsaal erst mal direkt geklappt. In den nächsten Tagen im KH war ich aber doch sehr unsicher, was Stillposition und Anlegen betraf. Ich habe vorwiegend im Liegen gestillt, allerdings wurde eine Brustwarze sehr wund. Diese ist auch jetzt beim Abpumpen noch manchmal blutig und "verkrustet" wieder in den Pausen zwischen dem Pumpen.
5.12. 3000g Entlassung KH
6.12. 3000g Hebamme
7.12. 3080g Hebamme
9.12. 3140g Hebamme
11.12. 3160g Hebamme
12.12. 3280g Hebamme
15.12. 3280g Hebamme
(ab hier 2-Stunden Still-Rhythmus wegen mangelnder Gewichtszunahme. Zum "Hinhalten" und Beruhigung bis die 2 Stunden um waren, wurde nun auch der Nuckel eingeführt)
18.12. 3300g Hebamme
19.12. 3180g Kinderarzt, U3
Es wurde nun eine Waage verschrieben, um vor und nach jedem Stillen zu wiegen. Die Waage zeigte allerdings meistens keinerlei Gewichtszunahme an. Eher im Gegenteil: Nach dem Stillen weniger als vorher.
Am 20.12. haben wir uns eine elektrische Pumpe geholt um zu schauen wieviel Milch ich habe. Erstes abpumpen brachte zunächst nur 30ml Muttermilch.
Zusätzlich haben wir dann mit Pre Ha Nahrung zugefüttert. Da unsere Tochter dieses problemloser angenommen hat, wurde dies bald regelmäßig gefüttert. Die Brust wurde immer häufiger angeschrien, aber immer noch angeboten und bei "guter Laune" unserer Tochter auch genommen.
22.12. 3250g Kinderarzt Kontrolle Gewicht
Am 26.12. habe ich zum letzten Mal die Brust angeboten, weil ich gemerkt habe, dass meine Tochter eher daran genuckelt hat, als gesaugt. Ab da bestand mein Alltag fast nur noch aus pumpen. Ich habe alle 2 bis 3 Stunden abgepumpt, nachts ca. alle 4 Stunden. Nach 2 Stunden Pause habe ich meist 20ml Muttermilch pro Brust bekommen, nach 3 Stunden ca. 30ml usw. Also habe ich ca. pro Stunde 10ml Milch in jeder Brust.
Alles was abgepumpt wurde, hat unsere Tochter bekommen und bei zusätzlichem Bedarf wurde die Pre Ha Nahrung gegeben. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht festgehalten habe, wieviel sie trinkt, kann ich nur gefühlsmäßig sagen, dass die Ernährung meiner Tochter zu 1/3 aus Mumi und zu 2/3 aus Pre Ha bestand.
27.12. 3600g Hebamme
2.1. 3800g Hebamme
Seit dem 3.1. registriere ich wieviel ml unsere Tochter am Tag trinkt. Die Menge liegt meist zwischen 700 und 800 ml. Abhängig von der "Tagesausbeute" sind 1/3 oder 1/4 davon Mumi.
Nachts kann sie neuerdings recht gut schlafen. Die letzten beiden Nächte sogar 6 Stunden am Stück. Dies aber nur mit Nuckel. Davor die Nächte wurde sie immer gegen 4 Uhr wach und wollte eine Flasche.
Ansonsten sind die Tage recht unterschiedlich. Manchmal kommt sie regelmäßig alle 2 bis 3 Stunden und möchte trinken; dann aber auch große Portionen von über 100ml, teilweise sogar 160ml. Heute z.B. war sie allerdings eher unruhig und weinte jede Stunde. Getrunken hat sie dann aber pro Mahlzeit dann weniger, ca. 90ml oder auch nur 60ml. Seit wir mit Pre Ha zufüttern, spuckt sie auch viel.
Wir verwenden verschiedene Flaschen / Sauger: Wir haben eine Medela Flasche, die wir für die Mumi verwenden, da ich finde, dass sie hierbei weniger sabbert während des Trinkens. Dann haben wir zwei Avent Naturnah Flaschen, mit denen sie aber extrem viel sabbert beim Trinken und sich auch häufig verschluckt. Und dann noch eine Avent Klassik Flasche, bei der sie nicht ganz so viel sabbert, sich aber auch mal verschluckt.
Achso zum Stuhlgang noch: Im KH hatte sie noch den normalen Stuhlgang vom Kindspech. Danach, zu Hause hatte sie sehr lange keine Windel mit "Großem" Geschäft. Sie wirkte allerdings nicht als hätte sie Probleme damit. Sie hatte regelmäßig nasse Windeln. Erst als wir angefangen haben, mit Pre Ha zu füttern, hatte sie endlich Stuhlgang.
7.1. 4100g Hebamme
Am 6.1. habe ich mich das erste Mal mit einer Stillberaterin getroffen. Priorität ist jetzt erst mal, meine Tochter wieder an die Brust zu gewöhnen. Aber wie bereits geschrieben, schleckt sie nur daran und öffnet den Mund nicht weit genug, um die ganze Brustwarze aufzunehmen.
Ich möchte jetzt vermeiden, dass das ganze wieder in Stress für mich und meine Tochter ausartet. Daher versuche ich nur, sie anzulegen, wenn sie gut gelaunt ist (das ist dann meist morgens) oder im Halbschlaf am Abend.
Eben lag sie eine ganze Zeit in Stillposition schlafend neben mir und jedes mal, wenn sie etwas wach wurde, habe ich ihr die Brust angeboten. Sie war zwar an der Brust interessiert und wollte sie auch aufnehmen, hat es allerdings nicht geschafft, wurde frustriert und hat angefangen zu weinen. Nachdem ich sie beruhigt habe, ist sie wieder eingeschlafen.
Bei den nächsten Versuchen ihr die Brust im Halbschlaf anzubieten, ist sie kaum aufgewacht, sondern im Gegenteil, nur noch fester eingeschlafen.
Wie sind denn die Erfahrungen hier im Forum? Wie gut stehen die Chancen, dass ich meine Tochter wieder an die Brust gewöhnen kann? Die Stillberaterin war recht optimistisch, aber die bisher gescheiterten Anlege-Versuche sind für mich erst mal ernüchternd / deprimierend.
Gibt es sonst noch Tricks, die ich ausprobieren könnte, damit meine Tochter den Mund weiter auf bekommt und an der Brust wieder saugt und nicht nur schleckt?
vielen Dank für Deine Antwort. Ich versuche erst mal, alle Fragen zu beantworten:
Erst mal zu den Gewichtsdaten:
2.12. 3310g Geburt KH
Geburtsstillstand in der Austreibungsphase (3 Stunden in den Presswehen), Saugglocke kam zum Einsatz um den Kopf meiner Tochter an meinem Steiß vorbei zu führen.
Das Anlegen hatte dann im Kreißsaal erst mal direkt geklappt. In den nächsten Tagen im KH war ich aber doch sehr unsicher, was Stillposition und Anlegen betraf. Ich habe vorwiegend im Liegen gestillt, allerdings wurde eine Brustwarze sehr wund. Diese ist auch jetzt beim Abpumpen noch manchmal blutig und "verkrustet" wieder in den Pausen zwischen dem Pumpen.
5.12. 3000g Entlassung KH
6.12. 3000g Hebamme
7.12. 3080g Hebamme
9.12. 3140g Hebamme
11.12. 3160g Hebamme
12.12. 3280g Hebamme
15.12. 3280g Hebamme
(ab hier 2-Stunden Still-Rhythmus wegen mangelnder Gewichtszunahme. Zum "Hinhalten" und Beruhigung bis die 2 Stunden um waren, wurde nun auch der Nuckel eingeführt)
18.12. 3300g Hebamme
19.12. 3180g Kinderarzt, U3
Es wurde nun eine Waage verschrieben, um vor und nach jedem Stillen zu wiegen. Die Waage zeigte allerdings meistens keinerlei Gewichtszunahme an. Eher im Gegenteil: Nach dem Stillen weniger als vorher.
Am 20.12. haben wir uns eine elektrische Pumpe geholt um zu schauen wieviel Milch ich habe. Erstes abpumpen brachte zunächst nur 30ml Muttermilch.
Zusätzlich haben wir dann mit Pre Ha Nahrung zugefüttert. Da unsere Tochter dieses problemloser angenommen hat, wurde dies bald regelmäßig gefüttert. Die Brust wurde immer häufiger angeschrien, aber immer noch angeboten und bei "guter Laune" unserer Tochter auch genommen.
22.12. 3250g Kinderarzt Kontrolle Gewicht
Am 26.12. habe ich zum letzten Mal die Brust angeboten, weil ich gemerkt habe, dass meine Tochter eher daran genuckelt hat, als gesaugt. Ab da bestand mein Alltag fast nur noch aus pumpen. Ich habe alle 2 bis 3 Stunden abgepumpt, nachts ca. alle 4 Stunden. Nach 2 Stunden Pause habe ich meist 20ml Muttermilch pro Brust bekommen, nach 3 Stunden ca. 30ml usw. Also habe ich ca. pro Stunde 10ml Milch in jeder Brust.
Alles was abgepumpt wurde, hat unsere Tochter bekommen und bei zusätzlichem Bedarf wurde die Pre Ha Nahrung gegeben. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht festgehalten habe, wieviel sie trinkt, kann ich nur gefühlsmäßig sagen, dass die Ernährung meiner Tochter zu 1/3 aus Mumi und zu 2/3 aus Pre Ha bestand.
27.12. 3600g Hebamme
2.1. 3800g Hebamme
Seit dem 3.1. registriere ich wieviel ml unsere Tochter am Tag trinkt. Die Menge liegt meist zwischen 700 und 800 ml. Abhängig von der "Tagesausbeute" sind 1/3 oder 1/4 davon Mumi.
Nachts kann sie neuerdings recht gut schlafen. Die letzten beiden Nächte sogar 6 Stunden am Stück. Dies aber nur mit Nuckel. Davor die Nächte wurde sie immer gegen 4 Uhr wach und wollte eine Flasche.
Ansonsten sind die Tage recht unterschiedlich. Manchmal kommt sie regelmäßig alle 2 bis 3 Stunden und möchte trinken; dann aber auch große Portionen von über 100ml, teilweise sogar 160ml. Heute z.B. war sie allerdings eher unruhig und weinte jede Stunde. Getrunken hat sie dann aber pro Mahlzeit dann weniger, ca. 90ml oder auch nur 60ml. Seit wir mit Pre Ha zufüttern, spuckt sie auch viel.
Wir verwenden verschiedene Flaschen / Sauger: Wir haben eine Medela Flasche, die wir für die Mumi verwenden, da ich finde, dass sie hierbei weniger sabbert während des Trinkens. Dann haben wir zwei Avent Naturnah Flaschen, mit denen sie aber extrem viel sabbert beim Trinken und sich auch häufig verschluckt. Und dann noch eine Avent Klassik Flasche, bei der sie nicht ganz so viel sabbert, sich aber auch mal verschluckt.
Achso zum Stuhlgang noch: Im KH hatte sie noch den normalen Stuhlgang vom Kindspech. Danach, zu Hause hatte sie sehr lange keine Windel mit "Großem" Geschäft. Sie wirkte allerdings nicht als hätte sie Probleme damit. Sie hatte regelmäßig nasse Windeln. Erst als wir angefangen haben, mit Pre Ha zu füttern, hatte sie endlich Stuhlgang.
7.1. 4100g Hebamme
Am 6.1. habe ich mich das erste Mal mit einer Stillberaterin getroffen. Priorität ist jetzt erst mal, meine Tochter wieder an die Brust zu gewöhnen. Aber wie bereits geschrieben, schleckt sie nur daran und öffnet den Mund nicht weit genug, um die ganze Brustwarze aufzunehmen.
Ich möchte jetzt vermeiden, dass das ganze wieder in Stress für mich und meine Tochter ausartet. Daher versuche ich nur, sie anzulegen, wenn sie gut gelaunt ist (das ist dann meist morgens) oder im Halbschlaf am Abend.
Eben lag sie eine ganze Zeit in Stillposition schlafend neben mir und jedes mal, wenn sie etwas wach wurde, habe ich ihr die Brust angeboten. Sie war zwar an der Brust interessiert und wollte sie auch aufnehmen, hat es allerdings nicht geschafft, wurde frustriert und hat angefangen zu weinen. Nachdem ich sie beruhigt habe, ist sie wieder eingeschlafen.
Bei den nächsten Versuchen ihr die Brust im Halbschlaf anzubieten, ist sie kaum aufgewacht, sondern im Gegenteil, nur noch fester eingeschlafen.
Wie sind denn die Erfahrungen hier im Forum? Wie gut stehen die Chancen, dass ich meine Tochter wieder an die Brust gewöhnen kann? Die Stillberaterin war recht optimistisch, aber die bisher gescheiterten Anlege-Versuche sind für mich erst mal ernüchternd / deprimierend.
Gibt es sonst noch Tricks, die ich ausprobieren könnte, damit meine Tochter den Mund weiter auf bekommt und an der Brust wieder saugt und nicht nur schleckt?
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AnnaKatharina
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 8295
- Registriert: 17.05.2012, 21:26
Re: Saugverwirrung "beheben"
Hallo Anjuta,
ich bin keine Stillberaterin, lese aber gern und interessiert bei den Stillberatungsthreads mit.
Meine Laienmeinung: Eure Chancen für den Weg zurück an die Brust stehen sehr gut!
Dein Kind ist noch jung und hat daher ein hohes Saugbedürfnis.
Das Problem besteht moch nicht lange, und du hast dir schnell Hilfe geholt.
Beides verbessert eure Chancen!
Hier im Forum wird von den Stillberaterinnen so ein Stufenprogramm verwendet, wenn das Kind nicht mehr 'von selbst' an die Brust gehen kann. Es werden immer nur so kleine Schrittchen gemacht, dass es für deine Tochter nicht stressig wird.
Es gibt hier so so viele Threads, wo die Kinder wieder zurück an die Brust geführt wurden. Es hilft dir sicher, in einer ruhigen Minute (haha, von denen gibt es ja wahrscheinlich nicht so viele) mal ein paar davon zu lesen, das gibt dir bestimmt Zuversicht.
Du bist hier im Forum übrigens in besten Händen, die Stillberaterinnen sind super!!!
Und es meldet sich sicherlich ganz bald eine hier.
Viele Grüße, und ich drück dir die Daumen!
Anna-Katharina
P.S. Die Menge, die man abpumpen kann, erlaubt keine Aussage darüber, weiviel MIlch die Brust beim Stillen produzieren würde.
ich bin keine Stillberaterin, lese aber gern und interessiert bei den Stillberatungsthreads mit.
Meine Laienmeinung: Eure Chancen für den Weg zurück an die Brust stehen sehr gut!
Dein Kind ist noch jung und hat daher ein hohes Saugbedürfnis.
Das Problem besteht moch nicht lange, und du hast dir schnell Hilfe geholt.
Beides verbessert eure Chancen!
Hier im Forum wird von den Stillberaterinnen so ein Stufenprogramm verwendet, wenn das Kind nicht mehr 'von selbst' an die Brust gehen kann. Es werden immer nur so kleine Schrittchen gemacht, dass es für deine Tochter nicht stressig wird.
Es gibt hier so so viele Threads, wo die Kinder wieder zurück an die Brust geführt wurden. Es hilft dir sicher, in einer ruhigen Minute (haha, von denen gibt es ja wahrscheinlich nicht so viele) mal ein paar davon zu lesen, das gibt dir bestimmt Zuversicht.
Du bist hier im Forum übrigens in besten Händen, die Stillberaterinnen sind super!!!
Und es meldet sich sicherlich ganz bald eine hier.
Viele Grüße, und ich drück dir die Daumen!
Anna-Katharina
P.S. Die Menge, die man abpumpen kann, erlaubt keine Aussage darüber, weiviel MIlch die Brust beim Stillen produzieren würde.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
- deidamaus
- Mod a.D.
- Beiträge: 16206
- Registriert: 20.06.2013, 06:38
- Wohnort: Landkreis Karlsruhe
Re: Saugverwirrung "beheben"
Hallo anjuta,
ich melde mich heute nur noch kurz, morgen dann ausführlich.
Deine Hebamme und dein Kia haben da ganz schönen Mist gemacht, denn dein Kind hat bis zum Zufüttern genügend zugenommen. Vom 6.-15.12 280g. Das ist vollkommen okay.
Ich sehe sehr gute Chancen, das wieder hin zu bekommen. Dein Baby ist noch jung und du hattest genug Milch (Abpumpmengen sagen nichts darüber aus, wieviel Milch du hast und Stillproben sind auch sehr mit Vorsicht zu Genießen (morgen näheres dazu).)
Das klassische Umgewöhnungsprogramm läuft wie folgt
1) Mehrere Flaschensauger einführen
2) Flaschen Fütterung in Stillposition
3) Flaschensauger als Stillhütchen verwenden und BES dazu benutzen
4) Stillhütchen und BES
5) Hütchen und BES abgewöhnen
Hast du Stillhütchen da? Dann könntest du gerne mal ausprobieren, ob sie damit an die Brust geht. Dann könnten wir direkt bei Schritt vier starten.
Wie es genau geht, erklärt ich dir morgen. Mein Bett ruft
Wir bekommen das hin, ganz sicher.
Liebe Grüße
Deidamaus
ich melde mich heute nur noch kurz, morgen dann ausführlich.
Deine Hebamme und dein Kia haben da ganz schönen Mist gemacht, denn dein Kind hat bis zum Zufüttern genügend zugenommen. Vom 6.-15.12 280g. Das ist vollkommen okay.
Ich sehe sehr gute Chancen, das wieder hin zu bekommen. Dein Baby ist noch jung und du hattest genug Milch (Abpumpmengen sagen nichts darüber aus, wieviel Milch du hast und Stillproben sind auch sehr mit Vorsicht zu Genießen (morgen näheres dazu).)
Das klassische Umgewöhnungsprogramm läuft wie folgt
1) Mehrere Flaschensauger einführen
2) Flaschen Fütterung in Stillposition
3) Flaschensauger als Stillhütchen verwenden und BES dazu benutzen
4) Stillhütchen und BES
5) Hütchen und BES abgewöhnen
Hast du Stillhütchen da? Dann könntest du gerne mal ausprobieren, ob sie damit an die Brust geht. Dann könnten wir direkt bei Schritt vier starten.
Wie es genau geht, erklärt ich dir morgen. Mein Bett ruft
Wir bekommen das hin, ganz sicher.
Liebe Grüße
Deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
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anjuta
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- Registriert: 07.01.2015, 06:46
- Wohnort: Berlin
Re: Saugverwirrung "beheben"
Liebe Deidamaus,
vielen Dank für Deine Antwort!
Ehrlich gesagt, mache ich der Hebamme keine Vorwürfe. Sie hat nur umgesetzt, was sie gelernt hat und bei anderen Frauen hat es bestimmt funktioniert. Nur meine Tochter hat sich leider sehr schnell auf den für sie einfacheren Weg der Nahrungsaufnahme über die Flasche eingestellt.
Ich ärgere mich nur über mich selbst, dass ich mich von dem vielen Wiegen und Messen so habe verunsichern lassen und nicht auf meine Instinkte als Mutter gehört und sie weiter nach Bedarf gestillt habe. Vielleicht war auch einfach meine Bequemlichkeit Schuld, denn Stillen alle 2 Stunden hört sich besser an, als ständig offene Milchbar zu sein...
Ich habe zum Umgewöhnungsprogramm ein paar Fragen:
1) Mehrere Flaschensauger:
Wir haben drei verschiedene Flaschen & Sauger und nutzen sie immer so, wie sie gerade "frei" sind. Die Muttermilch aber meist aus der Medela Flasche. Also wechseln wir schon mehrmals am Tag, aber in keiner bestimmten Reihenfolge. Ist das ok so?
2) Füttern in Stillposition:
Mit der Stillberaterin habe ich versucht, meine Tochter in der "Football-Position" an die Brust anzulegen und versuche das auch so weiterhin, da ich auch vorher fast nur so gestillt habe. Die anderen Stillpositionen waren zu schwierig für mich.
Mit der Flasche füttere ich meine Tochter normalerweise auf meinem Schoß liegend mit Stillkissen. Reicht das aus, oder soll ich sie nun stets in der Football Position füttern? Hierzu muss sie nämlich auf der Seite liegen und dabei läuft ihr dann immer gefühlt die Hälfte der Milch aus dem Mundwinkel. Kann ich sie einfach in Football-Position auf den Rücken legen und so nah wie möglich an meinem Körper füttern? Oder muss die Position so nah wie möglich an der Situation während des Stillens sein? Kann mein Mann sie trotzdem auch füttern, so lange sie in Stillposition liegt? (er hat sie die letzten Tage immer noch mit gefüttert, wenn ich z.B. gerade abgepumpt habe)
3) Flaschensauger als Stillhütchen verwenden und BES dazu benutzen:
Wie genau funktioniert das? Ich habe mit der Stillberaterin einmal das BES ausprobiert. Da meine Tochter aber die Brust gar nicht genommen hat, haben wir das BES erst mal weg gelassen, da der Schlauch vom BES wahrscheinlich noch mal extra stört und sie dann die Brust erst recht nicht aufnimmt.
Verstehe ich das richtig, dass ich mir einen Sauger auf die Brust setze, den Schlauch vom BES dort einführe und meiner Tochter dann die Brust mit dem Sauger anbiete? Kommt da dann auch genug Milch raus?
Stillhütchen habe ich keine da. Die Stillberaterin meinte aber auch, das wäre Plan "Z" für uns, wenn es mit dem Anlegen gar nicht klappt. Allerdings weiss ich nicht, wie lange ich versuchen soll, sie anzulegen und ab wann es dann mit den Stillhütchen notwendig wird. Und was zwischen jetzt und Plan "Z" kommt.
Ich habe noch eine Frage zum Abpumpen: Da mein Mann ab heute wieder arbeiten geht, mache ich mir Sorgen, dass ich nicht mehr so häufig zum Abpumpen komme. Das wird sich natürlich wieder negativ auf die Milchmenge auswirken. Kann sich die dann wieder steigern lassen, wenn das alles klappt?
Gestern war meine Tochter wirklich sehr quengelig. Ich vermute ein Wachstumsschub. Ich habe trotzdem versucht, sie morgens einmal und abends ein paarmal im Halbschlaf anzulegen. Sie mag definitiv den Geruch der Brust und wird dann immer sehr aufgeregt. Aber irgendwann leider auch frustriert. Sie öffnet den Mund einfach nicht weit genug und saugt nicht an der Brust.
Vor allem wenn sie so quengelig ist, würde ich sie so gerne mit der Brust beruhigen, aber da sie mit der nicht so richtig etwas anfangen kann, muss halt immer wieder der Nuckel her.
Noch mal vielen Dank für Eure Hilfe! Es wäre einfach so schön, wenn ich sie wieder an die Brust gewöhnen könnte. Ich möchte ihr einfach die bestmögliche Nahrung bieten.
vielen Dank für Deine Antwort!
Ehrlich gesagt, mache ich der Hebamme keine Vorwürfe. Sie hat nur umgesetzt, was sie gelernt hat und bei anderen Frauen hat es bestimmt funktioniert. Nur meine Tochter hat sich leider sehr schnell auf den für sie einfacheren Weg der Nahrungsaufnahme über die Flasche eingestellt.
Ich ärgere mich nur über mich selbst, dass ich mich von dem vielen Wiegen und Messen so habe verunsichern lassen und nicht auf meine Instinkte als Mutter gehört und sie weiter nach Bedarf gestillt habe. Vielleicht war auch einfach meine Bequemlichkeit Schuld, denn Stillen alle 2 Stunden hört sich besser an, als ständig offene Milchbar zu sein...
Ich habe zum Umgewöhnungsprogramm ein paar Fragen:
1) Mehrere Flaschensauger:
Wir haben drei verschiedene Flaschen & Sauger und nutzen sie immer so, wie sie gerade "frei" sind. Die Muttermilch aber meist aus der Medela Flasche. Also wechseln wir schon mehrmals am Tag, aber in keiner bestimmten Reihenfolge. Ist das ok so?
2) Füttern in Stillposition:
Mit der Stillberaterin habe ich versucht, meine Tochter in der "Football-Position" an die Brust anzulegen und versuche das auch so weiterhin, da ich auch vorher fast nur so gestillt habe. Die anderen Stillpositionen waren zu schwierig für mich.
Mit der Flasche füttere ich meine Tochter normalerweise auf meinem Schoß liegend mit Stillkissen. Reicht das aus, oder soll ich sie nun stets in der Football Position füttern? Hierzu muss sie nämlich auf der Seite liegen und dabei läuft ihr dann immer gefühlt die Hälfte der Milch aus dem Mundwinkel. Kann ich sie einfach in Football-Position auf den Rücken legen und so nah wie möglich an meinem Körper füttern? Oder muss die Position so nah wie möglich an der Situation während des Stillens sein? Kann mein Mann sie trotzdem auch füttern, so lange sie in Stillposition liegt? (er hat sie die letzten Tage immer noch mit gefüttert, wenn ich z.B. gerade abgepumpt habe)
3) Flaschensauger als Stillhütchen verwenden und BES dazu benutzen:
Wie genau funktioniert das? Ich habe mit der Stillberaterin einmal das BES ausprobiert. Da meine Tochter aber die Brust gar nicht genommen hat, haben wir das BES erst mal weg gelassen, da der Schlauch vom BES wahrscheinlich noch mal extra stört und sie dann die Brust erst recht nicht aufnimmt.
Verstehe ich das richtig, dass ich mir einen Sauger auf die Brust setze, den Schlauch vom BES dort einführe und meiner Tochter dann die Brust mit dem Sauger anbiete? Kommt da dann auch genug Milch raus?
Stillhütchen habe ich keine da. Die Stillberaterin meinte aber auch, das wäre Plan "Z" für uns, wenn es mit dem Anlegen gar nicht klappt. Allerdings weiss ich nicht, wie lange ich versuchen soll, sie anzulegen und ab wann es dann mit den Stillhütchen notwendig wird. Und was zwischen jetzt und Plan "Z" kommt.
Ich habe noch eine Frage zum Abpumpen: Da mein Mann ab heute wieder arbeiten geht, mache ich mir Sorgen, dass ich nicht mehr so häufig zum Abpumpen komme. Das wird sich natürlich wieder negativ auf die Milchmenge auswirken. Kann sich die dann wieder steigern lassen, wenn das alles klappt?
Gestern war meine Tochter wirklich sehr quengelig. Ich vermute ein Wachstumsschub. Ich habe trotzdem versucht, sie morgens einmal und abends ein paarmal im Halbschlaf anzulegen. Sie mag definitiv den Geruch der Brust und wird dann immer sehr aufgeregt. Aber irgendwann leider auch frustriert. Sie öffnet den Mund einfach nicht weit genug und saugt nicht an der Brust.
Vor allem wenn sie so quengelig ist, würde ich sie so gerne mit der Brust beruhigen, aber da sie mit der nicht so richtig etwas anfangen kann, muss halt immer wieder der Nuckel her.
Noch mal vielen Dank für Eure Hilfe! Es wäre einfach so schön, wenn ich sie wieder an die Brust gewöhnen könnte. Ich möchte ihr einfach die bestmögliche Nahrung bieten.
- deidamaus
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Re: Saugverwirrung "beheben"
Zu den sogenannten Stillproben schau mal in die Linksammlung Stillwissen unter "Durchführung von Stillproben".Meine Tochter wurde am 2.12. geboren hat in den ersten Lebenswochen nicht so gut zugenommen. Als sie 18 Tage alt war, haben wir durch Wiegen vor und nach jedem Stillen festgestellt, dass die Maus fast gar nichts aus der Brust trinkt.
Beides Quatsch. Ein Schnuller kann immer zu Saugverwirrung führen und das Ziehen der Stillmahlzeiten ist auch nicht sinnvoll. Sinnvoller ist es hier darauf zu achten, dass das Kind bei einer Stillmahlzeit lang genug wach ist und richtig saugt.(Zu dem Zeitpunkt hatte sie bereits seit 5 Tagen den Nuckel bekommen. Laut Hebamme würde da keine Gefahr der Saugverwirrung bestehen, da sie ja bereits an der Brust trinkt. Der Nuckel sollte uns helfen, sie von einem 20 Minuten Still-Rhythmus zu einem 2 Stunden Still-Rhythmus zu bekommen, damit sie sich beim Stillen auch richtig satt trinkt und somit besser zunimmt.)
Klassische Zeichen einer Saugverwirrung.Jedenfalls haben wir dann an Tag 18 angefangen mit Pre-Nahrung zuzufüttern, weil wir einfach Angst hatten, dass sie mir an der Brust verhungert... Ich habe dann auch angefangen abzupumpen, damit mir die Milch nicht wegbleibt. Über die nächsten Tage und Wochen hat die Maus immer mehr geschrien wenn sie an die Brust sollte. Ein stressfreies Füttern war nur noch mit der Flasche möglich.
Das geht vielen Frauen so. Super, dass du dir jetzt Hilfe holst.Ich war eigentlich gedanklich schon dabei abzustillen, weil das Pumpen auch einfach nur ätzend ist und ich glaube, dass ich es nicht schaffe, regelmäßig zu pumpen, wenn ich ab morgen wieder alleine zu Hause bin. Aber ich habe einfach gemerkt, dass mich allein schon der Gedanke ans abstillen psychisch sehr belastet, weil ich jedes Mal anfange zu weinen, wenn ich jemandem davon erzähle.
Sehr gut. Direkte Betreuung vor Ort ist immer sinnvoll.Daher habe ich Kontakt zu einer Stillberaterin aufgenommen. Sie war gestern hier und meinte nach zwei Stunden Beratung, sie wäre optimistisch, dass ich unsere Kleine wieder an die Brust bekäme. Sie hat mir ein Brusternährungsset da gelassen und mit mir versucht, die Kleine an die Brust anzulegen. Es hat erstmal noch nicht geklappt, aber sie meinte wir sollten nicht aufgeben und wir würden die nächsten Wochen weiter in Kontakt bleiben.
Hmm, das sehe ich eher anders. Das BES kann gut helfen, sie an die Brust zu bekommen, da beim Saugen ja dann gleich Milch fliesst und sie für ihr Verhalten damit belohnt wird. Wichtig ist, dass sie die Brust richtig zu fassen bekommt. Wenn das nicht klappt, ist der Umweg über Stillhütchen nicht verkehrt. Wenn dein Baby damit gut an der Brust (mit BES oder ohne) trinkt, kann man sie wieder abgewöhnen. Und lieber mit Hütchen gestillt, als garnicht.Ich habe dann gestern Abend auch noch mal versucht, meine Tochter an die Brust anzulegen, aber leider immer noch ohne Erfolg. Sie war zwar sehr interessiert an der Brust, hat daran geschleckt und wollte sie auch in den Mund nehmen, aber leider immer nur die Spitze. Das Problem ist gerade, dass sie den Mund nicht weit genug aufmacht um die gesamte Brustwarze aufzunehmen und somit auch der Saugreflex nicht ausgelöst wird. Laut Stillberaterin soll ich daher erst mal ohne das BES versuchen, dass sie die gesamte Brust in den Mund aufnimmt. Der Schlauch aus dem BES würde sie wahrscheinlich im Moment noch mehr stören, wenn sie versucht die Brustwarze zu erfassen.
Das ist doch ein super Anfang. Immer wieder probieren und ihr vorsichtig mal den Unterkiefer etwas nach unten drücken, um den Mund weiter zu öffnen.Hat hier jemand evtl. noch irgendwelche Tipps und Tricks, wie meine Tochter den Mund weiter aufmachen kann? Ich habe ihr schon den ganzen Abend "vorgemacht" wie sie es machen soll: immer wieder saß ich mit weit offenem Mund und rausgestreckter Zunge vor ihr ("aaaaaahhh"). Zu meiner Überraschung hat sie gestern vor dem Einschlafen auch ansatzweise versucht, das nachzuahmen. Allerdings hat sie den Mund immer noch nicht weit aufgemacht, also den Kiefer sozusagen nicht auseinander bekommen, sondern nur ihr niedliches Spitzmündchen versucht weiter zu öffnen... Was kann ich noch tun, um ihr beizubringen, dass sie den Mund weiter öffnen soll?
Du kannst es auch Morgens und Abends (und Mittags und Vormittags und Nachmittags und Spätabends und Nachts) probieren. Oft klappt es im Halbschlaf besser.Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob abends wirklich die beste Zeit ist, um ihr die Brust anzubieten. Abends ist sie eher quengelig und anstrengend. Morgens nach dem Aufstehen ist sie meist am entspanntesten. Sollte dann nicht besser die Brust angeboten werden?
Dafür ist das BES da. Sobald sie daraus trinkt, löst man die Zufüttermahlzeiten mit der Flasche mit dem BES ab.Und dann ist da noch die Situation mit Flasche und Nuckel: Wir füttern weiter mit der Flasche (abgepumpte Mumi und Pre) und der Nuckel ist im Moment die einzige Möglichkeit, wie sie abends einigermaßen stressfrei einschläft. Sollten wir hier andere Möglichkeiten suchen, sie also komplett von Flasche und Nuckel fern halten?
Dann solltest du deine Warzen mit Lanolin pflegen, damit die Wunde geschmeidigt bleibt.Diese ist auch jetzt beim Abpumpen noch manchmal blutig und "verkrustet" wieder in den Pausen zwischen dem Pumpen.
Das ist nicht richtig. Du kannst pro Stunde 10 ml aus deiner Brust abpumpen. Babys saugen effektiver (und sind viel hübscher anzusehen als eine Pumpe), so dass sie deutlich mehr Milch bekommen.Am 26.12. habe ich zum letzten Mal die Brust angeboten, weil ich gemerkt habe, dass meine Tochter eher daran genuckelt hat, als gesaugt. Ab da bestand mein Alltag fast nur noch aus pumpen. Ich habe alle 2 bis 3 Stunden abgepumpt, nachts ca. alle 4 Stunden. Nach 2 Stunden Pause habe ich meist 20ml Muttermilch pro Brust bekommen, nach 3 Stunden ca. 30ml usw. Also habe ich ca. pro Stunde 10ml Milch in jeder Brust.
Das ist die ganz normale Menge für ein Baby in dem Alter.Seit dem 3.1. registriere ich wieviel ml unsere Tochter am Tag trinkt. Die Menge liegt meist zwischen 700 und 800 ml. Abhängig von der "Tagesausbeute" sind 1/3 oder 1/4 davon Mumi.
Hast du vorher eine andere Pre zugefüttert? Oder meinst du im Vergleich zu reiner Mumi-Ernäherung?Heute z.B. war sie allerdings eher unruhig und weinte jede Stunde. Getrunken hat sie dann aber pro Mahlzeit dann weniger, ca. 90ml oder auch nur 60ml. Seit wir mit Pre Ha zufüttern, spuckt sie auch viel.
Das ist doch schon mal gut, d.h. dein Baby kann aus verschiedenen Saugern trinken. Dann vermute ich mal, dass sie das Stillhütchen an der Brust vielleicht auch akzeptieren würde.Wir verwenden verschiedene Flaschen / Sauger: Wir haben eine Medela Flasche, die wir für die Mumi verwenden, da ich finde, dass sie hierbei weniger sabbert während des Trinkens. Dann haben wir zwei Avent Naturnah Flaschen, mit denen sie aber extrem viel sabbert beim Trinken und sich auch häufig verschluckt. Und dann noch eine Avent Klassik Flasche, bei der sie nicht ganz so viel sabbert, sich aber auch mal verschluckt.
In den ersten sechs Wochen sollten Babys täglich Stuhlgang haben. Wenn nicht, sollte genauer geschaut werden.Achso zum Stuhlgang noch: Im KH hatte sie noch den normalen Stuhlgang vom Kindspech. Danach, zu Hause hatte sie sehr lange keine Windel mit "Großem" Geschäft. Sie wirkte allerdings nicht als hätte sie Probleme damit. Sie hatte regelmäßig nasse Windeln. Erst als wir angefangen haben, mit Pre Ha zu füttern, hatte sie endlich Stuhlgang.
Das wäre auch meine Priorität. Nur würde ich das Hütchen als Krücke verwenden, wenn sie ohne nicht an der Brust saugt (oder auch einen Flaschensauger als Übergang).Am 6.1. habe ich mich das erste Mal mit einer Stillberaterin getroffen. Priorität ist jetzt erst mal, meine Tochter wieder an die Brust zu gewöhnen. Aber wie bereits geschrieben, schleckt sie nur daran und öffnet den Mund nicht weit genug, um die ganze Brustwarze aufzunehmen.
.Eben lag sie eine ganze Zeit in Stillposition schlafend neben mir und jedes mal, wenn sie etwas wach wurde, habe ich ihr die Brust angeboten. Sie war zwar an der Brust interessiert und wollte sie auch aufnehmen, hat es allerdings nicht geschafft, wurde frustriert und hat angefangen zu weinen
Dann versuche es mal mit dem Hütchen.
Das bin ich auch. Die Chancen stehen gut.Wie sind denn die Erfahrungen hier im Forum? Wie gut stehen die Chancen, dass ich meine Tochter wieder an die Brust gewöhnen kann? Die Stillberaterin war recht optimistisch, aber die bisher gescheiterten Anlege-Versuche sind für mich erst mal ernüchternd / deprimierend.
Hebammen werden einfach nicht (genügend) übers Stillen ausgebildet. Und Flasche geben ist in den allermeisten Fällen der direkte Weg zum Abstillen.vielen Dank für Deine Antwort!
Ehrlich gesagt, mache ich der Hebamme keine Vorwürfe. Sie hat nur umgesetzt, was sie gelernt hat und bei anderen Frauen hat es bestimmt funktioniert. Nur meine Tochter hat sich leider sehr schnell auf den für sie einfacheren Weg der Nahrungsaufnahme über die Flasche eingestellt.
Ich ärgere mich nur über mich selbst, dass ich mich von dem vielen Wiegen und Messen so habe verunsichern lassen und nicht auf meine Instinkte als Mutter gehört und sie weiter nach Bedarf gestillt habe.
Das ist das ganz normale Verhalten einer Mutter. Du hast dich nur auf die "Experten" verlassen, da du selber ja auch nicht mehr weißt.
Perfekt.1) Mehrere Flaschensauger:
Wir haben drei verschiedene Flaschen & Sauger und nutzen sie immer so, wie sie gerade "frei" sind. Die Muttermilch aber meist aus der Medela Flasche. Also wechseln wir schon mehrmals am Tag, aber in keiner bestimmten Reihenfolge. Ist das ok so?
2) Füttern in Stillposition:
Mit der Stillberaterin habe ich versucht, meine Tochter in der "Football-Position" an die Brust anzulegen und versuche das auch so weiterhin, da ich auch vorher fast nur so gestillt habe. Die anderen Stillpositionen waren zu schwierig für mich.
Mit der Flasche füttere ich meine Tochter normalerweise auf meinem Schoß liegend mit Stillkissen. Reicht das aus, oder soll ich sie nun stets in der Football Position füttern? Hierzu muss sie nämlich auf der Seite liegen und dabei läuft ihr dann immer gefühlt die Hälfte der Milch aus dem Mundwinkel. Kann ich sie einfach in Football-Position auf den Rücken legen und so nah wie möglich an meinem Körper füttern? Oder muss die Position so nah wie möglich an der Situation während des Stillens sein?
Probier es mal aus, ob es klappt, wenn sie möglichst so liegt, wie beim Stillen. Wenn das problemlos (bis auf die aus dem Mundwinkel laufende Milch) funktioniert, können wir mit Schritt drei weitermachen....
....dann kann dein Mann leider nicht mehr mithelfen.Kann mein Mann sie trotzdem auch füttern, so lange sie in Stillposition liegt? (er hat sie die letzten Tage immer noch mit gefüttert, wenn ich z.B. gerade abgepumpt habe)
Genau so. Schlauch durch das (eventuell vergrößerte Saugerloch) durchfädeln (er sollte möglichst wenig überstehen) und dann den Sauger auf die Brust setzen. Das ist etwas umständlich und du musst den Sauger festhalten, aber das soll auch nur eine kurze Übergangszeit sein (ein paar Stunden bis Tage), denn dann tauschen wir den Sauger einfach durch ein Stillhütchen.3) Flaschensauger als Stillhütchen verwenden und BES dazu benutzen:
Wie genau funktioniert das? Ich habe mit der Stillberaterin einmal das BES ausprobiert. Da meine Tochter aber die Brust gar nicht genommen hat, haben wir das BES erst mal weg gelassen, da der Schlauch vom BES wahrscheinlich noch mal extra stört und sie dann die Brust erst recht nicht aufnimmt.
Verstehe ich das richtig, dass ich mir einen Sauger auf die Brust setze, den Schlauch vom BES dort einführe und meiner Tochter dann die Brust mit dem Sauger anbiete? Kommt da dann auch genug Milch raus?
Ich würde mir welche besorgen und es damit probieren. Wie gesagt: Lieber mit Stillhütchen gestillt als garnicht und das Hütchen können wir dann immer noch abgewöhnen.Stillhütchen habe ich keine da. Die Stillberaterin meinte aber auch, das wäre Plan "Z" für uns, wenn es mit dem Anlegen gar nicht klappt. Allerdings weiss ich nicht, wie lange ich versuchen soll, sie anzulegen und ab wann es dann mit den Stillhütchen notwendig wird. Und was zwischen jetzt und Plan "Z" kommt.
Sobald du mit BES (und Hütchen) stillen kannst, wird die Milchbildung durch das Saugen deines Babys automatisch mit angeregt (ein der Vorteile des BES), dann kannst du das Pumpen reduzieren oder sogar ganz aufhören.Ich habe noch eine Frage zum Abpumpen: Da mein Mann ab heute wieder arbeiten geht, mache ich mir Sorgen, dass ich nicht mehr so häufig zum Abpumpen komme. Das wird sich natürlich wieder negativ auf die Milchmenge auswirken. Kann sich die dann wieder steigern lassen, wenn das alles klappt?
Probiere es mal mit dem Stillhütchen (gibt es in Apotheken) und wenn das nicht gleich klappt, dann machen wir den Umweg über den Sauger an der Brust.Gestern war meine Tochter wirklich sehr quengelig. Ich vermute ein Wachstumsschub. Ich habe trotzdem versucht, sie morgens einmal und abends ein paarmal im Halbschlaf anzulegen. Sie mag definitiv den Geruch der Brust und wird dann immer sehr aufgeregt. Aber irgendwann leider auch frustriert. Sie öffnet den Mund einfach nicht weit genug und saugt nicht an der Brust.
Vor allem wenn sie so quengelig ist, würde ich sie so gerne mit der Brust beruhigen, aber da sie mit der nicht so richtig etwas anfangen kann, muss halt immer wieder der Nuckel her.
...und den bestmöglichen Kuschelfaktor und den schönsten Geruch und und und....Noch mal vielen Dank für Eure Hilfe! Es wäre einfach so schön, wenn ich sie wieder an die Brust gewöhnen könnte. Ich möchte ihr einfach die bestmögliche Nahrung bieten.
Wir bekommen das hin. Ich bin da zuversichtlich.
Wenn du noch Fragen hast, oder ich was überlesen habe (boah, war das lang), sag Bescheid.
Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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anjuta
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Re: Saugverwirrung "beheben"
Liebe Deidamaus,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Toll dass Du Dir die ganze Mühe machst. Ich wünschte nur, ich hätte dieses Forum schon viel früher gekannt. Am Besten noch vor der Geburt. Man lässt sich einfach so leicht verunsichern und in die Irre führen, vor allem wenn man gerade zum ersten Mal im Leben ein Neugeborenes in den Armen hält, das versorgt werden will
.

Alle haben gesehen, dass es mir dabei total schlecht ging, ich hab ja nur rumgeheult. Aber die einzige Reaktion war zu sagen, dass Flaschenkinder auch groß werden und es Studien gibt, die keine Unterschiede bei Flaschen- und Still-Kindern feststellen konnten und es ja schon viel wert ist, dass ich die ersten Wochen überhaupt gestillt hab. Aber ich fühle mich trotzdem mies dabei. Heute im Babymassagekurs war ich total neidisch, als eine Mutter ihren Sohn einfach so angelegt hat. Ich musste meine ganzen Gerätschaften auspacken als meine Tochter Hunger bekam.
Ich habe heute noch mal mit der Stillberaterin gesprochen und sie auch nach den Stillhütchen gefragt. Sie meinte, ich kann es gerne damit versuchen, wenn ich es möchte. Sie hat mir die Medela Stillhütchen empfohlen.
Ihre Meinung war allerdings trotzdem, dass unsere Tochter erst mal in der Lage sein muss, den Mund weit genug zu öffnen, da sie ja auch das Stillhütchen komplett in den Mund aufnehmen muss. Ihre Begründung war, dass meine Tochter durch die Saugglockengeburt wohl eine enorme Körperspannung hat und somit auch die Kiefermuskeln sehr verspannt sind, so dass sie den Mund nicht so weit auf bekommt. Daher wäre aus ihrer Sicht erst mal Priorität, den Mund weiter zu öffnen. Das Trinken mit BES käme dann erst als nächstes.
Ihre Empfehlung war deswegen auch, die Kiefermuskeln zu massieren. Und einen Osteopathen aufzusuchen. Hier haben wir jetzt einen Termin (leider erst) am 19.01.
Ich werde aber trotzdem in den nächsten Tagen ein Stillhütchen kaufen, damit ich es zu Hause hab und wenigstens mal probieren kann.
Noch mal Danke für Deine Hilfe! Ich werde weiter versuchen anzulegen. Und Stillhütchen werden auch gekauft. Gibt es hierzu besondere Sachen, die ich beachten muss?
LG und einen schönen Abend!
Anja
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Toll dass Du Dir die ganze Mühe machst. Ich wünschte nur, ich hätte dieses Forum schon viel früher gekannt. Am Besten noch vor der Geburt. Man lässt sich einfach so leicht verunsichern und in die Irre führen, vor allem wenn man gerade zum ersten Mal im Leben ein Neugeborenes in den Armen hält, das versorgt werden will
Oha... Ja da haben wir einiges falsch gemacht. Und wir wurden überhaupt nicht "begleitet". Weder vom Arzt noch von der Hebamme. Nach 24 h wiegen war ich nur total panisch, weil wir dachten, die Kleine trinkt nichts. Die Hebamme hat daraufhin (per Whatsapp) das Zufüttern empfohlen. Und der Arzt war beim nächsten Termin nur zufrieden mit der Gewichtszunahme und sagte wir sollten weiter machen mit Zufüttern.Zu den sogenannten Stillproben schau mal in die Linksammlung Stillwissen unter "Durchführung von Stillproben".
Alle haben gesehen, dass es mir dabei total schlecht ging, ich hab ja nur rumgeheult. Aber die einzige Reaktion war zu sagen, dass Flaschenkinder auch groß werden und es Studien gibt, die keine Unterschiede bei Flaschen- und Still-Kindern feststellen konnten und es ja schon viel wert ist, dass ich die ersten Wochen überhaupt gestillt hab. Aber ich fühle mich trotzdem mies dabei. Heute im Babymassagekurs war ich total neidisch, als eine Mutter ihren Sohn einfach so angelegt hat. Ich musste meine ganzen Gerätschaften auspacken als meine Tochter Hunger bekam.
Nun gut, damit hatte meine Maus auch Probleme. Sie ist ziemlich viel an der Brust eingeschlafen. Aber noch mehr, nachdem ich angefangen habe zuzufüttern.Beides Quatsch. Ein Schnuller kann immer zu Saugverwirrung führen und das Ziehen der Stillmahlzeiten ist auch nicht sinnvoll. Sinnvoller ist es hier darauf zu achten, dass das Kind bei einer Stillmahlzeit lang genug wach ist und richtig saugt.
Als die Stillberaterin hier war, haben wir es ja erst mit dem BES versucht. Aber irgendwie hat das so gar nicht funktioniert. Die Brust war fast gar nicht in den Mund meiner Tochter zu bekommen. Als doch einmal kurz die Spitze drin war, haben wir den Schlauch vom BES geöffnet und dann ist die Milch von alleine geflossen, aber die Brust war auf einmal wieder draußen und die Milch floss überall hin.Hmm, das sehe ich eher anders. Das BES kann gut helfen, sie an die Brust zu bekommen, da beim Saugen ja dann gleich Milch fliesst und sie für ihr Verhalten damit belohnt wird. Wichtig ist, dass sie die Brust richtig zu fassen bekommt. Wenn das nicht klappt, ist der Umweg über Stillhütchen nicht verkehrt. Wenn dein Baby damit gut an der Brust (mit BES oder ohne) trinkt, kann man sie wieder abgewöhnen. Und lieber mit Hütchen gestillt, als garnicht.
Ich habe heute noch mal mit der Stillberaterin gesprochen und sie auch nach den Stillhütchen gefragt. Sie meinte, ich kann es gerne damit versuchen, wenn ich es möchte. Sie hat mir die Medela Stillhütchen empfohlen.
Ihre Meinung war allerdings trotzdem, dass unsere Tochter erst mal in der Lage sein muss, den Mund weit genug zu öffnen, da sie ja auch das Stillhütchen komplett in den Mund aufnehmen muss. Ihre Begründung war, dass meine Tochter durch die Saugglockengeburt wohl eine enorme Körperspannung hat und somit auch die Kiefermuskeln sehr verspannt sind, so dass sie den Mund nicht so weit auf bekommt. Daher wäre aus ihrer Sicht erst mal Priorität, den Mund weiter zu öffnen. Das Trinken mit BES käme dann erst als nächstes.
Ihre Empfehlung war deswegen auch, die Kiefermuskeln zu massieren. Und einen Osteopathen aufzusuchen. Hier haben wir jetzt einen Termin (leider erst) am 19.01.
Ich werde aber trotzdem in den nächsten Tagen ein Stillhütchen kaufen, damit ich es zu Hause hab und wenigstens mal probieren kann.
Das habe ich vorhin versucht und tatsächlich die Brustwarze in den Mund bugsiert bekommen. Allerdings hat meine Tochter immer noch nicht gesaugt, also kein Vakuum aufgebaut. Ich hab gemerkt, dass sie mit der Zunge versucht hat, zu 'massieren' oder zu 'kitzeln', so wie sie es wohl bei der Flasche tut, aber richtiges Saugen gab es nicht.Immer wieder probieren und ihr vorsichtig mal den Unterkiefer etwas nach unten drücken, um den Mund weiter zu öffnen.
Seit gestern trinkt sie aber noch viel mehr. Fast 1l über den Tag verteilt. Heute hat sie auch wieder enormen Durst und wird wohl auch wieder auf 1l kommen. Ist das noch normal?Das ist die ganz normale Menge für ein Baby in dem Alter.
Also eigentlich spuckt sie überhaupt erst, seit wir mit Flasche füttern. Sie spuckt auch Mumi wieder aus, daher glaube ich nicht, dass es an der Nahrung liegt. Wir haben immer nur eine Sorte benutzt und nicht gewechselt. Ich habe es bisher nur als Zeichen gesehen, dass der Magen voll ist. Aber inzwischen bin ich mir auch wieder unsicher was ihr Trinkverhalten angeht, weil sie ja wie gesagt so viel trinkt und danach viel spuckt.Hast du vorher eine andere Pre zugefüttert? Oder meinst du im Vergleich zu reiner Mumi-Ernäherung?
Auch ein Grund warum ich verunsichert war. Und evtl. auch wieso die Hebamme so viel mit uns probiert hat und dann das Zufüttern empfohlen hat.In den ersten sechs Wochen sollten Babys täglich Stuhlgang haben. Wenn nicht, sollte genauer geschaut werden.
Saugt sie denn mit Stillhütchen besser / anders als nur mit Brustwarze?Nur würde ich das Hütchen als Krücke verwenden, wenn sie ohne nicht an der Brust saugt
Ja, das denke ich auch. Nächster Termin mit der Hebamme ist am Montag. Ich weiss noch nicht, ob ich mit ihr mal darüber rede. Will ihr ja keine Vorwürfe machen.Hebammen werden einfach nicht (genügend) übers Stillen ausgebildet.
Hmm, ich glaube ich starte dann mal direkt mit Schritt 4. Muss man bei den Stillhütchen denn auch das Loch vergrößern?Schlauch durch das (eventuell vergrößerte Saugerloch) durchfädeln (er sollte möglichst wenig überstehen) und dann den Sauger auf die Brust setzen. Das ist etwas umständlich und du musst den Sauger festhalten, aber das soll auch nur eine kurze Übergangszeit sein (ein paar Stunden bis Tage), denn dann tauschen wir den Sauger einfach durch ein Stillhütchen.
Wenn das funktioniert, mache ich drei Kreuze!!Sobald du mit BES (und Hütchen) stillen kannst, wird die Milchbildung durch das Saugen deines Babys automatisch mit angeregt (ein der Vorteile des BES), dann kannst du das Pumpen reduzieren oder sogar ganz aufhören.
Werde ich machen.Probiere es mal mit dem Stillhütchen (gibt es in Apotheken) und wenn das nicht gleich klappt, dann machen wir den Umweg über den Sauger an der Brust.
Noch mal Danke für Deine Hilfe! Ich werde weiter versuchen anzulegen. Und Stillhütchen werden auch gekauft. Gibt es hierzu besondere Sachen, die ich beachten muss?
LG und einen schönen Abend!
Anja
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anjuta
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Re: Saugverwirrung "beheben"
Aso, ich hab eben mal die Linksammlung zum Stillwissen durchgestöbert und wegen ihrem häufigen Spucken werde ich mal probieren, unsere Kleine mehr aufrecht zu halten nach dem Stillen. Wahrscheinlich ist das unser Fehler, dass wir sie zu schnell wieder ablegen. Vielleicht reduziert sich dann auch ihre Trinkmenge? Gestern hat sie tatsächlich noch die 1 l Marke geknackt.
Ich hoffe aufrecht halten klappt auch mal mit dem Tragetuch. Bisher beschwert sie sich immer etwas, wenn ich sie ins Tuch nehme. Ich muss dann meistens schnell raus und in Bewegung bleiben, damit sie sich nicht beschwert. Aber hier gilt wohl auch: üben, üben, üben. Vielleicht mache ich nach jeder größeren Mahlzeit einen Spaziergang?
Ich hoffe aufrecht halten klappt auch mal mit dem Tragetuch. Bisher beschwert sie sich immer etwas, wenn ich sie ins Tuch nehme. Ich muss dann meistens schnell raus und in Bewegung bleiben, damit sie sich nicht beschwert. Aber hier gilt wohl auch: üben, üben, üben. Vielleicht mache ich nach jeder größeren Mahlzeit einen Spaziergang?