Hungert mein Kind?

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Cryptomon
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Hungert mein Kind?

Beitrag von Cryptomon »

Hallo zusammen,

wie bereits in meinem Vorstellungsthread erwaehnt, haben wir leider mit Still-, Bauchweh- und Gewichtsproblemen zu kaempfen.

Aber der Reihe nach und detailliert (wird vermutlich alles irgendwie Einfluss haben...):
Unsere Tochter kam am Sonntag, den 19.10. sehr ploetzlich und ueberraschend in unser Leben: wir hatten noch ueberhaupt nicht damit gerechnet, ich hatte keinerlei Vorwehen, wir waren vormittags noch stundenlang auf dem Flohmarkt und wollten abens ins Kino. Um 16:40 haben wir uns daher noch zu einem Mittagsschlaefchen hinlegen wollen. Tja. 16:45 Blasensprung ohne Wehen. Gut, also kann's noch 24h dauern, ich sag zu meinem Mann noch: "wenn ich bis 9 keine Wehen hab, ruf ich die Hebamme trotzdem schon an, dann weck ich sie heut nacht nicht unvorbereitet". Kaum ausgeprochen fingen um 16:55 die Wehen an -- im Dreiminutentakt, ohne groessere Pausen. 20:54 war sie dann da (Wassergeburt), also noch vor meiner Deadline ;-)
Zum Bonding bekam ich sie auf die Brust zum Kuscheln, bis das Wasser aus der Wanne war und die Plazenta geboren. Danach ging's ins Bett, sie wurde nur in ein Handtuch gewickelt und kam zum Kuscheln und erstem Anlegen (im liegen) wieder zu mir (beim naechsten Kind werd ich da aber wohl auf "nackt" und "intuitives Stillen" bestehen...). Schon da zeigte sich, dass das ganze wohl schwierig wird: sie bekam meine Brustwarzen nicht richtig zu fassen und schlief bei den Versuchen staendig ein. Nach einiger Zeit (ein? zwei? Stunden) wurde ihr dann von der Hebamme leider Tee im Flaeschchen eingefloesst (ich konnt gar nicht reagieren...), danach wurde die U1 gemacht und ich in derZeit genaeht (der mit Abstand! schmerzhafteste Part. Da hab ich dann wirklich das erste mal um Schmerzmittel gebettelt und das volle Arsenal bekommen, das gefuehlt aber auch nicht viel gebracht hat. Zum Abschied wurd ihr noch ein Schnuller in den Mund gestopft ("das Kind hat ein grosses Nuckelbeduerfnis!"), uns wurde noch "mindestens alle 4h wecken zum Stillen!" gesagt und gegen 1 waren wir wieder zu Hause.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir quasi beide innerlich noch nicht wirklich bereit waren und vielleicht dadurch die Anfangsprobleme entstanden sind?
Jedenfalls waren wir nun zu dritt zu Hause, bekamen das Kind zum Stillen nicht wach und liessen es allein in seinem Babybay mit Schnuller im Mund schlafen. Die Hebamme kam am naechsten morgen, wir versuchten es mit Stillhuetchen und Traubenzucker :roll:
Sie nahm ein paar Zuege und schlief dann ein. An Tag 3 schlief sie dann nurnoch und hatte v.a. einen sehr trockenen Mund. Die Hebamme hat nochmal gewogen und einen Schreck bekommen: von 3510g Geburtsgewicht waren noch 3020g uebrig. Stillprobe gemacht: NICHTS, nada, niente. Sofort mit pumpen begonnen (keine 5ml aus beiden seiten in 30 minuten...) und meinen Mann pre kaufen geschickt. Ab daalsoalle 4 Stunden: 30min stillen bzw es versuchen mit wiegen, dann 30min abpumpen (parallel stillen und andere Seite pumpen habe ich nicht koordiniert bekommen). das Abgepumpte per Loeffel geben (waren anfangs tatsaechlich nur 1-2...), Flaeschchen machen, verfuettern, Zeug abkochen (bzw tagsueber hat mein Mann das uebernommen) und 2h schlafen. Dann das Ganze von vorn. Meine Brustwarzen waren entzuendet und blutig, das Anlegen und Pumpen tat so weh, dass ich auf ein Mulltuch beissen musstedabei -- und mein Mann (Flaschenkind) hat mich mehrfach gefragt, wozu ich mir den Stress ueberhaupt mache. Hab ich mich v.a. nachts auch gefragt... Aber auch wenn die Stillbeziehung noch immer nicht perfekt ist, bin ich doch froh, dass ich das durchgezogen hab. Meine Mutter dagegen hat mich damals (entgegen der gaengigen Praxis) nach Bedarf vollgestillt, ohne Hilfe von Aerzten oder Hebammen, und meinte "schmeiss die Flaeschchen weg und hoer auf Dein Gefuehl" -- aber verhungern lassen konnt ich meine Tochter ja nun nicht und ich hatte auch an Tag 5 noch keinen Milcheinschuss! Wirhaben saemtliche Hausmittelchen eingesetzt: Stilltee :dagegen:, Stilloel (damit dieBrueste auch noch nach Stilltee riechen :dagegen:), more milk plus, ...
Wir sind dann zuegig auf BES umgestiegen, wobei ich manchmal trotzdem (ja, aus Bequemlichkeit und Frust -- ich schaff es nichtmal, mein Kind zu ernaehren!) zur Flasche gegriffen habe. Wir haben nach Gefuehl zugefuettert und es gab nur noch pre, wenn sie ausdruecklich Hunger gezeigt hat. Die letzte Pulvermilch hat sie mit exakt 3 Wochen bekommen, seitdem stillen wir voll. Ihr Geburtsgewicht hatte sie mit 3,5 Wochen wieder erreicht. Das Gewicht steigt stetig, aber langsam. Hier mal die Gewichtskurve, zum Vergleich die WHO-Mindestzunahme-Empfehlung von 140g/Woche. Da ist sie nur ganz knapp drueber :(
Bild
Allerdings ist mir grad beim Plotten aufgefallen: es ist nicht zu sehen, wann wir das Zufuettern aufgehort haben (ab 10.11. nicht mehr) =) Eher im Gegenteil: ab da sind wir UEBER der Mindestzunahme!
Wir wiegen mit einer Leihwaage aus der Apotheke mit d = 10g, allerdings nicht immer zur selben Uhrzeit (aber immer vormittags nach dem "ersten" Stillen. Abgrenzbare Stillmahlzeiten haben wir ja nicht wirklich...)

Aisserdem hat sie seit der 3. Woche mit starken Bauchschmerzen und Blaehungen zu kaempfen: sie kruemmt sich vor Schmerzen und wenn dann ein (lautstarker und geruchsintensiver) Pups entweicht, geht es ihr kurzfristig besser. Wir geben Sab Simplex, Kuemmelzaepfchen, Windsalbe, Kirschkernkissen, Fliegergriff. Wirklich helfen tut nur stillen (da ist sie wie ein Staubsauger: vorne saugt sie, hinten kommt warme Luft raus) oder Tragetuch. Dementsprechend bin ich aktuell quasi den ganzen Tag am Stillen und wenn ich mal eine Pause brauch, binde ich sie ins Tuch. Da schlaeft sie auch sofort ein und wird von selbst nicht wach (ich wecke se nach einer, maximal zwei Stunden zum Stillen). Nachts kommt sie im Stundenrhythmus. Sie trinkt phasenweise gut, oft nuckelt oder lutscht sie aber auch nur.

Aus Eurem Gedeihinformationsthread:
Ob Dein Baby genug Milch erhält, kannst Du anhand folgender Kriterien SICHER beurteilen:

Dein Baby...
* trinkt durchschnittlich mindestens 8-12 Mal in 24 Stunden (Muttermilch oder Flaschenmilch, aber keinerlei sonstige Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee),
ja, siehe oben
* hat mindestens 4 gut nasse Windeln in 24 Stunden,
deutlich mehr! bei wegwerfwindeln muss ich MINDESTENS alle 4h wickeln (neulich hat sie nachts eine zum ueberlaufen gebracht! nur mit pipi...), bei stoffwindeln wickel ich alle 1,5h
* hat in den ersten Lebenswochen mehrmals täglich Stuhlgang. Nach ca 6 Wochen ist von mehrmals täglich bis einmal in 10 Tagen (dann reichlich) alles normal.
nein! sie hat von anfang an! nur etwa alle 3 tage stuhlgang! meine hebamme meinte dazu "solange pupse durchkommen, ist es keine verstopfung und alles OK". aber was auffaellt: am Tag NACH dem stuhlgang geht es ihr DEUTLICH besser! in schlechten Phasen gibt es wirklich nur schreien, stillen oder schlafen. da gibt es kein Laecheln, keine aufmerksamen Augenblicke etc. Heute ist sie dagegen richtig ausgeglichen und zufrieden!
* zeigt eine zufriedenstellende Gewichtszunahme.
s.o.

Wirklich verunsichert hat mich nun v.a. dieser Artikel im Internet:
Seltener Stuhlgang ist vor allem in den ersten 3 bis 4 Monaten ein starker Hinweis auf zu wenig Milch! In den ersten 8 Lebenswochen ist ausbleiben von Stuhlgang mit einer zeitnahen Gewichts-Kontrolle beim Kinderarzt zu verbinden. Es kann der erste Hinweis auf eine Mangelernährung sein.
Aus einer Schreibabyambulanz ist mir bekannt, dass bis zu 25 % der vorgestellten Schreibabys Hunger haben. Das ist ein trauriges Ergebnis. Die Gewichtszunahme hangelt sich bei diesen betroffenen Kindern oft an oder leicht unter der unteren wünschenswerten Grenze entlang – so dass auch hier die Eltern und der behandelte Kinderarzt das Schreien nicht auf Hunger definierten. Es wurde vorausgesetzt solange das Kind zunimmt kann es keinen Hunger haben. Welch fataler Trugschluss! Dasselbe gilt für Bläh- und Bauchwehkinder. Was sich als vermeintlich Blähungen darstellt ist vielfach schlicht Hunger.
Nun stell ich mir natuerlich die Frage: will sie so oft an die Brust, weil sie weiss, dass ihr das gegen die Bauchweh hilft? (das dachte ich bisher) -- oder lass ich mein Kind wirklich hungern und DESWEGEN hat sie die Bauchweh? :cry:
Ich lege sie natuerlich so oft an, wie es irgend geht, aber manchmal brauche ICH auch einfach mal eine Pause und stecke sie ins Tuch... V.a. wenn sie laengere Zeit nur genuckelt oder gelutscht hat. Dass das die Milchproduktion auch anregt, ist mir bewusst, darum versuche ich es ja so oft wie moeglich. Aber wenn sie lediglich Naehe und Geborgenheit haben will, kann ich ihr die im Tuch genauso (wenn nicht besser, weil ich weniger genervt bin...) bieten. Der Gewichtsverlauf und die oben zitierte Seite verunsichern mich aber sehr...

Ihre Saugtechnik scheint aus meiner Sicht ok -- aber nur wenn sie will. Effektiv trinken tut sie aber nicht soo oft (genaue Zahlen weiss ich nicht, ich vergess das immer aufzuschreiben... aber die 8-12x/Tag sind es in jedem Fall).
Ausserdem hab ich nach dem Stillen oft blutleere und sehr empfindlcihe Brustwarzen. Nach einiger Zeit verschwindet das wieder und hat mMn nichts mit dem Trinkverhalten zu tun, oder?

Termin zur U3 haben wir erst morgen (sehr spaet, mit 7,5 Wochen...)

So, das ist jetzt ein ganzer Roman geworden, falls jemand bis hierhin gelesen hat und trotzdem noch Fragen hat: immer her damit!
Zuletzt geändert von Mondenkind am 09.12.2014, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt
CK-one¹ 10/2014
CK-two¹ 03/2019

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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von Mondenkind »

Hallo Cryptomon, ich melde mich nachher bei Dir!
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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von Teufelchen »

Ich habe zwar keine Ahnung, aber die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Ich bin gespannt auf die Ecpertenmeinungen!
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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von DasKruemel »

Hallo :-) ich bin auch keine Expertin, aber meine Tochter hatte von Anfang an auch nur alle 5-6 Tage Stuhlgang trotz Zufüttern die ersten 3 Monate. An zu wenig Milch kann es also nicht gelegen haben. Täglichen Stuhlgang hat sie erst seit Beikost-Beginn mit 6 Monaten. Sie wirkte damals dann nach dem Stuhlgang alle 5-6 Tage aber auch "erleichtert" LG
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Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
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Mutterhenne
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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von Mutterhenne »

Hallo :-)
Habe ebenfalls keine Ahnung, nur eigene Erfahrung; meine Tochter hat explosionsartig zugenommen und hatte zeitweise nur alle 10-12 Tage Stuhlgang. Lt. KiA und Hebamme ist das ganz typisch und völlig ok für Stillkinder. Faustegel: 7x pro Tag ist ebenso im Berich der Norm, wie 1x in 7 Tagen - solange das Kind gedeiht (bei zugefütterten Kindern sieht das m. W. aber anders aus).
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

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Mutterhenne
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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von Mutterhenne »

Mutterhenne hat geschrieben:Hallo :-)
Habe ebenfalls keine Ahnung, nur eigene Erfahrung; meine Tochter hat explosionsartig zugenommen und hatte zeitweise nur alle 10-12 Tage Stuhlgang. Lt. KiA und Hebamme ist das ganz typisch und völlig ok für Stillkinder. Faustegel: 7x pro Tag ist ebenso im Berich der Norm, wie 1x in 7 Tagen - solange das Kind gedeiht (bei zugefütterten Kindern sieht das m. W. aber anders aus).
....also: Nach der Geburt; heute hält sih die Gewichtszunahme (glücklicherweise; ich trage :-)) im Rahmen...
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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von Mondenkind »

Hallo und herzlich willkommen Cryptomon. Schön, dass Du hergefunden hast.

Ich möchte Dich vorweg bitten, mir nochmal alle Gewichtsdaten, die Du hast, mit Klardatum zu posten. Denn auch wenn Du ja sehr professionell die Daten in eine Kurve eingepflegt hast, die im übrigen soweit ich das erkennen kann unauffällig aussieht, scheint es Dir ja wichtig zu sein, dass die Gewichtszunahme hier beurteilt wird. Und das würde ich gern mit nackten Zahlen machen :wink: . Hier findest Du, ganz unten in rot, eine Anleitung für eine korrekte Gewichtsdatenliste: Stillberatung im SuT. Danke.

Desweiteren habe ich Deinen Beitrag bearbeitet: diese Internetseite, die Dich so verunsichert hat und die Du verlinkt hattest, hab ich rausgenommen. Ich möchte nämlich nicht, dass die noch mehr Mütter verunsichert. Ich hab kurz auf die Seite geschaut und finde sie nicht empfehlenswert. Daher möchte ich nicht, dass man mit einem Klick aus dem SuT auf diese Seite gelangt. Ich denke Du verstehst das.

Was das Weinen Deines Kindes angeht, da lies Dich lieber hier durchs Forum. Ich denke, da findest Du beruhigendere Worte. Empfindest Du Dein Kind denn als Schreikind?

Zum Stuhlgang: wenig Stuhlgang in den ersten sechs Wochen ist in der Tat ein Punkt, bei dem man genauer hingucken muss, ob das Baby ausreichend versorgt ist. Viele Kinder, die zu wenig Nahrung aufnehmen, haben auch wenig Stuhlgang. Erst bei Kindern jenseits der sechs Wochen gilt die Regel, dass Vollstillkinder so oft oder so selten Stuhlgang haben dürfen wie sie wollen. Ich habe aber auch schon problemlos gestillte Kinder mit wenig Stuhlgang erlebt.

Dass ein Kind, wenn es trinkt, pupst und kackt, ist normal. Das nennt sich gastrokolischer Reflex und ist ganz normal. Auch ist es ganz normal, dass Kinder an die Brust wollen um sich zu beruhigen, um zu kuscheln, um einzuschlafen. Saugen ist DAS Regulatiosmittel für Säuglinge, deswegen heißen sie so. :lol:
Ausserdem hab ich nach dem Stillen oft blutleere und sehr empfindlcihe Brustwarzen. Nach einiger Zeit verschwindet das wieder und hat mMn nichts mit dem Trinkverhalten zu tun, oder?
Schau mal in unsere Linksammlung Stillwissen, dort findest Du auch was zum Vasospasmus der Mamille.

Ich hoffe das hilft Dir für den Anfang weiter. Ich warte jetzt einfach mal auf die Gewichte, dann schau ich da nochmal drüber ud ich denke, dann können wir bald all Deine Sorgen ausräumen :wink:
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von Cryptomon »

Danke schonmal, die Werte kommen morgen, hab die im Laptop und bin grad nur mit Handy online, weil wir eigentlich seit 2h versuchen zu schlafen...
Zum Schreikind: Wenn ich mir die allgemeine Definition "mindestens 3h am Tag an mindestens 3 Tagen die Woche über 3 Wochen hinweg" angucke... es kommt drauf an. Sie lässt sich ja beruhigen -- allerdings von mir NUR mit stillen oder im Tuch, von meinem Mann auch mit Fliegergriff. Ansonsten steigert sie sich richtig rein... Autofahren ging bis letzte Woche super, seitdem gar nicht mehr. Kinderwagen auch nur noch mit Schnuller (den sie nach kurzer Zeit ausspuckt, aber zum Einschlafen braucht).
CK-one¹ 10/2014
CK-two¹ 03/2019

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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von Traglingsmama »

ich dachte immer, dass diese 3 Stunden, 3 Tage, 3 Wochen Schreiregel für nicht-stillbares schreien gilt...
Außer durch rumtragen und stillen ließen sich meine Kinder indem Alter auch nicht beruhigen...
Und im Kinderwagen und Autositz haben meine Kinder bis über 1 Jahr geweint...
Das Verhalten empfinde ich also als ziemlich normal...
Mit der Kleinen (02/2020), der Mittleren (02/2013), dem Großen (03/2011) und * (2010)
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soda
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Re: Hungert mein Kind?

Beitrag von soda »

Meine Tochter war auch so.

1) stillen und nuckeln bis zum nächsten Schlaf
2) schlafen
3) schreien

Ich hab hier immer die Hinweise zu ''frühen Hungerzeichen" belächelt. Meine Tochter hat immer nur geschrien. Sie wurde schreiend wach. Und wenn sie wach war, war sie an der Brust um möglichst sofort nach Betankung wieder einzuschlafen und die erste 1/2h des Schlafes weiterzunuckeln. Wechselstillen war eine der Top5 Möglichkeiten, einen hysterischen Schreikrsmpf auszulösen. Also hab ich sie gelassen, auch wenn eine Trinkrunde grundsätzlich 1h gedauert hat.

Wir hatten anfangs zwar Probleme durch die Benutzung von Stillhütchen. Erst war ich überzeugt, dass es nur an den SH liegt und sie hungert. Aber auch nach dem Wegfall der SH und einer granatenstarken Gewichtszunahme unter alleiniger MuMi-Ernährung blieb der og. Zustand noch eine ganze Weile bestehen.
Besser wurde es so mit 3-4 Monaten. Bauchwehanzeichen/Pupse hab ich bei ihr nie bemerkt. Um mich herum wollten mir immer alle weismachen, sie hätte 3-Monatskoliken oder würde nicht satt.
Bis sie dann endlich anfing, sich für Spielsachen zu interessieren (ca. 3-4 Monate), habe ich mindestens 12-14 h täglich das Kind an der Brust gehabt. Ganz einfach weil sie sonst geschrien hätte. 14 Stunden tragen hätte ich nicht geschafft.
Autofahren findet sie meistens jetzt noch wenig super und bis August war es eine einzige Katastrophe mit dem Maxicosi.
Langer Rede kurzer Sinn: es gibt völlig verschiedene Babies, die sich in manchen Dingen trotzdem ähnlich verhalten. Aus diesen einzelnen ähnlichen Aspekten kannst du nicht unbedingt Rückschlüsse auf euch ziehen.

Ich habe es irgendwann aufgegeben, sie anders beruhigen zu wollen. Habe keinen Sinn in aufgelöstem Baby und entnervter Mutter mehr gesehen. Stillen in jeder Lebenslage hat mir aber nach Wegfall der SH auch nix mehr ausgemacht. Jetzt krabbelt sie und will laufen und stößt sich ständig den Kopf und klemmt sich die Finger irgendwo und es ist überhaupt kein Problem, dass ich sie nur durch streicheln oder beim Auto fahren nur durch singen beruhigen kann.
Sie dreht sich häufig von der Brust weg, wenn ich tagsüber zu stillen anbiete (kaum zu fassen).

Damals das Bedürfnis nach Sicherheit und Nähe - jetzt muß erkundet und ausprobiert werden, was es auf der Welt sonst noch alles gibt. Und ich schaue wehmütig zu und vermisse mein Nuckel-Schnuckelbaby auf dem Sofa unter Decke neben mir...
mit T (2013) und T (2017)
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