Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Glöckchen
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von Glöckchen »

Huhu,

Das hört sich mehr als anstrengend an :(
Ich bin absolut kein Experte, aber ich glaube, abstillen würde dir nicht helfen, denn das Bedürfnis nach Nähe und nuckeln hätte sie ja weiterhin, fürchte sogar, sie würde dann nur noch mehr schreien, wenn sie überhaupt nicht mehr an die Brust dürfte.
Beim Einbinden ins Tuch schreien sehr viel Kinder, meins auch öfters, aber sobald sie drin ist, ist normal Ruhe, spätestens wenn man ein Stückchen gelaufen ist ;)

Hast du schon Mollis Schnuller probiert ?
Hat zwei Töchterlein von 09/14 und 03/17 und einen Schützling von 08/18
warmbäuchlein
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von warmbäuchlein »

Mia32 hat geschrieben:
warmbäuchlein hat geschrieben:Oje, mir ging es genauso. Auch die Sache mit der Nähe! Ganz genauso.
Ich weiß genau, wie Du Dich fühlst. Man ist nur mehr wandelnde Brust und das Baby scheint förmlich auf einem zu kleben. Man kann nicht auf's WC, nicht duschen, nicht essen - zumindest bei mir war es so.
Ja, genau wie bei mir. Bin so froh, dass es auch anderen so geht. Es gibt viele Mütter die mich anschauen als wäre ich eine Rabenmutter, wenn ich sage, dass mir die Nähe zu schaffen macht. Danke für Deine Worte!
Du bist eine Supermama! Aber Du bist eben gleichzeitig noch ein Mensch. Menschen brauchen nun mal Schlaf und den hat man anfangs nicht! Daher bist Du erschöpft.
Du machst Dir viele Gedanken und machst das alles für Dein Kind. Wenn ich das richtig verstehe, bist Du ganz alleine tagsüber und schaffst das dennoch alles irgendwie.

Und ja, ich konnte diese Nähe teilweise auch nicht mehr so aushalten. Ich wollte dann abends nicht mal meinen Mann ansehen, weil mir war als müsste ich mich von allen rundum abgrenzen, weil ich für mich sein wollte... und vor allem schlafen! einfach einrollen, allein sein, schlafen...


Und alle, die Dich komisch ansehen - ähm ja, entweder Fresskoma Mamas, oder nicht ehrlich. Was glaubst Du, was zu dem Thema gelogen wird? Schließlich will man eine gute Strahlemama sein.

Nein, Du bist ganz normal *fühl Dich gedrückt*


Vielleicht hältst Du noch ein klein wenig aus. Es wird sich lohnen... Du sparst Dir damit den ganzen Flaschenkrampf.
Aber wenn Du mal eine Flasche gibst, dann ist das auch ok.

Nur, das Stillen ist Dir wichtig... Die Frage ist, ob Dir Abstillen dann später nicht sehr leid tut?

Ach, ich weiß nicht, was man da richtigerweise sagt. Ich fand es auch alles nur schrecklich...


Achja, Schnuller und sogar mein Finger, wurden hier nur die ersten Tage akzeptiert, als er es noch nicht so kapiert hatte. Ab dann war nur Brust das einzig Wahre - kenne das auch!
Mia32
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von Mia32 »

chipmunk hat geschrieben:Liebe Mia,

oh je, das klingt wirklich anstrengend.
Mir fiel auch sofort Tragetuch ein. Nach dem Stillen reinpacken und stramm loslaufen oder auf dem Ball hüpfen. Das hat bei uns immer geklappt, und mein Sohn ließ sich die ersten 5 Monaten nicht ablegen (wirklich nie). Und wenn sie so einschläft dann kannst du so auch mal deinen Mann losschicken und noch eine Runde schlafen (z.B. morgens).
Ich hab für Draußen ErgoBaby Trage und für drinnen so ein Sling Ringtuch. In der Wohnung will sie nicht ins Tuch. Das mit dem stramm losgehen könnte klappen. Das hilft dann aber einmal am Tag oder ich müsste ständig raus... Allerdings bin ich so fertig, dass ich nirgendwo mehr hin will und kann. Aber Du hast sicherlich recht!
chipmunk hat geschrieben: Was bei uns auch noch gut ging war am kleinen Finger nuckeln, im Tuch oder auch wenn er auf meinem Bauch lag. Da er aber meinen kleinen Finger deutlich lieber mochte als den vom Papa war das für mich jetzt keine soo große Erleichterung (hat aber gegen die Probleme wegen Milchüberfluss geholfen).
Finger nimmt sie auch ne Minute, dann wird sie mega ärgerlich und schreit. Einschlafen klappt so nicht, beruhigen auch nur kurz.

Liebe Grüße und danke!
warmbäuchlein
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von warmbäuchlein »

Geh einmal am Tag raus. Das tut Euch beiden gut. Dazu musst Du Dich vielleicht manchmal zwingen, aber es ist wirklich gut. Auch wenn Du nur eine ganz kleine Runde gehst - geh trotzdem raus.
Kann Dein Mann die Kleine abends mal nehmen? Mit Tuch oder im KiWa mit Baby um den Block?
Oder auch mal am WE. Ich habe dann mal geschlafen. Oder gebadet. Oder geduscht. Oder etwas gelesen. Oder einfach nur die Decke angestarrt oder sonstwas - Hautpsache mal für mich sein.

Oder kann Deine Mutter oder jemand mal ein paar Tage kommen?

Achja, ich habe die ersten Wochen ganz viel gelesen (mit e-Reader) beim Stillen. Oder eben telefoniert (jaja, ich weiß . ganz böööse).
Weil ich wäre sonst wahnsinnig geworden immer nur das Baby anzustarren, dass immer und immer nur stillen wollte 8)

Übrigens: Ich habe hier auch niemanden. Mir ging/geht es echt sehr ähnlich, wie Dir...
Mia32
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von Mia32 »

warmbäuchlein hat geschrieben:
Und ja, ich konnte diese Nähe teilweise auch nicht mehr so aushalten. Ich wollte dann abends nicht mal meinen Mann ansehen, weil mir war als müsste ich mich von allen rundum abgrenzen, weil ich für mich sein wollte... und vor allem schlafen! einfach einrollen, allein sein, schlafen...
Oh, das geht mir ganz genaoso. Einerseits vermisse ich ihn und unsere Zweisamkeit sehr, andererseits kann ich gerade nicht noch jemanden ertragen, der mich körperlich so "einengt". Ich hoffe echt, das wird irgendwann wieder besser!

warmbäuchlein hat geschrieben: Und alle, die Dich komisch ansehen - ähm ja, entweder Fresskoma Mamas, oder nicht ehrlich. Was glaubst Du, was zu dem Thema gelogen wird? Schließlich will man eine gute Strahlemama sein.
Ja schade, dass es so viele Mütter gibt, die sich nicht trauen (?) die Wahrheit zu erzählen.

warmbäuchlein hat geschrieben: Nur, das Stillen ist Dir wichtig... Die Frage ist, ob Dir Abstillen dann später nicht sehr leid tut?
Da hast Du Recht... davor habe ich eben Angst. Es tut schon alleine gut und hilft sich mal ehrlich auszutauschen
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Berenike
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von Berenike »

Hui, schon viele Beiträge, die im Grund sagen, was ich auch sagen wollte. Trotzdem:

Mir ging es auch ähnlich. Es war zwar nicht ganz so krass wie bei dir, aber ich wollte/konnte teilweise zwischendurch auch nicht mehr. Das im Liegen stillen musste ich auch lange üben! Ich hab inzwischen drei Varianten: 1) ich liege auf dem Rücken, so halb sitzend, Kind auf mir drauf, seine Beine auf meinen Beinen, wir liegen also quasi parallel. 2) Ich wie eben, aber Kind liegt quer zu mir, ich halte es fest (die klassische Position, würde ich sagen). Dabei muss ich meine Arme noch auf nem Kissen ablegen, sonst wirds schnell schlimm. 3) Ich liege auf der Seite, Kind neben mir auf der Matratze, also das klassische Liegend-Stillen. Das kann ich aber nicht immer haben, weil ich dabei oft auf den Rücken "kullere" und mir dann das Kind alles langzieht... Insbesondere in Position 1 kann ich auch ganz gut schlafen.

Und insgesamt: wenn du da alleine in einem (fremden?) Land bist, dein Mann viel arbeitet und du kaum Leute kennst, ist es eigentlich ganz normal dass dir die Decke auf den Kopf fällt. Kannst du dir irgendwie zumindest Gesellschaft organisieren? Jemanden, der deine Kleine auch mal weinend kurz hält, damit du duschen kannst?

Ich fand auch die Vorstellung, den ganzen Tag Flaschen machen zu müssen NOCH anstrengender/schlimmer als das Stillen.... Und vor allem schreit sie ja dann wahrscheinlich trotzdem noch :-/

Dass du nicht lange rumlaufen kannst/willst, kann ich auch gut verstehen. Versuch es trotzdem mal: Mütze auf (spart das Haare waschen :D), Schal bis über die Nase (spart das Make-Up :D ), Baby in den Ergo und los. Einfach um den Block. Notfalls zwei mal. 10 Minuten reichen ja vielleicht schon. Bei uns war es auch immer was völlig anderes, wenn man wirklich rausgegangen ist, als wenn man in der Wohnung den Flur hoch und runter ist.

Und sonst: dein Mann muss heute, wenn er nach Hause kommt, eine Stunde auf das Baby aufpassen und auch mit ihr rausgehen, wenigstens 20 Minuten. Und in der Zeit machst du was nur für dich. Schlafen, duschen, was dir am dringendsten ist. Und eigentlich sollte er das jeden Tag machen!
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
chipmunk
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von chipmunk »

Ich würd mal deinen Mann mit ihr in der Trage losschicken. Das war bei uns Anfangs die einzige Möglichkeit wie mein Mann ihn für eine Weile nehmen konnte und für mich echt die Erholzeit. Abends eine Runde, oder am Wochenende morgens, so dass du ein bisschen ausschlafen kannst.

Ich finde auch, dass du eine tolle Mama bist!!! Wenn dein Mann viel unterwegs ist, und du tags alleine, dann ist so ein Baby einfach eine Riesenaufgabe.
(Und ehrlich gesagt sind mir diese myteriösen Babys die es angeblich viel besser finden alleine irgendwo rumzuliegen sehr suspekt ;-) )
mit zwei Jungs (8/2013 und 6/2020)
warmbäuchlein
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von warmbäuchlein »

Ja, das mit der Zweisamkeit wird besser. Das ist wie ein Tal. Jetzt bist Du gerade echt am Tiefpunkt. Leider musst Du da durch. Aber es wird wirklich bald besser!

Gut, die Nuckelsucht hat mein Kleiner noch immer (falls Du meinen Thread siehst), aber seit er 6 Monate alt ist, habe ich echt keinen Schlafentzug mehr. Es wird immer besser. Bei Dir muss das aber ja nicht so bleiben...

Ich schreibe Dir ganz offen, wie Du merkst. Hier also noch so ein Geständnis: Am Anfang sind die Babies doch ganz ehrlich zwar niedlich, aber sie können nichts außer Schreien. Ich habe daher soooo dem Tag entgegengefiebert, wo er wenigstens Greifen kann. Wie ich schon schrieb, wurde es dann auch besser. Weil er dann unter dem Trapez ein bisschen spielte. Zumindest ein paar Minuten, als er 3 Monate alt war.
Ab dem 3. Monat habe ich ihm alles vorgesungen, was mir nur irgendwie einfiel. Das hat ihn manchmal auch beruhigt (und die Nachbarn haben sicher manchmal Ohrenweh bekommen :mrgreen: )
Dann hat er bald gestrampelt und ich konnte ihn mit etwa 4-5 Monaten auf den Boden legen und Duschen, ohne dass mein Mann da war. Und er sah mir beim Duschen zu. :mrgreen:
Weiterhin viiiel Singen.

Ja, und dann ging es immer besser.
Aber ehrlich, mir war oft so etwas von öd und ich wusste manchmal nicht, wie den Tag rumbringen. Denn auf der einen Seite, war ich ständig beschäftigt und ich hatte keine Zeit, auf der anderen Seite war das so etwas von öd alles...

Gibt es echt keine Deutschen bei Dir in der Nähe? Kennt Dein Mann nicht wenigstens Frauen von KollegInnen? Oder gibt's echt keine Kurse, wo Du hin kannst? Weil andere Mamas mit Babies treffen tut schon gut.

Ab dem 6. Monat war's fein. Ich ging sogar wieder essen und konnte das genießen und hatte viele angenehme Tage. Auch wenn es manchmal dennoch etwas öd war und ich froh war, wenn mein Mann da war. Aber andere Mamas hatten das Problem anscheinend nicht. :mrgreen:
warmbäuchlein
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Re: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von warmbäuchlein »

... und was mir bösem Menschen heute noch hilft:

Wenn mein Mann und ich hören, dass jemand schwanger ist und ein Baby bekommt, lachen wir gaaaanz böse. Und sagen immer: "Ach, die werden es auch bald merken. Wir waren auch mal so naiv! Hehe" :mrgreen:
Meinen wir natürlich nicht böse, aber wir erheitern und einfach am Gedanken.
mey11
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Re: AW: Abstillen wegen völliger Erschöpfung

Beitrag von mey11 »

Tigerchen hat geschrieben:Vielleicht hat sie Blockaden/Verspannungen. Geh mal zum Osteopathen. Das war unsere Rettung. Seitdem darf ich wieder leben und auch das Tragen ist seit dem besser geworden.
hier noch eine Stimme für den Osteopathen. Meine Kleine hat vermutlich wegen Schmerzen dauergenuckelt. Ab dem Tag bei dem Osteopathen war jegliches Clusterfeeding vorbei. Alles Gute euch!
Mey mit quirliger Maus (06/2013)
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