Einfach weiter stillen trotz schmerzender Brustwarzen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Teazer
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Re: AW: Einfach weiter stillen trotz schmerzender Brustwarze

Beitrag von Teazer »

Hallo Mera!
Mera hat geschrieben:Es war alles korrekt. Und es war auch bei allen Kindern so. Immer dasselbe, sogar beim tandemstillen wo man meinen könnte, die Brust hätte das Stillen gar nicht erst "verlernt".
Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es nicht auch Fälle gibt, wo keine Ursache gefunden werden kann. Tut mir leid, dass Du da durch musstest.
Von korrektem Anlegen und so ging ich bei der TE erstmal aus, da sie das ja auch geschrieben hat bzw. so von den Hebammen bestätigt bekommen hat. Ultra grobe Patzer wird sie also nicht machen. Feinheiten kann da vielleicht eine Stillberaterin rausholen, klar.
Deshalb habe ich Andrea als Stillberaterin viele Fragen gestellt, denn ich kann die Beiden leider nicht in Aktion sehen. Manchmal steckt der Teufel im Detail.
Vielleicht bringt das auch den Durchbruch. Aber ich fand es beim ersten Kind total deprimierend, dass es immer hieß "das darf nicht weh tun" und "das ist nicht normal". Erkundigungen hier im Forum damals bzw. auch bei anderen frischgebackenen Müttern ergaben dann aber durchaus ein anderes Bild und Motivation, es einfach weiter zu probieren.
Ich kann Deine Frustration durchaus verstehen. Aber wir sind noch ganz am Anfang. Und Andrea hilf diese Nebendiskussion leider überhaupt nicht.
Ist keine böswillige Kritik (dein zweites Posting kling auch nicht mehr so absolut wie das Erste), aber solche Aussagen wie die oben von mir zitierte, sind halt unglaublich demotivierend, wenn man eben zu den Frauen gehört bei denen es weh tut.
Ich habe im ersten Posting geschrieben, dass es nicht weh tun sollte. Ich würde niemals behaupten, dass es nicht Fälle wie Deinen gibt. Aber meine Erfahrung in der Stillberatung zeigt, dass sie eher die Ausnahme als die Regel darstellen. Dass viele Frauen unnötig leiden, habe ich ja bereits geschrieben.
Natürlich macht es Sinn, da noch jemand mit Kompetenz drauf schauen zu lassen. Aber halt mit dem Hinweis, dass es eben auch einfach sein kann, dass kein Fehler gefunden wird.
Ich finde es wenig zielführend in einer Beratung erst einmal auf einen negativen Ausgang zu fokussieren, insbesondere wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man eine Lösung findet.

Ich wäre sehr dankbar, wenn wir diesen Nebenschauplatz verlassen und zum eigentlichen Thema zurück kehren würden. Gerne können wir uns in einem eigenständigen Thread darüber austauschen, welche Aussagen in dem ersten Post eines Still-Mods Eingang finden sollten. Hier würde es das eigentliche Thema sprengen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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andreamaria
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Re: Einfach weiter stillen trotz schmerzender Brustwarzen?

Beitrag von andreamaria »

Vielen Dank schon mal für die Tipps ....

Das Zungenbändchen hat sich noch keiner angeschaut ... was gibt es denn da für Auffälligkeiten.

Also angelegt ist sie richtig ... zumindest sagen das die Hebammen hier und auch Ich empfinde es so: Brustwarze ist ganz im Mund, Ober- und Unterlippe sind umgestülpt und das Kind liegt auch mit Nase und Kinn an der Brust.

Ob sich die Farbe der Brustwarze ändert kann Ich gar nicht sagen ... Sie ist ja dann im Mund des Kindes ;) Oder habe ich da irgendwas falsch verstanden?
Was mir jetzt bei genauem Hinschauen auffällt: Der Nippel ist im Vergleich zum Rest der Brustwarze nach dem Stillen heller.

Woran merkt man denn ob der Milcheinschuss da war? Ich hatte schon bei meinen Jungs nie so pralle Brüste und so richtig lief die Milch da auch nie ...
Also so wie Ich das beobachten kann hält der erste Milchspendereflex max. 5 Min. an, danach scheint erst mal ne Weile gearbeitet werden zu müssen ehe noch was kommt.
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Teazer
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Re: AW: Einfach weiter stillen trotz schmerzender Brustwarze

Beitrag von Teazer »

andreamaria hat geschrieben:Das Zungenbändchen hat sich noch keiner angeschaut ... was gibt es denn da für Auffälligkeiten.
Wenn das Zungenbändchen zu kurz ist, können Babys die Zunge nicht über die Kauleiste legen und weit genug herausstrecken. Das beeinflusst dann den gesamten Saug-/Melkvorgang. Du kannst mal darauf achten, ob sie die Zunge so weit herausstrecken kann. Bei zu kurzem ZB sieht die Zungenspitze wie der obere Teil eines Herzens aus.
Also angelegt ist sie richtig ... zumindest sagen das die Hebammen hier und auch Ich empfinde es so: Brustwarze ist ganz im Mund, Ober- und Unterlippe sind umgestülpt und das Kind liegt auch mit Nase und Kinn an der Brust.
Das klingt gut. Hat sie auch Teile des Warzenvorhofs im Mund?
Ob sich die Farbe der Brustwarze ändert kann Ich gar nicht sagen ... Sie ist ja dann im Mund des Kindes ;) Oder habe ich da irgendwas falsch verstanden?
Was mir jetzt bei genauem Hinschauen auffällt: Der Nippel ist im Vergleich zum Rest der Brustwarze nach dem Stillen heller.
Klar, im Mund sieht man's nicht. :D Die hellere Färbung könnte auf Blutleere durch einen Vasospasmus hinweisen. Reagieren Deine Brustwarzen auf Kälte mit einem ähnlichen Schmerz? Du könntest such mal mit einem Finger das Vakuum lösen und nachschauen.
Woran merkt man denn ob der Milcheinschuss da war? Ich hatte schon bei meinen Jungs nie so pralle Brüste und so richtig lief die Milch da auch nie ...
Also so wie Ich das beobachten kann hält der erste Milchspendereflex max. 5 Min. an, danach scheint erst mal ne Weile gearbeitet werden zu müssen ehe noch was kommt.
Nicht immer bringt der Milcheinschuss pralle Brüste. Wenn Du Milch fließen spürst/siehst, dann hat der ME stattgefunden, denn beim Kolostrum spürt und sieht man das nicht so.

Ich hatte gefragt, weil bei viel Saugen vor dem Milcheinschuss das Brustwarzengewebe ziemlich strapaziert werden kann, weil das Kolostrum nicht in rauen Mengen produziert wird und quasi trocken gesaugt wird.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Einfach weiter stillen trotz schmerzender Brustwarzen?

Beitrag von andreamaria »

Also, die Zunge kann sie gut heraus strecken und auch die Form der Zungenspitze ist unauffällig

Zum Anlegen: Ich habe da mal ein Foto gemacht, das ich Dir gern mal schicken kann- vielleicht fällt Dir was auf.

Schlechte Durchblutung könnte zu mir passen- allerdings ist die Brustwarzen nicht weiß, sondern eher hellrosa, im Vergleich zum Warzenhof, der dunkel ist. Aber meine Brustwarzen reagieren auf Kälte tatsächlich mit Schmerz :/

Heute Nacht ist Madame wohl wieder nach Dauerstillen angesagt :/
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Teazer
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Re: Einfach weiter stillen trotz schmerzender Brustwarzen?

Beitrag von Teazer »

Du kannst mir gerne das Foto per PN schicken.

Ändert die Brustwarze ihre Farbe denn oder ist sie immer hell? Warzenvorhof und Bw müssen nicht die selbe Farbe haben. Wenn die Bw jedoch hin und wieder weiß, sehr hellrosa oder bläulich werden, ist es ein Vasospasmus.
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Re: Einfach weiter stillen trotz schmerzender Brustwarzen?

Beitrag von romina »

Teazer hat geschrieben:Liebe Mera, liebe Romina,

ja, stillen kann weh tun, aber es sollte nicht. In den allermeisten Fällen ist es falsche Anlage, ein zu kurzes Zungenbändchen, ein Vasospasmus o.a. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die meisten Frauen leiden völlig unnötig. Und daher ist die Parole durchzuhalten und die Zähne zusammen zu beißen nicht immer die beste. Viele Frauen stillen nämlich deshalb in den ersten Wochen ab. :(

Ich kann nicht beurteilen, was bei Euch war. Es schadet sicher nicht, Mera, wenn Du Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort aufnimmst, damit sie darauf schauen kann und Du ggf. frühzeitig gegensteuern kannst.
Danke für dein post [emoji3]
Das ist schon interessant. Ich hatte ja direkt Anleitung der Nachsorge hebamme. Stimmt schon anfangs war nich alles korrekt angelegt. Mir hat es tatsächlich geholfen "Zähne zusammen und durch" das hatte sowas endliches und ich dachte halt das wäre normal. Und ich ging dann ja zum Glück vorbei. Hoffe das war nicht zu s
OT. Es wäre schon toll wenn ich da nicht noch mal durch müsste beim nächsten Baby.
~ ~ dezemberchen & novemberchen ~ ~
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