Stillunlust bei Beikoststart

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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sternderl
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Stillunlust bei Beikoststart

Beitrag von sternderl »

Eigentlich wollte ich meine Kleine wie die große Schwester (damals totaler Breiverweigerer) auch 6 Monate vollstillen, dann langsam anfangen mit Fingerfood passend zum Familienessen. Babylein hatte aber nun anderes im Sinn und zu jeder Mahlzeit so heftig ihr Essen eingefordert, dass wir vor ein paar Tagen angefangen haben sie mitessen zu lassen. Sie findet Fingerfood aber gar nicht toll, da landet zu wenig im Mund und es dauert ihr viel zu lang! Also bekommt sie jetzt die weicheren Teile unseres Essens als Brei, sämige Suppen, Soßen, Frühstücksflocken mit Obst, Banane zum Lutschen usw. Den Löffel steck' ich ihr auch nicht in den Mund, sondern halte ihn davor und sie schlabbert ihn leer, meist nimmt sie ihn dann selbst und leckt alles runter. Soweit so gut, mein "Problem" ist nur, dass sie von morgens bis abends viel lieber essen mag als stillen, die Brust anbrüllt, sich ständig wegdreht, schreit, bis sie wieder ihren Brei bekommt. Von der Großen kenn ich sowas nicht, die stillt heute mit 2 Jahren immer noch lieber als zu essen. Natürlich wird die kleine vor, nach und zwischen den Mahlzeiten gestillt, verweigert das aber mehr und mehr. Ich find's einfach total anstrengend, vor allem weil sie sich jetzt auch beim einschlafstillen ständig wegdreht und plötzlich ewig braucht. Außerdem geht mir das viiiiiel zu schnell :oops:
Ich will halt vermeiden, dass sie sich schnell abstillt, aber wie mach' ich ihr das stillen wieder schmackhaft? Essen verweigern ist ja auch keine Option!
Wie sind denn Eure Erfahrungen bei Kindern, die sofort so viel essen- habt ihr trotzdem noch lange weitergestillt?
Lieben Gruß von Steffi

Sternderl 2011 (8.SSW) - für immer ein Platz in meinem Herzen!

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Kinsale
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Re: Stillunlust bei Beikoststart

Beitrag von Kinsale »

Meine Kleine hat mit knapp 5 Monaten herzhaft in mein Frühstücksbrötchen gebissen und war fortan eine begeisterte Esserin. Meine Große war so wie deine Große - ich war echt überfordert und habe mir total Sorgen gemacht, dass sie sich früh abstillen würde.
Mit 8Monaten hat sie manchmal nur 2,3 Mal tagsüber gestillt. Das hat sich dann irgendwann wieder gegeben und um den ersten Geburtstag herum hat sie wieder mehr gestillt.

Sie wird bald zwei und stillt noch immer sehr gerne- und isst auch gerne. [emoji1] Alles ganz problemlos.
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tania
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Re: Stillunlust bei Beikoststart

Beitrag von tania »

mein sohn hat nicht extrem frueh aber dann gleich sehr viel gegessen (mit acht monaten mit loeffel linsen mit reis - erwachsenenportionen!!). an seinem stillverhalten hat sich nichts geaendert allerdings und er hat sich jetzt wohl abgestillt - mit fast sechs..

du koenntest darauf achten, dass du dich regelmaessig zum stillen tagsueber zurueckziehst. sieh es als angebot, nicht draengen. weiter vor den mahlzeiten brust anbieten natuerlich auch.

wie schlaft ihr? stillt sie nachts? wie oft ungefaehr?

zum einschlafstillen: kann es sein, dass sie noch nicht muede genug ist? du koenntest sie frueher wecken am morgen oder das schlaefchen kuerzen oder natuerlich spaeter ins bett bringen.

hat sie schnuller, trinkflasche, trinklernbecher oder etwas in der richtung?

es ist tatsaechlich nicht so selten, dass kinder im alter deiner tochter voruebergehend weniger stillen - um den ersten geburtstag rum wird es dann haeufig wieder sehr viel mehr.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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sternderl
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Re: Stillunlust bei Beikoststart

Beitrag von sternderl »

Danke, das macht ja Hoffnung!

Nachts schlafe ich mit den Kindern zusammen im Familienbett (der Papa ist wegen Schlafmangel ins Nebenzimmer ausgewandert), die kleine kommt meist 2-3 mal zum stillen (die große häufiger). Das klappt auch wunderbar, sie trinkt im liegen und schläft weiter. Schnuller zum Nuckeln nimmt sie nicht, nur als Beißringersatz mag sie den runden Gummischild. Wenn ich Mo-Do für 3,5 Stunden in der Uni bin bekommt sie abgepumpte Milch aus der Flasche, Bechern oder Softcup war leider weder beim Papa noch in der Hochschulkinderbetreuung umzusetzen. Jetzt bekommt sie dort natürlich ebenfalls Brei oder Banane mit und trinkt zusätzlich ein paar Schlückchen Wasser aus dem normalen Becher, vielleicht können wir die Betreuungszeit bald ganz ohne Flasche überbrücken. Das häufige Wegdrehen/Seitewechseln/Aufschreien vor allem beim Einschlafstillen hatte sie aber schon vor der ersten Flasche. Allerdings hatten wir auch von anfang an viel Unruhe beim Stillen durch die große Schwester, ich bin ständig mit angedocktem Minibaby durch die Wohnung gewuselt oder hab' beide gleichzeitig gestillt, was die kleine natürlich ablenkt. Nachts ist das besonders doof, wenn beide gleichzeitig kommen und beide seitlich im liegen stillen wollen, anfangs konnte ich die kleine noch auf mich legen,das mag sie aber nicht mehr.

Ungestörte Still- und Ausruhzeit bräuchten wir tatsächlich mehr, ich versuch's aber ein sooft wie möglich.

Abends ist sie schon richtig müde, ich hab' aber das Gefühl sie braucht manchmal ein bisserl zum 'runterkommen, sie hat auch keine starre Bettgehzeit sondern geht je nach Müdigkeit zwischen 17.30 und 20.30 ins Bett. Ich hab' auch versucht sie dann nochmal abzuhalten, weil die große oft unruhig wurde beim trinken, wenn sie pinkeln mußte, aber da regt sie sich in müdem Zustand nur furchtbar auf.

Wo sie zum Leidwesen meines Rückens immer und immer stillen mag, ist beim Tragen, das geht nur angedockt oder im Tiefschlaf.
Lieben Gruß von Steffi

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