Mamakind und Geschwisterchen

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Suleikha
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Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Suleikha »

Hallo ihr Lieben,

seit Beginn meiner zweiten Schwangerschaft plagt mich eine Sorge immer stärker: Mein Sohn ist ein totales Mamakind. Wie wird er auf das Baby reagieren?
Er ist wirklich sehr auf mich fixiert. Vor Fremden hat er nach wie vor Angst, betreten wir eine fremde Wohnung, will er sofort wieder gehen. Seinen Papa liebt er sehr, aber wenn er sich z.B weh getan hat, muss Mama her. Außerdem ist er auch relativ willens- und bedürfnisstark und sehr fordernd. Gleichzeitig aber auch total sensibel und mit neuen oder unerwarteten Situationen schnell überfordert. Er braucht einfach sehr viel Aufmerksamkeit und Geduld - von mir. Und das schaffe ich jetzt schon nicht immer so, wie ich müsste... Wie soll ich ihm bloß gerecht werden, wenn das zweite Kind da ist?! :(
Wie haben eure Mamakinder auf das Geschwisterkind reagiert? Habt ihr irgendwelche Tipps zur Vorbereitung (außer die entsprechenden Bilderbücher und die obligatorische Puppe inkl. Tragetuch zur Geburt :mrgreen: )?

Danke und liebe Grüße,
Suleikha
LG, Suleikha

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warmbäuchlein
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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von warmbäuchlein »

Da Dir niemand schreibt bisher, mag ich Dir ein paar Zeilen da lassen.

Ich denke, dass Dein Kind das ganze meistern wird, wenn Du selbst damit im Reinen bist.
Er kann ja weiterhin Mamakind sein. Nur gibt es eben noch jemand anderen. Das wird das Kind traurig/wütend.. was auch immer machen. Diese Gefühle sind ja ok.

In die Rolle als 2-fache Mama wirst Du genauso reinwachsen, wie in die ErstlingsmamaRolle.
Glaub an Dich - es wird schon werden. Auch wenn nicht immer alles leicht ist mit Kindern :wink:
Nusserl
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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Nusserl »

Bevor das zweite Kind geboren ist, glaubt man nicht, dass man wirklich zwei Kinder so sehr lieben kann. Aber das geht. Ganz automatisch. Nicht von Anfang an, aber es spielt sich ein.

Bei uns war das mit dem Mamakind bei der Geburt der dritten. Die Mittlere hat bis in den 6. Monat gestillt und wollte nur bei mir schlafen.
Sie hat rund um die Geburt einen grossen Entwicklungssprung gemacht. Die ersten Wochen waren dann ziemlich anstrengend, weil sie das Baby zwar süss fand, aber auch nervig. In einem Moment war sie sauer auf mich, weil ich gerade keine Zeit für sie hatte, im nächsten Moment hat sie vor lauter Liebe das Baby fast erdrückt.
Jetzt nach 6 Monaten läuft alles wieder in "normalen" Bahnen. Sie kann jetzt kurz warten, bis die Kleine fertig gewickelt/ gestillt/ whatsoever ist. Oder es selber machen. Oder sich mal von der grossen Schwester trösten lassen. (Was in mir anfangs Eifersucht hervor gerufen hat)

Jedes Kind ist anders, darum lässt sich schwer vorher sagen, wie sich sein Kind Verhalten wird. Es wird aber sicher merken, dass du es lieb hast. Genauso wie das Baby. Und wenn du authentisch bleibst, wird sicher jeder seine neue Rolle wieder finden.

Konkrete Tipps, die ich echt gut finde sind:
Bei der ersten Begegnung mit dem Baby soll das Baby im Bettchen liegen, damit Mama beide Hände frei hat fürs Grosskind.
Beim Stillen immer ein Buch oder so liegen haben, damit man die Zeit gleich auch fürs Kuscheln mit dem Grosskind verbringen kann.
Das Grosskind in Rituale einbinden. Bei uns bringt sie etwa immer die frische Windel beim Wickeln.
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Sakura
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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Sakura »

Meine Große war genau 2 zur Geburt der Kleinen. Tja, ich habe mich halt einfach zerrissen. Bei zweien geht das ja mal noch... :roll: . Ernsthaft, Tandemtragen war Standard, Tandemstillen sowieso, nachts lag eins links und eins rechts an mich gekuschelt... . Noch heute ist die Große extrem auf mich fixiert, viel mehr als die Kleine es je war. Ich habe mir im ersten Jahr der Kleinen ganz viel Hilfe erbettelt und erbeten. Seit die Kleine sitzen konnte, war vieles easier, und seit ich hier zwei Kleinkinder habe, ist sowieso alles perfekt, und ich komme wunderbar ohne Hilfe aus. Der Anfang war bei uns hart, aber es wird wirklich schnell einfacher.

Ich habe übrigens aus dem Kuscheln mit der Kleinen nie ein Geheimnis oder Tabu gemacht. Das erste mal gesehen hat die Große die Kleine im Kreissaal in meinem Arm. Dann haben wir halt zu dritt gekuschelt, wie auch in den folgenden Monaten täglich. In einem Bettchen lag die Kleine nie (außer als ich genäht wurde). Das war kein Problem, im Gegenteil, die Große kuschelt noch heute sehr viel und sehr gern mit der Kleinen, sie hat es von Anfang an so gesehen. Ich finde dieses "das Neugeborene sollte allein liegen, damit die Mama die Hände frei hat" problematisch. Dann lernt das Großkind - denke ich - , dass man das Kleine eben abschieben kann. Es lernt aber nicht, wie das Baby zu berühren ist, wie man es streichelt.... Auch die Geschwister müssen ja lernen, wie das so geht, mit einem Baby. Wir haben der Großen von Anfang an immer wieder gesagt, wenn wir irgendwo hin gegangen sind "Unsere Kleine müssen wir mitnehmen. Die müssen wir jetzt immer mitnehmen. Unsere gute Kleine." Ich glaube, dass Kinder untereinander auch so behandeln, wie sie es von uns sehen. Ich war immer vor den Augen der Großen zärtlich zur Kleinen, oft mit beiden gleichzeitig auf meinem Schoß. Die Große ist sehr sehr zärtlich zur Kleinen, heute noch. Sie kloppen sich auch mal, streiten sich, dass die Fetzen fliegen, aber im Großen und Ganzen lieben sie sich *schmelz*
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almala2013
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Re: AW: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von almala2013 »

Sakura hat geschrieben:Meine Große war genau 2 zur Geburt der Kleinen. Tja, ich habe mich halt einfach zerrissen. Bei zweien geht das ja mal noch... :roll: . Ernsthaft, Tandemtragen war Standard, Tandemstillen sowieso, nachts lag eins links und eins rechts an mich gekuschelt... . Noch heute ist die Große extrem auf mich fixiert, viel mehr als die Kleine es je war. Ich habe mir im ersten Jahr der Kleinen ganz viel Hilfe erbettelt und erbeten. Seit die Kleine sitzen konnte, war vieles easier, und seit ich hier zwei Kleinkinder habe, ist sowieso alles perfekt, und ich komme wunderbar ohne Hilfe aus. Der Anfang war bei uns hart, aber es wird wirklich schnell einfacher.

Ich habe übrigens aus dem Kuscheln mit der Kleinen nie ein Geheimnis oder Tabu gemacht. Das erste mal gesehen hat die Große die Kleine im Kreissaal in meinem Arm. Dann haben wir halt zu dritt gekuschelt, wie auch in den folgenden Monaten täglich. In einem Bettchen lag die Kleine nie (außer als ich genäht wurde). Das war kein Problem, im Gegenteil, die Große kuschelt noch heute sehr viel und sehr gern mit der Kleinen, sie hat es von Anfang an so gesehen. Ich finde dieses "das Neugeborene sollte allein liegen, damit die Mama die Hände frei hat" problematisch. Dann lernt das Großkind - denke ich - , dass man das Kleine eben abschieben kann. Es lernt aber nicht, wie das Baby zu berühren ist, wie man es streichelt.... Auch die Geschwister müssen ja lernen, wie das so geht, mit einem Baby. Wir haben der Großen von Anfang an immer wieder gesagt, wenn wir irgendwo hin gegangen sind "Unsere Kleine müssen wir mitnehmen. Die müssen wir jetzt immer mitnehmen. Unsere gute Kleine." Ich glaube, dass Kinder untereinander auch so behandeln, wie sie es von uns sehen. Ich war immer vor den Augen der Großen zärtlich zur Kleinen, oft mit beiden gleichzeitig auf meinem Schoß. Die Große ist sehr sehr zärtlich zur Kleinen, heute noch. Sie kloppen sich auch mal, streiten sich, dass die Fetzen fliegen, aber im Großen und Ganzen lieben sie sich *schmelz*
Ui schön :)
Das macht richtig Mut fürs zweite Kind :)


Meine Mutter hat meinem großen Bruder erzählt das ich ihm ein Geschenk mitbringe wenn ich aus dem Bauch komme :D im endeffekt hat er von "mir" einen tretbulldock bekommen :D
Und immer wenn ich gestillt wurde hat er sich gleich ein Buch geschnappt und es War lesestunde angesagt und er durfte auch immer ein bisschen Milch abhaben :) beim spielen War ich zb das zootier um das er einen Zaun bauen musste (bin ja eh nur rumgelegen xD) und sonst War ich Viel im tuch :) als ich dann etwas älter wurde hat er immer ganz große türme gebaut und ich durfte sie dann kaputt machen :)
mein Bruder und ich waren bis zur Pubertät beste Freunde und auch heute haben wir ein super Verhältnis und hatten sogar eine gemeinsame wg

Iwie denkt man sich dann bestimmt eigene Sachen aus Hauptsache man bindet beide gemeinsam in viele Sachen ein :-)
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Suleikha
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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Suleikha »

Danke für eure Worte! Das macht ja schon mal Mut. Wahrscheinlich traue ich meinem Kind viel zu wenig zu, wie so oft :oops: Einbinden wollte ich ihn auf jeden Fall, er hilft mir auch sonst sehr gern bei allem Möglichen. Ich erzähle ihm auch oft, dass da ein Baby im Bauch ist, aber da guckt er mich nur an, als wäre ich schwachsinnig und reagiert ansonsten gar nicht.
Seit einer Woche habe ich total Probleme mit der Symphyse, Schmerzen beim Gehen und Treppensteigen. Ich kann ihn eigentlich gar nicht mehr hochheben, weil es so weh tut. Im TT ist es minimal besser aber auch immer noch sehr unangenehm. Und mein Bebo ist eh nicht mehr der stärkste. Daran hat er schon ziemlich zu knabbern, weil er eigentlich noch sehr oft auf den Arm will. Kuscheln als Ersatz funktioniert auch nicht wirklich... Es scheint sowas wie ein Getragen-werden-Bedürfnis zu geben und dass ich das nicht mehr befriedigen kann, ist für ihn echt blöd. Der Papa springt zwar ein wo er kann, aber der ist ja tagsüber bei der Arbeit... Ich überwinde mich zwar oft, ihn trotzdem zu tragen, weil das immer noch angenehmer ist als der Genörgel und der Stress, der alternativ folgen würde, aber optimal ist was anderes. Und das ist genau so eine Situation, vor der ich geschwistertechnisch Angst habe... Er will auf den Arm, aber ich kann grad nicht, weil das Baby irgendwas braucht = Riesenwutanfall, Gebrüll und Geschrei, schlechte Laune bei ihm für den Rest des Tages :( so läuft es hier im Moment oft...
Aber wer weiß, bis dann ist er ja auch nochmal ein paar Monate älter. Ich versuche mal, optimistisch zu sein :)

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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Nusserl »

Suleikha
Es wird garantiert immer wieder solche Situationen geben, dass dein Sohn einen Wutanfall bekommt, weil du gerade was mit dem Baby machen musst.
Ist in der Situation blöd für euch beide. Aber langfristig gesehen, wird dein Sohn daran wachsen. Selbstregulierung und Frustrationstoleranz werden trainiert. Darum sind Erwachsene, die Geschwister haben oft sozial verträglicher als Einzelkinder[emoji6]
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Sakura
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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Sakura »

Suleikha, ich konnte in der SWS meine Große auch monatelang nicht heben, geschweige denn tragen. Für draußen haben wir dann tatsächlich einen Buggy geholt. Sie hat es geliebt, sowohl vorwärts als auch rückwärts. Sie hat dann das Verdeck ganz runter geklappt, und saß da in ihrer Höhle und hat die Welt vorbei gleiten lassen. Selbst laufen war für sie eine wirkliche Qual. Sie war deutlich über 3, als sie angefangen hat, längere Strecken selbst zu Fuß zu gehen. Da war der Buggy echt wertvoll. Als das Baby dann da war (sie war genau 2), habe ich immer neu abgewogen, wer jetzt geschoben und wer gefahren wird. Da war nichts mehr mit kategorisch "Baby wird IMMER getragen". Da habe ich abgewogen, wer brüllt und wer wo wie zufrieden ist. Und wenn das Baby im MaxiTaxi zufrieden war, dann war das so (flach liegen im KiWa hat die Kleine genau wie die Große nie akzeptiert). Ansonsten habe ich viel Tandem getragen *uff* . Eine andere Mutter sah mich mal Tandem tragend, und hat mir spontan ihren nicht mehr genutzten Zwillings-Kombi-KiWa angeboten. Ich habe tatsächlich drüber nachgedacht :lol: . Vermutlich hätte ich das echt tun sollen. Denn später im Fahrradanhänger haben die beiden ständig Händchen gehalten, was sie heute auch im Bus und Hänger noch tun, wenn sie nebeneinander sitzen, sie gehen auch auf der Straße oft Hand in Hand.

Wutanfälle, weil sie warten musste, gab es bei ihr ... hm... seltenst? Mit 2 bzw 2,5 verstehen die Zwerge doch schon alles, auch wenn sie vielleicht noch nicht in ganzen Sätzen antworten können. Ich habe ihr immer ehrlich gesagt, was ist, und wie lange es vermutlich dauert. Blöd war immer Wickeln. Das fand so weit oben über der Großen statt, nicht nachvollziehbar. Da habe ich sie immer mit oben auf die Wickelstelle gesetzt oder gleich neben das Baby gelegt. Die beiden haben gekuschelt, und ich konnte in Ruhe wickeln. Später wollte die Große beim Wickeln helfen. Dann hat das Wickeln zwar eine halbe Stunde gedauert, aber alle waren zufrieden (jedenfalls alle Kinder. Die Mama war manchmal genervt, weil sie eigentlich in der halben Stunde ... sagen wir ... Essen kochen wollte, oder so. Egal. Kinder glücklich, halb gewonnen).
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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Stina82 »

Bei uns hat es sehr geholfen, dass der Papa die ersten Monate viel da war. Dadurch hatte der Große viel Papa-Exklusivzeit oder eben auch mal Mama-Exklusivzeit, wenn das Baby beim Papa war. Trotzdem war es für den Großen teilweise echt schwer. Er war sehr auf mich bezogen und mir hat es sooo leid getan.
Jetzt ist der Kleine gerade 1 Jahr geworden und sie spielen viel zusammen. Der Große ist liebevoll und erklärt ihm viel. Natürlich ist er auch mal genervt, aber so ein kleiner Bruder kann ja auch durchaus mal nervig sein ;)
Einen Zwillingskinderwagen kann ich auch nur empfehlen. Als der Kleine klein war, hab ich ihn getragen, da wollte er gar nicht liegen. Seit er sitzen kann, schieb ich die beiden oft im Fahrradanhänger. Das ist praktisch und beide finden es toll. Der Große läuft erst seit kurzem gerne selbst mal ein Stück und meist dauert es dann eeeewig. Ich gehe ohne Wagen nich aus dem Haus.
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Re: Mamakind und Geschwisterchen

Beitrag von Suleikha »

Draußen ist das Tragen bei uns komischerweise gar kein Thema. Wenn wir in den Park fahren läuft er da 1,5 bis 2 Stunden allein herum, ohne ein einziges Mal auf den Arm zu wollen :shock:
Es ist eher Zuhause, z.B. nach dem Aufwachen braucht er eine Weile, bis er einigermaßen gut gelaunt ist. Und dann will er getragen werden (und auch lieber auf dem Arm als im TT). Oder wenn er sonst traurig oder wütend ist. Es geht glaube ich vor allem um den Tröstfaktor, den das Tragen für ihn hat. Das war auch schon immer so, getragen werden war ihm meist sogar wichtiger als Stillen. Seit wir nicht mehr stillen, umso mehr.
Ich setz mich jetzt stattdessen oft mit ihm aufs Sofa und kuschle, aber das akzeptiert er nur ungern als Ersatz. Es geht anscheinend nicht um den reinen Körperkontakt, sondern auch um die Bewegung... (Nein, im Sitzen hin- und herschaukeln funktioniert dann auch nicht).
Er weiß auch, warum ich ihn nicht tragen kann. Wir waren zusammen in der Apotheke und haben so einen Stützgürtel gekauft ("Bein weh - Dützgürtel - selber kauft - Atopeke", antwortet er jedes Mal, wenn ich sage, dass ich ihn leider gerade nicht hochheben kann). Aber traurig macht es ihn trotzdem :( Und mich auch.

Naja, mal sehen, wie es sich entwickelt. Irgendwie kriegen wir das schon hin. Seit neuestem steigt der Papa auch zunehmend im Kurs. Sobald der verfügbar ist, bin ich - für Mamakindverhältnisse - regelrecht abgemeldet. Vielleicht antizipiert er das Baby doch irgendwie unterbewusst und sattelt vorsichtshalber schon mal um?

LG, Suleikha
LG, Suleikha

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