2. Brustentzündung - Abstillen?

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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Ich melde mich heue abend ausführlich (wenn alle Kinder schlafen). Kannst du bis dahin eine Liste in der Form
10.2. 4500 g, 4 x Stillen, 350 ml Pre, 70 ml Mumi, 1 x Stuhl, 5 x Pipi
11.2. ....
anlegen. Schreib einfach alle Daten auf (kannst auch ruhig schätzen), die du hast. Dann entwerfen wir einen Plan, wie du möglichst viel Stillen und mit der Zeit weniger zufüttern kannst.

Ganz liebe Grüße und ich finde es toll, wie du fürs Stillen kämpfst!
deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

RegenbogenMama hat geschrieben: Leider weiß ich heute, dass ich sehr viele Fehler gemacht habe und zu sehr auf andere gehört habe, anstatt einfach das zu tun, was ich will und was mein Instinkt mir sagt. Heute bin ich sehr viel schlauer, da ich viel gelesen und mich informiert habe. Leider kann ich die Zeit nicht mehr zurückdrehen und habe letztendlich versucht, das Beste draus zu machen, aber leider kam alles immer anders als erwartet.
So geht es ganz vielen Frauen nach der Geburt. Die Hormone tun da ihr übriges.

Ich fange jetzt mal eine Liste an:
16.7. 3000g KH
17.7. ca. 2800g KH
18.7. ca. 2700g KH
19.7. 2820g KH
21.7. 3005 Kinderarzt
28.7. 3200g Kinderarzt
28.8. 4490g Kinderarzt



Das erste Mal durfte ich dann nach etwa 2 Stunden versuchen ihn anzulegen (es war leider niemand frei um mir zu helfen) und
Oh man. So was darf nicht sein. Leider passiert das bei den heutigen personellen Verhältnissen in den Kliniken immer öfter.
es funktionierte einfach nicht, da er nur geschlafen hat. Den restlichen Tag bin ich aufgrund des vollen Krankenhausprogramms kaum zum Anlegen (und auch nicht zum Schlafen) gekommen.
Das kenne ich von meiner Großen und das ist eigentlich auch ein no-go. Die Mutter sollte nach der Geburt Ruhe und nochmal Ruhe haben, um sich zu erholen und das Kind kennen zu lernen. Und natürlich das Stillen zu üben.
Am Abend dann wollte eine Kinderschwester mit mir zusammen das Stillen üben. Dabei hat sie festgestellt, dass ich ziemlich extreme Hohlwarzen habe und hat mir das Stillen mit Hütchen gezeigt. Habe alle paar Stunden versucht ihn anzulegen, bei etwa jedem 2. Mal hat es auch funktioniert, dass er mit Hütchen gesaugt hat, die anderen Male war er einfach zu müde.
Da hätte dir gezeigt werden müssen, wie du dein Kind auch ohne Hütchen stillen kannst und wie du ihn wach halten kannst, damit er genug trinkt.
Am zweiten Tag habe ich dann weiter versucht ihn mit Hütchen zu stillen, aber es kam einfach keine Milch. Mein Baby hatte auf irgendwas im 2800g Bereich abgenommen. Eine Schwester hat dann mit mir auch das Stillen im Liegen geübt, natürlich auch mit Hütchen. Er hat brav gesaugt, aber noch immer nichts an der Milchfront.
Die paar Tropfen Kolostrum kommen ja garnicht bis zum Baby wenn mit Hütchen gestillt wird. Der Milcheinschuss kommt aber für gewöhnlich auch erst zwischen dem 2. und 4. Tag.
Am dritten Tag war mein Schatz dann wieder bei der Kontrolle und ich wurde ins Kinderzimmer gerufen. Sie sagten mir, dass mein Sohn schon über 10% abgenommen hat und schon total gelb ist. Es muss jetzt unbedingt zugefüttert werden, wir könnten nicht mehr auf die Milch warten.

Bei 10 % Abnahme ist das auch okay. Hier sollte aber bitte stillfreundlich zugefüttert werden, also mit Becher oder Löffel.
gab ihm unüberlegt das Fläschchen.
Nicht unüberlegt. Du hast dem Klinikpersonal vertraut. In dem Moment war das die richtige Entscheidung. Mach dir deswegen keine Vorwürfe.
Ich sollte nun alle 3 Stunden etwa abpumpen. Gleichzeitig sollte er alle 3 Stunden zugefüttert werden.
Klüger wäre gewesen: Alle 2 h stillen, danach noch abpumpen und die abgepumpte Milch per Löffel/Becher zufüttern.
Endlich kamen auch ein paar erste Tropfen, aber viel zu wenig, um es ihm zu geben. Am Nachmittag war ich dann durch alles was passiert ist und die Übermüdung absolut fertig und hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch.

Den hatte ich bei meiner Großen nach dem verkorksten Stillstart auch. Echt übel!
Sie meinte, dass es wohl mit meinen Brustwarzen und seinem Mund so gut wie nicht möglich sein wird zu stillen.
Dazu sage ich jetzt nichts...
Kaum war ich zuhause und endlich etwas ruhiger, liefen mir die Brüste aus, allerdings hatte ich kein Stillhütchen, so dass ich nur pumpen konnte.
Hat dir das KH keine mitgegeben? Das darf doch echt nicht wahr sein. *kopfschüttel*
Schon von Geburt an, war es so, dass die rechte Brust immer mehr Milch gab, sowohl beim Pumpen als auch beim Auslaufen war es so, dass die rechte Brust ca. doppelt bis 3-mal soviel Milch hergab als die linke.
Viele Frauen haben da ein Ungleichgewicht in der Milchverteilung. Das macht (bis auf die optische Komponente) aber nichts.
Am 21.07 waren wir das erste Mal bei der Kinderärztin, inzwischen hatte er mit 3005g /50cm sein Geburtsgewicht wieder erreicht und war kerngesund. Sie hat uns auch empfohlen einen Schnuller zu verwenden, damit er nicht an der Hand saugt, er kennt ja eh schon den Flaschensauger. Ich war nicht begeistert, aber so schnell wie mein Freund den gekauft und dem Kleinen in den Mund gesteckt hat, konnte ich nicht schauen.
Schon wieder blöd gelaufen.
Die nächsten zwei Wochen habe ich mich dann nur mit Pumpen über Wasser gehalten, bis ich endlich die bestellten Hütchen erhalten habe. Glücklicherweise wurde die Milch kontinuierlich mehr. Habe etwa drei Mal am Tag gepumpt und dann gegen Ende der Woche zwischen 50 bis 130 ml pro Pumpgang und etwa 170-200ml pro Tag geschafft, was mich ziemlich glücklich gemacht hat.
Für dreimal Pumpen ist das eine sehr ordentliche Menge. Das kann ich nicht (auch nicht bei 10 mal Pumpen).
, und wie schön und einfach es ist dem Baby ein Fläschchen zu geben, was ich überhaupt nicht teilen konnte.
Ich auch nicht.
Am Ende der dritten Woche schaffte ich dann nur noch 100ml täglich und ich geriet in Panik. Ich pumpte immer mehr und mehr, bis ich Schmerzen in den Brüsten bekam. Hatte erst einen Milchstau rechts, dann links, dann wieder rechts, der sich dann in Woche 4 zu einer Brustentzündung rechts entwickelte. I
Das ist das Problem beim Abpumpen. Die Pumpe entleert die Brust nicht so gut, wie ein korrekt saugendes Kind und es kann damit schneller zu einem Milchstau kommen und dieser ist auch nicht so gut zu behandeln.
Die Stillberaterin empfahl mir Bockshornkleekapseln, dass ich natürlich die Häufigkeit des Pumpens erhöhe, auf ein Doppelpumpset wechsele und auch das Brusternährungsset, um die Milchmenge wieder zu steigern.
Sehr gut!
Die Bockhornkleeextraktkapseln nahm ich ab da täglich, 2 Stück a 40mg (laut Verpackung die maximale Tagesdosis)
Um die Milchmenge zu steigern, sollten es 2,7 bis 5,4 g pro Tag sein, also mindestens 8 Stück! Dein Körpergeruch sollte sich dabei "riechbar" verändern.
und erhöhte die Anzahl des Pumpens auf erstmal 5-6 Mal
Super!
Am Wochenende (30. - 31. 08.) und nach eingehendem Studium, beschloss ich dann auch das BES auszuprobieren, wenn auch mein Freund zur Assistenz zuhause ist. Hatte soweit alles vorbereitet, bin dann allerdings auf dem Sofa eingeschlafen und mein Freund weckte mich erst dann, als der Kleine schon sehr unruhig war. Ich wollte es aber unbedingt versuchen, aber ein unruhiger Säugling, der sich eh schon mit der Brust schwer tut, + das ganze wackelige Gebilde mit Schläuchen und Stillhütchen, haben nur ein noch unruhigeres, schreiendes Baby hervor gebracht. Unter Tränen schüttete ich die Milch wieder zurück ins normale Fläschchen und gab ihm die Milch so. Danach habe ich leider nie wieder den Mut gehabt es noch einmal auszuprobieren.
Den Mut solltest du wieder haben. Kennst du diese Broschüre zum BES? Bevor du das BES verwendest, solltest du sie gelesen und das BES 3 mal auseinander und zusammen gebaut haben. Dann einmal nur mit Wasser und ohne Kind üben und dann erst den Versuch mit Milch und Kind starten (und dabei sollte das Kind nicht zu hungrig und nicht zu satt sein).
Allerdings versuchte ich ab und an wieder ihn so mit Hütchen (ich hatte andere gefunden als die im Krankenhaus, die weicher waren und besser hielten) anzulegen, was teilweise sogar geklappt hat. Ich lies ihn 3/4 des Fläschchens trinken, bis man es ihm ohne Geschrei wegnehmen konnte und mogelte ihm dann die Brust unter. Dies lies mich irgendwie wieder hoffen, und ich ärgerte mich nur noch mehr, dass ich eigentlich viel zu früh aufgegeben hatte und wirklich geglaubt hatte, dass es mit meiner Brust und seinem Mund gar nicht ginge. Das einzige Problem dabei war eigentlich immer nur, dass er sobald er die Brust im Mund hatte und ein Paar Mal dran saugte, mit der Burstwarze im Mund einschlief... Es gab aber auch wenige Versuche, wo er schon 5-10 Minuten brav gesaugt hat. Gleichzeitig versuchte ich an meinem Milchspendereflex zu arbeiten, und habe es soweit gebracht, dass die Milch gleich in den ersten Sekunden im Trichter, manchmal sogar gleich nach der Massage langsam lief.
Das klingt doch gut. Hier setzt das BES an: Dein Kind bekommt genügend Milch und wird damit für sein Saugen an der Brust belohnt.
Milchmengensteigerung halten würde. Sie konnte mich verstehen und verordnete mir mal eine Packung und ich sollte es für zwei Wochen testen. Leider war das Medikament bis diese Woche Montag (22.09.) nicht lieferbar und auch mein Freund war nicht begeistert von der Idee. Er hatte gehofft, dass ich endlich mit der Geschichte abgeschlossen hätte.
Das ist schade, dass dein Freund dich da nicht unterstützt. Es ist nämlich für erfolgreiches Stillen sehr wichtig, dass die Papas da mitziehen.
Irgendwie war mein Ehrgeiz geweckt worden und versuchte etwas Neues: Vom 15. - 17.09. machte ich es tagsüber so, wenn ich alleine war, dass ich meinem Baby erst ein Fläschchen gab (er hat einen ca. 4 Stunden Fütter Rhythmus am Tag), dann pumpte, dann nach etwa 2-3 Stunden, wenn er etwas geschlafen hatte (meist nur so 20-30 Minuten durchgehend am Tag) und gut drauf war, ihn einfach anzulegen. Er hat zwar meist erst etwas protestiert, hat dann aber erstaunlicherweise recht oft 10-30 Minuten gesaugt (manchmal wieder mit einschlafen dazwischen) und das Beste war, dass ich das erste Mal wirklich Milch im Hütchen sah.
Klasse. Das ist doch ganz toll, dass er noch an der Brust trinkt. Ein ganz schlaues Kerlchen.
Ich konnte also annehmen, dass er das erste Mal wirklich von mir getrunken hatte, was für mich wie ein kleines Wunder war. Leider war ich nach den drei Tagen und dem vollen Programm völlig fertig und lies das zusätzliche Stillen erst einmal sein.
Hier wäre es sinnvoller gewesen, dass Pumpen zu streichen und trotzdem zu stillen.
Letzten Samstag (20.08.) wachte ich dann mit Schmerzen in der rechten Brust auf, beim Wickeln und noch einmal kurz danach liefen beide Brüste aus, genauso wie am Anfang noch. Ich wärmte sofort die Stelle, pumpte ab, bis nichts mehr wirklich kam und kühlte die Brust dann. Ich legte mich noch einmal kurz hin und schlief noch etwas. Beim nächsten Aufwachen fühlte ich mich dann gleich schon kränklich, am Vormittag pumpte ich nochmal mit der Handpumpe ab und kühlte die Brust, aber bereits kurz nach Mittag hatte ich 38,5° Fieber. Diesmal entwickelte sich alles so viel schneller, als bei der ersten Brustentzündung. Als ich das meiner Schwiegermutter und Schwiegeroma erzählte, sagten beide gleich als erstes: Jetzt musst du aber wirklich abstillen! Wir fuhren wieder ins Krankenhaus, ich bekam wieder ein Antibiotikum (diesmal ein anderes) und Paracetamol und sollte natürlich die betroffenen Stellen kühlen. Ich habe auch das okay bekommen, solange weiterzumachen, bis es halt nicht mehr geht mit der Milch, weil jedes Bisschen besser ist als gar nichts fürs Baby. Zu allem Überfluss bekam ich am Sonntag dann noch Hals- und Kopfschmerzen und Husten und Schnupfen und in der Nacht vom Sonntag auf Montag das erste Mal nach der Geburt meine Regel wieder.
Vielleicht kamen die Beschwerden auch von der Erkältung. Auf jeden Fall ist es total kontrakproduktiv, wenn dann jemand noch so einen blöden Kommentar abgibt.
Am Montag (22.08.) war ich dann nochmal zur Kontrolle beim Frauenarzt. Er sagte, dass ich sofort mit dem Pumpen aufhören sollte, weil das am ehesten die Entzündung auslöst.
*kopfschüttel*
Wenn ich möchte, kann ich mein Baby noch Anlegen, aber ich sollte das langsam auslaufen lassen, da es ja alles anscheinend nicht sein soll. Pumpen sollte ich nur noch, wenn ich mekre, dass die Brüste sehr prall werden (waren sie seit Wochen nicht mehr) oder wenn es wieder zieht. Außerdem, sollte ich noch eine 3. Brustentzündung bekommen, so müsste sowieso abgestillt werden, mit Medikamenten, was der absolute Horror für mich wäre. Nun pumpe ich nur noch zweimal am Tag, die Milchmenge hat seitdem auch abgenommen, ich schätze, dass es nur noch 40-60ml am Tag sind, Tendenz sinkend. Ich bin leider auch noch immer recht stark erkältet.
Dein Frauenarzt muss wohl mal ganz dringend eine Forbildung zum Thema Stillen besuchen. Alles totaler Quatsch..
In zwei Wochen müsste ich auch die Pumpe wieder zurückgeben, dann sind die drei Monate um.
Du kannst dir auch das Rezept verlängern lassen oder auf eigene Rechnung ausleihen.
Außerdem hätte ich so viel mehr Zeit für mein Baby und mich. Auf der anderen Seite möchte ich das alles einfach nicht aufgeben, ich hatte gehofft, dass ich es noch bis zur ersten Beikost durchhalte
Das freut mich. Mamas mit Kämpferherz habe ich sehr gerne in der Stillberatung. :mrgreen:
, aber dann wiederum habe ich wieder Angst vor einer 3. Brustentzündung und dem Abstillen mit Medikamenten.
Totaler Blödsinn. Man kann auch mit 30 Brustentzündungen stillen. Und Medis braucht man zum Abstillen auch nicht.
Dann möchte ich lieber selbst entscheiden wann ich natürlich abstille, zumal die Milchmenge schon weiter abgenommen hat.
Das ist dein gutes Recht. Und die Milchproduktion kannst du auch wieder ankurbeln.
Mein Plan wäre ab dem Wochenende nur noch einmal täglich zu pumpen und ab Mitte nächster Woche wieder anzufangen ihn vielleicht einmal täglich zum Kuscheln anzulegen, so dass er vielleicht noch ein paar ml von meiner Milch bekommt, bis es halt nicht mehr geht. Was meint ihr? Macht das alles irgendwie noch Sinn, oder sollte ich das sicherheitshalber lassen?
Wie findest du meinen Vorschlag (ganz kurz gefasst)?:
Du machst dich mit dem BES vertraut und fängst an deinen Sohn an der Brust statt mit Flasche zuzufüttern. Dann besorgst du dir eine geeichte Babywaage in der Apotheke, wiegst damit jeden Tag unter den gleichen Bedingungen, notierst täglich Gewicht, Zufüttermenge und Stillhäufigkeit, sowie Windelanzahl und dann fangen wir gemeinsam an die Zufüttermilch zu reduzieren.

Das wäre jetzt nur so der ganz grobe Plan. Aber du könntest dein Kind Stillen (wenn auch mit Hilfe des BES und der Pre), es regt durch sein Saugen an der Brust die Milchbildung an und bekommt die maximale von dir produzierte Milchmenge. Wenn das Stillen mit BES gut klappt, kann man dann die Premenge reduzieren (eventuell mit Unterstützung von Bockshornkleesamen oder Domperidon).

Ob es mit dem Vollstillen dann klappt, kann ich dir nicht garantieren, aber du könntest dann mit Beginn der Beikost die Pre durch Essen ersetzen.

So, ich schick das mal ab und schaue noch in die anderen Beiträge von dir rein.

Liebe Grüße
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

RegenbogenMama hat geschrieben:
Warum ich die Milch wegschütte ist eine etwas doofe Geschichte:
Meine Schwiegermama hat insgesamt 4 Kinder im Alter von 33 (mein Freund) bis 17 Jahren. Bei den ersten drei bekam sie gleich nach einer bis zwei Wochen nach der Geburt eine Brustentzündung, da sie zu viel Milch hatte. Sie musste Antibiotika nehmen und sofort abstillen. Beim vierten Kind hat sie sich gleich nach der Geburt etwas gegen die Milch geben lassen, da sie das Ganze nicht noch einmal durchmachen wollte. Außerdem hat sie währendder Schwangerschaft auch etwas nehmen müssen. Mein Freund und eine Schwester haben ein Problem mit den Augen (ähnlich wie Grauer Star) und sie führt das darauf zurück, dass sie die Antibiotika nehmen musste.
Die Ursache liegt wahrscheinlich eher in der Antibiotikaeinnahme in der Schwangerschaft, statt an der in der Stillzeit.
Sie hat bei meiner ersten Brustentzündung solange auf mich bzw. hinter meinem Rücken auf meinem Freund eingeredet, bis ich gesagt habe, dass ich die Milch wegschütte.
*kopfschüttel*
Tagsüber Ruhe beim Pumpen zu finden fällt mir wirklich nicht leicht. Leider schläft er tagsüber meist nicht viel (dafür immerhin nachts ganz brav) und er leidet wie sein Papa sehr oft auch an Blähungen (übrigens auch dann wenn er nicht meine Milch bekommt!), weshalb ich schon oft abbrechen musste. Auch deshalb möchte ich vom Pumpen wegkommen und ihm wenn dann lieber die Milch direkt geben, das spart Zeit, Arbeit beim Abwaschen und ist auch soviel schöner! :D Man spürt ja auch, dass ein Baby mind. 10 bis 20x kräftiger saugt als die blöde Pumpe.
Du meinst er bekommt die Blähungen eher von der Pre oder von deiner Milch? Oder eher vom Flasche trinken als vom Stillen? Ich steh gerade auf dem Schlauch. Sorry.

Wenn dein Kind so schön an die Brust geht, dann leg ihn an. So häufig, wie es geht. Idealerweise 10-12 mal in 24 h, d.h. tagsüber alle 2 h, nachts alle 3 h. Dafür darf man das Baby auch gerne wecken.
Es ist alles wirklich sehr hart, wenn man so wenig Unterstützung in der Familie hat.
Das ist wirklich richtig gemein und ich finde es echt total fies, weil du deinem Kind ja etwas Gutes tun willst. Und toll, dass du es trotzdem nochmal mit dem Stillen probieren willst. Hut ab!
Ich bin noch nicht ganz sicher wie ich das weiter schaffen soll, alle denken jetzt, dass ich endlich aufhöre
.
Puh, da hilft nur stur sein und auf seine eigene Meinung pochen. Irgendwann werden sie sich schon daran gewöhnen. Und du hast ja schon so lange und ausdauernd gekämpft, dass du jetzt mit guter Beratung sicherlich noch ein bisschen weiterkämpfen kannst, oder :wink: ?
Es mag vielleicht seltsam für euch klingen, aber dass ich mein Baby letzte Woche angelegt habe, habe ich niemandem außer meiner Stillberaterin und den Ärzten erzählt, weil ich es satt habe mich jedes Mal rechtfertigen zu müssen. Es ist fast schon peinlich, dass ich sowas heimlich machen muss.
Das ist nicht peinlich, sondern ganz traurig. Können die anderen nicht mal "ihre blöde Klappe halten"? Sorry, für die harten Worte, aber das ist echt nicht fair. Du möchtest für das Stillen kämpfen. Es ist dir wichtig und es tut deinem Kind gut und jeder will es dir madig machen. Kannst du nicht mal ein paar Wochen aus dem "Dunstkreis" deiner Umgebung entfliehen?
Ich persönlich möchte aber auf keinen Fall aufgeben, nicht wenn es noch irgendwie einen Weg geben sollte, wie wir das zumindest noch etwas hinbekommen :D.
Den gibt es (siehe letztes Posting von mir).
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

Yashira hat geschrieben:es sollte echt niemand heimlich stillen müssen.
Ich habe im KH auch viel Mist erlebt und dort auch "heimlich" gestillt, weil ich Angst vor der Schwester hatte. (Rückblickend echt doof) das Gefühl ist so mies und zerreißend
Danke Yashira für die lieben Worte, es fühlt sich gut an, wenn man nicht die Einzige mit so einem Problem ist, auch wenn es eine wirklich blöde Sache ist.
Im Krankenhaus war das alles nicht so schlimm, es hat sich eh kaum einer um mich gekümmert, wenn ich nicht mal nachgefragt hätte. Jeden Tag eine andere Schwester.
Was am schlimmsten und fast schon erniedrigend für mich war, ist dass es für mich immer den Anschein hatte, dass ich um die Milch betteln musste, bzw. bangen musste, ob nicht gerade Visite oder Übergabe im Kinderzimmer war und ich mir wieder irgendeinen Kommentar hören musste. Am Entlassungstag (ich hatte das Stillhütchen und alles schon abgegeben) hat mein Kleiner gleich nach dem Trinken die komplette Milch wieder ausgespuckt und furchtbar geschrien, weil er zumindest meiner Meinung nach noch immer Hunger hatte. Ich bin zum Kinderzimmer und sie haben mir gesagt, dass ich doch gerade schon was bekommen hatte und ich ihm jetzt nichts mehr füttern durfte, ich sollte mit ihm kuscheln. Er hat daraufhin 3 Stunden lang durchgehend nur geschrien und ich war mit den Nerven am Ende. Habe mich mit dem Kleinen auf dem Arm irgendwie umgezogen, alles in den Koffer geworfen und wollte nur noch nach Hause. Ich fühlte mich so unglaublich hilflos in dem Moment. Kurz bevor mein Freund mich Abholen gekommen ist, ist er dann völlig erschöpft eingeschlafen. Dann war zum Glück eine andere Schwester da und ich durfte ihm noch ein Abschiedsfläschchen geben. Waren ja inzwischen auch 3 Stunden vergangen.
Teazer hat geschrieben:
Yashira hat geschrieben:Es gibt eine Broschüre vom AFS für Großeltern (kann die jmd verlinken - oder war es LLL) zum Stillen.
Gerne: Stillkinder brauchen ihre Großeltern
Die Broschüre ist wirklich brillant, die spricht mir (wie glaub ich vielen anderen) aus der Seele. Es wäre super gewesen, wenn man sowas gleich vom Krankenhaus aus mit bekommen hätte, die hätte ich gerne schon von Beginn gehabt. Na mal schauen, wann ich mich traue ihr das zu beichten und wie das dann alles ankommt.

Ich verstehe, dass alle ja nur das Beste für mich wollen, aber ich denke nicht, dass ich mir mit dem Stillen die Brüste kaputt mache, oder meinem Körper damit etwas Schlimmes antue, bzw. ich weiß, dass das nicht stimmt.
Ich weiß auch, dass ich die letzten Wochen leider sehr unter der Sache gelitten habe, so gab es kaum einen Tag, wo ich nicht geweint habe. Ich denke alle haben Angst, dass ich wieder einen Rückfall bekomme, da ich ein Jahr lang vor der Schwangerschaft wegen Depressionen in Behandlung war. Aber ich glaube auch, dass je mehr sie auf mich eingeredet haben, desto schlimmer ist es geworden. Ich habe mich jetzt mit der Sache auseinandergesetzt und will es mehr als jemals zuvor und wenn ich dafür auf stur schalten muss. Habe die letzten Tage auch nicht mehr weinen müssen!
Kuscheldrache - 16.07.2014
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

16.7. 3000g KH
17.7. ca. 2800g KH
18.7. ca. 2700g KH
19.7. 2820g KH
21.7. 3005 Kinderarzt
28.7. 3200g Kinderarzt
28.8. 4490g Kinderarzt
26.9. 5400g Kinderarzt, ca. 750 ml Pre, 1x gepumpt ca. 50 ml, weggeschüttet, 2x Stuhl, ca. 7 x Pipi

Liebe deidamaus,

erstmal danke für die ganzen Tipps. Ich finde deinen Vorschlag super und möchte das total gerne durchziehen. Ich hoffe ich schaffe das, aber ich möchte langsam Schritt für Schritt anfangen, damit ich nicht wieder irgendwie enttäuscht werde, wenn alles nicht gleich auf Anhieb klappt. Wenn es nur irgendwie möglich ist, dass zumindest etwas hinzubekommen würde mich das schon sehr glücklich machen.
deidamaus hat geschrieben:Hat dir das KH keine mitgegeben? Das darf doch echt nicht wahr sein. *kopfschüttel*
Nein, sie haben mir keine Hütchen mitgegeben. Ich meine, ich habe nicht danach gefragt, da ich (siehe oben) nur noch nach Hause wollte.
Aber sie konnten mir ja auch noch nicht mal Nahrung für mein Baby mitgeben. Ich wurde ja an einem Sonntag entlassen und mein Freund hatte am Samstag leider die falsche Nahrung gekauft. Ich habe dann ganz nett gefragt, ob sie mir ein bisschen was mitgeben könnten, am Montag würde ich dann eh sofort einkaufen gehen. Aber sie sagten mir, dass sie nicht genug da hätten, als dass sie mir was mitgeben können. Ich musste dann noch kurz vor 18 Uhr jemanden organisieren, der mir Nahrung für mein Kind besorgt, damit es nicht einen Tag Hunger leiden muss.
deidamaus hat geschrieben:Für dreimal Pumpen ist das eine sehr ordentliche Menge. Das kann ich nicht (auch nicht bei 10 mal Pumpen).
Sowas zu Hören tut gut, und ich habe damals wirklich geglaubt, dass ich zu wenig Milch habe, ganz schön doof alles...
deidamaus hat geschrieben:Um die Milchmenge zu steigern, sollten es 2,7 bis 5,4 g pro Tag sein, also mindestens 8 Stück! Dein Körpergeruch sollte sich dabei "riechbar" verändern.
Das ist gut zu wissen, kein Wunder, dass sie dann nicht gewirkt haben. So 40-50 Stück habe ich sicherlich noch in der Packung, die bekommt man ja auch glücklicherweise jederzeit in der Apotheke. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich schon mit 2 Stück täglich ordentlich danach gerochen habe, aber ich habe auch eine empfindliche Nase. Wie sollte man die denn am besten einnehmen, so ca. alle 3 Stunden über den Tag verteilt oder lieber gleich mehrere auf einmal?
deidamaus hat geschrieben:Den Mut solltest du wieder haben. Kennst du diese Broschüre zum BES? Bevor du das BES verwendest, solltest du sie gelesen und das BES 3 mal auseinander und zusammen gebaut haben. Dann einmal nur mit Wasser und ohne Kind üben und dann erst den Versuch mit Milch und Kind starten (und dabei sollte das Kind nicht zu hungrig und nicht zu satt sein).
Ist schon gekauft. Werde ich mir dann nächste Woche in Ruhe durchlesen und vor dem nächsten Versuch ordentlich üben.
Eine generelle Frage habe ich aber dazu: Sollte ich das Ganze mit Stillhütchen versuchen, oder sollte ich zuerst einmal ausprobieren, ob er vielleicht auch ohne Hütchen saugen kann und mit ihm das üben? Ich habe bis jetzt nähmlich noch keine Info zum BES und Hütchen zusammen gefunden. Wäre das generell möglich oder eher hinderlich?
deidamaus hat geschrieben:Wenn das Stillen mit BES gut klappt, kann man dann die Premenge reduzieren (eventuell mit Unterstützung von Bockshornkleesamen oder Domperidon).
Ich habe jetzt auf jeden Fall beides zuhause.
deidamaus hat geschrieben:Du meinst er bekommt die Blähungen eher von der Pre oder von deiner Milch? Oder eher vom Flasche trinken als vom Stillen? Ich steh gerade auf dem Schlauch. Sorry.
Wovon die Blähungen kommen kann ich nicht genau sagen, ich weiß halt nur, dass er sie auch hat, wenn er keine Muttermilch von mir bekommt (nicht, dass ich mich getraut hätte irgendwas blähendes zu essen). Ich glaube allerdings, dass es am ehesten mit dem Trinkverhalten zu tun hat. Er hat eine Zeit lang immer sehr stark beim Trinken aus der Flasche geschmatzt und zwischendurch auch kleine Schreianfälle bekommen und dadurch wahrscheinlich viel Luft geschluckt. In letzter Zeit ist er sehr viel ruhiger geworden und ich habe das Gefühl, dass seitdem auch die Blähungen seltener geworden sind :D. Die haben ihn doch schon sehr gequält.
deidamaus hat geschrieben:Das ist nicht peinlich, sondern ganz traurig. Können die anderen nicht mal "ihre blöde Klappe halten"? Sorry, für die harten Worte, aber das ist echt nicht fair. Du möchtest für das Stillen kämpfen. Es ist dir wichtig und es tut deinem Kind gut und jeder will es dir madig machen. Kannst du nicht mal ein paar Wochen aus dem "Dunstkreis" deiner Umgebung entfliehen?
Na ja, ist leider alles nicht so einfach, vor meinem Freund kann und will ich natürlich nicht flüchten. Und auf die Unterstützung von seiner Familie, besonders seiner Mutter, bin ich teilweise angewiesen, da wir z.B. gar kein Auto haben. Nächsten Montag habe ich z.B. auch mal wieder einen Arzt Termin (diesmal beim Internisten wegen dem Blutdruck :roll: ) und da den Kleinen mitzunehmen ist natürlich so eine Sache.

Ich werde jetzt erst einmal versuchen meinen Freund das schonend beizubringen. Mal schauen, wie das läuft. Bitte drückt mir einfach die Daumen.

Liebe Grüße
Kuscheldrache - 16.07.2014
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Hallo Regenbogenmama,

es freut mich total, dass du es nochmal probieren möchtest. Und natürlich machen wir es langsam und Schritt für Schritt. Normalerweise sieht das Umgewöhnungsprogramm von Flasche zu Brust so aus:
1. ein oder zwei Saugerwechsel, damit sich das Baby an ein neues Mundgefühl gewöhnt (welche Saugermarke ist praktisch wurscht)
2. Flaschefüttern in Stillposition (Haut an Haut, sehr flach gehalten für langsamen Trinkfluss, Seitenwechsel usw.)
3. Nutzen des Flaschensaugers als Brusthütchen
4. Wechsel auf ein richtiges Brusthütchen
5. Abgewöhung des Brusthütchens.

Da dein Baby ja noch mit Brusthütchen an der Brust trinkt (tut es doch?), können wir gleich mit Schritt 4 starten. D.h. du beginnst die Flaschenfütterung auf Fütterung mit dem BES und Hütchen umzustellen. Dabei kannst du den Schlauch vom BES einfach durch das Loch vom Stillhütchen durchstecken oder ihn aussen am Hütchen vorbeiführen. Probiere es einfach das erste Mal in Ruhe aus, bereite alles vor und leg dann dein Kind an. Durch das BES wird es sofort für sein Saugen an der Brust belohnt und deine Brust wird dabei stimuliert, Milch zu bilden (und dein Baby bekommt auch einen Teil Mumi).
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Wenn dein Baby alle Mahlzeiten über das BES bekommt, geht es weiter.

Der erste Schritt ist damit die Umstellung auf Zufütterung an der Brust. Um es deinem Baby leichter zu machen, die richtige Technik zu lernen, solltest du möglichst auf den Schnuller verzichten.

Das sie dir im KH weiter Pre verweigert haben, finde ich eine bodenloas Frechheit. Unfassbar.

Von den Bockshornkleekapseln nimmst du am Besten 3 mal am Tag 3 Stück.

Ich habe mein Kinder in dem Alter immer mit zum Arzt genommen. Das war nie ein Problem.

Ich drücke dir die Daumen für das Gespräch mit deinem Freund.

Wenn du es schaffst abzupumpen, wäre es total super. Umso häufiger, umso besser.

Sorry für die knappe Antwort, bin nicht zu Hause und nur mit Smartphone online.

Die Liste bitte dann täglich weiterführen und um Gewichtswerte ergänzen, sobald du eine Waage hast.

Hilft dir das erstmal weiter?


Liebe Grüße
deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

16.7. 3000g KH
17.7. ca. 2800g KH
18.7. ca. 2700g KH
19.7. 2820g KH
21.7. 3005 Kinderarzt
28.7. 3200g Kinderarzt
28.8. 4490g Kinderarzt
26.9. 5400g Kinderarzt, ca. 750 ml Pre, 2x Stuhl, ca. 7x Pipi - 1x gepumpt ca. 50 ml, weggeschüttet
27.9. 650 ml Pre, 1x Stuhl, 6x Pipi - 1x gepumpt ca. 30 ml, weggeschüttet

Ich habe gestern noch mit RegenbogenPapa (haha) gesprochen und ihm von meinen Plan erzählt. Er meinte, dass es für ihn okay ist. Ihm ist es im Grunde egal wie und was ich dem Kleinen füttere, er hat also absolut kein Problem damit, wenn ich es nochmal mit dem Stillen probiere. Ich soll halt nur nicht traurig sein, wenn es nicht funktioniert. Außerdem wäre es ihm lieber wenn ich mit dem Pumpen aufhören würde, außer es ist unbedingt notwendig, weil mich das immer ziemlich fertig gemacht hat. Und ich soll auch keine Experimente in der Nacht machen.

Das letzte Antibiotikum habe ich gestern am Morgen genommen. Inzwischen fühle ich mich auch wieder fast komplett gesund, die Erkältung ist auch so gut wie weg. Ich würde mich dann morgen wieder ans Stillen mit Hütchen, bzw. vielleicht auch das BES wagen. Ich hoffe mein kleiner Kuscheldrache ist gut drauf. Wie gesagt, letzte Woche hat das Saugen generell mit Hütchen erstaunlich gut funktioniert, natürlich nicht jedes Mal so 100% super, aber prinzipiell war es für ihn kein Problem sich darauf umzustellen. Hat zwar immer etwas gedauert, aber wenn er mal gemerkt hat, dass man da dran Saugen kann, dann hat er das auch ganz super gemacht. Manchmal fast ein bisschen zu stark für meinen Geschmack, aber ich glaube das ist ziemlich normal, dass die Kleinen sehr stark saugen können. Immerhin hat er es geschafft, dass Milch raus gekommen ist.

Die Broschüre zum BES habe ich mir heute mal durchgelesen, fand die Infos und die ganzen Fotos ziemlich hilfreich, vor allem zum Einstellen und so. Der Schlauch passt leider nicht durch die Löcher beim Hütchen, also werde ich ihn wahrscheinlich draußen festkleben. Ich bin wirklich gespannt ob und wann es klappt. Ich hoffe ich finde diesmal den richtigen Moment.

Ich werde dann nächste Woche auch wegen der Waage anfragen. Nehme jetzt dann auch 3x3 Bockshornkleekapseln täglich. Vielleicht bringt es ja was. Die Hoffnung stirbt auf jeden Fall zuletzt.

Mal schauen, wie es weiter geht. Ich berichte euch dann, wie es gelaufen ist.

Liebe Grüße
RegenbogenMama
Kuscheldrache - 16.07.2014
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deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Hallo RegenbogenMama,

das klingt doch super. Besonders, dass dein Kleiner noch an der Brust saugt und sogar Milch kommt. Eine wunderbare Grundlage für einen guten Start.

Ich würde dir empfehlen morgen einfach einen Versuch mit BES zu starten. Mach alles fertig, fülle die Pre ein (am besten durch ein Sieb streichen, denn die Schläuche können sonst auch mal verstopfen), schau dass die Milch im Sekundentakt (oder ein bisschen schneller raustropft), klemme den Schlauch ab und dann leg dein Baby an und mach den Schlauch wieder auf. Am besten so 30-60 min bevor es sich selber melden würde. Durch den reichlichen Milchfluss wird dein Baby dann für das Saugen an der Brust belohnt. Wenn das gut geklappt hat, dann versuchst du in den nächsten Tag alle Flaschenmahlzeiten tagsüber durch BES zu ersetzen und wenn das auch gut klappt, dann auch die in der Nacht. Mit etwas Übung klappt das auch. Dabei sollest du die Zufüttermenge pro Mahlzeit reduzieren (auf 65-75 ml), so dass du auf ungefähr 10 Mahlzeiten kommst. Ist das verständlich? Mach dir dabei keinen Stress, du hast so viel Zeit dabei, wie du und dein Baby für die Umstellung brauchen. Wenn du hauptsächlich mit BES zufütterst, dann können wir mit der Reduktion der Pre beginnen (tägliches Wiegen vorausgesetzt). Abpumpen brauchst du
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

brauchst du dann nicht mehr, da dein Baby durch das Stillen mit BES deine Milchbildung anregt. Ich würde erstmal noch zweimal am Tag abpumpen und sobald du mindestens zweimal am Tag mit dem BES zufütterst oder stillst das Pumpen einstellen. Abpumpen ist zwar gut für die Milchbildung, aber wenn es Stress verursacht, dann sollest du es lieber lassen. Ich finde aber 30 ml recht viel für einmal Pumpen. Wie ich schon geschrieben habe: Ich kann das nicht.

Die Dosierung der Bockshornkleekapseln ist okay. Da dürftest du in 1-2 Tagen die Wirkung merken. D.h. möglichst häufig anlegen und möglichst oft mit BES, damit deine Milch auch getrunken wird.

Ich bin mal gespannt, was du morgen berichtest.

Hast du noch Fragen?

Liebe Grüße
deidamaus
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