livoggud hat geschrieben:. Tut mir leid, dass ich jetzt erst schreibe...
Kein Problem. Du bist mir keine Antwort schuldig.
Im Moment habe ich leider zu viel Angst, dass wir nochmal ins KH müssten, weil Anna zu wenig Milch bekommt. Und alle zwei Stunden stillen kann ich mir gerade auch nicht stressmindernder vorstellen - heute bin ich den ersten Tag mit beiden Kindern allein. Da jede Mahlzeit bei Anna zwischen 1 und 1 1/2 Stunden dauert
Das ist klar. Erst stillen und dann mit Flasche nachfüttern ist super zeitaufwändig und sehr schlecht für die Stilltechnik deines Babys, d.h. es trinkt mit der Zeit immer uneffektiver an der Brust und damit dauert es noch länger. Hier wäre das BES entscheidend vom Vorteil: Du kannst während dem Stillen an der Brust zufüttern, dein Kind ist schneller fertig, lernt die richtige Trinktechnik an der Brust (und wird beim Stillen durch die Milch aus dem BES dafür belohnt) und deine Milchbildung wird durch das Saugen angeregt.
(rechnest du die Stillabstände auch vom Beginn des stillens?
Genau!
dann hätte ich ja nur eine halbe Stunde Pause!), bin ich gerade echt froh, dass es so zu klappen scheint (sie kommt alle 3-4 Stunden, vom Fütterungsbeginn gerechnet).
Das spricht für zu große Portionen, da dies ja bedeutet, dass dein Kind nur 6-8 mal in 24 h trinkt. Für ein Flaschenbaby normal, für ein Stillkind zu wenig.
Seit drei Tagen sind wir nun wieder zuhause und wir haben ständig gewogen - morgens immer vor dem ersten Stillen nackt - und da kamen jetzt folgende Werte raus: 3090 g, 3080g, 3090g - also als ob sie gar nicht wirklich zugenommen hätte! Sie trinkt über 600 ml am Tag! Die Ärzte meinten eigentlich, dass sie ca. 450 ml bräuchte. Jetzt trinkt sie so viel mehr, doch es scheint gar nicht anzusetzen? Seit zwei Tagen hat sie ganz viel Stuhlgang, der aber ganz normal aussieht. Gestern 5 Mal am Tag, davor 3 Mal, allerdings war einmal die Windel dermaßen voll, dass sie aus allen Nähten geplatzt ist!
Na, ja, von drei einzelnen Werten kann man weder auf Zunahme noch Abnahme schliessen. 600 ml klingen aber schon sehr viel. Bevor du ins KH bist, hast du doch nur 150 ml zugefüttert. Wie kamen die Ärzte auf 450 ml? Wie kam es zu dem so rasanten Anstieg der Zufüttermenge.
Kannst du mir da auch Rat geben? Mich vielleicht beruhigen? Meine Hebamme meinte am Anfang schon, das tägliches Wiegen nicht aussagekräftig wäre. Eben weil das Baby mal Stuhlgang vorher hatte und mal nicht...
tr
Ein einzelner Wert sagt wenig aus, nur wenn man über mehrere Tage wiegt, weiss man, was das Kind ungefähr wiegt. Z.B.
1.1. 3600
2.1. 3690
3.1. 3620
4.1. 3650
5.1. 3740
6.1. 3680
7.1. 3710
8.1. 3720
Betrachtet man nur "Einzelwerte" hat das Kind vom 2. auf den 3. 70g abgenommen (das ist Quatsch) und vom 4. auf den 5. 90 g zugenommen. Auch Quatsch! Die Reihe sagt aber aus, dass das Kind vom 1. auf den 8. ungefähr 120 g zugenommen hat. Ist das plausibel.
Eigentlich freuen wir uns über jeden Stuhlgang, weil das den Biliwert verringern sollte (danke auch für deine Ausführungen dazu - Anna hatte ja einen Wert über 22 und nach einer Woche war er von 16 nach der Phototherapie schon wieder auf 18 gestiegen), auf der anderen Seite wiegt sie so wieder weniger.
Unter 20 mg/dl bedarf es keiner Behandlung. Du brauchst dir also überhaupt keine Gedanken machen. Deine Milch macht dein Kind nicht krank und es wird auch bei Muttermilchgelbsucht uneingeschränktes Stillen empfohlen.
Die Idee mit dem Baden und dem Stillen ist echt schön

Nachts mag er auch trotz Flasche nicht so gerne aufstehen

Siehst du! Dann wäre die Kombi: Du stillst, er badet doch perfekt.
Danke dir, dass du dir so viel Mühe gibst und überhaupt, dass du mir hier so viel schreibst! Vielleicht pack ich es noch.
Wenn du es willst, dann schaffst du es auch.
Wenn Anna überm Berg ist?
Nein, vorher! Dann musst du ja wahrscheinlich warten, bis sie drei Monate alt ist! Probier es jetzt. Mit täglichem Wiegen läufst du keinerlei Gefahr, dass sie zu wenig Milch bekommt.
Dieses Brusternährungsset hat mich bisher immer abgeschreckt - das wirkt so künstlich und ich weiß nicht, wie ich das unterwegs nutzen könnte, ohne dass es mir sehr unangenehm wäre. Aber eben dachte ich, wahrscheinlich wäre es sogar zeitsparender, wenn man nicht erst stillt und dann noch die Flasche hinterher gibt?
Das hast du genau richtig erkannt! Es spart Zeit und unterwegs lässt es sich einfach unter dem Shirt versteckt tragen. Kein Problem. Jeder denkt, du stillst dein Kind einfach.
Ich fühl mich wie ein "Fähnlein im Wind" - bestimmt geht es dir da auch so mit mir.
Mich hat eher der Ehrgeiz gepackt, dich doch noch davon zu überzeugen, es zu versuchen. Ich könnte hier noch tonnenweise Argument Pro Stillen und Contra Pre aufführen (gesundheitliche Vorteile in Massen), aber das weißt du selber (denke ich mal). DU musst es wollen, dann klappt es auch.
Ganz am Rande: Kämpfen macht stark und dann Erfolg haben, noch mehr! Es gibt hier im SuT so viele, die mit einer schlechteren Ausgangslage gestartet sind und das Ruder doch noch rumgerissen haben. Das Wichtigste ist daber das Wollen und dabei kann ich dir leider nicht helfen. Das muss aus deinem Inneren kommen. Da muss so eine Stimme sagen: "Pack es an. Du schaffst das! Kämpfe dafür!", dann klappt es auch.
Und das tut mir leid. Ich bin echt verunsichert was richtig und gut ist und was ich eigentlich will, weiß ich immer noch nicht so wirklich.
Verunsicherung ist schlecht. Die Ärzte und Hebammen im KH haben da echt viel Quatsch erzählt.
Was du willst, musst du rausfinden. Wenn du es weisst und dazu stehst, was du möchtest, dann geht es dir besser. Egal wie die Entscheidung ausfällt.
Ich schätze den längeren Stillabstand - weil ich zwischendrin mehr Zeit habe, wo ich nicht aufs Füttern konzentriert bin und auch mehr mit meinem Sohn machen kann.
Normalerweise stillt man zwar 10-12 mal in 24 h, aber die Stillmahlzeiten dauern meist nur so 30-40 min (in den ersten Wochen/Monaten), danach wird die Dauer meist wesentlich kürzer.
Mir erscheint die Pre-Milch heilsamer als meine Muttermilch
Das ist totaler Blödsinn.
Beim Flaschentrinken habe ich mehr Sicherheit, dass sie gut trinkt (zumindest wenn ich in Zukunft das Wiegen weglasse).
Das ist der "Vorteil" der Flasche. Aber ich finde es viel schöner, wenn die Mütter irgendwann nach dem erfolgreichen Weg zurück zum Stillen, einfach Stillen ohne zu wissen, wieviel ml das Kind getrunken hat. Es ist eigentlich auch total wurscht, da das eine Kind mal locker 300 ml mehr als das andere trinkt. Es ist nur wichtig, dass das Kind so viel Milch bekommt, wie es gerade braucht und nicht, wie es auf irgendeiner Tabelle auf einer Milchpackung steht. Damit man das weiss, wiegt man am Anfang regelmässig und zählt die Windelanzahl, dann weiss man, ob das Kind genug bekommt. Und dann ist es egal, ob 500 ml reichen, oder ob es 1000 ml sein müssen.
Das Stillen und auch die Zeit zwischen drin ist gerade nicht immer sehr angenehm - manchmal zieht es während dem Trinken ganz schön in meiner Brust. Und wie ist das eigentlich mit steigendem Milchbedarf - da werden die Brüste immer noch größer, oder? Wäre ja logisch...
Das wurde ja vorher schon beantwortet.
Liebe Grüße von einer durcheinanderen livoggud
Dann hoffe ich, dass du bald klarer siehst.
Zu der Tabelle noch:
30.8. Geburtsgewicht: 2700g
2.9. 2510g, 90 ml Pre
4.9. 2580 g
9.9. 2650 g,
11.9. 80 ml Pre, 40 ml Mumi, Bili 21,9
12.9. 70 ml Pre, Bili 15
13.9. 2780 g, 70 ml Pre, 40 ml Mumi?, Bili 15
14.9. 120 ml Pre, 50 ml Mumi
15.9 . 40 ml Pre
17.9. 2790 g (?) Hebi
18.9. 2790 g Hebi
19.9. 2890 g Hebi
23.9. 3090g KH 660ml Pre (?) oder x+y=660 ml (x Stillen, y Pre), 2mal stuhl , 6 mal Pipi
24.9. 3080g KH 650ml Pre, 90 ml Mumi), 5 mal Stuhl, 6 mal Pipi
Stimmt das so?
Dann hätte dein Kind in der letzten Woche (24.-17.9.) 270 g zugenommen! Das ist richtig viel. Hier wäre tägliches wiegen mit einer geeichten Babywaage super wichtig. Die Ausscheidungen sind ja reichlich. Dies und die gute Zunahme kann auch auf "zu viel" zusätzliche Pre (die mit der Flasche ja getrunken wird, auch wenn das Kind eigentlich satt ist) deuten. Um so etwas beurteilen zu können, brauche ich mehr Gewichtsdaten von der gleichen Waage.
Liebe Grüße
deidamaus