ich versuche nun einfach mal ob uns hier jemand helfen (oder mich zumindest beruhigen
Erst mal ganz kurz zu unserer Vorgeschichte. Bei meinem ersten Kind vor 4 Jahren ging ich total gelassen ans Stillen, hatte mich gut informiert und hab mir kaum Gedanken gemacht, dass es evtl. nicht klappen könnte. Als mein Sohn zwei wochen alt war bekam ich eine Infektion mit sehr hohem Fieber und hatte von einem Tag zum anderen keine Milch mehr, was ich allerdings nicht bemerkte und erst einige Tage später von der Hebamme bemerkt wurde. Mein Sohn hatte weiterhin "getrunken" war halbwegs zufrieden und kam auch nicht öfter als vorher(daher ist ein zufriedenes Kind für mich auch kein sicheres Zeichen für gutes Gedeihen), hatte aber in den wenigen Tagen fast 700g abgenommen. Es war für uns natürlich ein riesen Schock und da er zum saugen schon zu schwach war haben wir ihn dann zunächst mit der Spritze und dann mit Flasche gefüttert. Ich habe noch einige Wochen versucht durch Pumpen die Milchbildung wieder anzuregen, da mein Sohn aber überhaupt nicht mehr zurück an die Brust wollte und Pumpen keinen Erfolg zeigte war das das Ende unserer Stillbeziehung was mich lange sehr belastet hat.
Als nun im Mai dieses Jahr unser zweites Kind zur Welt kam konnte ich nicht mit der selben Gelassenheit wie beim ersten Kind ans Stillen gehen, habe mir um mir selbst Sicherheit zu geben eine Pumpe besorgt (damit ich die Milch "sehen" kann und sicher weiß das welche da ist) und auch eine Wage um nicht zu spät zu reagieren wie beim letzten mal falls etwas schief läuft. War alles überflüssig, wir hatten einen tollen Stillstart und ich war überglücklich. Einmal wöchentlich wiege ich aber trotzdem einfach für mich zur Sicherheit. Die Werte schreibe ich allerdings nicht auf, ich speichere jede Woche das Gewicht und hab so den Verleich zur Vorwoche, darum kann ich leider trotz wiegen keinen allzu detailierte Entwicklung schreiben.
Hier nun erst mal die ungefähre Entwicklung
Geburtsgewicht war am 13.05.3100g (49cm) gewogen von der Hebamme (Hausgeburt)
17.05. 2810g beim Kinderarzt U2
23.05. 3190g Hebamme
26.06. 4240g (53cm) beim Kinderarzt U3
Danach ging es etwa 6 Wochen sehr konstant jede Woche 100g nach oben, gemessen zu Hause
Ab dann leider immer langsamer
08.09. 5340g (62cm) beim Kinderarzt U4
15.09. 5380g zu Hause
Stillhäufigkeit ist etwa 10-12x in 24 Stunden. Zeiten (sie ist da recht zuverlässig ich gebe ihr keine Zeiten vor) sind ungefähr 5:30h 7:00h, 10:00h, 12.00h, 14:00Uhr, 16:00h, 17:30h, 18:30h, 19:00h (hier gehts ins Bett) und dann kommt sie noch 1-4 mal nachts (meist 2x 23:00 und 2:30). Trinken tut sie schon immer nur sehr kurz anfangs oft nur 2-3 Minuten, inzwischen meistens um die 5 Minuten, nachts manchmal länger. Ich lasse sie trinken bis sie von alleine loslässt und nicht mehr wieder anfängt zu saugen. Bis etwa zur 8. Woche hatten wir abends Clusterfeeding bis 23:00h, dann fing sie von selbst an immer früher einzuschlafen und es hat sich gelegt. Mit 10 Wochen haben wir einen Schnuller eingeführt, da sie an der Brust tagsüber überhaupt nicht mehr einschläft sonder nur irgendwann (falls man sie überhaupt zum Brustnuckeln bewegen kann) anfängt zu spucken und wütend zu schreien. Nachts schläft sie manchmal an der Brust ein, meist lässt sie aber die Brust los wenn sie schläfrig wird und schläft dann ohne Schnuller im Beistellbett ein. Zum beruhigen bekommt sie den Schnuller nur wenn sie definitiv nicht an die Brust will. Flasche oder Hütchen kennt sie nicht. Zwei mal habe ich ihr etwas abgepumpte Milch gefüttert, weil sie vor Ungedult gar nicht mehr gesaugt hat, nur noch geschrien über Stunden, dann allerdings nur ca. jeweils 20 ml mit der Einwegspritze als der erste Hunger dann vorbei war hatte sie auch wieder Gedult zum Saugen. Abpumpen kann ich nur sehr schlecht. Ohne dass sie trinkt gar nicht und wenn sie an einer Seite trinkt bekomme ich an der anderen vielleicht 20-30ml.
Richtig nasse Windeln hat sie 3 pro Tag.
Kinderarzt meinte bei der U4 die Gewichtzunahme sei noch ok (wobei mir auch nicht das Gewicht an sich Sorgen macht sondern das Gewicht im Verhältnis zur Größe). Hebamme tendiert zum Beikoststart (will ich aber möglichst noch nicht).
Die Zunahme an sich würde mich auch noch nicht beunruhigen. Aber dazu kommen noch mehrere Beobachtungen:
Zum einen, dass seit etwa 6 Wochen der Milchspendereflex nur noch sehr schwer auslöst. Ich mache das daran fest, dass ich ihn zum einen sehr deutlich spüre und zum anderen am Schlucken und schmatzen
Dazu kommt, dass seit dem auch keine Milch mehr aus der anderen Brust läuft während sie trinkt (eigentlich ja ganz schön, aber es irritiert mich doch, vorher musste ich immer eine Mullwindel in den BH stecken).
Außerdem wird die Brust überhaupt nicht mehr hart, auch nicht, wenn sie z.B. ab und zu ungewöhnlich lange schläft (ca. 5 Stunden am Stück nachts)
Dazu kommt noch, dass sie inzwischen fast ausflippt wenn sie uns beim Essen beobachtet, wie wild den Mund aufsperrt, auf ihren Fäusten kaut etc....Brei nehmen würde sie wohl problemlos...aber ich will das noch nicht.
Vor einer Woche hatte ich eine Erkältung mit etwas Fieber, seit diese abgeklungen ist schreit sie die Brust nicht nur an bevor richtig Milch kommt, sondern auch wenn der Milchfluss wieder nachlässt. Sie biegt sich dann von der Brust weg schreit und will sie nicht mehr nehmen, mir kommt es so vor als ob die Zeit in der viel Milch fließt auch immer kürzer wird. Ich wechsle dann noch ein paar mal die Brust, damit sie wenigsten noch ein wenig trinkt. Dazu ist sie den ganzen Tag total quengelig und unzufrieden und nach meinem Gefühl einfach hungrig, lutscht ständig an den Händen (nach Zähnen hab ich auch schon geschaut danach sieht es aber wirklich nicht aus), ich kann sie aber nicht dazu bewegen länger zu trinken, wenn nur wenig kommt. Wenn ich sie trage fängt sie manchmal auch an an meinem Kinn oder meiner Backe zu saugen, ich denke wirkllich, dass es Hunger ist. Häufiger anlegen klappt auch nicht, da dann der MSR kaum auszulösen ist.
Heute habe ich dann mal geschaut wie viel sie eigentlich bei so einer Mahlzeit trinkt und hab sie vorher und hinterher gewogen es waren gerade mal 60 ml (und das war eine der größten Mahlzeiten, nachmittags schätze ich kommt eher viel weniger). (Hätte ich nicht machen sollen, ich weiß, hat mich nur panisch gemacht) Als sie ca 6 Woche alt war hatte ich das schonmal aus reiner neugier gemacht und da waren es ca 120ml.
Ich weiß jetzt nicht ist wirklich inzwischen zu wenig Milch da, oder mach ich mir völlig umsonst Sorgen. Ich wäre einfach dankbar für eure Einschätzung und vielleicht hilfreiche Tips.
LG
Nimue