Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
-
Lösche Benutzer 3486
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Ich glaube auch in der Tat, dass man weder der Sache noch den Kindern einen Gefallen tut, wenn man zu sehr drückt oder sich zu sehr einmischt.
Den Willen, sich vegetarisch zu ernähren, können sie noch gar nicht haben - der muss sich entwickeln. Und entwickeln kann sich nur da etwas, wo auch der Raum dazu ist. Ist die Entscheidung durch den elterlichen Willen schon getroffen, wird das eher eine emotionale beziehungsgeschichte - will das Kind den Eltern den Gefallen tun oder nicht.
Unsere Kleine, die so gern Fleisch ist, hat letztens übrigens verlauten lassen, dass sie jetzt auch öfter auf Fleisch verzichten möchte.
Letztlich sind sie unsere Kinder. Und es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir ihre Entscheidung respektieren müssen.
Den Willen, sich vegetarisch zu ernähren, können sie noch gar nicht haben - der muss sich entwickeln. Und entwickeln kann sich nur da etwas, wo auch der Raum dazu ist. Ist die Entscheidung durch den elterlichen Willen schon getroffen, wird das eher eine emotionale beziehungsgeschichte - will das Kind den Eltern den Gefallen tun oder nicht.
Unsere Kleine, die so gern Fleisch ist, hat letztens übrigens verlauten lassen, dass sie jetzt auch öfter auf Fleisch verzichten möchte.
Letztlich sind sie unsere Kinder. Und es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir ihre Entscheidung respektieren müssen.
- Selina79
- Power-SuTler
- Beiträge: 5539
- Registriert: 28.01.2009, 08:49
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
wie meinst Du das denn? Normal ist doch das, was man ihnen vorlebt. SIe kennen ja nichts anderes.Den Willen, sich vegetarisch zu ernähren, können sie noch gar nicht haben
-
Utopia
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 354
- Registriert: 25.07.2010, 23:21
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Aber es gibt doch nicht nur dich oder das was in eurer
Familie passiert. Sie bekommen ja von so vielen anderen Menschen mit das es anders ist/sein kann.
Kurz und bündig vom Handy
Familie passiert. Sie bekommen ja von so vielen anderen Menschen mit das es anders ist/sein kann.
Kurz und bündig vom Handy
Lg Utopia mit 2010 und 2011
- Latascha
- Power-SuTler
- Beiträge: 5869
- Registriert: 03.07.2010, 21:04
- Wohnort: München
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Ich möchte hier mal von der anderen Seite berichten. Ich bin in einem vegetarischen Haushalt groß geworden, in dem nichts was ein Gesicht hat auf den Tisch kam, es ganz selten mal Frühstückseier gab.
Zu Hause gab es kein Wurstangebot, lediglich vegetarisch und auch unterwegs hab ich von meiner Mama NIE eine Wurst bekommen oder ähnliches. Im Kindergarten hatte ich auch immer das extra Essen und fand es ziemlich blöd. Bei Oma und Opa beim einkaufen ging es halt auch immer zum Metzger und irgendwann hab ich dort eine Wurst gesehen die ich uuuuunbedingt probieren wollte und hab sie auch bekommen. Lecker war sie, auch wenn mir danach etwas übel wurde. Den Ärger hinterher hab ich heute noch im Kopf. Übernachtungsbesuche bei Oma waren erst mal gestrichen und ich hab ein langes Aufklärungsgespräch über Tierhaltung etc. erhalten.
Ich fand es nur voll blöd, dass ich nicht das essen durfte wie die anderen Kinder auch. Tja, also hab ich alles heimlich probiert, teilweise im Kindergarten, teilweise bei Freunden und bin nur aufgeflogen, wenn mir schlecht wurde und es jemand bemerkt hat.
Den Zusammenhang aus den gequälten Tieren aus Berichten meiner Eltern und dem netten Metzger bei Oma und Opa hab ich nicht verstanden, ich fand es nur weiterhin blöd nicht einfach alles essen zu können/dürfen.
Was soll ich sagen?!? ICH finde es gaaaanz wichtig den Kindern seine Ideale vorzuleben, aber ihnen auch im Punkt essen eine gewisse Freiheit zu lassen.
Irgendwann kamen wir dann überein das ich unterwegs essen darf was ich will, aber für mich daheim keine Wurst/Fleisch gekauft wird.
Das war dann echt in Ordnung. Ab und an hab ich dann halt eine Bratwurstsemmel gegessen oder so, Fischstäbchen etc.
Groß viel Fleisch gegessen habe ich nie.
Ich finde es utopisch durchzusetzen wenn der Papa zu Hause Fleisch isst. Wie wollt ihr das den Kindern bitte klar machen, dass IHR etwas besseres vorlebt als der Papa?
Das würde ich persönlich nicht machen. Immerhin akzeptiert ihr euren Partner ja auch so und nehmt hin, dass er Fleisch isst!
Und Kindern solche Horrorreportagen zu zeigen find ich auch übel. Das geht in meinen Augen auch gar nicht!
Geht doch lieber zum Metzger oder mal auf nen Bauernhof, wo sie den Zusammenhang Tiere und Fleisch begreifen können. Oder aber zum Jäger aus der Gegend. Da könnt ihr euch das doch mal ansehen und dann könnt ihr nochmal ansetzen, wieso ihr kein Fleisch essen wollt und es ablehnt.
Die Entscheidung bleibt letztlich aber den Kindern überlassen, irgendwann würden sie sich auch gegen ein Verbot auflehnen, oder nicht mehr nur abschrecken lassen. Wenn sie aber vom Grundsatz überzeugt sind, dann werden sie wie in allem anderen auch dem guten Beispiel der Eltern folgen.
Sent from my iPhone using Tapatalk
Zu Hause gab es kein Wurstangebot, lediglich vegetarisch und auch unterwegs hab ich von meiner Mama NIE eine Wurst bekommen oder ähnliches. Im Kindergarten hatte ich auch immer das extra Essen und fand es ziemlich blöd. Bei Oma und Opa beim einkaufen ging es halt auch immer zum Metzger und irgendwann hab ich dort eine Wurst gesehen die ich uuuuunbedingt probieren wollte und hab sie auch bekommen. Lecker war sie, auch wenn mir danach etwas übel wurde. Den Ärger hinterher hab ich heute noch im Kopf. Übernachtungsbesuche bei Oma waren erst mal gestrichen und ich hab ein langes Aufklärungsgespräch über Tierhaltung etc. erhalten.
Ich fand es nur voll blöd, dass ich nicht das essen durfte wie die anderen Kinder auch. Tja, also hab ich alles heimlich probiert, teilweise im Kindergarten, teilweise bei Freunden und bin nur aufgeflogen, wenn mir schlecht wurde und es jemand bemerkt hat.
Den Zusammenhang aus den gequälten Tieren aus Berichten meiner Eltern und dem netten Metzger bei Oma und Opa hab ich nicht verstanden, ich fand es nur weiterhin blöd nicht einfach alles essen zu können/dürfen.
Was soll ich sagen?!? ICH finde es gaaaanz wichtig den Kindern seine Ideale vorzuleben, aber ihnen auch im Punkt essen eine gewisse Freiheit zu lassen.
Irgendwann kamen wir dann überein das ich unterwegs essen darf was ich will, aber für mich daheim keine Wurst/Fleisch gekauft wird.
Das war dann echt in Ordnung. Ab und an hab ich dann halt eine Bratwurstsemmel gegessen oder so, Fischstäbchen etc.
Groß viel Fleisch gegessen habe ich nie.
Ich finde es utopisch durchzusetzen wenn der Papa zu Hause Fleisch isst. Wie wollt ihr das den Kindern bitte klar machen, dass IHR etwas besseres vorlebt als der Papa?
Das würde ich persönlich nicht machen. Immerhin akzeptiert ihr euren Partner ja auch so und nehmt hin, dass er Fleisch isst!
Und Kindern solche Horrorreportagen zu zeigen find ich auch übel. Das geht in meinen Augen auch gar nicht!
Geht doch lieber zum Metzger oder mal auf nen Bauernhof, wo sie den Zusammenhang Tiere und Fleisch begreifen können. Oder aber zum Jäger aus der Gegend. Da könnt ihr euch das doch mal ansehen und dann könnt ihr nochmal ansetzen, wieso ihr kein Fleisch essen wollt und es ablehnt.
Die Entscheidung bleibt letztlich aber den Kindern überlassen, irgendwann würden sie sich auch gegen ein Verbot auflehnen, oder nicht mehr nur abschrecken lassen. Wenn sie aber vom Grundsatz überzeugt sind, dann werden sie wie in allem anderen auch dem guten Beispiel der Eltern folgen.
Sent from my iPhone using Tapatalk
Liebe Grüße
Latascha
mit Munchkin (09/10) und Monkey (09/13)
ClauWi Trageberaterin
Latascha
mit Munchkin (09/10) und Monkey (09/13)
ClauWi Trageberaterin
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: AW: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran
Klar, das ist schwieriger als wenn beide Eltern Veggies sind. In Gesprächen - wenn die von Seiten der Kinder kommen - kann ich aber durchaus zum Ausdruck bringen, dass ich es schade finde, dass der Papa Tiere isst, dass ich aber nur für mich entscheiden kann was ich für richtig halte.Latascha hat geschrieben:Ich finde es utopisch durchzusetzen wenn der Papa zu Hause Fleisch isst. Wie wollt ihr das den Kindern bitte klar machen, dass IHR etwas besseres vorlebt als der Papa?
Ich bin davon überzeugt, dass Druck überhaupt nichts bringt. Ich hoffe aber schon, dass mein Vorleben Eindruck macht. Ich werde meine Kinder - im Gegensatz zu den meisten Eltern - nichts Beschönigendes erzählen ("den Tieren geht es super gut", "dafür sind Tiere da", "das ist ganz normal", "das brauchst Du zum groß und stark werden", etc.). Altersgerecht werden sie erfahren was Fleisch"produktion" für die Tiere und die Umwelt bedeuten. Wofür sie sich dann entscheiden, ist ihres.
Meine Kinder werden jedoch nicht in einer 100%-ig carnistischen Weltvorstellung aufwachsen. Man kann doch zu seinen veg. Werten selbstbewusst stehen ohne den Papa und alle anderen Fleischesser zu dämonisieren.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
- Latascha
- Power-SuTler
- Beiträge: 5869
- Registriert: 03.07.2010, 21:04
- Wohnort: München
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Genau, und das find ich nen guten Ansatz. Heut lebe ich übrigens zu 90-95% vegetarisch und 1/3 des Jahres ca. auch mal Vegan.
Wenn es irgendwo nix außer Fleisch gibt, ist es ok, aber ich brauch es nicht und daheim wenn ich koche lass ich es meist weg für mich. Wenn dann gibts eben was von glücklichen Tieren und dafür selten.
Also DA hat das Vorleben meiner Mama enorm viel gebracht. Und das finde ich auch einen guten Weg. Zu seinen Idealen stehen und sie begründet darstellen aber es nicht auf Teufel komm raus durchsetzen.
Sent from my iPhone using Tapatalk
Wenn es irgendwo nix außer Fleisch gibt, ist es ok, aber ich brauch es nicht und daheim wenn ich koche lass ich es meist weg für mich. Wenn dann gibts eben was von glücklichen Tieren und dafür selten.
Also DA hat das Vorleben meiner Mama enorm viel gebracht. Und das finde ich auch einen guten Weg. Zu seinen Idealen stehen und sie begründet darstellen aber es nicht auf Teufel komm raus durchsetzen.
Sent from my iPhone using Tapatalk
Liebe Grüße
Latascha
mit Munchkin (09/10) und Monkey (09/13)
ClauWi Trageberaterin
Latascha
mit Munchkin (09/10) und Monkey (09/13)
ClauWi Trageberaterin
-
Lösche Benutzer 3486
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Selina79 hat geschrieben:wie meinst Du das denn? Normal ist doch das, was man ihnen vorlebt. SIe kennen ja nichts anderes.Den Willen, sich vegetarisch zu ernähren, können sie noch gar nicht haben
Ich würde hier mal behaupten, dass vegetarisch zu Leben eine absolute Willensentscheidung ist, sollte man nicht fleisch hassen. Aber um den zu entwickeln muss Kind sich über alles erst im klaren sein, seinen Platz in der Welt kennen, verantwortungsbewusst sein usw. Das kann kein Kindergartenkind leisten. Die wollen das Leben kosten - mit allen Sinnen und nicht hinter jeder Ecke etwas böses sehen. Ich würde mein Kind damit auch nicht belasten wollen. Wenn es fragt, ganz klar - wenn nicht, dann nicht. Und auch würde ich immer wieder darauf aufmerksam machen, dass man auch viel mit bewussten konsumieren machen kann, dass es wohl auch gutes Fleisch gibt und man für sich auch da die zwischenlösung für sich finden kann.
Es muss alles reifen. Ich bin auch nicht von eben auf jetzt vegetarier geworden. Alles kommt zu seiner zeit.
Hier ist vegetarisch sein nicht normal - wir sind in der Familie die einzigen Vegetarier. Und natürlich freuen sich alle Verwandten unser Kind mit Fleisch zu füttern, um uns zu demonstrieren, was wir ihm alles vorenthalten. Selbst in der Schule meiner großen, gibt es super wenig vegetarische kinder. im kiga gar nicht.
Latascha, das was du berichtest, das war mir immer die Graulvorstellung. Das gibt es ja mit vielen Dingen. Fernsehen, Zucker usw. Man kann nicht den Kindern die Verantwortung auf den Rücken hauen. Daran würden sie zu sehr knabbern...
- merkaeserka
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1278
- Registriert: 17.12.2013, 12:45
- Wohnort: Saarland
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Habt ihr mal der Familie versucht zu erklären warum ihr die Kinder zu Hause vegetarisch ernährt? Bei uns war es mit den Süßigkeiten so. Als wir den Großeltern erklärt haben, warum wir nicht wollen dass die Kinder industriell hergestellte Zuckerbomben essen haben sie es eingesehen. Zwischendurch gibt schon mal was, aber sie werden nicht damit"gefüttert".
Und gebt ihnen Alternativen an die Hand, vielleicht wissen sie einfach keinen anderen "Weg" um ihren Enkeln "was Gutes" zu tun.
Und gebt ihnen Alternativen an die Hand, vielleicht wissen sie einfach keinen anderen "Weg" um ihren Enkeln "was Gutes" zu tun.
Wintermama '87 mit Herbstkind 09/10 und Frühlingsbaby 05/14 *08/17
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Wir geben ihnen Alternativen (gut haltbare für den Vorratsschrank). Erklären hilft nichts, wenn jemand der Meinung ist, Fleisch zu essen sei normal/notwendig. Die Großeltern haben erst nicht mehr aktiv angeboten, als mein Mann klarstellte, dass er hinter unseren gemeinsamen Entscheidung steht. Ich wurde da leider nicht ernst genommen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
- Selina79
- Power-SuTler
- Beiträge: 5539
- Registriert: 28.01.2009, 08:49
Re: Wie führt Ihr Eure Kinder an Vegetarisch/vegan heran?
Vielen Dank für Deine Erfahrung, das ist eben ja genau das was ich nicht will, bestätigt mich!Latascha hat geschrieben:Ich möchte hier mal von der anderen Seite berichten. Ich bin in einem vegetarischen Haushalt groß geworden, in dem nichts was ein Gesicht hat auf den Tisch kam, es ganz selten mal Frühstückseier gab.
Zu Hause gab es kein Wurstangebot, lediglich vegetarisch und auch unterwegs hab ich von meiner Mama NIE eine Wurst bekommen oder ähnliches. Im Kindergarten hatte ich auch immer das extra Essen und fand es ziemlich blöd. Bei Oma und Opa beim einkaufen ging es halt auch immer zum Metzger und irgendwann hab ich dort eine Wurst gesehen die ich uuuuunbedingt probieren wollte und hab sie auch bekommen. Lecker war sie, auch wenn mir danach etwas übel wurde. Den Ärger hinterher hab ich heute noch im Kopf. Übernachtungsbesuche bei Oma waren erst mal gestrichen und ich hab ein langes Aufklärungsgespräch über Tierhaltung etc. erhalten.
Ich fand es nur voll blöd, dass ich nicht das essen durfte wie die anderen Kinder auch. Tja, also hab ich alles heimlich probiert, teilweise im Kindergarten, teilweise bei Freunden und bin nur aufgeflogen, wenn mir schlecht wurde und es jemand bemerkt hat.
Den Zusammenhang aus den gequälten Tieren aus Berichten meiner Eltern und dem netten Metzger bei Oma und Opa hab ich nicht verstanden, ich fand es nur weiterhin blöd nicht einfach alles essen zu können/dürfen.
Was soll ich sagen?!? ICH finde es gaaaanz wichtig den Kindern seine Ideale vorzuleben, aber ihnen auch im Punkt essen eine gewisse Freiheit zu lassen.
Irgendwann kamen wir dann überein das ich unterwegs essen darf was ich will, aber für mich daheim keine Wurst/Fleisch gekauft wird.
Das war dann echt in Ordnung. Ab und an hab ich dann halt eine Bratwurstsemmel gegessen oder so, Fischstäbchen etc.
Groß viel Fleisch gegessen habe ich nie.
Bei uns ist das ganz klar. Der Papa isst Fleisch+Wurst nur auswärts (und da dürfen die Kinder ja auch) und wenn gegrillt wird, weisen wir immer darauf hin dass es aus guter tierhaltung stammt und keinesfalls was weggeschmissen werden sollte.Ich finde es utopisch durchzusetzen wenn der Papa zu Hause Fleisch isst. Wie wollt ihr das den Kindern bitte klar machen, dass IHR etwas besseres vorlebt als der Papa?
Aber der Mann hat bereits genug Verstand um zu VERSTEHEN was er isst und dass er einverstanden ist damit. Das haben die Kinder eben noch nicht. Genau wie Du schreibst, Du hast den Zusammenhang als Kind nicht verstanden. Wenn es jemand VERSTEHT und sich dafür entscheidet, habe ich überhaupt gar kein Problem damit.Das würde ich persönlich nicht machen. Immerhin akzeptiert ihr euren Partner ja auch so und nehmt hin, dass er Fleisch isst!
Niemand hat hier geschrieben dass er das macht.Und Kindern solche Horrorreportagen zu zeigen find ich auch übel. Das geht in meinen Augen auch gar nicht!
Wir waren auf einem Bauernhof als eine Kuh in das Schlachthaus reingeschoben wurde. Da bin ich schnell weggelaufen weil ich nicht wollte dass sie das mit ansehen müssen. Der Große (da war er 5) hatte es aber bereits entdeckt und mich gefragt was da passiert. Ich antwortete ihm dass die Kuh geschlachtet werden soll. Sie hat gebrüllt und sie mußten hinten übel schieben (wir waren bestimmt 100m weg!) und der Große sagte dann ganz oft ganz traurig "die Kuh will nicht getötet werden!" und war traurig. Am Tag drauf wars vergessen. Einen Zusammenhang hat er da nicht verstanden. Im Metzger ist er sehr oft, er holt zb oft brötchen bei uns beim Metzger morgens - bekommt da auch seine obligatorische Lyoner. Er versteht warum wir da keine Wurst kaufen (kein Bio) aber dass seine Lyoner ebenfalls aus der konventionellen Haltung stammt versteht er nicht.Geht doch lieber zum Metzger oder mal auf nen Bauernhof, wo sie den Zusammenhang Tiere und Fleisch begreifen können.
Der JÄger war bereits 2 mal zu Besuch bei uns im Wald und hat den Kindern sehr toll und gut erklärt was ein Jäger tut und warum er es tut. Sie sehen den Jäger als nützlich an und finden es spannend.Oder aber zum Jäger aus der Gegend. Da könnt ihr euch das doch mal ansehen und dann könnt ihr nochmal ansetzen, wieso ihr kein Fleisch essen wollt und es ablehnt.
Ich möchte ja auch dass sie vieles selbst entscheiden, genauso wie z.b. den Glauben oder andere Dinge. Aber ich finde es in dem Fall Fleisch einfach irre schwer weil da der Verstand noch nicht so weit ist (so wie beim Glaube auch, aber da hat es auf das aktuelle Leben keinerlei AUswirkung was sie glauben).Die Entscheidung bleibt letztlich aber den Kindern überlassen, irgendwann würden sie sich auch gegen ein Verbot auflehnen, oder nicht mehr nur abschrecken lassen. Wenn sie aber vom Grundsatz überzeugt sind, dann werden sie wie in allem anderen auch dem guten Beispiel der Eltern folgen.
Ich auch. Sonst hätte ich hier auch nicht nachgefragt was es für andere Möglichkeiten evtl. gibt.Teazer hat geschrieben:Ich bin davon überzeugt, dass Druck überhaupt nichts bringt.
Meine Kinder werden jedoch nicht in einer 100%-ig carnistischen Weltvorstellung aufwachsen. Man kann doch zu seinen veg. Werten selbstbewusst stehen ohne den Papa und alle anderen Fleischesser zu dämonisieren.
Zu unserer gesellschaftlichen Situation:
Wir haben das große Glück dass wirklich alle, also sagen wir mal 95% mit denen wir im engen Freundeskreis zu tun haben, entweder Vegetarier sind oder sehr achtsam mit Fleisch umgehen. Die restlichen 5% sehen wir nicht so häufig. Meine Eltern sind auch überhaupt gar kein Problem (haben selbst 10 Jahre vegetarisch gelebt, mein Papa sogar 5 Jahre fast vegan) - und die Schwiegereltern sehen wir zu selten, und wenn dann mischen sie sich nicht ein. Wir haben im Umfeld nur absolut positive Vorleb-Familien. Ausser eben Kindi-familien zu denen sie halt auch mal nach Hause gehen ...