Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Sakura
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Re: Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Beitrag von Sakura »

Muttermilch hat mehr Kalorien als quasi jeder Brei UND sie ist hervorragend verdaubar, Muttermilch geht vollständig INS Kind. Meine Kleine isst soooo gern Weintrauben. Davon finde ich immer ein paar in der Windel wieder - will heißen, leerer Ballast, der dem Kind nur den Magen gefüllt hat, aber das Kind konnte es nicht verdauen. Für das Zunehmen ist Muttermilch ideal geeignet. DIE WHO empfiehlt zwischen 6 Monaten und 2 Jahren Stillen mit geeigneter Beikost. So wie es klingt, macht ihr genau das. Abstillen hat vermutlich den Effekt, dass Dein Kind mehr essen würde (wobei ich zwei Kinder kenne, die trotzdem nicht mehr essen, und einfach noch dünner geworden sind). Aber wie oben geschrieben: mehr essen heißt nicht, dass auch zwingend mehr im Kind ankommt, oder dass das Kind damit mehr Kalorien und Nährstoffe erhält als durch Stillen plus Beikost.
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Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

jusl
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Re: Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Beitrag von jusl »

Wie dramatisch ist dieses "von der Kurve rutschen"?
Hallo Nessi,

die Frage ist halt, WARUM das Kind "von der Kurve rutscht". Üblicherweise gibt's dafür - von Messefehlern abgesehen, die keineswegs selten sind - drei mögliche Erklärungen: 1. Erkrankung, 2. Ernährung, 3. Zufall. Euer Kinderarzt muss jetzt insb. ausschließen, dass es an 1. liegt, und die Ernährung sollte ebenfalls gecheckt werden. Wenn beides in Ordnung ist, dann bleibt Zufall übrig, und das wäre selbstverständlich harmlos und würde auch keine speziellen Maßnahmen erfordern.
Mir wurde geraten abzustillen, was ich aber eigentlich überhaupt nicht møchte.
Von wem denn? Und mit welcher Begründung?

LG
Julia
Nessi
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Re: Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Beitrag von Nessi »

Danke für eure schnellen Antworten.

Julia, die Empfehlung habe ich von unserer "sundhedsplejerske" bekommen, das ist hier in Dk eine Art Nachsorgekrankenschwester der Kommune in der man wohnt, die Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr regelmässig besucht. Die wiegt, misst und schaut so ein bisschen auf die Entwicklung, und die, die ich bisher kennengelernt haben, hatten eine sehr konservative Haltung zu allem was Babys und Kleinkinder angeht. Sie hat halt die Verantwortung einen weiterzuleiten an zB Ärzte etc wenn irgendwas in der Entwicklung zu ausserplanmässig läuft. Sie meinte halt eben, wenn ich abstille, hätte meine Tochter mehr Hunger und würde mehr Beikost essen. Kann ich nicht ganz nachvollziehen (hab ich ihr auch gesagt).

Meine Tochter hat von Anfang an viel geweint und tut es auch immer noch und hat auf jegliche Form von Beikost mit 6 Monaten + erst mal wieder mit Bauchkrämpfen und Blähungen quittiert. Heute ist es schon viel besser, aber sie weint immer noch viel. Von daher mache ich mir schon auch Gedanken ob da nicht doch irgendwas ist. Unser Hausarzt ist da der gelassen Typ (was ich eigentlich auch ganz gut finde), aber vielleicht ist er auch etwas zu gelassen. Zum Kinderarzt kommt man nur mit Überweisung. Aber vielleicht muss ich da echt nochmal nachhaken.

Ach, alles doof, meine Grosse war auch so dürre und diese ganzen Empfehlungen von wegen "das Kind muss zunehmen" haben mich wahnsinnig gestresst. Ich hoffe, dass wir so noch die Kurve kriegen.
jusl hat geschrieben:
Wie dramatisch ist dieses "von der Kurve rutschen"?
Hallo Nessi,

die Frage ist halt, WARUM das Kind "von der Kurve rutscht". Üblicherweise gibt's dafür - von Messefehlern abgesehen, die keineswegs selten sind - drei mögliche Erklärungen: 1. Erkrankung, 2. Ernährung, 3. Zufall. Euer Kinderarzt muss jetzt insb. ausschließen, dass es an 1. liegt, und die Ernährung sollte ebenfalls gecheckt werden. Wenn beides in Ordnung ist, dann bleibt Zufall übrig, und das wäre selbstverständlich harmlos und würde auch keine speziellen Maßnahmen erfordern.
Mir wurde geraten abzustillen, was ich aber eigentlich überhaupt nicht møchte.
Von wem denn? Und mit welcher Begründung?

LG
Julia
Liebe Grüsse von
Sarah
mit Prinzessin (12/07), Frechdachs (01/11), kleiner Amsel (07/13) und Goldlöckchen (06/16)
jusl
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Re: Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Beitrag von jusl »

Sie meinte halt eben, wenn ich abstille, hätte meine Tochter mehr Hunger und würde mehr Beikost essen. Kann ich nicht ganz nachvollziehen (hab ich ihr auch gesagt).
Naja, DAS ist zweifellos korrekt. Wenn Du abstillst, wird Dein Kind mehr essen, definitiv. Das ist ja aber nicht die interessante Frage :lol: - sondern die ist ja: Wird Dein Kind auch schneller zunehmen, wenn Du jetzt abstillst, und ist es GUT und WICHTIG, dass Dein Kind schneller zunimmt?

Meine Tochter hat von Anfang an viel geweint und tut es auch immer noch und hat auf jegliche Form von Beikost mit 6 Monaten + erst mal wieder mit Bauchkrämpfen und Blähungen quittiert. Heute ist es schon viel besser, aber sie weint immer noch viel. Von daher mache ich mir schon auch Gedanken ob da nicht doch irgendwas ist. Unser Hausarzt ist da der gelassen Typ (was ich eigentlich auch ganz gut finde), aber vielleicht ist er auch etwas zu gelassen. Zum Kinderarzt kommt man nur mit Überweisung. Aber vielleicht muss ich da echt nochmal nachhaken.
Ja, das ist sinnvoll. Vielleicht hat Dein Kind Eisenmangel, vielleicht eine Malabsorptionsstörung, oder irgendwas anderes. Das muss selbstverständlich ausgeschlossen werden. Vielleicht ist auch das Ernährungsangebot verbesserungsfähig (wenn Du hierzu Beratung wünschst, kannst Du ja mal grob aufschreiben, was Dein Kind so für gewöhnlich isst).
Aber vielleicht ist eben auch ALLES IN ORDNUNG - kann selbstverständlich ebenso sein: ein gesundes, gut entwickeltes, perfekt ernährtes Kind, das nur zufällig etwas zierlicher ist als seine Altersgenossen. Falls dies der Fall ist - und das sollte eben rausgefunden werden - kannst Du Dich komplett entspannt zurücklehnen und brauchst Dir bzgl. "Kurve Kriegen" keinerlei Stress mehr zu machen, denn ein gesundes, gut entwickeltes, gut ernährtes Stillkind ist offensichtlich in einem nicht verbesserungsfähigen Zustand. ;-)

Hilft Dir das weiter?

LG
Julia
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Carraluma
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Re: Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Beitrag von Carraluma »

Wie Leute aus dem Gesundheitswesen manchmal pauschal so unsinnige Ratschläge geben können. *kopf schüttel*:

Geben Sie Ihrem Kind weniger von dem sehr gesunden, gut verträglichen und nahrhaften Essen (MuMi), damit es mehr von schwerer verwertbaren und weniger optimal ans Kind angepasstem Essen essen kann!
Also noch überspitzter formuliert: Geben Sie Ihrem Kind mehr Essen, dass bei geringerer Verwertbarkeit, den Magen mehr/länger füllt, damit es mehr zunimmt. (wie soll denn das gehen?)

Gut, dass es hier Jusl und die anderen Stillmods gibt, die bessere und individuelle Hinweise geben!
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
Nessi
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Re: Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Beitrag von Nessi »

Danke, es hilft auf jeden Fall schon mal zu hören, dass ich wohl nicht ganz falsch liege mit meiner Einschätzung. Nach dem 2. (und wirklich pflegeleichten) Kind, dachte ich dann, dass ich gegen alle Angstmacherei gewappnet sei, aber es ist immer noch anstrengend, wenn man hört, dass das, was man instinktiv macht, falsch ist und evtl sogar schädlich.

An fester Kost bekommt sie einmal ne Scheibe Brot mit Wurst oder Käse, einmal Milchbrei mit Obstmus, Getreidebrei oder Joghurt mit Obst auf die Hand, abends meist vom Familientisch, div. Gemüse und meist Kartoffeln oder Pasta dazu. Dazwischen wird wie gesagt noch 1-3 mal gestillt. Wieviel sie bei den einzelnen (Still-)Mahlzeiten zu sich nimmt, variiert. Aber im Vergleich zu meinen beiden Grossen finde ich, dass sie eigentlich ganz gut isst. Wenn du noch irgendwelche Vorschläge hast, höre ich die gerne :)

Liebe Grüsse

Sarah
jusl hat geschrieben: Hilft Dir das weiter?

LG
Julia
Liebe Grüsse von
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jusl
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Re: Sohn(12 Monate) plötzlich zu leicht

Beitrag von jusl »

An fester Kost bekommt sie einmal ne Scheibe Brot mit Wurst oder Käse, einmal Milchbrei mit Obstmus, Getreidebrei oder Joghurt mit Obst auf die Hand, abends meist vom Familientisch, div. Gemüse und meist Kartoffeln oder Pasta dazu. Dazwischen wird wie gesagt noch 1-3 mal gestillt. Wieviel sie bei den einzelnen (Still-)Mahlzeiten zu sich nimmt, variiert. Aber im Vergleich zu meinen beiden Grossen finde ich, dass sie eigentlich ganz gut isst. Wenn du noch irgendwelche Vorschläge hast, höre ich die gerne :)
:lol: Nee, klingt alles super, und völlig altersangemessen und gesund.
Lass also am besten mögliche med. Ursachen demnächst ärztlich ausschließen, dann steht fest, dass Dein Kind nur aus Zufall zart ist.

LG und alles Gute
Julia
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