20 Monate alter Milchjunkie
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Saltkrokan
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20 Monate alter Milchjunkie
Hallo ihr Lieben,
eigentlich wollte ich als Betreff "Ist das noch normal?" wählen, aber das klingt wenig aussagekräftig. Fasst jedoch meine momentane Sorge ganz gut zusammen.
Unsere Tochter ist jetzt 20 Monate alt, wurde immer nach Bedarf gestillt und hat per Fingerfood/BLW Beikost kennengelernt, seit sie 5-6 Monate alt ist. Sie isst nie sonderlich viel, aber das macht mir keine Sorgen, denn jedes Kind braucht unterschiedlich viel Essen. Auch die Auswahl dessen, was sie mag, ist nicht wirklich groß, andererseits ist genügend Gesundes darunter. Was mich nur echt verblüfft und langsam dann doch auch wundert, ist, wie viel Nahrung sie tatsächlich noch durchs Stillen aufnimmt. Ich habe immer noch das Gefühl, dass festes Essen nur schmückendes Beiwerk ist, und Stillen die solide Grundlage. Aber ist das noch "normal", bzw. muss ich mir jetzt doch mal Sorgen machen bzgl. z.b. Eisenmangels? Sie ist ansonsten aufgeweckt, braucht wirklich wenig Schlaf (seufz) und gut entwickelt (bisschen schmal vielleicht, aber auch das sorgt mich nicht). Ihr fehlen noch 7 Zähne, ist es vielleicht das?
Irgendwie hatte ich einfach gehofft, dass das Stillen so peu a peu weniger wird, aber seit Monaten stillt sie immer gleich viel und fordert es teilweise wirklich vehement ein. Und ich esse unser Mittagessen dann mal wieder alleine... Wann darf ich denn mal damit rechnen, dass sie von selber weniger stillt?
Wir haben übrigens momentan nur die Regel, dass ich sie nicht draussen stille, nur zuhause. Damit kommt sie ganz gut zurecht. Aber zuhause stillen wir dann halt umso mehr und mein Versuch, vor den Mahlzeiten nicht mehr zu stillen, damit sie mehr isst, ist gelinde gesagt in die Hose gegangen. Mal abgesehen, dass sie sehr weint und ich sie aufwändig ablenken muss, isst sie trotzdem nicht mehr und stillt danach um so mehr. Tssssss.
Unnötig zu sagen, dass KiA, Hebamme und Bekanntenkreis (bis auf wenige Ausnahmen) einfach aufs Abstillen drängen, damit das Kind endlich "normal" isst. Aber ich glaube das irgendwie nicht, sie wird doch am besten wissen, was sie braucht, oder? Was ist "Normal" mit 20 Monaten?
Puh, ich hoffe, das war nicht zu verwirrend. Mir setzt das Thema langsam echt zu, weil ich nun doch langsam Zweifel habe, ob wir das so richtig handhaben mit dem Stillen..
Liebe Grüße,
Saltkrokan
eigentlich wollte ich als Betreff "Ist das noch normal?" wählen, aber das klingt wenig aussagekräftig. Fasst jedoch meine momentane Sorge ganz gut zusammen.
Unsere Tochter ist jetzt 20 Monate alt, wurde immer nach Bedarf gestillt und hat per Fingerfood/BLW Beikost kennengelernt, seit sie 5-6 Monate alt ist. Sie isst nie sonderlich viel, aber das macht mir keine Sorgen, denn jedes Kind braucht unterschiedlich viel Essen. Auch die Auswahl dessen, was sie mag, ist nicht wirklich groß, andererseits ist genügend Gesundes darunter. Was mich nur echt verblüfft und langsam dann doch auch wundert, ist, wie viel Nahrung sie tatsächlich noch durchs Stillen aufnimmt. Ich habe immer noch das Gefühl, dass festes Essen nur schmückendes Beiwerk ist, und Stillen die solide Grundlage. Aber ist das noch "normal", bzw. muss ich mir jetzt doch mal Sorgen machen bzgl. z.b. Eisenmangels? Sie ist ansonsten aufgeweckt, braucht wirklich wenig Schlaf (seufz) und gut entwickelt (bisschen schmal vielleicht, aber auch das sorgt mich nicht). Ihr fehlen noch 7 Zähne, ist es vielleicht das?
Irgendwie hatte ich einfach gehofft, dass das Stillen so peu a peu weniger wird, aber seit Monaten stillt sie immer gleich viel und fordert es teilweise wirklich vehement ein. Und ich esse unser Mittagessen dann mal wieder alleine... Wann darf ich denn mal damit rechnen, dass sie von selber weniger stillt?
Wir haben übrigens momentan nur die Regel, dass ich sie nicht draussen stille, nur zuhause. Damit kommt sie ganz gut zurecht. Aber zuhause stillen wir dann halt umso mehr und mein Versuch, vor den Mahlzeiten nicht mehr zu stillen, damit sie mehr isst, ist gelinde gesagt in die Hose gegangen. Mal abgesehen, dass sie sehr weint und ich sie aufwändig ablenken muss, isst sie trotzdem nicht mehr und stillt danach um so mehr. Tssssss.
Unnötig zu sagen, dass KiA, Hebamme und Bekanntenkreis (bis auf wenige Ausnahmen) einfach aufs Abstillen drängen, damit das Kind endlich "normal" isst. Aber ich glaube das irgendwie nicht, sie wird doch am besten wissen, was sie braucht, oder? Was ist "Normal" mit 20 Monaten?
Puh, ich hoffe, das war nicht zu verwirrend. Mir setzt das Thema langsam echt zu, weil ich nun doch langsam Zweifel habe, ob wir das so richtig handhaben mit dem Stillen..
Liebe Grüße,
Saltkrokan
- deidamaus
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Re: 20 Monate alter Milchjunkie
Hallo Saltkrokan,
ich hatte auch so ein Langzeitvielstillkind. Sie hat mit 1 1/2 angefangen nennenswerte Mengen zu essen und erst mit 2 1/2 (als ich wieder schwanger war und meine Milch weg blieb) richtig gegessen.
Ich würde auf jeden Fall abklären lassen, dass kein Mangel vorliegt (Eisen und Zink führen gerne zu Appetitlosigkeit) oder sie sonst etwas hat. Ansonsten einfach abwarten, irgendwann essen alle, vorausgesetzt, dass viele Stillen stört dich nicht.
Liebe Grüße
deidamaus
ich hatte auch so ein Langzeitvielstillkind. Sie hat mit 1 1/2 angefangen nennenswerte Mengen zu essen und erst mit 2 1/2 (als ich wieder schwanger war und meine Milch weg blieb) richtig gegessen.
Ich würde auf jeden Fall abklären lassen, dass kein Mangel vorliegt (Eisen und Zink führen gerne zu Appetitlosigkeit) oder sie sonst etwas hat. Ansonsten einfach abwarten, irgendwann essen alle, vorausgesetzt, dass viele Stillen stört dich nicht.
Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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- tania
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Re: 20 Monate alter Milchjunkie
ich wuerde einen mangel abklaeren lassen, auch wenn es bei euch auf den ersten blick nicht unbedingt danach klingt. und: wenn du wirklich weniger stillen willst, geh oefter raus. ich esse im sommer eh nicht gerne warm,du koenntest das essen einfach mit in den park nehmen. wenn sie es eh akzeptiert druassen nicht zu stillen, kannst du das angenehme mit dem schoenen verbinden
oder: in gemeinschaft mit gleichaltrigen kleinkindern essen - das wirkt auch oft wunder.
und ja - es gibt viele solcher kinder, aber stillen ist auch schoen, wenn es nicht mehr nahrungsaufnahme st, sondern hauptsaechlich kuscheln und naehe usw.
oder: in gemeinschaft mit gleichaltrigen kleinkindern essen - das wirkt auch oft wunder.
und ja - es gibt viele solcher kinder, aber stillen ist auch schoen, wenn es nicht mehr nahrungsaufnahme st, sondern hauptsaechlich kuscheln und naehe usw.
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Re: 20 Monate alter Milchjunkie
Ich hab auch so einen Milchkunkie. Zwergi mit seinen 18 Monaten stillt immer noch mehrmals täglich und mind. 3x nachts. Er ist auch ein schlechter Esser. Wir haben hier immer mal wieder Probleme mit Eisenmangel. Aber auch, wenn der behoben ist, stillt er nicht weniger. Er liebt das stillen einfach und ich geniße es auch. das wird schon irgendwann weniger, wenn er es nicht mehr braucht. Warte mal, bis deine Tochter 2 wird. Viele stillen da plötzlich weniger oder gar nicht mehr 
Queenchen mit Zwergi (12/12)und * im Herzen
Kinder sind wie kleine Sonnen, die auf wundersame Weise Wärme, Glück und Licht in unser Leben bringen.
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- hora
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Re: 20 Monate alter Milchjunkie
Das Kätzchen war auch so ein Kind. Sie hat mehrmals amTag und mit 2 1/2 bis 3 1/2 Jahren nachts im Halbstundentakt gestillt. Das war megaanstrengend! Gegessen hat sie wenig, getrunken (außer MuMi direkt aus der Quelle) bis 2 1/2 gar nichts! Kurz vor ihrem dritten Geburtstag habe ich sie gefragt, wann sie denn aufhören wolle - ganz sachlich und aus reinem Interesse - und bekam die Antwort: "Mit drei!" Ok, ich habe den dritten Geburtstag abgewartet, sie einige Zeit später an ihr "Vorhaben" erinnert und zur Antwort bekommen, sie habe es sich anders überlegt und wolle nun bis vier stillen. Ich hab´s so hingenommen, weil sie in dieser Zeit auch wie ein Kaugummi an mir klebte, und zwei Wochen nach ihrem vierten Geburtstag war es dann vorbei.
Jetzt ist sie eine große, kräftige Elfjährige, die so leicht nichts umhaut.
If you love something, set it free. If it comes back to you, it is yours, if not, it never was.
hora mit Meister und drei weiblichen Minuten: Tiger (05.2000), Kätzchen (02.2003), sieben Sternchen im Herzen und
Püppi (04.2009)
Da ich immer aus dem Netz fliege, bitte ich bei Tippfehlern um Nachsicht. Korrekturlesen klappt momentan nicht, weil ich in der Zwischenzeit schon wieder gekickt werden könnte - und dann ist mein Post weg.
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- Carraluma
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 28.04.2013, 10:57
Re: 20 Monate alter Milchjunkie
Meine Kleine stillt mit ihren 18 Monaten auch noch viel und isst nicht so viel festes Essen, aber ich merke, dass es langsam immer mehr wird mit dem essen. Merkst du denn eine - wenn auch sehr langsame - Zunahme? Bei uns ändert auch vorher stillen nichts merklich am Appetit auf festes Essen.
Und was soll das bringen, wenn man abstillt nur mit dem Argument, dass das Kind dann mehr festes Essen isst? Das ist doch auch nicht gesünder (vielleicht teilweise sogar ungesünder, wenn dafür nur mehr Süßigkeiten und Co gegessen wird). Auch das Argument, dass zu viel Stillen zu Eisenmangel usw führt, ist so unsinnig wie jusl grad vor kurzen in einem anderen Thread geschrieben hat:
Und was soll das bringen, wenn man abstillt nur mit dem Argument, dass das Kind dann mehr festes Essen isst? Das ist doch auch nicht gesünder (vielleicht teilweise sogar ungesünder, wenn dafür nur mehr Süßigkeiten und Co gegessen wird). Auch das Argument, dass zu viel Stillen zu Eisenmangel usw führt, ist so unsinnig wie jusl grad vor kurzen in einem anderen Thread geschrieben hat:
Lass dich nicht verunsichern!Genauso sinnfrei wäre also die Aussage, dass ein Kind "wegen der vielen Kartoffeln" oder "durch das viele Apfelessen" einen Eisenmangel bekommt. Muttermilch enthält (etwas) Eisen, und trägt damit zur Eisenversorung des Kindes bei, Punkt.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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Saltkrokan
- Herzlich Willkommen
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Re: 20 Monate alter Milchjunkie
Das tut so gut zu hören, dass es bei euch ähnlich läuft/lief. Das Zitat von jusl hat mich doch auch etwas beruhigt, danke 
Momentan nimmt die Stillmenge gar nicht ab, ist im Gegenteil seit Monaten gleich. Das wundert mich halt. Aber ich sag mir jetzt einfach, dass wir den Sommer über so weiter machen. Wenn sie in die Kita im Herbst kommt, wird sich da ja vielleicht eh was tun...
Mama vom Keks (10/2012)
Momentan nimmt die Stillmenge gar nicht ab, ist im Gegenteil seit Monaten gleich. Das wundert mich halt. Aber ich sag mir jetzt einfach, dass wir den Sommer über so weiter machen. Wenn sie in die Kita im Herbst kommt, wird sich da ja vielleicht eh was tun...
Mama vom Keks (10/2012)
- Carraluma
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 28.04.2013, 10:57
Re: 20 Monate alter Milchjunkie
Die Stillhäufigkeit hat bei uns im letzten halben Jahr auch nicht abgenommen (vielleicht wegen zunehmender Ausdrucksfähigkeit sogar eher zugenommen).
Aber die Kleine isst trotzdem langsam immer mehr, möglicherweise auch gefördert durch die zunehmende Anzahl an Zähnen
Aber die Kleine isst trotzdem langsam immer mehr, möglicherweise auch gefördert durch die zunehmende Anzahl an Zähnen
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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maxine
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Re: 20 Monate alter Milchjunkie
Saltkrokan, dein Post hätte absolut genauso von mir geschrieben sein können - meine Tochter isst wenig, sehr wenig, ist schmal, aber fit und stillt und stillt und stillt, ganz besonders, wenn sie Zähne bekommt oder es ihr sonst wie schlecht geht. Wir hatten erst kürzlich das dre-Tage-Fieber bei ihr und sie hing eignetlich nur an meiner Brust.
Hin und wieder mach ich mir auch Gedanken, ob der gern genannte Eisenmangel hier ein Problem sein könnte und werde deswegen einfach mal den KiA fragen, wie er das sieht.
Wir fahren jetzt in Urlaub und ich bin sehr gespannt, ob das Stillen dadurch mehr oder weniger wird.
Hin und wieder mach ich mir auch Gedanken, ob der gern genannte Eisenmangel hier ein Problem sein könnte und werde deswegen einfach mal den KiA fragen, wie er das sieht.
Wir fahren jetzt in Urlaub und ich bin sehr gespannt, ob das Stillen dadurch mehr oder weniger wird.
maxine (35) hat 3 Männer (38, 14, 11) und die Mummel, geb. 02.11.12