Jeder Schlaf ein Kampf

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

MissGinko
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Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von MissGinko »

Hallo Zusammen,

wie schon in der Überschrift steht, gibt es bei meinem Sohn leider kein entspanntes einschlafen. Es ist eigentlich fast immer verbunden mit schreien, er wehrt sich gegens Einschlafen, schafft es irgendwie nicht los zu lassen. Das ist eigentlich schon seit der 2. Woche so, jetzt ist er vier Monate.
Bis vor Kurzem hat er auch noch extrem viel geschrien, ablegen ging gar nicht. Das hat sich seit ca. zwei Wochen wirklich gebessert. Er lacht nun viel und ist eigentlich recht zufrieden. Allerdings braucht er immer noch sehr viel Körperkontakt. Das ist auch ok. Wir tragen ihn viel und er schläft im Familienbett.
Das Schreien hab ich auf die Schwangerschaft, die Geburt (Notkaiserschnitt vier Wochen zu früh) und meine Depression (inzwischen schon viel besser) zurückgeführt und mir natürlich viele Vorwürfe gemacht. Wir waren auch mit ihm in der Schreiambulanz. Dort wurde eine Regulationsstörung diagnostiziert. Aber wie gesagt, das hat sich ja schon gebessert.
Wir versuchen schon auf die Kleinsten Anzeichen von Müdigkeit zu achten, um ihn dann sofort in den Schlaf zu begleiten. Meistens funktioniert das nur bei mir. Vormittags auch noch wesentlich besser. Oft döst er bein Stillen ein, aber kurz bevor er richtig einschläft, reist er sich wieder raus und kämpft richtig dagegen an. Im Tragetuch bzw. der Emei in Verbindung mit Bewegung gehts noch ganz gut, aber auch da schreit er oft genug. Am Schlimmsten ist es dann abends. Seit Kurzem geht er ohne mich ins Bett, bzw. ich steh nach nochmal auf. Wenn er müde wird, so zwischen 19 und 20 Uhr macht der Papa ihn bettfertig und ich leg mich dann mit ihm hin und stille ihn. Er schläft dann meistens auch ein, wird dann aber nach ein paar Minuten wieder wach. Er schläft dann nur ein mit ganz lauten Föngeräuschen, ganz engem Körperkontakt, Stillen, Schnuller und Schreien. Das zieht sich manchmal bis zu zwei Stunden.
Mir hat eine Beraterin von der Schreiambulanz gesagt, dass er sich nicht von mir lösen kann und Schlaf bedeutet immer Trennung. Er klebt ja wirklich fast 24 Stunden an mir. Was kann ich noch tun, um ihm das Schlafen zu erleichtern. Ich finde es schlimm, dass Schlafen für ihn so schrecklich ist und es ist wirklich sehr zermürbend.
Kennt das jemand und kann mir bitte sagen, dass das nicht so bleibt und besser wird?
Musste mich auch einfach mal auskotzen...sorry!

Lg
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MissGinko
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Re: AW: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von MissGinko »

Mich stört das v.a. gerade wirklich sehr, weil wir bald umziehen und ich komme zu nichts. Wenn ich ihn trage, kann ich nicht packen. Jetzt liege ich schon wieder fast eine Stunde mit ihm im bett und hab doch so viel zu tun. Aahh!

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Carraluma
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von Carraluma »

Bei uns wars in dem Alter auch besonders schlimm mit dem Einschlafen und eine Zeitlang hat auch kein Einschlafstillen funktioniert, das fand ich sehr anstrengend. Aber es wurde wieder besser! Und Einschlafstillen klappte wieder (bis heute).
Außer viel Durchhaltevermögen wünschen, kann ich wwohl nichts machen. Aber es wird bestimmt besser!
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mileandra
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von mileandra »

Das hatten wir auch bei beiden Kindern und die Jüngste hat auch heute noch manchmal solche Phasen. Vielleicht sind grad Zähne im Anmarsch? Das ist bei uns meist das Problem. aber gerade in dem Alter haben sie ja auch einen Schub nach dem anderen.
Es wird besser, keine Sorge :) Bis dahin.... Mantra: es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase...
Liebe Grüße,
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MissGinko
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von MissGinko »

Vielen Dank für Antworten!
Ich glaube nur nicht daran, dass es bei uns nur eine Phase ist, denn es ist ja schon immer so.
Im Moment ist er zwar sehr anhänglich und möchte wieder Dauerstillen, aber die Schlafproblematik ist einfach immer da.
Ich frag mich ja nur, warum schlafen für ihn so schlimm ist? Er soll ja gar nicht durchschlafen oder alleine schlafen, aber ich fände es schön, wenn er sich nicht immer so dagegen wehren müsste.
(Ich würde so gern mal wieder richtig schlafen :wink:)
Vielleicht reguliert sich ja alles noch ganz von selbst und wir können nichts machen, außer für ihn da sein und ihn begleiten.
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von Leywin »

Ich hab mir damals vorgestellt wie es für mich als Säugling wäre, einzuschlafen. Kaum auf der Welt, gibt es so viele eindrücke und die einzigen Personen, die immer da sind für einen, "verliert" baby wenn es einschläft. Es weiß ja noch nicht dass es wieder aufwacht und dieses wegdämmern ist bestimmt unheimlich für einige Babys.
Ich hab mich immer nackt mit dem Schlumpf ins Bett gelegt wenn er arg geweint hat. Ihn dann sanft festgehalten und leise erzählt. Dann hat er sich relativ schnell beruhigt. Wenn ich aufstehen wollte hab ich ihn mit einen von mir oder Papa getragenem t-Shirt zugedeckt.

Wir sind auch umgezogen als der Schlumpf 5 Tage alt war, kann deinen Stress gut verstehen! War auch anders geplant :-)

Alternativ vielleicht mal eine federwiege ausprobieren?

Oder ihn dir im Tuch auf den Rücken binden, wenn du sein Köpfchen gut fixieren kannst?! (Ich war da zu ungeschickt für aber ich bin sowieso so ein Tölpel *ggg)

Ich wünsch dir viel kraft und nutz jedes Schläfchen um auch ein bisschen Kraft zu tanken!


Mit Sommerschlumpf 06/13
Alles hat ein gutes Ende. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht zuende.
Leywin mit Sommerschlumpf 06/13
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Carraluma
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von Carraluma »

Es ist zwar leichter gesagt als getan, aber mein Rat wäre, darüber nicht so viel nachzudenken. Zumindest denke ich mir das so rückblickend. Mich hat das drüber grübeln, wieso und warum teilweise genausoviel Energie und Zuversicht gekostet wie die Belastung an sich. Und mir geht es besser seitdem ich nicht mehr (so viel) darüber nachdenke.
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MissGinko
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von MissGinko »

Ja, Leywin, das beschreibts ganz gut. Ich glaube auch, dass es für meinen Sohn sehr unheimlich ist. Er kommt auch erst so langsam in dieser Welt an, vieles macht ihm Angst.
Auf den Rücken binden wäre super, traue ich mich aber nicht. Ich denke, seine Kopfkontrolle ist auch noch nicht ausreichend.

@Carraluma: Wahrscheinlich hast Du Recht. Ich neige schon sehr dazu, über vieles nachzugrübeln und auf mich zu beziehen (oder mir die Schuld zu geben).

Ich danke Euch auf jedenfall, dass ihr euch Gedanken dazu gemacht habt!
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Akelei
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von Akelei »

Ich verstehe deine Situation sehr gut! Wir hatten/haben hier auch ein "schlafen tut weh" Kind. Du beschreibst genau meine Situation. Kind wurde nur getragen, konnte nicht abgelegt werden, schrie sich immer in den Schlaf (trotz Begleitung),...
Ich machte mir auch viele Vorwürfe, aber ich kann dir nur sagen, dass du nichts dafür kannst. Ich konnte es lange nicht verstehen dass man den Schlafknopf einfach nicht finden kann.
Bei uns hielt die Phase von sich abends in den Schlaf schreien leider lange an. Erst mit 19 Monaten ließ es nach. Das Einschlafen dauert aber immer noch meist 1 1/2 Stunden und nun ist er schon 26 Monate.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!
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Nina
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Re: Jeder Schlaf ein Kampf

Beitrag von Nina »

Schonmal an körperliche Ursachen gedacht?

Bei meinem jüngsten hat ein Besuch bei Doc Biedermann in Köln die Regulationsstörung von einem Tag auf den anderen zur Vergangenheit gemacht. Und es war kein KISS sondern irgendeine andere Funktionsstörung, die er sich mal durch einen Sturz geholt haben muß.
LG,

Nina mit Emily (08/05), Jonathan (02/08 ), Katharina (01/11) und Überraschungs-Doppelpack (05/12)

Tief im Winter lernte ich endlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer lag.
(Albert Camus)
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