Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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uwi
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Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von uwi »

Vielleicht habt ihr noch ein paar Ideen.

Unser Zwerg ist jetzt 9,5 Wochen alt.
Die ersten zwei Wochen war eigentlich alles tutti.
Nagut, die erste nicht so. Nach der Entbindung durfte ich ihn nachts nicht bei mir haben. Und nach einer Nacht zuhause mussten wir zur Phototherapie. Ich musste zufüttern, damit er im Fresskoma unter der Lampe liegen bleibt und schläft, sonst hätte er nur gebrüllt :(

Zuhause dann war es sehr entspannt, ich durfte ihn aber auf keinen Fall ablegen. ER schläft sowieso bei uns im Bett.
Eingeschlafen ist er immer sehr gut im Stillen.

Seit er 2.5 Wochen alt ist begann das Weinen ... Einschlafstillen fast nicht mehr möglich.
Ihc dachte an Schub, Bauchschmerzen, aber das müsste alles dauerhaft der Fall sein, wenns daran liegen würde.

Vor allem abends ists schlimm. Meist gehts zwischen 17-19 uhr los.
Inzwischen haben wir mehrere Optionen, ihn zu beruhige, schuckeln, Pezziball hüpfen, Tragen im Tuch oder im MySol.
Einschlafstillen funktioniert NUR noch nachts. Früher ging das so gut. Jetzt fängt er förmlich das Toben an, wenn er an die Brust gelegt wird und keinen Hunger hat. :(

Zwar haben wir jetzt kein großes Problem damit, ihn stundenlang spazieren zu tragen, aber für ihn ist das ja auch nicht schön, diese Weinerei, denn manchmal dauert es schon 20 min herauszufinden, was genau ihn nun beruhigt.
Es gab auch schon einen Abend, da war er 4 Stunden nicht zu beruhigen, ich musste dann meinen Mann von der Arbeit holen, weil ich selber schon fix und fertig war.

Können das sonst auch schon die Zähne sein?
Was genau könnten wir noch probieren?
Wann wird das besser?

Der Knopf ist sonst so lieb und fröhlich ... man hat ja auch immer die Angst, was falsch zu machen :(
Liebe Grüße von uwi mit großem Sohn (*04/2014) und kleinem Sohn (*05/2016)

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Tweety2606
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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von Tweety2606 »

Wir hatten am Anfang abends auch Schreiphasen. Unterschiedlich lange. Er hat nur den Tag verarbeitet. Wir haben ihm zugehört, rumgetragen, gekuschelt... Und versucht, ab nachmittags daheim zu srin, keine neuen Eindrücke mehr für diesen Tag. Und plötzlich war das abendliche Weinen weg, keine Ahnung mehr, wie alt er war, so 8-10 Wochen, vielleicht auch 12....
Tweety mit Krümel (*01/2014), Käfer (*08/2016) und Knöpfchen (*05/2020)
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Lösche Benutzer 17774

Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von Lösche Benutzer 17774 »

Ja, ich kenne das auch von den ersten Monaten. Unser Räubi war auch sehr viel am Weinen... Das tat er aber ständig über den Tag verteilt und abends oder nachts dann auch manchmal länger...
Ich hatte immer den Eindruck, er fands in meinem Bauch besser ;-) Und er hat sicher viel geweint, weil er müde war. Schlafen und Einschlafen war bei uns immer schwierig, letztendlich hatten wir aber einiges gefunden, was ihn beruhigt hat: unser Geheimtipp ist die elektrische Zahnbürste. Es gibt ja viele Geräusche, die beruhigen sollen (Weißes Rauschen, erinnert wohl an die Geräusche im Körper der Mutter), aber die Zahnbürste war bei uns am effektivsten und man kann sie auch überall mit hinnehmen (wir haben nun drei ;-) Tagsüber hat er auch nur im TT geschlafen. Ich durfte nicht stehen bleiben, er ließ sich nicht ablegen. Das war schon anstrengend. Er tat mir immer so leid, dass er soviel Kummer hat...
Später hatten wir dann ne Federwiege. Die hat ihn auch sehr gut beruhigt und in dem Körbchen ist er dann auch abends ne zeitlang eingeschlafen (nach 2h Wippen) und wir haben es dann nachts zu uns ins Schlafzimmer gestellt.
Eine zeitlang mussten wir ihn abends auch rumtragen zum einschlafen, ganz kurze Zeit hats auch mal mit "nur" dazulegen und -kuscheln funktioniert.
Eigentlich wurde es immer besser, aber nicht plötzlich von heute auf morgen.
Meine Hebi war wohl auch bissel gegen das Einschlafstillen, daher auch, dass es mal mit nur dazukuscheln funktioniert hat (war aber auch am Anfang mit Kummer verbunden). Dann hatte er Schnupfen, ich ließ ihn wieder an der Brust einschlafen und wir blieben dabei. Seitdem ist Einschlafen kein Problem mehr (bis auf Schübe/Zähne/krank) Beim 2. Kind versuche ich erst gar nicht, das Einschlafstillen sein zu lassen, finde das im Nachhinein total blöd!
Du machst nichts falsch und ich wünsch dir ganz viel Kraft und Geduld. Manchmal schlaucht es ganz schön... Aber es wird besser.
Ich habe mich immer damit getröstet, dass ich daran geglaubt habe, dass wir eine ganz besonders intensive Bindung aufbauen, weil ich ihn keine Minute ablegen konnte oder alleine gelassen habe. :-)
LG,
Jellicle.


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vrenal
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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von vrenal »

Ab Ender der zweiten Woche bis Ende der zehnten Woche hat unser Sohn Abends auch geschrieen. Tagsüber auch viel, aber nie so lang am Stück. Die ersten Abende vier bis fünf Stunden am Stück. Wir waren sogar in der Klinik, weil wir uns nicht zu helfen wussten. Die meinten dann, dass es wohl Bauchweh sei. Im Nachhinein haben wir für uns aber gemeint, dass er kein Bauchweh hat. Denn es ist schon komisch, wenn das Bauchweh jeden Abend Punkt 19.30 Uhr losgeht.

Wir haben ihn, als seine Schreiphase losging ganz fest gehalten, auch die Arme und Beine, ihn ganz nah am Körper gehalten und ihm einfach zugehört. Wir hatten eine schwere und sehr unschöne Geburt. Wir denken, dass er die erst verarbeiten und richtig in der Welt ankommen musste. Mit dieser Methode hat sich seine Schreiphase von vier bis fünf Stunden auf 20 - 30 Min. reduziert. Ende der zehnten Woche war sie dann ganz vorbei.

Ich wünsche Dir viel Kraft. Es geht vorbei. Wenn man grad drinsteckt, meint man, dass es nie besser wird. Aber es wird! Unser Schreibaby wird morgen 11 Monate alt und ist ein kleiner großer Sonnenschein.
LG
Vrenal

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bollo123
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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von bollo123 »

Ja, bei uns waren die ersten 2 Wochen auch seeeehr entspannt und ich dachte schon, dass es mit so einem kleinen Kind ja gar nicht so schwierig sei wie befürchtet....aber dann kamen die abendlichen Schreiphasen und mir graute schon vor jedem Abend, den man wieder überstehen muss.
Denn man muss sich als Eltern erstmal damit abfinden, dass man das Kind in dieser Zeit nicht beruhigt bekommt - egal, ob stillen (war überhaupt nicht anzulegen), herumtragen (kurze Zeit Ruhe, dann wurde weitergeschrien) oder sonstiges.

Letztendlich haben wir uns einfach mit unserer Tochter hingesetzt und sie ruhig festgehalten bis es vorbei war. Man hat sich alle möglichen Gedanken gemacht, was man am Tag und speziell in der Schreiphase anders machen könnte, aber geholfen hat eigentlich nichts. Ich würde auch auf eine reizarme Umgebung achten, aber bei uns war auch das Geschrei nach absolut laaaaangweiligen Tagen unverändert...Wäre ja auch zu schön, wenn's so einfach wäre. :mrgreen:

Irgendwann (im 4. Monat) wurde es weniger und sie war manches Mal in den Abendstunden nun richtig gut drauf. Dann klappte es auch mit dem gezielten Einschlafstillen (hier gab es jedoch auch Phasen, wo sie sich abends nicht in den Schlaf nuckeln wollte/konnte und wir mussten auf andere Maßnahmen zurückgreifen) und es wurde abends deutlich entspannter.

Man muss diese schwierige Phase irgendwie hinter sich bringen...es wird auf jeden Fall irgendwann besser. Und man darf als Eltern gerade in diesen Schreiphasen nicht unbedingt den Anspruch haben, das Schreien um alles in der Welt verhindern zu wollen, denn das ist meistens nicht möglich und ich konnte dann auch besser damit umgehen.

Alles Gute und viel Kraft wünsch ich euch!
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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von mafe »

Hier wurde abends auch viel geweint die ersten 4 Monate und schlafen ging nur draußen an der frischen Luft und in Bewegung. Das alles war so anstrengend, vor allem weil wir uns immer die schuld dafür gegeben haben :( Ich würde beim zweiten Kind versuchen, es auszuhalten ohne zu wollen, dass das schreien aufhört. Gegen den Lärmpegel würde ich ohropax nehmen... Es wird besser, von ganz alleine, halte durch!! ((()))
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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von bollo123 »

Noch ein Nachtrag von mir:

Wir hatten auch das Gefühl, dass wir die Schreiphasen möglichst kurz halten konnten, wenn wir uns einfach ruhig mit ihr hingesetzt haben und sie in ihrer Position möglichst wenig verändert haben. Das war insofern schwierig, weil man dachte, man müsse jetzt noch dies oder jenes versuchen, damit sie zur Ruhe kommt, aber letztendlich war jeder neue Beruhigungsversuch ein neuer Reiz, den sie verarbeiten musste. Sie war dann auch erst kurz ruhig, fing dann aber das Schreien wieder an (teils noch schriller :shock: ) und die Phase verlängerte sich insgesamt...
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uwi
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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von uwi »

Danke für eure Erfahrungsberichte.

Zwar will ich nichts beschwören, aber ich meine, dass es die letze halbe Woche besser geworden ist. Heut ist er mir bspw. mehrfach an der Brust eingeschlafen. Das gabs ja seit Wochen nicht.
Neben dem Tragen haben wir auch den Pezziball für uns entdeckt.

Solange, wie wir ihn mit irgendwas beruhigt bekommen, solange ist schreien lassen für uns keine Option.

Mal schaun, wie er sich weiterhin so macht.
Liebe Grüße von uwi mit großem Sohn (*04/2014) und kleinem Sohn (*05/2016)

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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von lupiwo »

Wart ihr mal bei einem Osteopathen?

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Re: Einschlafprobleme, Schreien v.a. am Abend

Beitrag von roda »

Hier wurde auch die ersten Wochen und Monate abends viel geweint.
Im Endeffekt wollte mein Baby seine Ruhe. Wir haben sie dann früher zu Bett gebracht, das hat die schreiphasen verhindert oder deutlich verkürzt.
Sie wollte auch oft nicht rumgetragen werden. An einem Abend hatte ich ein Aha-Erlebnis: sie ließ sich einfach nicht beruhigen, rum tragen, pezziball etc alles zwecklos.
Ich hab sie dann kurz brüllend in ihr Baby bay gelegt weil ich dringend aufs Klo mussste. Dort hat sie sich ganz schnell beruhigt und ist eingeschlafen. Sie mochte dann höchstens Händchen halten oder meine Hand auf ihrem Bauch haben, mehr Korperkontakt mag sie bis heute nicht wirklich zum einschlafen (ausser im Tuch)

von unterwegs
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