Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

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rotezora19780
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Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

Beitrag von rotezora19780 »

Hallo!
Ihr seid noch eine große Hoffnung für mich. Meine Tochter ist nun 16 Monate. Ich stille sie noch. Eigentlich war es mal so, dass sie durch die feste Nahrung nur noch abends und nachts gestillt wurde. Tagsüber wollte sie nicht mehr, das fand ich auch gut so. Bin immer davon ausgegangen, dass mal der Punkt kommt, wo sie nicht mehr möchte, oder MuMi nicht mehr braucht. Nun ist es so, dass ich sie auch zum Mittagsschlaf stille. Auch noch o.k. soweit. Sie ist eine sehr schlechte Schläferin (gut, schlimmer geht immer, aber ich kann langsam nicht mehr) und trinkt somit nachts öfter. Sie kann ja auch immer an die Brust. Aber sie ist so fordernd. Und lässt nichts anderes mehr gelten. Papa kann sie nachts nicht mehr beruhigen. Sie schläft in ihrem eigenen Bett ein und wenn sie wach wird hole ich sie zu uns. Klar, wir sind gerade umgezogen, ist alles gerade etwas viel. Aber irgendwie muss sie ja mal ein bisschen länger am Stück schlafen, ein bisschen weniger stillen und etwas besser Mittagsschlaf halten. Oder???? Und ohne Brust hätte ich das Gefühl, dass ich ihr nachts etwas anderes anbieten muss. Selbst zu Brust verlangt sie sich Tee oder Wasser. Aber bräuchte sie dann nicht etwas sättigenderes? Wenn ja, was???? Jetzt noch mit Pre-Milch anfangen? Wäre ja fast das einfachste... Hatte auch schon an Hafermilch gedacht. Ich trage sie auch immer, bis sie schläft...anders hat das alles keinen Sinn.
Entschuldigt bitte den langen und verworrenen Text. Aber ich bräuchte echt ein paar Tipps. Danke.
Alexa479
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Re: Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

Beitrag von Alexa479 »

Hallo,
Hast du schon versucht, wenn sie wach ist und nach der Brust verlangt sie einfach nur tragen bis sie einschläft?
Vielleicht hast du das auch schon versucht. Ich meine jetzt nicht bei jedem mal wach werden, aber erstmal einmal und schauen wie es funktioniert. Oder aber nachts nur Wasser anbieten, aber auch hier nicht jedes mal sondern langsam Schritt für Schritt, damit die Umstellung langsam erfolgen kann.
Und sonst kann ich mit tatsächlich vorstellen dass es insgesamt anstrengender ist durch den Umzug.

Ich bin jetzt vielleicht nicht so die große Hilfe, wäre einfach das wie ich es selber versuchen würde.

Alles gute
Alexa
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Morgaine47
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Re: Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

Beitrag von Morgaine47 »

Mmmh. Nach miner Erfahung mit 2 schlecht schlafenden Kindern wird sie auch irgendwann von ganz alleine länger schlafen, wenn sie soweit ist. Ich erzähl mal von meinen Kindern:

Kind 1: Bis 13/14 Monate nachts sehr oft wach geworden udn gestillt worden. Dann habe ich mit anders beruhigen auf 1 bis 2 mal nachts stillen umgestellt. Wach wurde sie noch genau so oft, ich musste dann statt andocken immer das Musikmobile anmachen (mehr Schlaf für Mama gabs also nicht). Zu dem Zeitpunkt Mama-Kind-Bett. Das ganze hilt 4 Wochen, dann wurde sie krank udn hat ncihts mehr gegessen,d aher wieder voll gestillt, natürlich auch nachts häufiger. Bis ca. 18 Monate nacht 4 bis 6 mal Stillen. Wieder versucht umzustellen und auf 1 bis 2 mal nachts zu reduzieren inkl. Einschlafen im eigenen Bett. Sehr stressig für uns beide, danach wurde sie 3 bis 4 mal nachts wach und hat meistens 1 mal selten auch 2 mal nachts gestillt. Irgendwann in der Nacht weiter bei mir geschlafen. Mit 2 brauchte sie nachts keien MuMi mehr, wurde trotzdem noch bis ca. 2,5 Jahre nachts 2 bis 3 mal wach. Endgültig abgestillt ahbe ich in der Folge-Sws mit 28 MOnaten. Ab 2,5 Jahren 1 bis 2 mal die Woche nachts nicht durchgeschlafen. Mit knapp 3 kam der Kleine Bruder, der hat bei mir geschlafen sie im Kinderzimmer mit Papa (jeder im eigenen Bett). Weiterhin musste ich 1 bis 2 mal dei Woche nachts rüber udn sie beruhigen udn wieder zum einschlafen bringen (Händchen halten). Dazu der Kleien der entsprechend oft nachts kam. Mit 3,5 Jahren ist sie zu mir udn dem Brüderchen gezogen und hat ab da merh oder weniger zuverlässig durchgeschlafen. Bei Alpträumen konnte ich sofort reagieren und meist wurde sie gar nciht richtig wach, da ic mcih nru umdrehen musste um sie in den Arm zu nehmen beim ersten Jammern. Mit 6 ist sie dann mit dem Umzug ins neue Haus in ihr eigenes Zimemr gezogen. Ab und zu kommt sie nachts rüber, wenn sie schlecht geträumt hat.

Kind 2: Ähnlich schlechter Schlaf wie die Große. Aber ich habe es akzeptiert, nicht versucht was zu ändern und er schläft heute mit fast 4 noch im Familienbett. Mit ca. 38 Monaten hat er trotz immer noch Stillen mehr oder weniger von heute auf Morgen plötzlich durchgeschlafen. Vorher kam er nachts so 2 bis 3 mal. Abgestillt wurde er ca. 1 Monat später wegen Problemen in der Folge-Sws. Vorher hat er zum Einschlafen gestillt und tagsüber nach Bedarf, mal mehr, mal weniger. Insgesamt hat er nciht besser geschlafen wie seine Schwetser, aber dadurch dass ich mcih geändert habe und mir keine Gedanken darüber gemacht habe und nicht versucht was zu ändern und es einfach akzeptiert habe und im Liegen gestillt habe habe ich bei ihm viel mehr Schlaf bekommen udn es ging mir viel besser als bei der Großen. Seit ich abgestillt habe wir er in den Schlaf gekuschelt. Zunächst hat er dabei imemr mit der Brust geknuddelt, mittlerweile kuschelt er mit meinem Rücken während ich lese (Vorbereitung fürs Baby, so dass ich das Stillen kann und ihn trotzdem in den Schlaf begleiten kann, es können ja nicht beide dann vor mir liegen).

Aus der Erfahrung ist mein Rat: Entspannen, Schlafverhalten des Kindes akzeptieren und sich dabei selber soviel Schlaf wie möglich holen (im Halbschlaf andocken nachts und dann schnell weiterschlafen).

Zum Thema mit Pre-Milch anfangen: Denkst Du wirklich es ist einfacher nachts ne Flasche zu machen als nur schnell das T-Shirt / Nachthemd hochzuschieben und anzudocken?
LG
Morgaine

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08u11
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Re: Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

Beitrag von 08u11 »

Ich hatte beim Großen ein ähnliches Problem. Wollte damals auch nicht abstillen, weil ich keine Lust darauf hatte, nachts die Flasche zu machen. Bei mir kam dann aber ziemlich viel zusammen - blutig gebissene BWen, Kinderwunsch, Stress ... . Die Stillberaterin, die ich damals wegen der BW gefragt hatte, meinte, ein Kind über eins brauche keine Flasche, dass müsse sich nur an's anders Einschlafen gewöhnen. Hm - ob das so pauschal wirklich stimmt, keine Ahnung. Bei uns hat es allerdings geklappt - zwei unruhige Nächte und seither schläft A. durch.
Aus meiner heutigen Erfahrung heraus würde ich es zwar nicht mehr genau so machen (A. hat danach zwar geschlafen, war aber häufig krank und bei J. weiß ich zwar, dass er längst anders schlafen kann, aber wenn er sehr unruhig ist, bin ich doch froh um's Stillen). Ach so, von J. kenne ich das übrigens auch: seit er tagsüber nicht mehr so viel stillt, reicht ihm nachts die Flüssigkeit aus der Brust manchmal auch nicht aus. Da wird wirklich eeeeewig gestillt. Bis ich mich endlich aufraffe, mich aufzusetzen und ihm Wasser zu geben. Da trinkt er dann ganz gierig und danach ist Ruhe.
Kurz und gut: Es kann durchaus klappen, dass Ihr mit über Nacht abstillen mehr Ruhe habt. Und vermutlich reicht mittelfristig etwas Wasser (oder auch gar nichts) nachts völlig aus. Was ich persönlich nicht mehr machen würde, ist gleich ganz abzustillen.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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Carraluma
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Re: Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

Beitrag von Carraluma »

Bei uns mit 17 Monaten wirs auch noch viel gestilt, auch nachts zum Weiterschlafen. Also, es ist bestimmt bei euch genauso normal wie bei uns und ich denke, irgendwann wird es besser. So, hoffentlich konnte ich dich damit beruhigen, Tipps kann ich dir keine geben, außer nicht mehr nachts auf die Uhr zu schauen, dann finde ich es weniger schlimm.
Ich glaube nicht, dass Kinder in dem Alter zusätzlich zum Stillen nachts noch Essen brauchen.
Viel Kraft zum Durchhalten! Vielleicht seid ihr grad im Schub und danach sieht es wieder besser aus. Bei uns ist wohl grad ein Schub vorbei.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
LunaMaria
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Re: Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

Beitrag von LunaMaria »

Mein Jüngste ist 18 Monate alt und stillte bis vor kurzem sowohl nachts, als auch tagsüber noch sehr viel. Das lag insbesondere daran, dass sie mindestens einmal im Monat ordentlich krank war. Mal mit Magen-Darm, mal mit einer lang andauernden Mittelohrentzündung. Ich war mir so einfach sicher, dass sie genügend Nähe und Wärme, aber auch Flüssigkeit und Kalorien bekam. Jetzt ist sie relativ fit und stillt nur noch zum Einschalfen und natürlich nachts. Eine Milch-Flatrate wäre genau ihr Ding, bzw. Dauererangedocktsein und Mamanähe exklusiv. Soweit so gut!

Langsam komme auch ich an das Ende meiner Kräfte und Gedult und auch meine Ehe leidet etwas unter der Mama-Exklusivitätsforderung der Minimaus.

Tja, was macht man dann? Was ist das beste für mein Kind? Was für mich? Was für meine Ehe?

Neben Minimaus gibt es da noch eine zehn Minuten ältere (Zwilli-)Svhwester und die zwei Jahre ältere Großschwester. Die Große habe ich sechzehn. Monate gestillt, letztlich nur mittags und abends zum Einschlafen und nachts. Sie lies sich einfach abstillen und schlief danach etwas besser. Aber noch heute wacht sie immer wieder durch bewegende Träume auf, kann aber auch mal eine Nacht durchschlafen. Naja, eine gute Schläferin war sie nie. Es ist besser, aber wir haben auch noch mit ihr zu tun.

Die Zwillimaus ist schlaf- und stilltechnisch recht unkompliziert. Sie schläft gut, wacht mal auch, beruhigt sich aber oft selber und scheucht uns nachts nicht aus dem Bett, so dass sie bei der Großen im Zimmer liegt. Klar stillt sie gerne. Hin- und wieder tagsüber mal und zum Einschlafen. Sie ist unkompliziert, lässt sich auch mal ohne Stillen vom Papa ins Bett bringen und beruhigen. In diesem Maße würde ich beruhigt noch weiter stillenund warten, ob es sich von selber ausschleicht.

Minimaus macht das Ganze aber schon recht anstrengend. Also haben mein Mann und ich beschlossen, abzustillen. Mein Mann wird sich komplett um sie kümmern und nachts trösten, während ich zur. Belohnung in einem anderen Zimmer ein Paar Nächte durchschlafen kann.

Für mich ist das okay! Sie ist keine neun Monate mehr sondern achtzehn. Hätte ich vor einem Jahr selbstverständlich die Bedürfnisse meines Babys über die eines unzufriedenen Mannes gestellt,bin ich langsam aber sich bereit, auch den Bedürfnissen meines Mannes wieder entgegen zu kommen. Ich glaube nach der Erfahrung die ich bereits hinter mir habe, dass es danach besser wird mit dem Schlafen. Ich glaube schon, dass an der Aufwacherei ein bißerl Gewohnheit dabei ist und dass Mama schnucken auch schöner ist, als Schnuller schnucken.

Die Alternativen sollen Kuscheln mit Mama oder Papa sein.

Heute ist sie mir auch ohne Probleme beim Mittagskuscheln im Gemeinsamen Bett eingeschlafen. Abstillen wird bei uns nicht bedeuten, dass es keine Nähe mehr gibt ... Kuscheln muss sein!

Wäre sie schlaftechnisch einfacher, würde ich evtl. länger Stillen. Aber ich liege mittlerweile abends auch ziemlich entnervt neben ihr, wenn sie Dauerstillen möchte und ich nicht mehr weg komme.

Den Aletrnativmilchversuch habe ich auch gestartet. In die Trinklernflasche gab es verdünnte Kuhmilch. Sie verschmähte es während ihre Schwester, die es jetzt nicht bräuchte liebt.

Ich bin gespannt!

Such dir deinen Weg, denn du gehen willst!
Liebe Grüße von LunaMaria und den Mädels 08/2010, 12/2012 und 12/2012!
powerlady
möchten wir nicht mehr missen
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Re: Weiter stillen? Wenn nein, was dann? (Kind 16 Monate)

Beitrag von powerlady »

Ich kann dir dazu nur sagen, dass es mit Flasche auch nicht unbedingt besser ist. Der Große wird nächste Woche 3 und trinkt immer noch 1-2x nachts eine Flasche, jegliche Versuche (außer der Radikalkur Kind schreien lassen) haben wir alles durch.
Und es ist auch so, dass die Mama die Milch holen muss, der Papa kann hier nachts nichts ausrichten. Wir haben auch noch ein Familienbett, da schlafen wir jetzt zu viert.
großer Zwerg 06/2011
kleiner Zwerg 03/2014
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