Ich hab schon ein bisschen gestöbert, auch in der Linksammlung, benötige aber trotzdem noch eine persönliche Einschätzung
Kurz zu unserer Vorgeschichte:
Mein Sohn ist jetzt 4,5 Wochen alt und bei uns lief nichts wie geplant. Statt Geburtshaus und voll stillen mit Hilfe meiner Hebamme/IBCLC Stillberaterin gab es nach "Übertragung" (Termin war ca eine Woche zu früh berechnet) einen Kaiserschnitt und stillinkompetente Schwestern im Krankenhaus. Nach zwei Fläschchen habe ich mich am dritten Tag selber entlassen. Gedanklich war ich nur bis zur Geburt vorbereitet - mit Stillproblemen habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Jedenfalls kommt mehreres zusammen - schmaler Brustansatz, kleine Brust, also wahrscheinlich zu wenig Drüsengewebe (Meinung meiner Hebamme), Opiate in der Nacht vorm Kaiserschnitt, dann die OP mit PDA (erstes anlegen ist aber erfolgt), Stillprobe nach zwei tagen (natürlich nix gewogen), Stress im Krankenhaus.
Daheim pumpe ich seit dem dritten Tag, nehme 3x3 Kps. Bockshornklee, 1-3 Tassen Milchbildungstee, max. 3 Stillkugeln, Massage mit Stillöl nach Stadelmann, 8-12 mal Stimulus täglich (pumpen, beruhigen oder füttern), füttern in zwei Positionen abwechselnd an beiden Brüsten (also viermal anlegen pro Mahlzeit) und pre Milch über das Brusternährungsset.
Beim Pumpen kommen nur zwei Milliliter, mein Sohn bekommt sicher mehr raus. Dennoch komme ich pro Mahlzeit auf 100 ml pre (600 ml täglich, 4,5 kg KGW).
Seit gestern nehme ich auch Domperidon 3x10 mg, mal sehen, wie gut das wirkt.
Nun hier die harten Fakten:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- nur über BES mit dünnsten Schläuchen, erst ganz ohne Schlauch 1-2 Minuten, dann beide auf für ca. 5 Minuten, dann die Zuluft zu
- maximal einmal die Woche bekommt er eine Flasche und er hat einen Schnuller - saugt jedoch prima an der Brust
- 6-8 Mahlzeiten mit 400-600 ml PRE
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
- 45-60 Minuten pro Mahlzeit, 6-8 mal täglich
- dazu 5-30 Minuten beruhigen oder unterwegs anlegen "für den kleinen Hunger", ca. 2-4 mal täglich
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
- 4-6 sehr nasse Windeln
- 1 x tgl Stuhl
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Im Krankenhaus wollte er in der zweiten Nacht alle fünf Minuten saugen und irgendwann konnte ich nicht mehr - die Brustwarzen taten weh, ich war total erschöpft, ins Bettchen legen und rausholen wegen der Schmerzen eine Tortur. Irgendwann habe ich ihn mir einfach auf den Brustkorb gepackt, damit wir zusammen etwas ruhen können. Und dann ging gar nichts mehr und ich habe ihn für eine Stunde den Schwestern gegeben, die natürlich gleich meinten, ich solle doch einfach zufüttern, dann würde er auch schlafen.
Am nächsten Tag saugte er immer noch nicht vernünftig bzw. lang genug, da kam dann auch die erste Stillprobe (obwohl ich wusste, dass das Quatsch ist, hab ich mitgemacht...). Ende vom Lied, mir wurde ein schlechtes Gewissen gemacht, dass ich ihn doch austrocknen lassen würde (hatte ganz trockene Lippen bekommen und ein rotes Kinn vom angestrengten Saugen) und er trank 20 ml PRE. Tags drauf bekam er die nochmal und dann ging ich nach Hause.
Dort war alles viel entspannter, ich habe weiter angelegt (spätestens alle drei Stunden) und dazwischen gepumpt. Wegen des Verdachts, dass ich aufgrund des schmalen Brustansatzes zu wenig Drüsengewebe haben könnte, sollte ich weiter zufüttern, ab jetzt mit BES. Zunächst waren es nur 40 ml pro Mahlzeit, das hat sich dann bis in Woche 3 auf 100 ml gesteigert.
Jetzt stille ich nach Bedarf (meist kommt er nach 3 Stunden), nachts sind schonmal sechs Stunden zwischen den Mahlzeiten und ich pumpe zusätzlich, wann immer es geht. Ich lege immer zuerst beide Seiten an, dann wird das BES montiert, er muss nochmal saugen und bevor er unruhig wird, kommt die PRE ins Fließen. Ansonsten ist er bis auf die rudernden Arme leicht anzulegen, macht schön den Mund auf und bekommt fast den ganzen Vorhof mit hinein. Saugen geht nach ein paar Minuten in einen Rhythmus mit kurzen Pausen über und nach ca. 15 Minuten fängt er an nur noch zu "vibrieren" - also kein Saugen mehr, nur noch leichte Bewegungen (fühlt sich an wie das Stimulieren bei der Medela Symphony). Dann Seitenwechsel mit entweder Wickeln dazwischen oder Aufwecken durch Bewegen, Streicheln im Gesicht, Füße kitzeln - je nachdem. Und wieder von vorne.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller ja, Fläschen seltenst
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme ist IBCLC Beraterin
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
-Baby nichts
-Mutter Übergewicht (BMI 34), TSH ist aktuell in Ordnung
* Gewichtsentwicklung:
25.04. 3720 g Geburt KH
28.04. xxxx g Entlassung KH (muss ich daheim nachschauen - sind grad ein paar Tage unterwegs)
29.04. 3380 g Hebamme
30.04. 3480 g Hebamme
02.05. 3580 g Hebamme
07.05. 3860 g Hebamme
09.05. 4020 g Hebamme
15.05. 4180 g Hebamme
22.05. 43xx g U3 (auch da - genauer muss ich nachschaun)
Als Beispiel hier mal die letzten Tage (zum Pumpen bin ich da nicht wirklich gekommen...):
24.5. 4 x Stillen, 5 x BES, 1 x Flasche, 490 ml PRE, 6 x Urin, 2 x Stuhl
25.5. 2 x Stillen, 7 x BES, 590 ml PRE, 7 x Urin, 1 x Stuhl
26.5. 2 x Stillen, 6 x BES, 540 ml PRE, 5 x Urin, 1 x Stuhl
27.5. 2 x Stillen, 7 x BES, 490 ml PRE, 5 x Urin, 2 x Stuhl
28.5. 2 x Stillen, 8 x BES, 650 ml PRE, 4 x Urin, 1 x Stuhl
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass meine Hebamme mit der Situation zufrieden ist - ich habe jedoch das Ziel, das BES so weit wie möglich zu reduzieren. Und darum wollte ich mal fragen, wie ihr das so seht (Mütter und Beraterinnen
Domperidon nehme ich jetzt den zweiten Tag, habe vorher Prolaktin bestimmen lassen mit angelegtem Kind, war bei ca. 2000 (Werte bekomme ich erst nächste Woche genau, dann folgt auch die Einheit
Vielen Dank schonmal für eure Kommentare