Hallo naturgeist,
naturgeist hat geschrieben:Beim Pumpen hatte ich ca. 50 ml nach 15 Minuten erreicht.
Das ist eine wirklich gute Menge - zumal wenn man die lange Stillpause bedenkt. Das ist schonmal sehr vielversprechend!
Deshalb nehme ich an, dass es bei diesen beiden Versuchen Probleme mit dem Milchspendereflex gab:
naturgeist hat geschrieben:Heute habe ich bereits 2x abgepumpt. Beim ersten Mal 25 ml, beim zweiten Mal 20 ml. Ganz schön wenig.

Hast Du unabhängig von den Stillmahlzeiten (links) an der rechten Seite abgepumpt oder während des Stillens? Kennst Du schon unsere "Tipps zum erfolgreichen Abpumpen" in der
LINKSAMMLUNG STILLWISSEN?
naturgeist hat geschrieben:Leider ist die Verletzung an der rechten Brustwarze wieder ganz leicht beim Stillversuch aufgegangen. Sieht aus wie abgeschürft. Es tut nicht so wahnsinnig weh, aber ich pflege wieder mit Lanolin. Da war die Motte, obwohl sie links schon gut getrunken hatte, doch noch sehr gierig.

Dazu hab ich zwei Fragen:
1. Zur Verletzung an der rechten BW: ist das jetzt wieder die gleiche Verletzung wie sie auch zur Stillpause geführt hat? Wo genau sitzt die Verletzung und wie sieht sie aus: auf der Brustwarzenspitze? Am Rand der BW? Am Übergang zum Warzenhof? Auf dem Warzenhof? Eher ein Riss oder eine Fläche?
Wenn die Verletzung jetzt nach über einer Woche Ruhe (kein Pumpen, kein Stillen) gleich wieder da ist nach wenigen einzelnen Pump- und Stillversuchen: liegt evtl. eine Infektion vor? War zwischendurch schonmal alles abgeheilt?
Auf dieser Seite findest Du
Informationen zum Umgang mit wunden Brustwarzen.
2. Bist Du sicher, dass die BW jetzt durch das Stillen wund geworden ist?
Auch beim Pumpen können Verletzungen entstehen: durch zu hohe Saugstärke z.B. - vor allem vor Beginn des Milchflusses - oder durch einen schlecht passenden Trichter/Brusthaube (die BW sollte sich beim Pumpen frei im Trichterhals vor und zurück bewegen können, ohne seitlich am Rand zu reiben. Wenn es reibt, ist der Trichter zu klein. Es sollte aber auch nicht zu viel vom Warzenvorhof mit in den Trichterhals gezogen werden - dann wäre der Trichter zu groß).
naturgeist hat geschrieben:Ich habe keine elektrische Pumpe, nur eine einfache von Chicco.
Wichtig ist, dass Du mit der Pumpe gut zurecht kommst. Das heißt vor allem:
* schmerzfreies Pumpen (sowohl für die Brust als auch für die pumpende Hand)
* gut passender Trichter (die Trichtergröße muss wie gesagt zur Größe der Brustwarze passen!)
* idealerweise ist Pumpen während des Stillens an der anderen Brust möglich (das geht natürlich schlecht, wenn Du zum Pumpen zwei Hände brauchst)
Evtl. lässt sich das mit einer guten Leihpumpe aus der Apotheke eher realisieren - musst Du mal schauen. Im
Faltblatt "Muttermilch gewinnen" der AFS findest Du auch Hinweise zum Pumpen.
Ansonsten hilft Dir vielleicht, daran zu denken, dass es auf die rechts gepumpte Menge nicht ankommt! Du sagtest, Dein Baby gedeiht auch bei einseitigem Stillen gut, ist fit und zufrieden - das gibt Dir viel Zeit, das mit dem beidseitigen Stillen wieder in Gang zu bekommen

. Zur Anregung der Milchbildung ist außerdem die Tatsache,
dass dreimal täglich gepumpt wird zunächst mal wichtiger als das "Wieviel" der gewonnenen Milch. Du kannst das also alles ohne Stress angehen!
LG, blueberry