Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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GwendolineFü
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Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von GwendolineFü »

Hallo,
ich habe in der Suchfunktion schon nach Abstillen gesucht, aber nicht das richtige gefunden....

Seit dem 6. Schwangerschaftsmonat habe ich sehr starke Symphysen- und Hüftschmerzen, die bis heute (Entbindung ist 4 Monate her) anhalten. Verschiedene Gurte oder Schonung haben nicht geholfen, ich sitze also seit mehr als 7 Monaten nur Zuhause weil ich kaum laufen kann. Das MRT hat jetzt gezeigt, dass ich eine Entzündung der Symphyse mit Wassereinlagerungen im Knochen habe. Kurz und knapp, es hilft nichts - Medikamente die nicht mit dem Stillen vereinbar sind, sind jetzt unumgänglich.

Ich habe jetzt so lange Schmerzen gehabt, da kommt es aus 2 Wochen hin oder her bis ich mit der Medikamenteneinnahme beginne, nicht an.
Wie stille ich also taktisch :-) am besten ab? Dachte daran, erstmal abgepumpte Muttermilch im Fläschchen zu geben und nach und nach mit Muttermilchersatz zu mischen, damit sich die Verdauung umgewöhnen kann. Aaaber, er will definitiv nicht aus der Flasche trinken, egal ob hungrig oder weniger hungrig, ob bei mir oder bei meinem Mann - er heult was das Zeug hält und saugt nicht an der Flasche sondern beisst wütend auf den Sauger.

Wie ich das Einschlafstillen ersetzen soll, weiß ich auch nicht. Das Zwergerl nuckelt nämlich wirklich seeeehr gerne und lange zur Beruhigung und zum Einschlafen.

Viele Grüße
Gwendoline
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Katha
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von Katha »

Welche Medikamente sollst Du nehmen?
Oftmals wird FÄLSCHLICHERWEISE zum Abstillen geraten.
Poste hier, was Du nehmen sollst, dann können die Mods was sagen.
Es gibt fast immer eine Stillverträgliche Option!!!
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Katha
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von Katha »

Embryotox.de liefert wichtige Infos, dorthin kann sich auch der FA wenden
Katha mit dem Hasen *01/2012
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GwendolineFü
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von GwendolineFü »

Also, ich müsste über einen längeren Zeitraum hochdosiert nichtsteroidale Antirheumatika bzw Corticosteroide nehmen, das wäre mir mit dem Stillen zu heikel. Der Kleine hat ohnehin eine Hypospadie, die evtl. mit dem sorglosen Umgang von Antiepileptika in meiner Arbeitsstelle zusammenhängt, da bin ich vielleicht verständlicherweise lieber übervorsichtig.
Achja, wir stillen ca. 14x am Tag, teilweise (heute Nacht -Vollmond :shock: ) noch häufiger und das Zwergerl ist super-proper mit ca. 8000g bei 72 cm.
GwendolineFü
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von GwendolineFü »

...aber Katha du hast Recht, evtl. wäre es ja eine Möglichkeit erst mal zu sehen wie es mit Ibuprofen läuft, ich werde mal nachfragen....
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Katha
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von Katha »

Ibuprofen kann man - wenn man es verträgt - in der üblichen Dosierung nehmen
Zu dem anderen Mittel können die Expertinnen sicherlich mehr sagen
Katha mit dem Hasen *01/2012
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Leny
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von Leny »

Hallo, da kann ich auch mitreden... ich konnte nach der geburt meines ersten sohnes GAR micht mehr laufen... lange 2 monate nicht mehr... in krankenhaus hat man mich wieder nach hause geschickt mit starken schmerzmitteln... was mir half war physiotherapie... bin zur ersten sitzung förmlich hingekrochen und nach der behandlung aufrecht aus der praxis raus.., hatte dann ca 6-8 anwendungen und der fluch war von mir genommen.... spüre es nur noch wenn ich meine tage habe... versuch es doch erst auf dem weg... wenn sich nach der ersten behandlung nichts tut kannst du immernoch den medikamenten-weg gehen.... alles alles liebe und gute besserung!!! Ich kann mich so arg in dich rein versetzen!!!

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GwendolineFü
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von GwendolineFü »

Sorry für die späte Antwort, unser Rechner war hin.
Bei mir dauert es jetzt schon über 8 Monate, in denen ich nicht laufen kann.
Jetzt habe ich Schmerzpflaster, die minimal lindern und Ibuprofen, das ebenfalls nur wenig lindert.
Die Schmerzen in der Symphyse sind allerdings auch nicht soo schlimm, viel stärker sind die in der Hüfte.
Echt? Physiotherapie? Der Orthopäde hat mir versichert, dass das nichts hilft, weil die Entzündung von sich gegeneinander reibenden Knochen kommt und noch mehr Bewegung kontraproduktiv wäre - Ruhigstellung sei hier das Mittel der Wahl (haha, mit Kind sehr realistisch).
Jetzt versuche ich grade sehr früh Beikost einzuführen und gebe ihm ab und zu mit Druck auf das Fläschchen ein bisschen Fertigmilch ein, in der Hoffnung, dass er irgendwann an der Flasche saugt. Momentan versucht er aber noch erfolglos Milch mit der Zunge wie an der Brust auszustreichen oder beisst wütend auf dem Sauger herum.....
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Teazer
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von Teazer »

Hallo Gwendoline,

wollte nur kurz etwas zur verfrühten Beikost schreiben: Wenn Dein Sohn noch nicht beikostreif ist, würde ich es lassen. Beikost kann Milch (auch Formula) erst wirklich ersetzen, wenn er sie essen und verstoffwechseln kann. Vorher kann sie dazu führen, dass Dein Kleiner unterm Strich zu wenig Energie und Nährstoffe zu sich nimmt!
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Kleine
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Re: Muss wg. Medikamenten abstillen - Nur wie?

Beitrag von Kleine »

ehrlicherweise ist das auch meine Erfahrung: Orthopäden sind schnell beim Verschreiben von harten Medikamenten und dem Durchführen von OPs. Nur wenige wagen sich an konservative Behandlungsmethoden, auch weil sie im Gegensatz zu Medikamenten oft Zeit kosten und die Patienten ungeduldig sind
...
Ich hatte einen durch eine einmalige Fehlbelastung bedingten Hüftschiefstand, mit dem ich 8 (!) Jahre durch die Gegend gerannt bin, jede Treppe, jede Steigung abwärts war die Hölle für mein rechtes Knie. Sie wollten mir schon ein künstliches Kniegelenk einsetzen (ich habe lange Leistungssport gemacht und das Knie ist tatsächlich leicht lädiert). Mittlerweile hatte ich auch dann regelmäßig starke Migräne, weil sich der ganze Rücken mitverzogen hat. Meine Einwände bei den Orthopäden (ohja, ich war bei vielen), dass ich das Gefühl habe, meine Körperstatik stimme nicht mehr, wurden einfach ignoriert. Stattdessen wurde nach Tumoren im Knie gesucht... Der Oberhammer war dann, als mir jemand sagte, ich sollte doch einfach 20kg abnehmen, dann würde das schon wieder verschwinden (durch den sofortigen Trainingsstopp habe ich erstmal kräftigst zugelegt, logisch, wenn man von 15 Trainings die Woche innerhalb eines Tages auf 0 reduziert). Ich war dann auf Empfehlung eines fähigen Neurologen bei einem Privatarzt in Bad Griesbach, der hat mich total verbogen und danach war ich echt wie neu. Hat natürlich nicht lange gehalten, weil die Muskeln dann wieder alles zurückgezogen haben, aber da war mir klar: hei, das muss auch anders gehen. Ein halbes Jahr jeden Tag selber turnen (45 Minuten), 2x wöchentlich Physio, 1x wöchentlich extrem schmerzhafte Bindegewebsmassage und es ist fast wieder wie früher...

Also nur Mut, vielleicht hilft Dir eine konservative Therapie ja auch. Man braucht halt auch einen sehr fähigen Physiotherapeuten, am Besten auch mit Osteo-Erfahrung...

Alles Gute!
LG
Anika

mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
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