Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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miep
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von miep »

Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an, so eine Masse an schrecklichen Aussagen von Erzieherinnen hab ich noch nie auf einem Haufen gelesen, ehrlich gesagt. Sehr lieblos, orientierungslos, auch dumm, und das ist fast noch das Netteste, was man darüber sagen kann. Ich schiebe es mal auf Überforderung.
Ich hatte ein 14 Monate altes voll stillendes Kind in der Kita. Auch ohne Muttermilch gewöhnte es sich ein und fühlte sich wohl. Ich durfte den Erzieherinnen sogar eine Tragehilfe mitgeben und meine Tochter konnte auf dem Spielplatz schlafen, wenn die anderen gerade spielten, weil sie die Jüngste und zuerst müde war. Ich bin den Frauen heute noch sehr dankbar!!! Und so geht es eben auch.
Ich kenne das auch so, dass in Krippen der Pürierstab zum täglichen Equipment gehört. Und ab von all dem wünsche ich Euch viel Erfolg für die nahe Zukunft!!!
LG!!!
miep
Mit Miep-Mädchen * Frühling 2008 Mini-Miep-Jungen *Spätsommer 2012
Mamajohanna
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von Mamajohanna »

Auch ich habe meine Tochter mit 2 Jahren, mengenmäßig noch fast vollgestillt ( 14-16 x in 24 h :D ), in der Minikrippe von 2 Tagesmüttern eingewöhnt. Sie hat dann dort angefangen mehr zu essen, auch völlig ohne Streß, sie hatte am Anfang was eigenes dabei, saß mit allen am Tisch und bekam zwanglos angeboten bis sie von selbst problemlos mitgegessen hat. Gestillt wurde dann nachmittags/abends eben mehr. Eingewöhnung problemlos, Stillen wurde zur Kenntnis genommen und wohlwollend auch dort toleriert, beim Abholen wollte Johanna sofort an die Brust und das war völlig ok, wir bekamen im Vorraum die Möglichkeit fürs "Begrüßungsstillen", wenn ich kam. Auch meine Tochter konnte nach kurzer Zeit dort ohne Einschlafstillen schlafen, ohne Weinen und Streß!
Delyfi

Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von Delyfi »

Hallo
Ich bin Tagesmutter und kann meinen vorschreiberinnen nur zustimmen. Das geht garnicht!!!
Alleine mehrere Kinder unter drei zeitgleich einzugewöhnen ist pädagogisch total daneben. Auch wenn die Krippe neu eröffnet würde und natürlich alle Plätze schnell belegt werden sollen nicht auf Kosten der Kinder.
Ich selber habe zahlreiche Kinder die gestillt werden, nie Mittagsschlaf im Bett machten, nur püriert aßen, u.s.w. Eingewöhnt darunter auch meine in der KITA. Das geht und das macht doch auch die Individualität aus. Man muss wollen. Und Viel rumtragen, kuscheln und füttern ist mein Job!!! So sollten es auch die Erzieherin sehen. Das sollte in einem Gespräch nochmal geklärt werden. Auch wenn es vielleicht das letzte gespräch ist.
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danat
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von danat »

Luscinia, magst du vielleicht mal berichten, wie es euch in der Zwischenzeit ergangen ist? Habt ihr eine für euch alle gute Lösung finden können?
Liebe Grüße von danat
mit dem großen Frühlingskind (03/2011) und dem kleinen Frühlingskind (04/2014).
Meilec
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von Meilec »

Mir hat es ebenfalls beim Lesen weh getan!
Hör alleine auf dich und deine Tochter! Es muss einzig für euch beide stimmen! UND: es ist wunderbar dass du deine Maus noch stillst!
Alles Liebe!
LG Meilec mit Tochter KH 04/09,Sohn GH 11/10 und Söhnchen HG 09/13
Luscinia
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von Luscinia »

Ersteinmal vielen Dank für die aufbauenden Antworten und Erfahrungen. Wollte schon längst geantwortet haben, hier brach aber in den letzten Wochen eine Katastrophe nach der anderen über uns herein. :cry:

Wie gings in der Krippe weiter... Wir haben es trotzdem weiterhin dort versucht, da die Tagesmutter, für welche wir uns entschieden haben, erst am Montag mit der Eingewöhnung starten kann.
Wir waren jeweils 2 Stunden in der Krippe und sie hat mich gar nicht von ihrer Seite gelassen. Musste sogar neben ihr sitzen, damit sie überhaupt gegessen hat. Das kenne ich so von ihr nicht. Die unfreundliche Erzieherin hats ab und zu auch geschafft uns morgens mit einem Lächeln zu begrüßen. War aber sehr selten. :roll: und hat bei mir auch ganz viel Wut und Ablehnung hinterlassen.

Zu den Erzieherinnen schien sie natürlich jetzt auch kein Vertrauen mehr zu haben. Nase putzen, wickeln etc, ließ sie nicht zu. Hat immer ganz bockig gesagt "Nein, Mama mat" So ein bisschen stolz war ich da ja schon auf sie, weil sie sich nicht so schnell um den kleinen Finger wickeln lässt und ihren Kopf da durch setzt. Die Erzieherinnen haben uns fast drei Wochen zu gar nichts gedrängt, sprich kein Trennungsversuch. J. hat sich aber immer wieder rückversichert, ob ich auch noch im anderen Raum sitze. Sie hat eine Weile im Gruppenraum gespielt und kam dann aber auch oft zu mir zum kuscheln. Nach zwei Stunden war für sie aber Schluss und sie wollte nach Hause.

Letzte Woche lief es etwas besser. Sie kam kaum zu mir und lief auch ganz oft mit den anderen Kindern auf dem Flur oder in die anderen Gruppen. Ihrer Bezugserzieherin schien sie auch wieder mehr zu trauen. Sie umarmte sie sogar einmal beim Abschied. Nach zwei Stunden war aber trotzdem immer das Limit bei ihr erreicht. Ich denke, es ist ihr dort zu trubelig und laut. Sie mag zwar gern andere Kinder um sich aber bei zu vielen kommt sie an ihre Grenzen.


Mittwoch habe ich dann versucht mich kurz von ihr zu verabschieden, weil ich was aus der Küche holen wollte oder mal aufs Klo gehen musste. Sie weinte natürlich gleich und ließ sich auch nicht von der Erzieherin beruhigen. Ich kam auch immer gleich wieder, weil ich ihr eine längere Trennung auf gar keinen Fall zumuten wollte. Am selben Tag war auch eine Fachberatin im Haus, die sich unserem Problem angenommen hat. Die Chefin der Einrichtung saß dann wohl mit ihr und den Erzieherinnen zusammen, um eine Strategie auszuarbeiten. Diese wurde mir dann am Nachmittag per Telefon mitgeteilt.

Strategie 1 sollte so aussehen: Ich bringe sie am Donnerstag und Freitag, bleibe eine halbe Stunde und gehe dann für zwei Stunden, egal, ob sie weint oder nicht. Das kam für mich überhaupt nicht in Frage. :evil: Damit hätte ich gar nichts erreicht.

Bei Strategie 2 soll mein Mann nach Ostern die Eingwöhnung übernehmen, weil das wohl erfahrungsgemäß besser laufen könnte. Können wir aber nur eine Woche machen, weil mein Mann nur eine Woche Urlaub hat. Bringt also nicht so viel.

Und Strategie 3 heißt, Krippeneingewöhnung wird abgebrochen und wir sollen uns ne Tagesmutter suchen. Das werden wir jetzt so machen.

Ab morgen starten wir wie gesagt die Eingwöhnung bei der Tagesmutter. Wir haben sie jetzt schon drei Mal besucht und haben ein sehr gutes Gefühl. Fanden sie von Anfang an sympathisch. Sie spricht ruhig und freundlich und es wirkt alles so gemütlich und heimelig bei ihr. Sie betreut noch ihren Sohn und ab Mai noch drei weitere Kinder. Ich hoffe, dass es dort klappt. Hab aber Angst, dass die ganze Krippensache sie so verunsichert hat, dass sie auch da keine Trennung zulassen wird. Es ist im Moment auch zu Hause so, dass sie oft weint, wenn ich den Raum verlasse, obwohl ihr Papa bei ihr ist. Wir werden sehen. Schlimmer, als in der Krippe kann es aber nicht werden.
Mädelsmama *4/12 und *9/16
Jadzia
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von Jadzia »

Meine Tocher geht seit sie 2 ist in dern Kindergarten ( also altergemischt, noch trubeliger)


und ist dort sehr sehr gut aufgenommen und geht gerne hin.

Es gibt immer mal wieder kurze Phasen in denen sie weint und nicht möchte. Die haben wir gemeinsam mit dem Team dort gut gelöst.
Sie geht 6-7h am Tag, was richtig lang ist. Und wird noch gestillt!!!!!


Hätte sie das erlebt, was dein Kind erlebt hat, dann wäre sie ausgeflippt. Gar keine Frage.
Die verunsichern systmeatisch das Kind und merken es nicht.

Man man man.
Alles kann, Liebe muss

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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von Armella »

Ich habe nicht alles gelesen, dein erster Beitrag war schon furchtbar. :(
Mit Stillen oder nicht hat das nichts zu tun, es gibt auch Flaschenkinder denen es (leider) genauso ergeht.

Die Entscheidung es mit einer Tagesmutter zu versuchen finde ich gut. Ich drücke euch die Daumen, dass das besser klappt.
AnnaKatharina
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von AnnaKatharina »

Ich verstehe nicht ganz, warum du noch weiter dort zur Eingewöhnung hingegangen bist, wenn doch schon klar war, dass ihr zur TaMu wechslet?!
Aber egal, ist ja jetzt vorbei.
Ich wünsche euch eine komplikationsfreie Eingewöhnung. Ich fände es llerdings auch reht sinnvoll, wenn dein Mann das macht, dann ist die Situation für deine Tochter nocheinmal ganz anders und deutlich verschieden als die in der KiTa
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Luscinia
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Re: Krippeneingewöhnung ein Fiasko weil nicht Abgestillt?

Beitrag von Luscinia »

Dass wir zur Tagesmutter wechseln, hat sich erst am Mittwoch herauskristallisiert. Ich war/bin trotz unserer guten Eindrücke von ihr aber immer noch skeptisch, ob es dort auch klappt. Wollte es in der Krippe wenigstens noch mal versucht haben. Wir haben außer der Tamu, keine andere Alternative und ich muss übernächste Woche schon wieder anfangen zu arbeiten.
Mädelsmama *4/12 und *9/16
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