Geht es wirklich ohne Schnuller?

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marymary
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von marymary »

Ich habe einen 6 Monate alten Sohn der keinen Schnuller bekommt.
Ganz am Anfang habe ich mal versucht ihm einen Schnulli zu geben, wollte er aber nicht.
Inzwischen sag ich immer, mein Sohn hat einen Schnuller, 1,60 groß und wird Mama genannt;)

Mein Sohn ist auch ein sehr forderndes Kind, am liebsten an der Brust nie länger alleine. Die paar mal kann ich an einer Hand abzählen in denen ich ihn länger als 10 Minuten alleine ablegen konnte.
Das ist hart, aber so ist es einfach. Jetzt beginnt er zu krabbeln und dadurch kommt er auch alleine besser klar, so kann ich alleine Zähneputzten.

Was mir extrem geholfen hat war die Anschaffung eines Slings. Wir tragen sowieso schon sehr viel, aber im Haus geht's im Sling am schnellsten und ich kann darin am bequemsten stillen, beim kochen ect.
Bereue sehr ihn nicht von Anfang an gehabt zu haben.

Ich halte nichts von "schlaf-lern-Büchern" wenn ein Baby so weit ist, beschäftigt es sich schon alleine und wenn es bereit ist alleine zu schlafen wird es auch das tun.

Wenn Schnuller wichtig für Kinder wären, kämen sie mit Schnuller zur Welt ;)

Ich wünsche Dir ein dickes Fell um all die schlauen Ratschläge auszuhalten.

LG Mary
Maryam mit den 5 Monsties 2002, 2003, 2004, 2013, Überraschung 05/2016.
*2003 *2014
Sorry für mein schlechtes deutsch
Blümchen84
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von Blümchen84 »

Sorry, ich hab nur überflogen. :oops:
Aber klar - es geht ohne Schnuller. Und gerade vor dem Hintergrund der Saugverwirrung kann ich dich sehr gut verstehen. Da wollte ich auch keinen Schnuller geben. Mach es einfach wie du denkst und wie es für dich und dein Kind passt. Wenn es jetzt ohne Schnuller so passt, dann ist das doch prima. Wie es weitergeht, kann man eh nicht sagen: Vielleicht landet ihr mal durch Zufall beim Schnuller, vielleicht auch nie.
Wenn du willst, kannst du wenn du dich sicher fühlst und die Saugverwirrung nicht mehr so im Raum steht, einen Test machen und mal nen halben Tag mit Schnuller arbeiten. So würdest du schnell merken ob es für dich und dein Kind eine Vorteil bringt oder ob es doch nichts für euch ist. Durch nen halben Tag macht man nichts kaputt.
Ich verstehe es wirklich nicht warum andere Mütter daraus ein Problem machen. Die wollen sich doch auch nicht sagen lassen: Gebt keinen Schnuller.
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Kinsale
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von Kinsale »

Also ich habe hier 2 schnullerfreie Kinder. Nr. 1 wollte keinen (sozusagen umgekehrte Saugverwirrung :wink: ).

Nr. 2 hatte so mit 8 Wochen mal einen (Erkältung + abendliches Schreien + Blockade, die Stillen unbequem machte) Nach einem Ostheopathenbesuch wurde das Stillen für uns schöner und gemütlicher - damit fiel der abendliche Schnullereinsatz einfach wieder weg. Nach einiger Zeit hatten wir dann keinen mehr. Ich weiß nicht mehr genau seit wann. Ich schätze, sie hatte so für 2-3 Monate einen. Seither nicht mehr. Das hat sich irgendwie ausgeschlichen, ich erinnere mich nicht daran, ihr den abgewöhnt oder bewusst weniger eingesetzt zu haben.

Seither ist auch sie schnullerfrei.

Ich denke, es gibt schon Kinder, denen der Schnuller helfen kann. Ich habe kein Schnullerproblem. Aber umgekehrt zu sagen, alle Kinder bräuchten einen, ist auch echt Quatsch.
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Carraluma
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von Carraluma »

Also, wenn du dein Kind (fast) immer stillst, wenn es will, dann kann von Vorenthaltung keine Rede sein! Damit werden auf einmal eher mehr als weniger Bedürfnisse gestillt. Ich glaube nicht, dass das Orginal schlechter sein kann als die Nachahmungen. Zumindest meiner Meinung nach.

Mir haben auch alle erzählt ein Baby bräuchte einen Schnuller. Und ich habe es auch einige Monate versucht immer wieder anzubieten, aber mein Kind hat immer wenn irgendetwas außer meinen BW mehr als einen halben Zentimeter in seinen Mund kam zu würgen angefangen. Erst als sie sich den Schnuller mit etwa einem halben Jahr selbst in den Mund stecken konnte, ist er drin geblieben, aber meist nur um drauf rumzukauen und nur ganz selten zum Nuckeln. Und bei den Gelegenheiten, wenn sie mal einen Schnuller in ihrer Spielekiste findet ist das noch heute so.

Wenn ihr gut ohne Schnuller auskommt, dann lass dir nichts anderes einreden. Wenn Schnuller so essentiell wichtig wären für eine gute Entwicklung, dann wären sie angeboren! Es ist lediglich ein Brustersatz.

Grad letzte Woche wurde im Kinderturnen mein Kind für sein Selbstbewusstsein gelobt (und das auch fast ohne Schnuller). Ob das alleine Einschlafen mit Schnuller liebendem Kind besser klappen würde kann ich nicht sagen.
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vivi
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von vivi »

Meine Tochter bekam den Schnuller nur in Situationen, in denen Stillen nicht ging ( auf Autofahrten oder beim Tragen) um einschlafen zu können. Ab 9 Monaten ging es ganz ohne Schnuller und darüber war ich sehr froh, auch wenn sie sehr oft und lange stillen und nuckeln wollte. Aber ich sehe das einfach anders herum :der Schnuller ist der Ersatz, nicht die Brust . Brust ist das Original. Frag doch die Mütter einfach mal zurück, warum sie ihrem Kind lieber einen Schnuller geben, anstatt sie zu stillen oder herumzutragen. Nur weil diese Mütter hier wohl in der Mehrheit sind, heißt das nicht, dass sie alles richtig machen oder besser wissen, erst recht nicht, wenn es um dein Baby geht und du gar nicht um Rat gefragt hast.
Sag am besten " Danke, alles gut," oder "ich bin zufrieden wie es ist" die anderen Kinder haben mit Sicherheit andere Baustellen :wink:
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
Beschwerbär
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von Beschwerbär »

ja, es geht ohne Schnuller - meine Tochter wollte den nie - nimmt ihn wie jedes andere Spielzeug auch mal in den Mund, testet aus was man damit machen kann usw. aber er hilft ihr nicht. Ihr hilft wirklich nur die Brust oder Mama - wir haben vieles durch tragen, kuscheln, stillen kompensiert. Wer keinen Schnuller will muss akzeptieren, das dem Kind die Bedürfnisse so erfüllt werden. Meine Tochter ist auch anspruchsvoll -ablegen länger als 10 Minuten ging noch nie (seit 1Jahr) - sie schläft Nachts direkt bei mir - und seit sie 9 Monate alt ist auch mal länger als 2h am Stück ... Frau muss eben ihren Weg gehen. Wer bereit ist als Schnuller her zu halten (1,60 und wird Mama genannt) kommt ohne Schnuller klar. Und wenn dein Kind unzufrieden ist und meckert - woher weisst Du, dass sie nicht evtl. eine schlechte Verdauung, ein Entwicklungsschub, einen schlechten Tag... hat?
Und das ganze wird spätestens dann besser, wenn die Kinder andere Interessen entwickeln - im Moment ist es laufen, laufen,laufen - da ist die Mama und die Brust nur noch Nachts interessant.
Mit Beschwerbärin geboren am 03/2013
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Lösche Benutzer 7681

Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Ich habe zwei vollkommen schnullerfreie Kinder.

Die Große wurde 20 Monate gestillt, wann immer sie saugen wollte.
Der Kleine natürlich auch, er wird noch gestillt.

Die Große war eher bedürfnisstark (auch wenn ich es damals nicht so empfunden habe), der Kleine ist das tiefenentspannteste Wesen das mir je begegnet ist.

Hat also mit Schnuller oder nicht Schnuller nix zu tun.
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Tigerlein
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von Tigerlein »

Ich habe auch 3 schnullerfreie Kinder. Aber nicht, weil ich davon überzeugt bin, dass schnullerfrei besser ist, sondern weil wir schlicht und einfach keinen hatten und es nie den Punkt gab, an dem ich das Gefühl hatte, einen zu brauche.

Mein zweites Kind hat sehr oft gestillt. Meist jede halbe Stunde. Wenn sich Mama dann dafür entscheidet nicht ständig als Schnuller zur Verfügung zu stehen, finde ich das total nachvollziehbar. Für MICH war es in Ordnung. Ich denke, dass es sowohl von der Mutter als auch vom Kind abhängt ob Schnuller oder nicht.

Das Negativbeispiel eines Schnullerkindes habe ich hier jeden Tag vor Augen. Bei mir braucht sie nie ihren Schnuller, aber sobald Mama kommt, muß das Ding in den Mund. Sie ist 3,5 und kann sich ohne überhaupt nicht selbst regulieren.Eigentlich soll sie wegen einer Kieferverformung und einem lutschoffenen Biss eigentlich keinen Schnuller mehr bekommen. Scheinbar funktioniert das aber so gar nicht.

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Tigerlein
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von Tigerlein »

Achso, das Negativbeispiel ist mein Tageskind.

Und selbst eingeschlafen ist als Baby übrigens noch keines meiner Kinder. Entweder wurden sie in den Schlaf gestillt oder getragen. Offensichtlich geschadet scheint es ihnen nicht zu haben, denn jetzt gehen sie gerne ins Bett wenn sie müde sind und schlafen ganz alleine ein. ;)

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EinfachIch
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Re: Geht es wirklich ohne Schnuller?

Beitrag von EinfachIch »

Bei uns in der Rübi hingen auch immer alle babys nach einer stunde spätestens an der brust und selbst die flaschenkinder hatten irgendwann hunger. Mein Sohn hat keinen Nucki, und in der Krabbelgruppe die meisten Kinder auch nicht. Die werden aber zum Großteil noch gestillt und können sich am original sattnuckeln. Ich versteh den Sinn von Schnullern ja z.B. im Auto, aber warum es ok sein soll die kieferorthopädisch schlechtere Alternative im Dauereinsatz zu haben es aber nicht in Ordnung ist als Säugetier sein Gesäuge dem Säugling zum Saugen anzubieten versteh ich nicht so ganz ;)
Mit kleinem Fröschli (07/13) an der Brust
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