Abdockproblem (22 Monate)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Igelin
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Abdockproblem (22 Monate)

Beitrag von Igelin »

Hallo!

Meine Tochter ist inzwischen 22 Monate alt, und wir stillen meistens noch so dreimal pro Tag - mittags und abends zum Einschlafen und noch einmal frühmorgens. Diese Frequenz ist ein Kompromiss - ich denke, sie würde gerne noch öfter; von meiner Seite aus geht das aber nur ausnahmsweise. Ich hab leider immer wieder Schmerzen (manchmal wegen Vasospasmus, der irgendwie so kommt und geht; manchmal hormonell bedingt zwei Wochen lang, bis die Mens einsetzt; manchmal beides auf einmal). Deswegen wird auch immer nur recht kurz gestillt, abends und morgens 5-10 Minuten, mittags etwas länger.
Meistens akzeptiert sie das, und entweder dockt sie ab, wenn ich sie darum bitte, oder ich kann sie ganz klassisch mit dem Finger abdocken, wenn sie so gut wie schläft.
Manchmal will sie allerdings länger nuckeln - was ich ihr auch nicht verdenken kann, aber ich geh halt irgendwann halbwegs die Wände hoch :? Und dann lässt sie sich eben nicht mit dem Finger abdocken, sondern packt nur noch fester zu und hält die Brust quasi schraubzwingenmäßig zwischen den Zähnen. Nicht schön (für mich). Meistens warte ich dann noch eine Weile, versuche es nochmal mit Zureden und dem Finger, aber bringen tut es meist nix. Und dann bin ich irgendwann soweit, dass ich ihr die Nase zuhalte, damit sie loslässt :oops: . Gemein, ich weiß, und ich hab ein furchtbar schlechtes Gewissen deswegen :(

Gibt es eine bessere Möglichkeit????? Bitte?
Ich will ja nicht, dass sie irgendwann Albträume kriegt, in denen ihr jemand die Luft abdrückt :(
Oder muss ich das nicht so dramatisch sehen?
Manchmal dreht sie sich nach dem Nasezuhalten einfach weg und pennt, manchmal weint sie dann (und ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sie nicht weiternuckeln darf, oder ob ich ihr wehgetan hab - ich bin natürlich immer so vorsichtig wie es geht).

Übers Abstillen denke ich manchmal nach - aber ich hatte mir nun mal vorgenommen, wenigstens bis zum zweiten Geburtstag weiterzustillen, außerdem braucht sie es noch, denke ich.
Und ich will nicht auf eine so effektive Einschläfermethode verzichten....
Anna mit Tochter (05/2012)
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Re: Abdockproblem (22 Monate)

Beitrag von Neuhier »

An die Brust drücken als Alternative zum Nase zuhalten? Hat den gleichen Effekt, ist aber von Mutterseite nicht ganz so rabiat.

Neuhier
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Igelin
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Re: Abdockproblem (22 Monate)

Beitrag von Igelin »

Danke für deine Antwort!
Funktioniert leider nicht, habe Winz-Brüste. Da ist immer noch irgendwo ein Luftloch...
Anna mit Tochter (05/2012)
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Re: Abdockproblem (22 Monate)

Beitrag von CarpeDiem »

Katharina ist 25 Monate und ich kann ihr gut erklären das etwas jetzt so oder so gemacht wird.

Vielleicht hilft ein Wecker oä, wenn er klingelt dockt sie ab. Hast Du ggf. nochmal geschaut ob Du mit viel Magnesium usw. den Schmerz etwas in Griff bekommst, stillen soll Dir ja nicht so starke Schmerzen machen.


Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert


K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
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Re: Abdockproblem (22 Monate)

Beitrag von CarpeDiem »

Sehe gerade, Einschlafstillen und Wecker ist nicht so sinnig :lol aber vielleicht hilft es Musik laufen zu haben und wenn sie zu Ende ist muss sie aufhören. Erkläre ihr, dass längeres stillen Dir starke Schmerzen bereitet usw. und Du aber sie gerne noch weiter stillst, es aber zeitlich begrenzen musst.


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Re: Abdockproblem (22 Monate)

Beitrag von Igelin »

Danke dir!
ja, ich erkläre es ihr immer wieder und denke auch, sie versteht es.
DAs Einschlafstillen funktioniert meistens auch gut, nur morgens früh ist es eben ein bisschen problematisch, da sind wir halt beide ziemlich im Tran, ich kann da nicht mit großen Erklärungen ankommen ;-) und Musik oder Wecker ist dann auch nicht angesagt (denn meistens soll sie danach bitteschön noch weiterschlafen...). An den letzten beiden Tagen ging es aber recht leicht, indem ich ihre Nase nur berührt habe... Soll mir auch recht sein.... Mal sehen, wie das weitergeht.

Etwas allgemeiner beschäftigt mich noch das Thema mit den Schmerzen beim Stillen - vielleicht liest noch jemand mit und kann da etwas Input geben:
Durch die Schmerzen ist das Stillen für mich ja nun leider nicht nur positiv besetzt. Es gab und gibt immer wieder mal Phasen, in denen ich echt den Tränen nahe bin, manchmal aus Wut, manchmal, weil ich traurig darüber bin, dass es bei uns nicht "schöner" ist. Diese negativen Gefühle kommen doch mit Sicherheit bei meiner Tochter an, sie spürt doch, wie es mir geht.
Und ich habe manchmal Angst, dass sie sich schuldig fühlen könnte, weil sie mir Schmerzen zufügt. Dabei ist das ja meine Entscheidung, ich entscheide mich bewusst dafür, trotzdem weiterzumachen.
Ich versuche auch immer wieder, ihr das zu erklären - dass ich Schmerzen habe und manchmal traurig darüber bin, aber dass sie nichts dafür kann und ich sie eben trotzdem stillen will.
Aber kommt das an? Oder wäre es einfach viel "ehrlicher", abzustillen?? Ich meine, ihr etwas Gutes zu tun, bei ihr kommt aber an "Mama will das hier eigentlich gar nicht" ?? :? :oops:

Aber eigentlich denke ich schon, dass ich da meine derzeitige Grenze schon abgesteckt habe und dass es ok ist, so wie es zurzeit ist. Sorry für meine etwas wirren Gedanken :oops:
Anna mit Tochter (05/2012)
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