Katastrophaler Schlafrythmus

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Jamelek
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Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Jamelek »

Weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Ein guter Schläfer war Julian (11 Monate) noch nie, aber momentan sind wir wirklich am Limit.
Sobald das Schlafzimmer (schläft bei mir auf einer Matratze am Boden) betreten wird, fängt er an zu jammern. Solange er getragen wird, bleibt es beim Jammern, ablegen endet in wildem Geheul.
Ich habe ihn eigentlich immer in den Schlaf gestillt, das klappt nicht mehr, er schläft dabei nicht mehr ein (manchmal noch tagsüber, abends nie). Er trinkt dann zwar im Liegen, aber sobald er fertig ist, gehts los, weinen, durchstrecken, aus Bauchlage aufrichten, wie ein Seehund. Wirklich schlimm. Dann wird er meist getragen, bis er jammernd auf dem Arm einschläft. Da das Ablegen aber oftmals fehlschlägt, dauert auch diese Prozedur manchmal stundenlang.
Wenn er denn mal schläft, schläft er höchstens 90 Minuten am Stück, lässt sich aber oft mit der Brust schnell beruhigen. Dabei bleibt es momentan aber auch nicht beim Trinken, sondern er nuckelt sich ein und lässt die Brustwarze nicht mehr los. Vorsichtiges Lösen, davon wacht er sofort auf und weint wieder.
Ich schildere mal die letzte Nacht als Beispiel:

Gegen 20:30 bin ich mit ihm hoch und habe ihn gestillt, dann ca. 20 Minuten getragen, mit ihm zusammen hingelgt, er hat weitergeschlafen. Erste Wachphase 22 Uhr 30, bis 24 Uhr hin er nuckelnd an meiner Brustwarze, dann konnte ich ihn lösen. Um 1 Uhr wieder wach, angedockt. Dann hellwach im Bett aufgestanden, herausgekrabbelt, gegen Tür und Heizkörper gehaun, Kind wieder auf den Arm gepackt und getragen, ca. 3x 20 Minuten, da Versuche des Ablegens immer gescheitert sind. Schließlich schlief das goldige weltschönste Kind 20 Minuten in meinem Arm, um dann wieder aufzuwachen und widerrum für eine Stunde anzudocken. Dies wiederholte sich dann bis 6 Uhr morgens stündlich. Dann war für das Kind die nacht vorbei.

Gegen 10 Uhr rieb er sich die Äuglein, ich legte mich mit ihm hin, stillte. Eingeschlafen ist er nicht.
12 Uhr nächster Versuch. 30 Minuten im Luemai geschlafen. Dabei muss ich laufen, ich kann mich nicht hinsetzen nicht stehenbleiben, ist also auch keine dauerhafte Option.

Seitdem hat er nicht mehr geschlafen, jeder Trageversuch im Schlafzimmer wird mit Jammern bis hin zu Winseln und beim Hinlegen mit lautem Geschrei und seiner üblichen Durchstreckerposition gezeigt.

Unten hier ist er zwar quengelig (hat ja auch definitiv ein tagelanges Schlafdefizit) aber keine Spur von Schmerzen.

Wenn er schläft, liegt er immer seitlich mit dem Kopf ganz nach hinten durchgestreckt, sieht teilweise wie ein C aus.

Ich bin total ratlos. Wenn wir im Bett liegen und er sich so durchstreckt und schreit, denke ich, das er Schmerzen haben muss. Kinderarzt hat nichts gefunden, dann war ich letzte Woche bei einer Osteopathin. Weiß nicht, was ich davon halten soll. Sie hat keine Anamese aufgenommen und ihn im angezogenen Zustand behandelt. Meinte, seine Muskelatur im Bauchbereich ist verkürzt, das würde wohl von der zusammengekrümmten Haltung beim ständigen Tragen kommen. Er strecke sich durch um dieses zu kompensieren.
Bei zwei Anwendungen hat er ziemlich geweint, sie hörte erst auf mein Bitten auf. Den Rest der Anwendungen war Julian aber gut drauf.
Die Osteopathin war auch ziemlich sicher, das mit dieser Behandlung schon große Besserung eintreten würde. Es ist aber unverändert.


Und nun? Kann es sein, dass ein 11 Monate altes Baby einfach solche Angst vorm Einschlafen hat? Warum? Angst vor der Dunkelheit? Ein Nachtlicht, so ein IKEAGeist brennt die ganze Nacht lang durch.

Wenn ich die Wachphasen abziehe komme ich in der letzten Woche auf eine durchschnittliche Schlafzeit von weniger wie 9 Stunden.

Unter der Woche muss ich um 6 Uhr aufstehen, um Frühstück für den Großen herzurichten. es ist leider auch unmöglich sich rauszuschleichen, ohne dass er wach wird. Und da habe ich das nächste Drama, wenn er wach wird, will er trinken, da ist es aber nicht mit kurz Trinken getan, er würde andocken und die Brustwarze für mindestens 90 Minuten nicht mehr loslassen. Dafür ist dann natürlich keine Zeit. Stillen im Tuch oder Tragehilfe haut hier leider anatomisch nicht hin.

Gerade geht mein Mann mit ihm rauf, um zu versuchen ihn in den Schlaf zu tragen, lautes jammern sobald dasSchlafzimmer betreten wurde.

Bitte gebt mir einen Tip, ich bin momentan wirklich verzweifelt.
Jamelek
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Lösche Benutzer 7875 »

du arme! mein großer hatte auch einen miserablen schlaf, ich fühle mit euch! mit der zeit wurde das immer besser... zwei dinge fallen mir dazu ein, als baubiologin frage ich mich ob du störquellen in der nähe des bettes hast?! (stichwort strom (lampen oder das ikealicht im umkreis von 1m und strahlung durch babyphone etc.)und habt ihr mal probiert woanders (auch in der wohnung) zu schlafen?
kleine kinder reagieren so viel sensibler auf viele störfaktoren, da sollten wir uns selbst nicht als maßstab nehmen.
und zweitens würde ich mal kiss abchecken lassen und das bei einem spezi (schau mal hier: http://www.kiss-kid.de/seiten/aerzte_therapeuten.html) - hatte meiner auch und wurde vom spezialisten sofort erkannt und erfolgreich behandelt. waren vorher auch völlig umsonst beim ostheopaten....
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von minthe »

Oje, ich fühle mit Dir! Seit ich wieder mit Arbeiten angefangen habe, klebt mein Kleiner auch gefühlt durchgehend an mir nachts...
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Capesider
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Capesider »

Ich denke da auch sofort an KISS, überlegt mal ob ihr euch vorstellen könnt, zeitnah zu einem KISS-Spezi zu fahren! Meine Große hatte sehr krasses KISS 2 und war sofort nach der Behandlung beim Biedermann ein völlig anderes Kind! Ich wünsche Euch schnelle Besserung, das hört sich soo anstrengend an! :(
Liebe Grüße
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Minimeu »

Und, wie war die Nacht? Da hört sich sehr, sehr anstrengend an. Was ich schon oft gehört und auch schon selbst erlebt habe, ist, dass die Kinder um ihren ersten Geburtstag schrecklich schlafen. Bei uns war es auch so und ist mit 12,5 Monaten wieder besser geworden. Gibt es denn Tage/Nächte an denen es besser klappt? Hast du eine Idee, was an diesen tagen anders war?

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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Maja »

Ich würde auch schnellstmöglich einen echten Kiss-Spezialisten aufsuchen. Außerdem könnte es sein, dass er im Liegen Zahn- oder Ohrenschmerzen hat (abklären, wenn ohne konkreten Befund zB homöopathisch mit Viburcol Zäpfchen oder Osanit Globuli versuchen oder halb sitzende Schlafposition testen).
Wenn er das Schlafzimmer schon mit Angst oder Schmerz verbindet versuch doch mal 2-3 Wochen woanders mit ihm zu schlafen bis er das "vergessen" hat, zB Matratze im Wohnzimmer. Außerdem würde ich persönlich wohl wenn Blockaden und Schmerzen ausgeschlossen sind (Bauchweh? Isst und trinkt er tagsüber genug und verträgt er sein Abendessen) die Rumtragerei sein lassen und abwechselnd im Liegen im dunklen Zimmer für ihn da sein - er muss dann nicht alleine weinen, ihr seid ja da, aber eure Grenzen sind bei einem Kind in dem Alter eben langsam auch wieder von Bedeutung.

Viele Grüße!
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von mirahh »

Das hört sich anstrengend an! Oh je! Mein kleiner hat auch lange lange wirklich schlecht geschlafen. Wir waren nach Abklärung aller körperlicher Ursachen beim Homöopathen und der sagte tatsächlich, dass es Angst vor dem einschlafen recht häufig gibt. Dieses loslassen fiel und fällt unserem Sohn schwer. Bei so kleinen wartet direkt nach dem einschlafen eine Traumphase - anders als bei Erwachsenen und das kann zusätzlich Angst machen. Das deckte sich auch mit unserem Gefühl, warum er weint und sich so wehrt.
Geholfen hat die Federwiege weil er durch die Bewegung abgelenkt war und sich deutlich schneller entspannen konnte. Das ist bis heute noch so. Er kann bis auf ganz ganz seltene Ausnahmen nicht anders als in der Federwiege einschlafen. Für uns ist das okay, wenn es für ihn so leichter ist.
Das ist jetzt sicher kein Patentrezept aber ich wollte nicht wegklicken ohne von unserer Geschichte zu schreiben.
mirahh mit dem Kleinen (1/2012) und der Mini-Krabbe (3/2014) und dem Knöpfchen im Bauch (9/2016)
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Jamelek
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Jamelek »

Vielen Dank erstmal. An Kiss hatte ich auch schon gedacht und weiß auch, dass Kinderärzte dafür nicht umbedingt der erste Ansprechpartner sind, aber ich dachte das würde auch die Osteopathin erkennen.
Ich habe mir eine KISS Ärztin in der nächsten Stadt herausgesucht und rufe Montag da mal an. Allerdings befürchte ich lange Wartezeiten.

Die letzte Nacht war etwas ruhiger. Er hat Fieber bekommen, also ließ ich ihn eigentlich Dauernuckeln, wann er wollte, dafür blieb er dann meist zufrieden und musste nicht herumgetragen werden. Aber jetzt ist ja sowieso erstmal Ausnahmesituation wegen dem Fieber.
linearb hat geschrieben: als baubiologin frage ich mich ob du störquellen in der nähe des bettes hast?! (stichwort strom (lampen oder das ikealicht im umkreis von 1m und strahlung durch babyphone etc.)und habt ihr mal probiert woanders (auch in der wohnung) zu schlafen?
kleine kinder reagieren so viel sensibler auf viele störfaktoren, da sollten wir uns selbst nicht als maßstab nehmen.
Elektrische Geräte stehen eigentlich alle locker 1 m entfernd. Meinen Radiowecker werde ich nachher mal umräumen. Allerdings schlafen wir oben im Dachzimmer und gleich nebendran steht die Gastherme (also zwar in einem seperaten Raum, aber Luftline 1,50m vom schlafenden Kind entfernd). Gibt es dazu irgendwelche Erkenntnise, ob diese den Schlaf beeinträchtigt? Einen Kohlenmonoxidwarner haben wir im Raum.

Aber vielen Dank für deinen Link, da habe ich eine entsprechene Ärztin in erreichbarer Nähe gefunden.
mirahh hat geschrieben: Geholfen hat die Federwiege weil er durch die Bewegung abgelenkt war und sich deutlich schneller entspannen konnte. Das ist bis heute noch so. Er kann bis auf ganz ganz seltene Ausnahmen nicht anders als in der Federwiege einschlafen. Für uns ist das okay, wenn es für ihn so leichter ist.
Das ist jetzt sicher kein Patentrezept aber ich wollte nicht wegklicken ohne von unserer Geschichte zu schreiben.
Schade, eine Federwiege hatten wir. War Gold wert in den ersten Monaten. Allerdings, seit er sich hochzieht war mir das zu gefährlich und festbinden da drin wollte ich ihn nicht, daher haben wir die Federwiege bereits verkauft.
Jamelek
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Jamelek »

Ich muss das nochmal hochholen. MIttlerweile ist es ein wenig besser. Also Julian schläft jetzt meistens 2x 3 Stunden am Stück, das Dauernuckeln hat sich etwas gelegt. Nur morgens vorm Aufstehen braucht er seine 90 Minuten an der Brust.

Was mich aber wirklich extrem anstrengt, ist ihn zum Einschlafen zu bekommen. manchmal beneide ich die Eltern mit Gitterbett...

Ich schlafe mit Julian auf einer großen Matratze auf dem Fußboden. Ich stille ihn, dabei schläft er zu 90 % leider nicht mehr ein. Beim Tragen mault er momentan leider auch viel, so dass er vor lauter Maulerei nicht einschläft. Außerdem führte das in letzter Zeit auch nach über 90 Minuten noch nicht zum Einschlafen. Wenn ich mich aber einfach so ins Bett mit ihm lege, dann steht er halt ständig wieder auf. Krabbelt im Zimmer umher, räumt den Nachtisch ab, spielt am Wecker rum.

Wie handhabt ihr das mit mobilen Kindern? Er ist 11 Monate, ich erkläre ihm zwar im ruhigen Ton, das jetzt Nacht ist und wir schlafen müssen, aber ob er das wirklich schon versteht, daran zweifle ich.

Manchmal halte ich ihn jetzt schon fast mit Gewalt fest, damit er liegen bleibt (in meinem Arm), aber das fühlt sich auch falsch an.

Müde ist er definitiv, er wehrt sich einfach total gegen das Einschlafen.
Versuche auch zeitlich eine Regelmäßigkeit einzuhalten. Zwischen 19 Uhr 30 und 20 Uhr gehe ich mit ihm hoch in sein Zimmer. Spiele mit ihm,aber ganz auf die Ruhige manchmal besuchen wir zusammen seinen großen Bruder in seinem Zimmer (er ist unheimlich gerne im Zimmer des großen Bruders), irgendwann wickle ich ihn und ziehe ihn den Schlafanzug an. Wenn er dann gähnt oder sich die Äuglein reibt (das ist dann so grob zwischen 20 Uhr 15 und 21 Uhr 15 der Fall, ich richte mich da wirklich nach seinem Müdigkeitszustand, auch weil er sehr unterschiedlich lang am Tage schläft) gehen wir hoch ins Schlafzimmer, wo ich ihn sofort im Bett anlege. Er trinkt ca. 10 Minuten und dann geht es los. Hochzeiehen, wegkrabbeln, Julian will Party.
Als Lichtquelle leuchtet ein kleiner Ikeageist in gelb und manchmal noch so ein Käfer, der einen Sternenhimmel an die Decke zaubert. Ist insgesamt auf den relativ großen Raum (Dachboden mit ca. 30 m²) nicht viel Licht.
Wenn ich mich schlafend stelle fängt er an auf mir rumzukrabbeln und ganz unangenehm kneift mich überall hin.

Noch eine kleine Frage. Habe jetzt mal den Schlafsack abgeschafft, weil er auch jedes Mal zu weinen anfing, wenn ich ihm diesen anzog. Im schlafzimmer sind ca. 19-20 Grad. Er trägt nun einen Woll Langarmbody und einen Woll Schlafanzug ohne Füße und daher noch Wollsöckchen. Wenn er an mir liegt, liegt er natürlich mit unter meiner Decke, aber wenn ich ihn irgendwann schlafend alleine lasse deckt er sich immer ab. Eigene Decke toleriert er auch gar nicht. Ist die Kleidung so in Ordnung? Mit was schlafen eure Kinder im Familienbett? Schlafsack, eigene Decke...?

Bin immer noch unsicher wegen dem Schlafsack. Mein Großer hat den geliebt und trug ihn bis fast 3 Jahre.
Jamelek
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Minimeu
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Re: Katastrophaler Schlafrythmus

Beitrag von Minimeu »

Oh, jamalek. Das erinnert mich gerade so sehr an Meine zur Zeit. Fühl dich also erstmal recht gut verstanden. Und jetzt wie ich es mache (nicht, dass ich das als das optimale in den Schlaf finden Prozedere erachte): Sie wird immer gegen sieben mit ihrer großen Schwester zusammen müde. Ich gehe mit beiden ins große Bett, die Große legt sich hin, bumm, schläft. Die Kleine stillt, nach etwa zehn Minuten setzt sie sich auf, scheinbar wieder hellwach, klatscht in die Hände und freut sich des Lebens, erzählt, krabbelt im Bett rum, das ganze Programm. Ich versuche ruhig zu bleiben und lass sie einfach machen. Halt sie nicht fest oder so. Und irgendwann legt sie sich hin und schläft ein. Das dauert leider seine Stunde, bis anderthalb. Aber wenn ich da reinpfusche, dann endet es doch wieder im dauernuckeln oder gar nicht schlafen. Ich sehe es gerade als positiv, dass sie sich eine Alternative zum Einschlafstillen "erarbeitet" und das wird sich mit der Zeit abkürzen. Meine Hoffnung. Achso, bei ihr muss es komplett dunkel sein, damit sie keine Ablenkung bekommt. In dem Alter passiert in der motorischen Entwicklung ja auch wirklich viel und da will das Erlernte einfach zu jeder (Un-)Zeit geübt und ausprobiert werden. Ich hoff, dieses steh-auf-männchen Verhalten verliert auch irgendwann seinen Reiz.


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