Ich habe eine "diagnostizierte" Hyperlaktation.
Ich habe mich vor 2 Wochen an die Stillberaterin von Stillkinder gewandt. Danach schrieb sie folgenden Text auf ihrer Seite.
Ich zitiere: ( Quelle: http://www.stillkinder.de/zu-viel-muttermilch-was-tun/)
Nun ist dabei folgendes Problem: Mein Baby verweigert gerne schonmal die rechte Brust komplett.Starker Milchspendereflex
Zu viel Muttermilch – was tun?
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Nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Muttermilch kann zu Problemen beim Stillen führen.
Trinkt Ihr Baby schnell und scheinbar gierig an Ihrer Brust?
Ist es dabei unruhig, verschluckt sich oft und schluckt viel Luft?
Lässt es die Brust häufig los oder versucht sie aus dem Mund zu schieben?
Trinkt es mit Stillhütchen ruhiger und entspannter?
Verhält es sich oft noch immer “hungrig”, auch wenn es gerade erst gut getrunken hat?
Spuckt es häufig kurz nach dem Stillen oder auch nach längerer Zeit?
Leidet es zwischen den Mahlzeiten unter Reflux, Blähungen und Koliken?
Spannt es manchmal seinen Bauch an und drückt, als wenn es Verstopfung hätte?
Hat es reichlich schaumigen und grünlichen Stuhlgang, der manchmal explosionsartig abgeht?
Nimmt es extrem gut an Gewicht zu, so dass Hebamme und Kinderarzt sehr zufrieden sind?
Empfinden Sie selbst jedoch das Stillen als wenig entspannend für sich und Ihr Baby?
Sorgen Sie sich vielleicht, ob Ihr Baby ein Problem mit seinem Magen oder mit dem Darm hat?
Befürchten Sie, dass die Qualität Ihrer Muttermilch nicht in Ordnung ist?
Oder glauben Sie, dass Sie mal wieder etwas “Falsches” gegessen haben?
Sind Ihre Brüste oft sehr voll und gespannt?
Läuft viel Milch aus der anderen Brust, während Sie stillen?
Laufen Ihre Brüste auch zwischen den Stillmahlzeiten oft und stark aus?
Und haben Sie schon alles Mögliche versucht, um das Problem zu lösen?
Sie waren wegen der Verdauungsprobleme Ihres Babys beim Kinderarzt.
Sie verabreichen ihm diverse Mittel gegen Blähungen oder zum Abführen.
Sie haben es von einem Osteopathen behandeln lassen.
Sie lassen in Ihrer Ernährung alles weg, was Blähungen verursachen könnte.
Sie trinken Salbeitee, obwohl er Ihnen scheußlich schmeckt.
Sie haben vor dem Stillen etwas Milch abgepumpt, damit sie weniger stark fließt.
Leider alles ohne nennenswerten Erfolg!
Diese Symptome können von zu viel Milch und einem starken Milchspendereflex verursacht werden.
Der stark spritzende Milchspendereflex bereitet Ihrem Baby bereits beim Trinken an der Brust Stress und durch die große Milchmenge erhält es vor allem laktosehaltige Vordermilch, die zwar kalorienreich ist, aber wenig sättigt und zu einer beschleunigten Darmtätigkeit mit vermehrter Gasbildung führt.
Da sich diese Situation meist nicht von alleine auflöst, sondern eher noch weitere Probleme daraus entstehen können, möchte ich Ihnen nun eine spezielle Methode vorstellen, mit der Sie die Symptome und ihre Ursachen recht schnell in den Griff bekommen können.
Was Sie bei Problemen durch zu viel Milch tun können?
Als Erstes entleeren Sie Ihre Brüste einmalig so vollständig wie möglich. Am besten geht dies mit einer guten elektrischen Pumpe und einem Doppelpumpset. Sie können es aber auch von Hand tun. Je nachdem, was für Sie besser funktioniert.
Direkt anschließend legen Sie Ihr Baby an beide “leeren” Brüste an und zwar solange, wie es mag. So kann es endlich sein Saugbedürfnis an Ihren Brüsten befriedigen und erhält sofort die fettreiche, sättigende Hintermilch.
Vielleicht trinkt es erstmals ruhig und schläft dann zufrieden an Ihrer Brust ein.
Ganz wichtig dabei ist, dass Ihr Baby viel Brust im Mund hat, damit es die Brust auch wirklich gut entleeren kann. Legen Sie es möglichst ohne Stillhütchen an, falls sie bisher welche benutzt haben.
Den Rest des Tages teilen Sie nun in gleichlange Zeitblöcke á etwa 3 – 4 Stunden ein. Jedes Mal, wenn Ihr Baby Hungerzeichen oder Interesse an der Brust zeigt, legen Sie es während eines Zeitblocks nur an die eine Brust an, sagen wir mal: die Rechte. Schränken Sie dabei weder die Häufigkeit noch die Dauer der Stillmahlzeiten ein.
Nach Ende des Zeitblocks oder wenn Ihr Baby einige Stunden geschlafen hat, wechseln Sie die Seite. Legen Sie es nun während des nächsten Zeitblocks nur noch an der anderen Brust an. (Also, ab jetzt bekommt es immer wieder nur die linke Seite.)
Wenn Sie ein sehr starkes Spannungsgefühl in der Brust haben, die gerade nicht an der Reihe ist, können Sie zu Ihrer Entlastung ein wenig Milch ausstreichen oder auslaufen lassen. Aber nur dann! Und nicht zu viel! Es geht nur darum, Sie etwas zu erleichtern.
Denn die Milchmenge reduziert sich nur dadurch, dass die Milch in den Brüsten verbleibt. Nach dem Motto: Die Nachfrage reguliert das Angebot.
Bei vielen Müttern reicht eine einmalige vollständige Entleerung der Brüste und das anschließende Stillen mit Zeitblöcken an nur einer Brust, um das Überangebot der Muttermilch zu reduzieren und dem Bedarf des Babys anzupassen.
Ob Sie am Ziel sind, merken Sie an Ihren Brüsten, am Verhalten Ihres Babys beim Stillen und an seiner Verdauung.
Wenn sich Ihre Brüste nach 24, 48 oder 72 Stunden mit diesen Zeitblöcken wieder sehr stark gefüllt haben oder der Milchspendereflex wieder stark spritzt, können Sie Ihre Brüste noch einmal leerpumpen und anschließend die Zeitblöcke auf 6, 8, 12 oder noch mehr Stunden je Seite verlängern.
Allerdings sollten Sie Ihre Brüste nicht allzu häufig komplett entleeren, da Sie sonst die Milchproduktion zusätzlich anregen. Denn, wie schon gesagt, die Nachfrage reguliert das Angebot.
Mit dem Rückgang der Milchmenge werden dann auch die Intervalle zwischen den erforderlichen vollständigen Entleerungen länger, bis es gar nicht mehr nötig ist.
Am ersten Tag des Programmes, wollte sie nur an die linke. Sie weinte vor Hunger. Hinzu gerne auch mal Brust schimpfen.
Musste das also verschieben mit dem Ergebnis: noch mehr Milch.
Dann ging das Programm ein paar Tage, jedoch sind meine Brüste nie ganz leer gewesen vom Gefühl her. Aber mehr als eine halbe Stunde abpumpen geht zeitlich nicht. Meine Zeitblöcke gehen teilweise 5 Stunden. Die andre Brust muss meist mal kurz ausgestrichen werden. Ich habe 3 Tage abgepumpt, dann 2 Tage Pause, dann wieder abgepumpt.
Es ist inzwischen insgesamt besser ausser morgens ist mindestens eine Brust prall, die andre gefühlt halbleer.
Zur Zeit ist mein Baby in einer schwierigen Phase: abpumpen schaff ich nicht, nur ausstreichen. Ich trinke schon mehrere Tassen Salbei und Pfefferminztee am Tag. Egal wie die Blöcke sind, am späten Nachmittag geht eigentlich nur die Lieblingsbrust. Die andre musste ich weil kurz vorm platzen etwas abpumpen, und dann strich ich sie aus, nur für etwas Erleichterung.
Was ich also brauche sind Tipps zur Besserung, die möglichst einfach sind. Falls es noch welche gibt.
Fläschchen nimmt sie nicht. Meine aufgetaute Mumi schmeckt komisch. (irgendein Enzym...).
Danke für alle Tipps.
Leyla
