bisher war ich immer nur stille Mitleserin, aber jetzt muss ich mich doch einmal zu Wort melden - wie nicht anders zu erwarten mit einem akuten Problem.
Zur Ausgangslage:
Meine Tochter ist am Samstag vor einer Woche nach komplikationsloser Schwangerschaft und Geburt mit 3820g auf die Welt gekommen. Ich selbst stecke gerade in einer emotional sehr belastenden Situation, da sich mein Mann 3 Wochen vor ET für eine andere von mir getrennt hat und ich noch vor der Geburt Hals über Kopf unser gemeinsames Haus verlassen habe und mit nur wenig Hab und Gut in einem Zimmer bei meiner Mum untergekommen bin. Diese Situation hat mich schon in der ersten Nacht nach der Geburt im KH sämtliche guten Vorsätze über Bord werfen lassen und ich habe schon am 2. LT meiner Tochter, nachdem sie schon gute 200g abgenommen hatte, einen Schnuller verwendet und mit Pre-Nahrung im Fläschchen zugefüttert.
Nun befinden wir uns schon am 9. Tag nach der Geburt und ich habe noch immer nicht ausreichend Milch für meine Tochter. Ich habe etwa am 5./ 6. Tag einen Farbwechsel von anfangs gelblich zu jetzt weiß-milchig festgestellt. Aber an der Menge, konnte ich keine Veränderung feststellen. Im KH ergab eine Stillprobe mal 15g und wenn ich jetzt mal eine Mahlzeit per Handpumpe abpumpe komme ich auf Mengen zwischen 15-25ml. Zufüttern tue ich mit HA-Pre-Nahrung von Babydream per Fläschchen. Nach der Entlassung hat mir meine Nachsorgehebi gesagt, ich solle mal versuchen, einen 3h-Abstand zwischen 2 Stillmahlzeiten einzuhalten, damit mein Körper überhaupt Zeit hat Milch zu produzieren. Ich hatte aber das Gefühl, dass mir das den wenigen Milchfluss noch mehr eingedämmt hat und bin nun seit dem Wochenende wieder auf's Stillen nach Bedarf übergegangen. Ich merke nun auch hin und wieder schon ein kleines Ziepen und Drücken in den Brüsten, wie ich es auch an den Tagen direkt nach der Geburt hatte.
Gewichtsentwicklung meiner Tochter:
01.02. 3820g
02.02. 3620g
05.02. 3780g
07.02. 3840g
Wir erreichen beim Stillen nach Bedarf etwa 8-10 Mahlzeiten, wobei ich immer mindestens beide Seiten einmal manchmal auch zweimal anbiete. Die Zufüttermenge variiert zwischen 30-60ml. Die Stillabstände liegen meist zwischen 1,5-2,5h, manchmal aber auch stündlich bis hin zu 5h Pause.
Ich selbst trinke ausreichend, aber mir gelingt es ob meiner persönlichen Situation nicht immer ausreichend zu essen - weil einfach kein Appetit da ist.
So, ich hoffe, ich konnte alle wichtigen Fragen beantworten und hoffe nun, dass ihr mir noch ein paar Tipps geben könnt, wie ich die Milchmenge steigern kann, damit ich die Hoffnung auf das Vollstillen noch nicht ganz aufgeben muss.
Ich möchte es meiner Tochter so gerne ermöglichen, wo doch ihr Start ins Leben schon anders gelaufen ist, als geplant
Hoffnungsvolle Grüße
-Sonnenschein-